Pendlerpauschale 2017 in Österreich – Höhe & Entfernungen

Wer in Österreich lebt und einem Beruf nachgeht, wird sich mit der Thematik der Pendlerpauschale auseinander gesetzt haben.

In Ländern, wie zum Beispiel Deutschland wird exakt nach den gefahrenen Kilometern gerechnet, welche in der Steuererklärung anzugeben sind. In Österreich wird zwischen der so genannten großen und der kleinen Pendlerpauschale unterschieden.

Wann kommt die kleine Pendlerpauschale in Österreich zum Einsatz?

In Österreich kann die kleine Pendlerpauschale ohne Probleme eingesetzt werden, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel, also der ÖPNV genutzt wird. Sie steht aktuell allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu, die mehr als 20 Kilometer von der eigenen Wohnung entfernt ihren Arbeitsplatz aufsuchen und für diese Entfernung die öffentlichne Verkehrsmittel nutzen.

Die kleine Pendlerpauschale wird genutzt, um das Ticket für die Bahn oder für den Bus zu subventionieren. In Abhängigkeit von der Entfernung werden verschiedene Summen gutgeschrieben, bzw. über die Steuererklärung erstattet.

Bei einer Entfernung von 20 und 40 Kilometern zwischen dem Arbeitsplatz und der Wohnung werden im Monat 58 Euro erstattet, was 696 Euro im Jahr entsprechen.

Sollte die Entfernung bei mehr als 40 Kilometern liegen, aber bei weniger als 60 Kilometern, so werden im Monat 113 Euro erstattet, sprich im Jahr eine Summe in Höhe von 1.356 Euro. Wenn der Pendler zwischen seinem Arbeitsplatz und seiner Wohnung eine Strecke von mehr als 60 Kilometer täglich zurück legt, werden im Monat 168 Euro erstattet, was im Jahr eine Summe in Höhe von 2.016 Euro ausmacht.

  • 20 bis 40 Kilometer Entfernung: 58 Euro Erstattung im Monat
  • 40 bis 60 Kilometer Entfernung: 113 Euro Erstattung im Monat
  • Über 60 Euro Entfernung: 168 Euro Erstattung im Monat

Unter dem Strich betrachtet gibt es deutliche Unterschiede bei den einzelnen Entfernungen. Es ist wichtig, dass gut dokumentiert wird, wie groß die tatsächliche Entfernung ist, da dieser Wert natürlich durch das Finanzamt auch kontrolliert werden kann.

Die große Pendlerpauschale

Wer in Österreich nicht mit dem Bus oder mit der Bahn zur Arbeit fährt, sondern auf das eigene Auto angewiesen ist, kann die große Pendlerpauschale nutzen. Wenn die Anreise mit dem öffentlichen Bus und der Bahn nicht zumutbar ist, weil zum Beispiel keine Haltesteller in der Nähe ist, bedeutet dies, dass in den meisten Fällen der PKW genutzt wird.

Auch bei der großen Pendlerpauschale kann in Abhängigkeit von der Entfernung ein gewisser Satz am Tag abgerechnet werden. Fakt ist, dass die Sätze hier etwas höher sind, als es bei den öffentlichen Verkehrsmitteln der Fall ist, weil auch die Kosten für das eigene KFZ deutlich höher sind, als es bei einem Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel der Fall ist.

  • 2 bis 20 Kilometer Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsstelle: 31 Euro im Monat, 372 Euro im Jahr
  • 20 bis 40 Kilometer Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsstelle: 123 Euro im Monat, 1.476 Euro im Jahr
  • 40 bis 60 Kilometer Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsstelle: 214 Euro im Monat, 2.568 Euro im Jahr
  • Mehr als 60 Kilometer Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsstelle: 306 Euro im Monat, 3.672 Euro im Jahr

Zu beachten ist, dass der die Wegstrecke zur Arbeit bei mindestens 2 Kilometern liegen muss und die ÖPNV nicht zumutbar sind. Die Strecke muss mindestens einmal in der Woche zurück gelegt werden. Die Erstattung der Beiträge erfolgt einmal im Jahr nach Abgabe der Einkommenssteuererklärung.

Welche Vorteile bietet das System der großen und kleinen Pendlerpauschale?

Die Vorteile des Systems bestehen darin, dass jeder Arbeitnehmer oder jede Arbeitnehmerin binnen weniger Sekunden feststellen kann, welcher Satz über die kleine Pendlerpauschale und welcher Satz über die große Pendlerpauschale angewandt werden kann. Das System ist einfach zu verstehen und sehr transparent. Es muss bei der Eintragung der Daten natürlich beachtet werden, dass das Finanzamt zu jeder Zeit die entsprechenden Werte kontrollieren kann.

Wie weit fahren Österreicher zur Arbeit?

In vielen Ländern wird darüber diskutiert, wie weit der Weg zur Arbeit ist und oftmals wird festgestellt, dass die Entfernung in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt hat. Fakt ist, dass in Österreich, aber auch in Deutschland sowie vielen anderen Ländern Distanzen von 30 bis 80km zwischen dem Wohnort und dem Arbeitsplatz durchaus als normal zu bezeichnen sind.

Die Zeit, die in Österreich täglich für eine Strecke zur Arbeit aufgebracht wird, liegt zum Teil bei 30 bis 60 Minuten. Nicht nur in Österreich, auch in anderen Ländern ist die Zeit in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Anzumerken ist dabei jedoch auch, dass es zahlreiche Entlastungen gibt, die in den vergangen Jahren hinzugekommen sind.

Welche Vorteile bietet das Home Office in Österreich?

Wer täglich bis zu 1 Stunde im Auto oder im ÖPNV verbringt, um an sein Ziel zu gelangen, der macht sich darüber Gedanken, ob er nicht irgendwo Zeit einsparen kann. Sehr viele Büro Arbeitsplätze sind inzwischen so ausgestattet, dass ohne Probleme über das Home Office gearbeitet werden kann. Das bedeutet, dass zum Beispiel via Internet und Telefon problemlos gearbeitet werden kann und auch an Konferenzen und an Telefonaten teilgenommen werden kann. Das Home Office ist nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland sowie z.B. in den Niederlanden sehr gefragt.

Gerade die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht 2017 und 2018 sowie in den folgenden Jahren in Österreich im Fokus. Viele Arbeitnehmer arbeiten mindestens einen Tag in der Woche von zu Hause und haben im Eigenheim sogar ein eigenes Büro eingerichtet. Die Vorteile beim Home Office liegen klar auf der Hand. Wer via Handy, Internet sowie Laptop arbeiten kann, spart sich den täglichen Stress bei der Fahrt zur Arbeit. Es ist möglich, dass ohne Probleme mit einer stabilen Internetverbindung gearbeitet werden kann.

Gerade bei internationalen oder standortübergreifenden Telefonkonferenzen spielt es meist gar keine Rolle, wo die einzelnen Teilnehmer sitzen. In der Regel reicht es aus, wenn sie sich per Telefon einwählen und entsprechend an der Sitzung teilnehmen können. Dokumente und Arbeitsergebnisse können ohne Probleme via Freigabe geteilt werden, was in jedem Fall zu empfehlen ist. Im Internet gibt es eine Menge an Software, wie z.B. Skype for Business, die genutzt werden kann, um mit den Arbeitskollegen zu chatten und Daten auszutauschen.

Oftmals funktioniert das Einwählen in das Firmen Netzwerk via VPN Client, was dafür sorgt, dass direkt von zu Hause aus gearbeitet werden kann. Auch was die Arbeitszeiten angeht sind viele Arbeitnehmer in Österreich bedingt durch das Home Office deutlich flexibler geworden. Das bedeutet, dass es mit dem eigene Computer möglich ist, auch früh am Morgen, in der Nacht sowie am späten Abend zu arbeiten und Arbeitspakete zu erledigen.

Viele Menschen stellen sich den optimalen Arbeitsplatz so vor, dass sie ihre Arbeitszeit frei einteilen können und fest definierte Aufgaben oder Arbeitspakete erhalten. Nicht nur die Arbeitszeit kann frei eingeteilt werden, sondern auch der Ort, an welchem die Arbeit durchgeführt wird. Das bedeutet, dass der Wunsch nach Home Office sehr hoch ist und viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darauf achten, dass sie auch von zu Hause aus arbeiten können.

Welche steuerlichen Vorteile bietet der Arbeitsplatz zu Hause?

Wer zumindest einen Tag oder einen gewissen Teil seiner Arbeit von zu Hause aus erledigt, der kann ohne Probleme auch die entsprechenden Kosten von der Steuer absetzen. Das bedeutet, dass zum Beispiel ein Monitor, zusätzliche Telefon und Handykosten sowie weitere Kosten ohne Probleme von der Steuer abgesetzt werden können.

Grundsätzlich ist es möglich, dass die Kosten für das Arbeitszimmer in den heimischen vier Wänden problemlos steuerlich geltend gemacht werden können. Auch Büromaterialien, wie z.B. Stifte und Blöcke, die nicht nur den Arbeitgeber gestellt werden, können von der Steuer abgesetzt werden, wenn die entsprechenden Nachweise und Quittungen vorhanden sind.

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