Höhe der Maklerprovision für Immobilien in Österreich

In Österreich ist es möglich, dass die Höhe der Maklerprovision verhandelt wird. Diese Verhandlung unterliegt zwar den Höchstgrenzen und Mindestgrenzen im gesetzlichen Maß, jedoch hat der Immobilienkäufer einen relativ breiten Spielraum.

Die Maklerprovision für die Immobilie richtet sich im Regelfall nach der Marktlage des Objektes, dem Preis des Objektes als auch an den üblichen Konditionen am Markt. Weiters auch, wie gut (oder schlecht) das Verhandlungsgeschick des Maklers oder des Käufers ist.

Die Provision und weitere Nebenkosten beim Immobilienkauf

Die Maklerprovision ist im Regelfall zwischen dem Käufer und dem Verkäufer zu gleichen Teilen geteilt und ist von beiden Parteien – zu gleichen Teilen – zu bezahlen. Das bedeutet, dass beide Parteien die gleiche Maklerprovision entrichten.

    In Ausnahmefällen übernimmt jedoch auch der Käufer wie der Verkäufer die Maklerprovision zur Gänze. Dies ist jedoch keine Selbstverständlichkeit und wird nur in äußerst seltenen Fällen praktiziert. Die Maklerprovision der verkaufenden Partei hält in der Branche den Namen Innen-Provision.
Wichtig: Bei der Immobiliensuche über Makler auch an die Nebenkosten und Provision denken

Wichtig: Bei der Immobiliensuche über Makler auch an die Nebenkosten und Provision denken

Vorteile der Innnen-Provision

Beim Käufer und seiner Provision bezeichnet man diese Zahlung als Außen-Provision. Eine vollständige Innen-Provision hat den Vorteil, dass das Objekt – ohne eine zusätzliche Maklerprovision – dem Käufer zum Verkauf angeboten wird. Somit ist die Provision bereits im Kaufpreis berücksichtigt.

Wichtig: Erwerbsnebenkosten beachten

Das bedeutet gleichzeitig für den Käufer, dass dieser – neben der Immobilienfinanzierung – nur geringere Erwerbsnebenkosten hat. Vorwiegend stellen die Erwerbsnebenkosten viele Käufer vor die finanzielle Zerreißprobe, da hier – inklusive der Maklerprovision – bis zu 15 Prozent des Kaufpreises als Nebenkosten noch zusätzlich entrichtet werden. Bei einer Kaufsumme von 150.000 Euro sind das rund 20.000 Euro – somit kostet die Immobilie bereits 170.000 Euro.

Unterschiedliche Bestimmungen und Lösungen

In Ausnahmefällen gibt es die sogenannte Mehrerlösvereinbarung. Diese Mehrerlösvereinbarung vereinbart der Verkäufer mit dem Makler. Überschreitet der Makler eine bestimmte Kaufsumme des Objektes, erhält dieser vom Verkäufer einen – im Vorfeld vereinbarten – Preis.

    Somit hat der Makler den Anreiz, dass er das Objekt so schnell wie möglich – zu einem besseren Preis – verkauft, und somit mehr Einnahmen beim Verkauf erzielt. Fakt ist: Die Gebühr ist erst nach dem Verkauf fällig. Das bedeutet: Der Makler sieht vor dem Verkauf – weder vom Käufer, noch vom Verkäufer – einen Cent und arbeitet bis zum Immobilienverkauf kostenlos.

Auch in Österreich ist die Situation im Gesetz geregelt, dass der Makler nur dann die Provision erhält, wenn der Verkauf rechtmäßig abgeschlossen ist. Dieser kann unterschiedliche Faktoren haben – entweder beim Verkauf der Immobilie, beim Abschluss des Pachtvertrages oder auch bei der Vermietung einer Mietwohnung. Die Höhe der Maklerprovisionen ist auch immer wieder in Diskussion , als Alternative bietet es sich an, Mietwohnungen „von privat“ zu mieten bzw. Personen zu finden die einen Nachmieter suchen.

Die Entwicklung der Provision – Provisionshöhen für Makler

Mietvertrag: Vorab informieren

Mietvertrag: Vorab informieren

Die sogenannte Vermittlungsprovision liegt in Österreich – verhandelbar – bei einem Wert bis zu 36.336 Euro bei 4 Prozent.Bei einem Wert zwischen 36.336 Euro und 48.448 Euro liegt die Provision bei einem Wert von 1.453 Euro. Übersteigt die Liegenschaft den Wert von 48.448 Euro, erhält der Makler 3 Prozent.

Maklerprovision bei Mietverträgen in Österreich

Bei einem Mietvertrag oder einem Pachtvertrag für Häuser oder Wohnungen, sind folgende Provisionen alltagstauglich:

  • Der Höchstbetrag für unbefristete Vermietungsverträge liegt bei zwei Bruttomonatsmieten.
  • Bei befristeten Vermietungsverträgen liegt der Höchstbetrag bei (einer Frist von weniger als drei Jahren) einer Bruttomonatsmiete und bei einer Frist von über drei Jahren bei zwei Monatsmieten.

Quelle und Details: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/21/Seite.210222.html

Gewerblich genutze Immobilien

Kommt es zur Vermietung von gewerblich genutzten Immobilien – wobei hier die Art des Gewerbes unerlässlich ist – liegt der Höchstbetrag für die Provision bei drei Bruttomonatsmieten. Denkbar ist auch, dass bei einem unbefristeten Vertrag maximal drei Bruttomonatsmieten als Provision herhalten bzw. bei einem zweijährigen oder dreijährigen befristeten Vertrag die Provision sich auf zwei Bruttomonatsmieten beschränkt. Liegt die Frist unter zwei Jahren, beträgt die Provision eine Bruttomonatsmiete.

Alle Provisionen sind umsatzsteuerpflichtig, sodass von den gesetzlichen Provisionen noch die Umsatzsteuer zu entrichten ist.

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