Mietpreise in Österreich – Wie kann man sparen?

Wohnen muss jeder, wohnen tut fast jeder. Ganz gleich ob in Österreich, Deutschland, der Schweiz oder im Rest der Welt. Die Diskussion über Wohnkosten führt demgemäß auch fast jeder Österreicher früher oder später.

Der Schluss, der dabei gezogen wird, ist immer derselbe. Der österreichische Mietmarkt zeichnet sich vor allem durch eines aus: Kontinuierlich steigende Mietpreise in allen Bundesländern in den letzten Jahren. Doch trifft diese Annahme wirklich zu?

Steigerung der Mietkosten in Österreich

Die Fakten: Statistik Austria konnte für das Jahr 2013 feststellen, dass der durchschnittliche finanzielle Aufwand pro Hauptmietwohnung (das inkludiert Miete, Betriebskosten sowie enthaltene Heizungs-, Garagen- oder Abstellplatzkosten inkl. MWST) im Jahr 2013 durchschnittlich 477 Euro betrug. Das ergibt auf den Quadratmeter Nutzfläche bezogen 6,89 Euro.

Tipp: Vorsicht vor steigenden Mietkosten

Tipp: Vorsicht vor steigenden Mietkosten

    Im Vergleich zum Jahr 2012 – in dem der durchschnittliche Wohnungsaufwand pro Wohnung bei 463 Euro insgesamt, also einem finanziellen Aufwand von 6,69 Euro pro Quadratmeter-Nutzfläche betrug – sind die Kosten bei Mietwohnungen also um 3,0 % gestiegen.

Ein deutlicher Anstieg der Mietkosten wie man hier schwarz auf weiß erkennen kann. Auch die Anpassung der Richtwertmieten führt regelmässig zu einem Anstieg der Mietpreise, wie man hier nachlesen kann.

Mietpreis-Anstieg – Ausgleich durch Inflation?

Doch: Die ermittelten Werte kommen, unter Einbeziehung der Inflation, entgegen der allgemeinen Annahme, in Wirklichkeit einer Stagnation der Mietpreise gleich, was soviel bedeutet wie: Die Mietpreise sind alles andere als gestiegen, sondern im direkten Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Trotzdem ist der gefühlte Mietpreis Anstieg nicht ganz von der Hand zu weisen. Schuld ist aber weniger der generelle Mietpreisanstieg als es vielmehr der große Preisunterschied in den einzelnen österreichischen Bundesländern.

Überblick: Immobilienpreisspiegel 2013 für Österreich kann an dieser Stelle verglichen werden (Unterschied 2012/2013)

Wo sind die teuersten Mietpreise zu zahlen?

Die Statistik zeigt: Auf dem Wohnungsmarkt in Österreich ist ein klares Ost-West-Gefälle zu erkennen. Die teuersten Wohnungen gibt es (in der angegebenen Reihenfolge) in Vorarlberg, Salzburg und Tirol, gefolgt von Wien und Oberösterreich. Schlusslichter bilden Steiermark, Niederösterreich, Kärnten und das Burgenland, als das günstigste Bundesland im Bereich Mietwohnungen in Österreich.

Wo zeigen sich die markantesten Preisunterschiede?

Die eindeutigsten und auch größten Preisunterschiede zeigen sich zwischen den zentralen, urbanen Lagen und den ländlichen Gebieten. Eigentumswohnungen in den österreichischen Ballungszentren sind sehr beliebt und so entwickelt sich, neben der Landehauptstadt Wien, auch der oberösterreichische Zentralraum Linz-Wels-Steyr zu einem neuen Hotspot, was Mietkosten anbelangt.

    Teuer wohnt auch, wer in Innsbruck, Wien oder Salzburg Stadt wohnen möchte. Diese Verteilung scheint nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass sich Studien-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze in erster Linie in den Ballungszentren befinden und auch dort ansiedeln.

Wie kann man der Preisfalle „Stadt“ entgehen?

Tipp: Kosten fürs Pendeln nicht unterschätzen

Tipp: Kosten fürs Pendeln nicht unterschätzen

Wo in Österreich kann man heute noch günstig wohnen? Auch diese Frage stellen sich Herr und Frau Österreicher in Anbetracht der hohen Mietkosten. Hier kollidieren Angebot und Nachfrage miteinander. Natürlich kann man dort am günstigsten wohnen, wo die Nachfrage am geringsten ist.

Rein theoretisch ließe sich also sagen, dass eine Wohnung in der dörflicheren Gegend im Burgenland oder in Niederösterreich die günstigste Option darstellen würde. Vorausgesetzt, man hat auch seinen Arbeitsmittelpunkt in der Nähe, wäre diese Option die weitaus am wenigsten kostenintensive. Im Regelfall kann man jedoch davon ausgehen, dass Arbeit in großem Maße in den Ballungszentren angeboten wird, nicht jedoch am Land.

Wann ist Pendeln sinnvoll?

Durch die geografische Lage ist es in einer zweiten Option möglich, zwischen dem Wohnort (in diesem Beispiel nach wie vor das Burgenland oder Niederösterreich) und dem Arbeitsplatz zu pendeln (eine Variante, der zahlreiche Österreicher und Österreicherinnen auch wirklich nachgehen, zumal gerade Niederösterreich und das Burgenland nicht weit von der Bundeshauptstadt entfernt sind).

Die zusätzlichen Kosten für Bus, Bahn, und Auto trägt in vielen Fällen zwar (zumindest zum Teil) der Arbeitgeber, die verlorenen Freizeitstunden, die man während des Pendelns jedoch verliert, sind nicht aufzuwerten. Aus diesem Grund stellt für viele wirklich die einzige Option eine Wohnung in der Stadt dar, und Herr und Frau Österreicher geben dementsprechend auch mehr Geld für ihre Mieten aus.

So können Sie auch in der Stadt günstiger wohnen

Trotzdem können Sie die Kosten für eine Stadtwohnung zumindest lenken. Schon bei der Wohnungssuche können Sie Geld sparen, indem Sie sich bei vom Land, von der Stadt oder der Region gesponserten Wohnprojekten bewerben.

Empfehlung: Maklergebühren wen möglich sparen

Empfehlung: Maklergebühren wen möglich sparen

Nachteile: Es kann zu langen Wartezeiten kommen und es ist vielleicht nicht auf Anhieb die Wohnung mit dabei, die Sie sich gewünscht oder vorgestellt hätten. Noch dazu können Sie sich im Regelfall nicht aussuchen, in welchem Teil der Stadt sich die Wohnung befindet und sind darauf angewiesen, Kompromisse einzugehen.

Tipp: Provisionsfrei mieten ohne Makler

    Eine weitere Möglichkeit, die Kosten zu senken, ist es auf einen Makler zu verzichten und sich selbst ein Bild von der Wohnungssituation in der jeweiligen Stadt zu machen. Auch hier ist der Zeitfaktor eher hoch anzusetzen, da zahlreiche Wohnungen in den Städten über Makler vertrieben werden.

Tipps zu Nebenkosten beim Wohnungskauf: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/21/Seite.210150.html

Wie hoch sind Maklergebühren?

Maklerkosten belaufen sich in der Regel auf 2 bis 3 Monatsmieten Provision. Einen Makler zu beauftragen, macht vor allem dann Sinn, wenn man ganz genaue Vorstellungen von der Wohnung hat, die man haben möchte und mit so wenig Aufwand wie möglich konfrontiert werden möchte. Eine eigenständige Suche kann ganz besonders in einer Stadt sehr schnell überfordernd werden.

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