Fahrradversicherung in Österreich – Ratgeber und Anbieter

Fahrräder zählen wohl zu den Gegenständen, die am häufigsten gestohlen werden. So wurden im ersten Halbjahr 2013 über 10.000 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Eine unglaubliche hohe Anzahl. Deshalb ist es ratsam, sich versichern zu lassen.

Vor allem dann, wenn es sich um ein neuwertiges Fahrrad handelt. Wir wollen Sie in diesem Ratgeber rund um die Thematik Fahrradversicherung in Österreich aufklären. Ist das überhaupt nötig? Welche Anbieter gibt es? Was müssen Sie dafür zahlen? Und welche Schäden sind überhaupt abgedeckt?

Wann brauchen Sie eine Fahrradversicherung?

Sie brauchen Sie dann, wenn Sie ein Fahrrad besitzen. Doch nicht für jeden Besitzer ist eine solche Versicherung sinnvoll. Sie müssen dabei eigenverantwortlich handeln, um nicht unnötig Mehrkosten zu produzieren. Nehmen wir nun an, Sie haben ein neues Fahrrad erworben, das jenseits der 1.000 Euro an Wert anzusiedeln ist.

Wichtig: Absicherung von Sporträdern

Wichtig: Absicherung von Sporträdern

Wird dieses Fahrrad gestohlen, ist das Drama groß. Sie sind jedoch Student, haben beim Fahrradhändler um die Ecke ein altes Modell um 30 Euro erworben und wollen sich die Versicherung sparen? Dann sind Sie genau auf dem richtigen Weg. Die Notwendigkeit einer Versicherung richtet sich nach dem Wert und dem Zustand Ihres Fahrrades, bedenken Sie das unbedingt.

Wer bietet eine Fahrradversicherung in Österreich an?

    Wir wollen hierbei nur einige Anbieter herauspicken. Da es sich um ein Verkehrsmittel handelt, können Sie entsprechende Produkte auch beim ÖAMTC oder beim Verkehrsclub Österreich finden. Weitere Ansprechpartner sind die ARGUS, die Grazer Wechselseitige oder Zurich.

Sollten Sie bereits bei einem dieser Versicherungsunternehmen untergebracht sein, so macht es Sinn, zuerst dort anzufragen, inwiefern Ihre Versicherung erweitert werden kann.

Beispielsweise lassen sich einige Belange durch die Privathaftpflicht abdecken. Dennoch sollten Sie die Prämien und Preise vergleichen, ehe Sie Ihrer Hausversicherung blind vertrauen. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie unnötige Kosten einsparen können.

Wieviel kostet die Prämie?

Wichtig: Prämien-Vergleich bei der Fahrradversicherung

Wichtig: Prämien-Vergleich bei der Fahrradversicherung

Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, die wir bereits zum Teil aufgezählt haben. Etwa dem Wert, dem Zustand, dem Bundesland und der Dauer der Versicherung. Wir wollen mit Ihnen nun zwei konkrete Beispiele durchgehen, um Ihnen ein Gefühl für die Preispolitik vermitteln zu können.

Wir gehen in unserem ersten Beispiel von einem Fahrrad aus, das keine elektrische Fahrunterstützung hat, neu 1.000 Euro gekostet hat, der Zustand neu ist, die Nutzung in Österreich erfolgt, Sie gegen Vandalismus versichert sein wollen und dass Sie eine Dauer von drei Jahren anstreben. Sie werden nun ab ca. 90 Euro pro Jahr fündig. Gehen wir nun zu unserem zweiten Beispiel.

Beispiel für die Höhe der Fahrrad-Versicherungsprämie:
Wiederum handelt es sich um ein Fahrrad, das ohne elektrische Fahrhilfe auskommt, gebraucht ist, über einen momentanen Wert von 100 Euro verfügt, fünf Jahre alt ist, in ganz Europa genutzt werden kann, nicht gegen Vandalismus versichert ist und für drei Jahre geschützt werden soll.

Hier werden Sie bereits ab 20 Euro im Jahr fündig. Vor allem Wert und Zustand beeinträchtigen die Versicherungssumme enorm. Auch der Selbstbehalt darf an dieser Stelle nicht vergessen werden. Bei einer Fahrradversicherung ist diese zumeist inkludiert, Sie haben also nicht die Wahl. Der Selbstbehalt beträgt in der Regel 20 % der Schadenssumme.

Welche Schäden deckt die Fahrradversicherung in Österreich ab?

Wie in der Einleitung in diesem Artikel schon richtig darauf hingewiesen wurde, ist der Diebstahl der wichtigste Faktor bei der Fahrradversicherung. So soll die Versicherung den entstandenen Schaden ersetzen, sollten Sie Opfer von einem Raub oder einem Diebstahl geworden sein. Hier gibt es jedoch einen wichtigen Punkt zu beachten. Der Teildiebstahl. Viele Versicherungen bieten hierfür keine Abdeckung. Der Teildiebstahl betrifft etwa das Abmontieren von einzelnen Rädern, Bremsen und weiteren Gegenständen.

Wichtig ist natürlich auch, dass Sie Ihr Fahrrad entsprechend abschließen. Wurde Ihr Fahrrad nicht abgeschlossen und entwendet, erfolgt natürlich kein Schadenersatz. Zusätzlich können Sie Ihr Fahrrad auch gegen Brand absichern. Inwiefern das sinnvoll ist, sei dahingestellt. Wiederum wichtig ist der Schutz gegen Fahrradbruch. Darunter ist zu verstehen, dass das Fahrrad während des sachgemäßen Gebrauchs zu Bruch geht. Prinzipiell wird dies im Grundpaket der meisten Versicherungen nicht abgedeckt, weshalb Sie genauer nachschauen müssen. Die Versicherung weist in diesem Fall gerne darauf hin, dass Sie eruieren sollten, ob Sie noch Garantieansprüche beim Hersteller oder Händler haben.

Ist mein Fahrrad überall geschützt?

Sie haben bereits im Bereich der Prämie mitbekommen, dass es einen Unterschied macht, wo Schäden passieren. Also im Ausland oder im Inland. Die Versicherung, die Sie in Österreich abschließen, gilt in einem jeden Fall für das gesamte Inland.

    Wenn Sie jedoch öfter verreisen, etwa mit der Familie, um einen Ausflug mit den Fahrrädern zu machen, dann sollten Sie unbedingt eine internationale oder zumindest europaweite Polizze in Betracht ziehen. Sie können sich auch auf einen Schutz nur für die Nachbarländer beschränken.

Die Fahrradversicherung im Überblick:

  • Schutz bei Diebstahl, optional auch Vandalismus
  • kein Schadenersatz bei Teildiebstahl
  • Höhe der Prämie vor allem von Alter und Zustand abhängig
  • Achten Sie auf den Schutz im Ausland

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