Arbeiterkammer Präsident Kaske fordert Millionärssteuer

„Die Reichen werden immer reicher. Das ist nicht nur ein strapazierter Spruch, sondern beinharte Realität“, sagt AK Präsident Rudi Kaske und verweist auf den alljährlich publizierten Vermögensreport des Liechtensteiner Investmenthauses Valluga.

Mehr Millionäre in Österreich

Demnach ist Österreich im Vorjahr um 4.600 Millionäre reicher geworden. Insgesamt gibt es jetzt 82.300 Millionäre, die ihr Vermögen 2013 um sieben Prozent auf sage und schreibe 262 Milliarden Euro vergrößert haben.

Millionärssteuer für faire Verteilung

Hohes Finanzvermögen in Österreich

Hohes Finanzvermögen in Österreich

Kaske: „Im Sinne einer fairen Verteilung muss jetzt rasch eine Millionärssteuer eingeführt werden. Zudem bedarf es einer Steuerstrukturreform, um endlich den Faktor Arbeit zu entlasten.“

Wie hoch ist das Finanzvermögen der Millionäre in Österreich?

3,19 Millionen Euro: So viel Finanzvermögen besitzt laut dem Valluga-Report ein durchschnittlicher österreichischer Millionär. Mit dem gesamten Vermögen in Höhe von 262 Milliarden Euro könnten Österreichs Reiche die gesamte Verschuldung der Republik auf einmal begleichen – und es blieben ihnen noch 20 Milliarden Euro Restgeld, so der Report.

Geringer Beitrag zum Steueraufkommen

Während die Vermögenden vor allem von der guten Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten profitierten, tragen sie weiterhin viel zu wenig zum Steueraufkommen bei.

„Damit muss jetzt Schluss sein“, sagt Kaske. „Ich fordere dringend die Einführung einer Millionärssteuer, um der aufgehenden Schere zwischen Arm und Reich endlich Einhalt zu gebieten.“

Steuer-Strukturreform ebenfalls gefordert

Zudem plädiert der AK Präsident erneut für die umgehende Umsetzung einer Steuerstrukturreform. „Während Vermögen in Österreich kaum besteuert ist, ist der Faktor Arbeit hoch besteuert. Ich erinnere nur an den Eingangssteuersatz in Höhe von 36,5 Prozent.“ Und weiter: „Kleine und mittlere Einkommen müssen entlastet werden. Nur so wird auch der so wichtige private Konsum eine Stütze erhalten.“

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