Förderung von Gemeinde-Investitionen – Kommunales Infrastrukturprogramm Österreich

Im Rahmen der Förderung für aktuelle Investitionen in Gemeinden und in die kommunale Infrastruktur stellt der Bund 175 Millionen € zur Verfügung.

Durch diese Förderung sollen Gebäude wie Sportstätten, Heime für Senioren, Schulen und Kindergärten sowie Gemeindegebäude entweder neu errichtet oder entsprechend saniert werden. Zusätzlich werden durch diese Förderung auch Investitionen im Bereich des öffentlichen Verkehrs sowie im Bereich Wasserversorgung und Einrichtungen für die Abwasserentsorgung finanziell unterstützt.

Im Jahr 2017 sowie 2018 werden durch die Bundesregierung mit dem Kommunalen Infrastrukturprogramm (kurz KIG) Gemeinden für die Modernisierung ihrer Infrastruktur finanziell gefördert. Hierbei gibt es eine Begrenzung der Zuschuss-Höhe pro Gemeinde. Weiters sollte man beachten dass pro Investition/Massnahme maximal 25 % der Gesamtkosten durch diese Förderung im Rahmen des KIG finanziert werden.

Empfehlung: Kombinationen mit aktuellen Angeboten und bestehenden Fördermöglichkeiten

Um die Fördermöglichkeiten sinnvoll zu nutzen sollte man sich umfassend über die weiteren Fördermöglichkeiten im Rahmen des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft informieren. Hierbei steht eine große Palette an Maßnahmen zur Unterstützung von Gemeinden zur Verfügung. Das Ziel ist es hierbei die Fördermittel entsprechend für den Klimaschutz, im Sinne der Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit einzusetzen. Hierbei empfiehlt es sich, die Mittel zusätzlich mit Förderungen aufstocken zu können.

Tipp: Alle Förderungen für Ihre Gemeinde nutzen

Nutzen Sie im Rahmen ihrer geplanten Maßnahmen in ihrer Gemeinde die Möglichkeit, Fördermittel für die Errichtung sowie Sanierung von Gebäuden sowie im Bereich Wasserversorgung/Abwassermaßnahmen zu erhalten. Der Fokus der Förderungen liegt hierbei auch in der Unterstützung der Umsetzung klimafreundlicher Maßnahmen im Bereich der Infrastruktur.

Förderungen für Investitionen in Gebäude

Im Bereich der Gebäudesanierung und Umweltförderung gibt es in den Bereichen thermische sowie energetische Sanierung und der Errichtung/Erweiterung von Gebäuden die im Eigentum von Gemeinden stehen die Möglichkeit, zusätzliche Förderungen zu erhalten.

Tipp: Als eine Maßnahme für die Sanierung ist hier auch die Erneuerung von Heizungsanlagen gültig. Um hier einen Überblick über das beste Heizsystem für individuelle Gebäude zu erhalten ist es notwendig, sich über die Heizlast sowie den Energiebedarf des jeweiligen Gebäudes zu informieren. Auch das Angebot an Lagerplatz sowie das verwendete Wärmeabgabesystem sind für eine Auswahl der richtigen Heizung relevant. Für einen ersten Überblick sollte man sich hier mit der Klimaaktiv Heizungs-Matrix informieren.

Einreichung beim Mustersanierungsprogramm

Eine Möglichkeit, zusätzliche Fördermittel zu erhalten gibt es für besonders innovative sowie umfassende Sanierungsprojekte im Rahmen von öffentlichen Gebäuden, die betrieblich genutzt werden. Diese können bis zum 19.10.2017 beim Mustersanierungsprogramm eingereicht werden.

Was gilt als umfassende Sanierungsmaßnahme?

Hierbei ist beispielweise eine Verbesserung im Bereich des Wärmeschutzes, der Einsatz von erneuerbaren Energieträgern sowie die Steigerung an Energieeffizienz zu nennen. Um hierbei nicht im Dunklen zu tappen gibt es einen Online-Leitfaden, der Schritt für Schritt Tipps und Unterstützung für den idealen Planungsablauf bereitstellt.

Förderungen und Investitionen im Bereich öffentlicher Verkehr

Hierbei sind Investitionen förderungsfähig, die ohne Fahrzeuginvestitionen auskommen. Hierbei werden besonders klimafreundlicher Mobilitätslösungen gefördert. Während im KIG beispielsweise Stromtankstellen oder eine eigene Busspur förderungsfähig sind, können diese je nach Maßnahme auch zusätzlich aus Mitteln des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft unterstützt werden.

Förderungen im Rahmen von Klimaaktiv mobil

  • Verstärkung des Radverkehrs durch Verleihsysteme, Stellplätze, Infrastruktur
  • Alles im Bereich klimafreundliches Mobilitätsmanagement wie diese Maßnahmen: Bereitstellung von Mobilitätszentralen, Carsharing, Bussystemen, Sammeltaxis, Schnuppertickets, weitere individuelle Maßnahmen je Gemeinde
  • Ausbau im Bereich der Elektromobilität sowie Umrüstung von Fahrzeugen

Förderungen im Bereich der Abfallentsorgung und Abfallvermeidung

Bevor man hier auf die Förderungen und finanziellen Unterstützungen zu sprechen kommt gilt es zu verstehen, dass die Abfallwirtschaft im Bereich der Gemeinden mehr als eine klassische Abfallsammlung darstellen sollte. Vielmehr soll eine moderne Ressourcenwirtschaft mit Vermeidung & Wiederverwendung sowie Recyling/Upcycling sowie individuelle Maßnahmen je Gmeeinde im Fokus stehen. Besonders unterstützungsfähig sind hierbei aktuell Maßnahmen im Bereich „Re-Use“. Hierbei hat besonders der „Abfallfolder“ unter http://www.bmlfuw.gv.at/greentec/abfall-ressourcen/Abfallfolder.html aktuelle Tipps und Tricks zum Thema Re-Use für Sie parat.

Hinweis: Einsatz von Mitteln des Umweltförderungsgesetzes

Sollte eine Finanzierung im Bereich der Abwasserentsorgung oder Wasserversorgung für Ihre Gemeinde auch mit den Mitteln des Umweltförderungsgesetztes erfolgen sollte man beachten, eine Kopie des Antrags auf Förderung nach dem UFG inklusive Eingangsbestätigung des jeweils zuständigen Amtes einem Antrag auf Zuschuss-Gewährung gemäß KIG 2017 beizulegen.

Unterstützung für Gemeinden

Da eine sinnvolle Planung und Umsetzung im Bereich des Klimaschutzes sinnvoll ist, sollte man sich vorab einen entsprechend umfangreichen Überblick über die Möglichkeiten machen. Im Rahmen der Initiative „Klimaaktiv“ gibt es auf https://www.klimaaktiv.at/service/publikationen/klimaaktiv/angebotegemeinden.htm einen hilfreichen Überblick über aktuelle Angebote für Gemeinden. Das Ziel ist es mit hochwertiger Beratung innovative und klimafreundliche Mobilität und Maßnahmen in den Gemeinden die dazu führen zu unterstützen.

Förderungen durch den Klimafonds und Energiefonds

Im Rahmen dieses Programms werden gezielt österreichische Regionen gefördert. Hierbei liegt der Fokus in der Nutzung der lokalen Ressourcen und neben der Nutzung von erneuerbaren Energien vor Ort auch Potentiziale zum Einsparen von Energie optimal zu nutzen. Eine Modellregion kann man hierbei durch einen Zusamenschluss mit Nachbargemeinden werden.

Tipp: Nachhaltiges Gestalten von Veranstaltungen und Events

Da bereits in der Planungsphase von jeder Veranstaltung in ihrer Gemeinde/ihrer Stadt das Thema Nachhaltigkeit relevant ist, gibt es hier eine Vielzahl von möglichen Maßnahmen, auf die man gezielt bei der Durchführung achten kann.

Dies kann bereits bei der Wahl des geeigneten Ortes/Lokals für die Veranstaltung, einer möglichen Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, einem gezielten Management von Abfällen inklusive Vermeidung und Trennung sowie dem Fokus auf regionale Verpflegung und Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen sowie vielen anderen Aspekten mehr beachtet werden. Einen Überblick sowie Tipps und Beispiele aus bereits durchgeführten Veranstaltungen gibt es auf der Informationsseite www.greeneventsaustria.at zum Nachlesen.

Zusätzlich gibt es für größere Veranstaltungen wie Tagungen und Kongresse das Österreichische Umweltzeichen für „Green Meetings & Green Events“.

Quelle und Details:
https://www.bmlfuw.gv.at/umwelt/klimaschutz/ufi/Kommunales-Infrastrukturprogramm-nachhaltig-umsetzen.html

Rechtliche Grundlagen
Kommunales Infrastrukturgesetz: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/I/I_01583/index.shtml

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