Amtliches Kilometergeld 2016/2017 – Höhe & Anspruch

Das amtliche Kilometergeld regelt, wieviel einem an finanzieller Abgeltung für Dienstreisen, die mit einem privaten Fahrzeug durchgeführt werden, zusteht.

Das aktuell geltende Kilometergeld für 2016/2017 liegt bei 0,42 Euro pro Kilometer für PKW – Für andere Fahrzeugtypen gibt es entsprechend andere Regelungen. Der Anspruch auf Kilometergeld ist vielen Verbrauchen nicht bewusst – Daher sollte man sich vorab informieren, wann einem das Anrecht zusteht bzw. man Kilometergeld für sich beanspruchen sollte.

Wann kann ich das Kilometergeld beanspruchen?

Durch die Zahlung dieses Geldes werden Kosten abgegolten, die man als Dienstnehmer zu tragen hat, wenn man mit einem privaten Fahrzeug eine Dienstreise antritt.

Wichtig ist es hierbei auch, auf eine korrekte Dokumentation der gefahrenen Kilometer zu achten – Beispielsweise mit dem Einsatz von einem Fahrtenbuch.

  • Im Falle einer Dienstreise
  • bei Nicht-Übertretung des amtlichen Höchst-Satzes (30.000 Kilometer jährlich)
  • wenn der Betrieb des Fahrzeuges selbst bezahlt wird (privates Fahrzeug)
  • bei Dokumentation (Fahrtenbuch, sonstige Unterlagen)

Die Abgeltung durch das Kilometergeld betrifft hierbei sämtliche Versicherungen, Mautgebühren, Finanzierungskosten (zum Beispiel bei einem Leasingauto), Steuern/Gebühren, Zusatzausrüstungen & Autoradio sowie die Wartung und Reparaturen.  Dies bedeutet, durch den Anspruch auf Kilometergeld hat man für diese Leistungen keinen zusätzlichen Anspruch, auch eine eigene Abrechnung der Tankkosten ist nicht möglich.

Kilometergeld: Prüfen Sie ruhig ihre Ansprüche!

Kilometergeld: Prüfen Sie ruhig ihre Ansprüche!

Kann ich Kilometergeld auch als Radfahrer erhalten?

Wer selbst den Weg zur Arbeit bzw. seine dienstlichen Einsätze nicht als Autofahrer zurücklegt, hat trotzdem die Option, Kilometergeld zu erhalten.

Dies ist beispielsweise auch für Fußgänger und Fahrradfahrer möglich – Ab einer Distanz von mehr als 2 Kilometern.

Hierbei sollten Sie selbst entscheiden, ob sich der Aufwand lohnt bzw. sich im Falle eines Falles auch beim  Betriebsrat erkundigen.

  • Wenn Sie sportlich mit dem Fahrrad unterwegs sind, liegt das amtliche Kilometergeld im Jahr 2016/2017 bei 38 Cent pro Kilometer. Für Mitfahrer gilt ein Kilometergeld von 5 Cent pro Kilometer.

Werbungskosten: Wenn die Ausgaben für Ihr Fahrzeug nachweislich (Fahrtenbuch, Rechnungen) höher sind als das Kilometergeld, ist es möglich, die Differenz beim jährlichen Lohnsteuerausgleich/Arbeitnehmerveranlagung im Bereich Werbungskosten geltend zu machen. Bei Fragen hierzu kann ihnen ihr Steuerberater weiterhelfen.

Kilometergeld 2016 – Höhe im Überblick

  • Für PKW – 0,42 Euro pro Kilometer
  • Für Mottoradfahrer – 0,24 Euro pro Kilometer
  • Als Mitfahrer – 0,05 Euro pro Kilometer
  • Für Fahrradfahrer/Fußgänger: 0,38 Euro pro Kilometer

Höchstbetrag 2016 für das amtliche Kilometergeld: Maximal können 12.600 Euro (30.000 Kilometer pro Jahr) geltend gemacht werden

Fahrtenbuch – Wie muss die Aufzeichnung erfolgen?

  1. Datum, der Zielort, Uhrzeit und Kilometerstände (Anfang/Ende der Fahrt) müssen notiert werden
  2. Zweck (am besten Kunde, Ort) notieren
  3. uch private Fahrten müssen dokumentiert werden.

Tipp: Auch Rechnungen/Tankrechnungen können zur persönlichen Orientierung der Kosten im Fahrtenbuch notiert/abgelegt werden.

Elektronisches Fahrtenbuch: Hierbei gibt es eigene Software-Angebote, um Manipulation zu vermeiden und die Vollständigkeit/Richtigkeit der Dokumentation garantieren zu können.

Ich werde versetzt – Welche Änderungen ergeben sich fürs Kilometergeld?

Bei einer dauerhaften Versetzung ist der neue Weg zur Arbeitsstätte ab dem neuen Arbeitsvertrag gültig – Hierbei fällt keine Dienstreise an, der Anspruch auf Kilometergeld ist in diesem Spezialfall nicht gegeben.

Vorübergehende Versetzung: Hierbei ist es möglich, Kilometergeld zu erhalten.

Fragen zum Kilometergeld: Hierbei können Autofahrerclubs, des Bundesministerium für Finanzen und die Wirtschaftskammer helfen. Je nach Unternehmen kann man sich auch direkt beim Arbeitgeber bzw. dem Betriebsrat wertvolle Informationen einholen. Tipp: Achten Sie in jedem Fall auf eine ordentliche Dokumentation!

 

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