Mietvertrag kündigen – Worauf muss man achten? (Österreich)

Entscheidet sich der Mieter für die Beendigung des Mietverhältnisses, ist es zwingend erforderlich eine Kündigung einzureichen. Mit der Kündigung des Mietvertrages ist gleichzeitig auch das Ende des bestehenden Wohnkreislaufs eingeläutet.

Der Wohnungsmieter hat jedoch einige Dinge zu berücksichtigen, damit die Kündigung der Wohnung einwandfrei und ohne Probleme erfolgt. Es gibt nämlich sehr wohl Fristen und Vorgaben, die der Mieter einzuhalten hat.

In Österreich regelt die Kündigung das Gesetz

In Österreich ist die Kündigung des Mietvertrages (ob durch den Vermieter oder Mieter) im Gesetz geregelt.Das bedeutet, dass der Vermieter nur dann seinen Mietvertrag kündigen kann, wenn die Kündigungsgründe (laut Gesetz) erfüllt sind. Der Mieter hingegen hat zwar auch Fristen und Gesetze einzuhalten, kann die Wohnung aber jederzeit kündigen.

Wer kann den Mietvertrag kündigen?

    Den Mietvertrag darf nur der Hauptmieter kündigen – und das direkt bei der zuständigen Hausbetreuung. Bei der Kündigung des Mietvertrages hat der Mieter auf etwaige Fristen zu achten.

Wo finde ich die Kündigungsfrist für den Mietvertrag?

Wichtig: Rechtzeitig kündigen und Umzug planen

Wichtig: Rechtzeitig kündigen und Umzug planen

Die Kündigungsfrist findet der Mieter im bestehenden Mietvertrag. Ist in dem Mietvertrag jedoch keine Kündigungsfrist erwähnt, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

In Österreich beträgt die Kündigungsfrist für unbefristete Verträge von einem Monat – bei befristeten Verträgen liegt die Kündigungsfrist bei drei Monaten. In Einzelfällen kann man jedoch auch mit Mietern eigene Vereinbarungen treffen – In jedem Fall das Gespräch suchen.

Wichtig: Kontakt zur Hausverwaltung

Bei vielen Hausbetreuung gilt die Kündigung jedoch erst mit dem 1ten des Monats. Das bedeutet: Kündigt der Mieter seinen Vertrag mit 10. Mai, ist die Kündigungsfrist erst ab 1. Juni in Kraft, sodass das Ende des Mietverhältnisses mit 30. Juni besiegelt ist. Der Mieter ist mit Sicherheit auf der richtigen Seite, wenn er zuvor mit der Hausverwaltung Kontakt aufnimmt und etwaige Modalitäten im Vorfeld klärt.

Die Ablöse – Wie mache ich Investitionsansprüche geltend?

So auch die Geltendmachung bei etwaigen Investitionsansprüchen. Verändert der Mieter die Wohnung oder hat dieser für eine wesentliche Verbesserung des Wohnungszustands gesorgt, kann er beim Ende des Mietvertrags sogenannte Investitionsansprüche geltend machen. Diese Investitionsansprüche sind in § 10 des Mietrechtsschutzgesetzes (MRG) geregelt.

Welche Investitionen können abgelöst werden?

    Im Regelfall handelt es sich um Einbauküchen, Einbaumöbel oder Verbesserungen der elektrischen Leitungen oder gröbere Umbaumaßnahmen. Es gibt jedoch Hausverwaltungen, die explizit auf diese Investition keine Rücksicht nehmen – außer, der Mieter findet einen Nachmieter, der die etwaige Kaution oder Ablöse bzw. Investitionsansprüche selbst dem Mieter bezahlt.

Die schriftliche Kündigung

Die Kündigung des Mietvertrags erfolgt schriftlich. Der Mieter setzt ein formloses Schreiben auf, datiert dieses, und sendet es per Post (eingeschrieben) an die Hausbetreuung. Es ist auch möglich direkt bei der Hausverwaltung die Kündigung bekannt zu geben – das bedeutet, dass das Schreiben vor Ort abgegeben wird.

Eingangsstempel für die Kündigung verlangen

Wichtig ist, dass der Mieter für das abgegebene Schreiben einen Eingangsstempel erhält – als Beweis, dass er das Schreiben abgegeben hat. Aus diesem Grund sollte auch das Kündigungsschreiben mittels Postweg nicht uneingeschrieben versendet sein. Erfolgt nach wenigen Tagen keine Rückmeldung der Hausverwaltung, ist es ratsam, dass der Mieter Kontakt aufnimmt. So kann er ausschließen, dass das Schreiben verloren ging oder die Bearbeitung verzögert ist.

Offene Fragen im Vorfeld klären

Auch ist zu klären, ob etwaige Veränderungen der Wohnungen herbeizuführen sind. Muss der Mieter etwa weiß ausmalen oder die Wohnung in den Urzustand zurückversetzen? Gibt es etwaige Mängel, die behoben werden sollten, oder kann die Wohnung ohne Weiteres an die Hausverwaltung übergeben werden? Auch diese Vorgaben sind im Regelfall im Mietvertrag geregelt.

Sollten Unstimmigkeiten auftreten – oder Unsicherheiten – hilft in Österreich der Mieterschutz und gibt auch Auskunft darüber, welche weiteren Regeln einzuhalten sind. Der Mieterschutz hilft den Mietern auch beim Verfassen einer ordnungsgemäßen Kündigung des Mietvertrages.

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