Mietnomaden in Österreich – Wie kann man sich schützen?

Es sind zwar Ausnahmen, aber sie kommen vor: Menschen, die ein Objekt mieten, mit der Absicht den vereinbarten Zins niemals zu bezahlen.

Diese Personen werden als Mietnomaden bezeichnet. Einige dieser Mietnomaden leisten nicht einmal die erforderliche Kaution.

Wie kann man Mietnomaden erkennen?

Die meisten dieser gewieften Personen wiegen jedoch den Vermieter in Sicherheit und zahlen die Kaution und die erste Miete. Danach stellen sie völlig ohne Grund die Zahlungen komplett ein.

Viele Vermieter haben Verständnis dafür, wenn die Mieter durch Jobverlust, oder durch Krankheit oder wegen einer Scheidung in einen finanziellen Engpass geraten. In solchen Härtefällen wird beispielsweise eine Ratenzahlung akzeptiert. Dies ist von Mietnomaden zu unterscheiden.

Wie können Sie sich effektiv gegen Mietnomaden schützen?

Wenn Mieter den Zins nicht mehr zahlen, landen diese oftmals in der juristischen rechtliche Grauzone.

Sie als Vermieter haben selbstverständlich das Recht, die Mieter vor die Tür zu setzen. Dabei sollten Sie allerdings überlegen, wie lange dies dauert und ob Sie finanziell in der Lage sind, ohne Mietbeitrage mehrere Monate oder Jahre auszukommen.

Alternative: Kurzfristige Vermietungen als Vorteil für Vermieter

Aus diesem Grund ist es ratsamer, Mietnomaden erst gar nicht einziehen zu lassen. Dies ist mit „Wohnen mit Einrichtung auf Zeit“ möglich. Möbliertes Wohnen auf eine begrenzte Zeit erspart den Firmen hohe Kosten und kommt allen Beteiligten zugute. Darüber hinaus erreichen Sie mit der Vermietung Ihrer möblierten Wohnung für einen bestimmten Zeitraum immer wieder Zugriff auf das Objekt.
Dadurch ersparen Sie sich als Vermieter Unannehmlichkeiten und eventuelle Mietausfälle und anderen Kosten werden gezielt vermieden.

Das Risiko auf ein Minimum reduzieren

Das Risiko,das der neue Mieter ein Mietnomade ist, ist immer mit dabei. Dieses Risiko kann auf ein Minimum reduziert werden. Es kann Ihnen helfen, dass Sie sich einige Dokumente vom zukünftigen Mieter vorlegen lassen. Dazu raten Experten. Mit entsprechenden Papieren kann die Mieterauswahl erfolgen.

Ratschläge für die Mieterauswahl

  • Mieterselbstauskünfte: Interessenten sind nicht dazu verpflichtet, werden allerdings die Mieterselbstauskünfte ausfüllen, wenn sie die Wohnung wirklich ernsthaft mieten wollen
  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung: Sie haben die Möglichkeit beim ehemaligen Vermieter mittels Dokument oder über das Telefon eine Nachfrage anzustellen, ob der Ex-Mieter den Zins immer regelmäßig gezahlt hat. Lassen Sie sich zudem den Personalausweis zeigen. Dies schützt vor Mietnomaden.

Des Weiteren lassen Sie sich Gehaltsabrechnungen vorlegen. Zudem empfehlen Experten, eine KSV-Auskunft über den zukünftigen Mieter einzuholen.

So wird die Kreditwürdigkeit des potentiellen Mieters ermittelt. Die Kosten für die Schufa-Auskunft sind in jedem Fall geringer als Kosten für einen späteren Prozess, die durch einen Mietnomaden entstehen.

Einen umfangreichen Ratgeber mit vielen Tipps zum Thema Mietnomaden und wie man diese erkennen und sich dafür schützen kann gibt es auf http://mietnomaden.waldviertel-bilder.at/m-wastun.htm im Ratgeber zum Nachlesen, dort gibt es im Forum zum Thema auch eine Art „Datenbank“ bzw. Warnungen vor bekannten Mietnomaden.

Laut dem Artikel auf http://derstandard.at/1397520972958/Mietbetrueger-sind-kein-so-grosses-Problem ist das Thema in Österreich nicht so problematisch bzw. gibt es eine relativ geringe Anzahl an Mietbetrügern, die lange Dauer der Verfahren wird jedoch negativ erwähnt. Wichtig: Die Zahlung der Miete ist eine „Bringschuld“, es ist also wenig sinnvoll zu warten bis der Vermieter sich mit einer Mahnung meldet.

Tipp: Hilfe bei Streitigkeiten oder Problemen mit Mietern sowie allgemeine Informationen können Sie auch jederzeit beim Österreichischen Vermieter Schutz Verband einholen. Die Webseite ist unter http://www.oevsv.eu/ erreichbar, der Verband unterstützt seine Mitglieder kostenlos in allen Belangen der Vermietung, Renovierungen, Sanierungen und anderer Bauvorhaben oder Veränderungen und ist Österreichweit tätig. Der Mitgliedsbeitrag liegt aktuell bei 70 € im Jahr, zusätzlich kostet die Anmeldung einmalig 20 €.

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