Förderungen aus dem Tiroler Kriegsopfer- und Behindertenfonds

Wir konzentrieren uns in diesem Beitrag auf die spezielle Förderung in Tirol, aber in anderen österreichischen Bundesländern läuft die Beantragung und die Umsetzung sehr ähnlich ab. Förderungen aus diesem Fonds stehen allen behinderten Menschen und deren Angehörigen zu.

Die entsprechenden Förderungen können in vielen Situationen die finanziellen Lücken schließen, die bei besonderen Ausgaben entstehen, welche durch die Behinderung ausgelöst wurden. Im ersten Abschnitt zeigen wir einige dieser Beispiele auf, um dann den Weg hin zur Förderung genauer zu beschreiben.

Wann macht eine Förderung aus dem Kriegsopfer- und Behindertenfonds Sinn?

Die zwei wichtigsten Motive für einen Zuschuss aus diesem Topf sind die Finanzierung von Heilbehelfen und Umbauten im eigenen Wohnraum. Teure Prothesen oder Rollstühle werden nicht immer komplett von den einzelnen Krankenkassen bezahlt.

Finanzielle Unterstützung aus dem Fonds

Finanzielle Unterstützung aus dem Fonds

Obwohl die SVA in dieser Hinsicht etwas großzügiger ist, fehlen sehr oft einige Prozent um sich eine Versorgung auf dem neuesten Stand der Technik zu leisten.

In der Amtssprache werden diese Maßnahmen als „Ankauf von Hilfsmitteln, Heilbehelfen und technische Arbeitshilfen“ bezeichnet.

Ähnlich dringend können nach einem Unglück Umbaumaßnahmen im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung notwendig werden. Dazu können veränderte Badezimmer, Lifte oder andere Adaptionen zählen.

All das wird schnell teuer und in der Amtssprache „Verbesserungen, Sanierungen und Umbauten von Wohnräumen“ genannt. Weitere Maßnahmen, die von dem entsprechenden Fonds gefördert werden sind:

  • Finanzielle Zuwendungen zum Wohnbedarf
  • Förderung von Rehabilitationsmaßnahmen
  • Zuschüsse zu Kuraufenthalten, zur Erholung oder zur Ausbildung

Wie hilft der Kriegsopfer- und Behindertenfonds?

Es existieren zwei Arten auf die der Fonds behilflich sein kann. Auf der einen Seite gibt es direkte finanzielle Zuschüsse die nicht zurückgezahlt werden müssen. Auf der anderen Seite vergibt der Fonds auch zinslose oder zinsgünstige Darlehen für die Finanzierung der speziellen Vorhaben.

Hinweis: Das Darlehen muss immer beantragt werden bevor die Maßnahme eingeleitet wird. Der finanzielle Zuschuss kann auch nach Durchführung noch bewilligt werden.

Wie lässt sich die Förderung beantragen?

Der Antrag für eine Förderung wird nicht bei dem Fonds direkt eingebracht, sondern bei der örtlichen Außenstelle der Abteilung Soziales des Landes Tirol oder des Stadtmagistrats Innsbruck abgegeben. Diese Stellen leiten den entsprechenden Antrag an eine Sitzung aus mehreren Organisationen weiter und dort wird über die Förderung entschieden. Der große Vorteil dabei ist, dass nicht nur die Vertreter des hier genannten Fonds das Anliegen sehen. Vielleicht kommen auch Zuschüsse aus unerwarteter Quelle.

Tipps zur Einbringung des Antrags für diese Förderung: Zum Antrag gehört immer ein Einkommensnachweis. Dieser sollte schon zuvor vorbereitet werden. Außerdem ist es immer von Vorteil ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Einschränkung beizulegen.

Selbst wenn das Handicap offensichtlich ist, verlangen die Sozialämter dieses Attest, damit die Arbeit des Amtsarztes erleichtert wird. Durch die digitale Erfassung reicht aber meist ein einmaliges Beilegen dieses Dokumentes. Außerdem sollte genau nachgefragt werden, ob der eigenen Antrag wirklich zum Kriegsopfer- und Behindertenverband weitergeleitet wird. Die Mitarbeiter in der Abteilung Soziales können darüber Auskunft geben. Wenn dies beachtet wird, sollte es keine Probleme bei der Förderung mehr geben.

Hinweis: Die Sitzungen, in denen über den Antrag entschieden wird, finden meist nur einmal im Monat statt. Ein wenig Wartezeit muss also eingeplant werden.

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