Beschäftigungsbonus 2017 in Österreich

Der Beschäftigunsbonus ist eine Maßnahme zur Senkung der Lohnnebenkosten.

Ziele sind positive Auswirkungen auf den Arbeitmarkt und die Standortqualität. Wir haben die wichtigsten Voraussetzungen und Details für den Erhalt dieser Förderung im Überblick für Sie zusammengefasst.

Was wird gefördert?

Einen Zuschuss für die ‚Schaffung zusätzlicher vollversicherungspflichtiger gibt es für

  • eine beim AMS als arbeitslos gemeldete Person
  • oder einen Abgänger einer österreichischen Bildungseinrichtung
  • oder eine in Österreich bereits beschäftigt gewesene Person (Jobwechsler)
  • oder ein Beschäftigungsverhältnis auf Basis einer Rot – Weiß – Rot Karte

Das Vorliegen eines !! dieser Kriterien muss vom antragstellenden Unternehmen zum Zeitpunkt der Anmeldung des Arbeitnehmers bei der Sozialversicherung nachgewiesen werden können und bei Abrechnung der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) vorgelegt werden.

Sparen dank Förderung für Unternehmer

Fristen für die Antragsstellung

Die Antragsstellung ist ab 1. 7. 2017 möglich und hat grundsätzlich vor Schaffung des ersten zu fördernden zusätzlichen Vollzeitäquivalents zu erfolgen.
Die daraus resultierenden und nachweislich bezahlten Lohnnebenkosten (Dienstgeberbeiträge) werden mit 50% bezuschusst.

Die Förderung wird jährlich im Nahhinein ausbezahlt.

Was zählt zu den Lohnnebenkosten?

  • Krankenversicherungsbeitrag
  • Unfallversicherungsbeitrag
  • Pensionsversicherungsbeitrag
  • Arbeitslosenversicherungsbeitrag
  • IESG-Zuschlag
  • Wohnbauförderungsbeitrag
  • Mitarbeitervorsorge (BMSVG)
  • Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds
  • Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag
  • Kommunalsteuer

Bedeutung der Beschäftigtenstände für die Gewährung des Beschäftigtenbonusses

Als Referenzwerte werden die Beschäftigtenstände zum Zeitpunkt der Antragstellung und des Jahres davor herangezogen.Um förderungsfähig zu sein, muss im Vergleichszeitrau ein Zuwachs an Beschäftigungsverhältnissen von zumindest einem Zusätzlichen Vollzeitäquivalent dargestellt werden.

Für Unternehmen, die erst im Laufe der letzten 12 Monate vor Antragsstellung gegründet wurden, gilt als Berechnungsgrundlage ein Mitarbeiterstand von null. Die Beschäftigungsdauer muss zumindest 6 Monate betragen.

Der Beschäftigungsbonus ist beschlossen worden. Die Prognose, damit 160 000 neue Jobs zu schaffen (Mitterlehner) wird von Wirtschaftsexperten als sehr sehr optimistisch angesehen.

Unklar ist noch, ob es Eu-rechtlich in Ordnung ist, Lohnnebenkosten auf diese Art und Weise zu fördern. Lt. Expertin Trenkwalder müssten im schlimmsten Falle die Firmen die erhaltene Förderung wieder zurückerstatten. Hier herrscht also noch gewisse Rechtsunsicherheit.

Von den Kritikern ist der Tenor zu vernehmen, dass es eine bürokratisch sehr aufwendige Form der Förderung sei, und nicht genau klar sei, was nun 50 % der Lohnnebenkosten sind.

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