Private Pensionsvorsorge in Österreich – Altersvorsorge

Viele Österreicherinnen und Österreicher blicken eher pessimistisch in die Zukunft, wenn es um ihre Pensionierung geht. Zwar freuen sie sich auf die wohlverdiente Freizeit, in Hinblick auf die finanzielle Lage rechnen die meisten aber mit neuen Einschränkungen. Um dies zu vermeiden, sollte man sich rechtzeitig Gedanken über eine sinnvolle Absicherung der finanziellen Zukunft machen bzw. einen finanziellen Polster aufbauen.

Worauf muss ich bei der privaten Pensionsvorsorge achten?

Die Menschen werden immer älter und nehmen länger das Pensionsgeld in Anspruch, allerdings rücken nicht genügend junge Leute nach, um die Pension zu finanzieren.

Deshalb wird fieberhaft nach zusätzlichen Sparmodellen gesucht. Man will im Ruhestand schließlich auf nichts verzichten müssen und es sich gut gehen lassen. Doch welche Möglichkeiten für eine private Pensionsvorsorge in Österreich gibt es? Und welche sind sinnvoll? Lohnt sich eine zusätzliche Versicherung überhaupt?

Pensionslücke mit privater Pensionsvorsorge schließen

Die negative Berichterstattung in den Medien und das regelmäßige Anheben des Pensionsalters erwecken den Eindruck, als sei auf die staatliche Pensionsvorsorge kein Verlass.

Lieber wird die Angelegenheit selbst in die Hand genommen. Mit Wertanlagen, privaten Versicherungen, Sparbüchern usw. sichern sich viele Österreicherinnen und Österreicher zusätzlich für die Zukunft ab. Doch nicht wenige machen dabei den gravierenden Fehler, dass sie sich schlecht beraten lassen und ein Produkt wählen, das für die Vorsorge nicht oder nur beschränkt geeignet ist. Prüfen Sie deshalb sehr genau Ihre Möglichkeiten der privaten Pensionsvorsorge!

Ist die private Pensionsvorsorge sinnvoll?

Wichtig: Gut beraten und rechtzeitig Gedanken zur Altersvorsorge machen

Wichtig: Gut beraten und rechtzeitig Gedanken zur Altersvorsorge machen

Dies ist in jedem Fall von der eigenen Situation abhängig – Wichtig ist in jedem Fall, das man die Angebote für die private Altersvorsorge sowie mögliche Renditen und Sparformen miteinander vergleicht. Wer möchte, kann sich natürlich auch selbst um die private Pensionsvorsorge kümmern und braucht hierzu kein eigenes „Produkt“ – Jedes Sparen ist eine Absicherung/eine Vorsorge.

Für die private Pensionsvorsorge ist der Zeitraum der Veranlagung (möglichst lange) und die Regelmässigkeit zu empfehlen. So könnte man sich evtl in jungen Jahren bereits überlegen, einen fixen monatlichen Betrag „wegzusparen“ , um später einen soliden Grundstein als Vorsorge zu haben.

Quelle und Tipps: http://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz/geld/vorsorge/Private_Pensionsvorsorge.html

Schlecht beraten – draufgezahlt!

Tests der Arbeiterkammern und des Konsumentenschutzes haben ergeben, dass die Beratung und der Service bei privaten Vorsorgemodellen sehr häufig mangelhaft sind. Die Versicherungsvertreter der privaten Anbieter geben oftmals nicht genügend Auskunft, die genauen Vertragsbedingungen werden nicht erläutert.

Viele Produkte sind nicht transparent genug, Erhöhungen der Prämien oder Einschränkungen beim Leistungsumfang sind für die Versicherungsnehmer nicht immer nachvollziehbar.

Auch bei einem älteren Test kam der VKI zu der Erkenntnis, dass eine private Zusatzpension bzw eine eigene Versicherung nicht immer sinnvoll ist. Die Details gibt es unter http://help.orf.at/stories/1694982/ – Auch aus diesem Grund ist ein genauer Vergleich und eine kompetente Beratung zum Thema Zusatzpension/Pensionslücke schließen umso wichtiger!

Wichtig: Die Höhe der privaten Pension

Nachdem man ein Leben lang fleißig eingezahlt hat, kann es zum Pensionsantritt ein böses Erwachen geben: Die Höhe der privaten Pension steht in keinem Verhältnis zu den Prämien, man hat eindeutig draufgezahlt.
Beim Abschluss einer privaten Vorsorge zur Pension ist deshalb höchste Vorsicht geboten.

Wie wähle ein passendes Produkt für meine Vorsorge?

Lassen Sie sich das Produkt genau erklären und unterschreiben Sie nichts sofort. Versicherungsvertreter können sehr überzeugend sein, trotzdem sollten Sie den Vertrag noch einmal ganz in Ruhe durchlesen und eine Pro- und Contra-Liste machen.

Rechnen Sie sich aus, wie lange Sie welchen Betrag einzahlen müssten und berücksichtigen Sie dabei zu erwartende Prämienerhöhungen. Vergleichen Sie das Ergebnis mit der privaten Pension, die Sie dafür nach Pensionsantritt erhalten würden. Die Einzahlung muss in einem verträglichen Verhältnis zu den Auszahlungen stehen.

Um das Ergebnis besser einschätzen zu können, sollten Sie zunächst ausrechnen, was Sie von ihrer staatlichen Versicherung bekommen werden. Ein Brutto-Netto-Rechner kann recht genau darüber Auskunft geben. Zusätzlich kann ein Pensionsrechner weiterhelfen, wie er auf http://www.bruttonetto-rechner.at/pension/ angeboten wird – Einfach Zahlen angeben und eine Orientierung über die Höhe ihrer Pension und notwendigen Absicherungen/Vorsorge  zu erhalten.

Welche Pensionsvorsorge brauche ich, wen ich selbstständig bin?

Als Unternehmer sollte man hierbei bedenken, dass es einen großen Unterschied zwischen dem letzten aktiven Einkommen sowie der Höhe der Pension geben kann. So liegt beispielsweise die durchschnittliche gesetzliche Alterspension bei einer Höhe von 10006 Euro brutto. Aufgrund der Deckelung gibt es weiters hohe Abschläge. Um eine Pensionsvorsorge zu finden, ist die Nutzung des SVA Pensionsrechners beispielsweise empfehlenswert.

Selbständige Verbraucher stehen vermehrt in der Verantwortung. Sie sind in Österreich zwar verpflichtet, in die Pensionskasse einzuzahlen, doch auch diese Leistung wird in einigen Jahrzehnten kaum ausreichen. Da in diesem Fall keine betriebliche Vorsorge vorhanden ist, muss unbedingt eine zusätzliche private Option ins Boot geholt werden.

Quelle: http://www.selbststaendig-machen.at/pensionsvorsorge-fuer-selbstaendige-private-und-staatliche-pension/

Alternative Formen der Altersvorsorge in Österreich

Eine Lebensversicherung oder staatliche Pensionsversicherung ist nicht immer zu empfehlen. Nur wenn das Produkt für Sie transparent genug ist und sich das Einzahlen letzten Endes lohnt, sollten Sie eine derartige Altersvorsorge wählen.

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Pensionskonto bei einer Bank

Eine sehr beliebte Alternative für die Pensionsvorsorge ist bei Privatkunden das Pensionskonto bei einer Bank. Viele Banken bieten kostenlose Konten für diesen Zweck an. Ein Pensionskonto kann je nach Bedarf recht flexibel gestaltet werden:

Sie können zwischen einer einmaligen, einer vierteljährlichen oder einer monatlichen Einzahlung von Beiträgen wählen, auch die Laufzeit kann mit dem Bankberater je nach Wunsch vereinbart werden. So können Sie individuell für Ihre Pension sparen. Pensionskonten und vergleichbare Sparprodukte sind vor allem dann zu empfehlen, wenn der Pensionsantritt absehbar ist.

Beliebte Sparmodelle für die Zukunftsvorsorge sind:

  • Online Sparen,
  • Sparbücher mit Fixzins,
  • Prämiensparbücher,
  • Bausparen und
  • gebundene Sparbücher.

Neben verschiedenen Sparmodellen und Versicherungen gibt es auch die Möglichkeit, in etwas Handfestes zu investieren. Gerade in Österreich werden sehr gerne Grundstücke oder Immobilien als Wertanlage und Altersvorsorge gekauft. Sie gelten in Bezug auf den Wert als recht stabil, je nach Lage und Zustand kann langfristig sogar eine Wertsteigerung erwartet werden.

Wer hoch fliegt, kann tief fallen

Auch Investments in Wertpapiere und Fonds werden in Österreich zur Altersvorsorge gewählt. Allerdings bergen sie ein gewisses Risiko, ein Verlust kann nicht ausgeschlossen werden. Umgekehrt kann dafür der Ertrag auch sehr hoch sein. Wenn Sie sich für Aktien oder Fonds entscheiden, sollten Sie bereits Erfahrungen damit haben und das Risiko abschätzen können. Nicht zu empfehlen sind Futures und Optionen, da in diesen Fällen ein Totalverlust nicht ausgeschlossen werden kann. Riskieren Sie lieber nicht zu viel und sorgen Sie stattdessen für eine solide Grundlage.

Private Rentenversicherung: Wer sich seine „Rente“ in Form einer Rentenversicherung ansparen möchte, sollte darauf achten, dass die Höhe der Pension/ausgezahlten Pensionshöhe im Alter so ist, das man auch damit das Leben sinnvoll genießen kann bzw. auch für höhere Kosten abgesichert ist.

Wer hier sichergehen möchte, sollte die Gelegenheit nutzen und sich bei seiner Bank oder einem Versicherungsmakler unverbindlich und detailliert beraten lassen.  Zum Begriff „Rente“ = In Österreich ist eher die Pension/Pensionsvorsorge/Altersvorsorge das besprochene Thema, in Deutschland wird dies als „Rente“ bezeichnet. In beiden Fällen geht es um die Auszahlung/Erhalt einer Summe (monatlich bzw. einmalig), um im Alter seinen Lebensstandard beizubehalten/keine Pensionslücke zu haben.

Sicher ist sicher: Die staatlich geförderte Pensionsvorsorge

Beim Produkt „Neue Zukunftsvorsorge“ handelt es sich um ein staatlich gefördertes Produkt. Die Beiträge des Kunden werden in verschiedene Fonds und Versicherungsprodukte investiert. Dabei gilt eine Kapitalgarantie, d.h. der Sparer kann zumindest einen gewissen Teil seines Ersparten nicht verlieren, trotzdem aber bei einer erfolgreichen Geldanlage von hohen Renditen profitieren. Außerdem erhält der Anleger eine staatliche Prämie und genießt gewisse steuerliche Vorteile.
Ein Nachteil der neuen Zukunftsvorsorge sind die hohen Spesen, die dafür anfallen, und die geringe Flexibilität. Die Laufzeit beträgt mindestens zehn Jahre, eine vorzeitige Auflösung ist nicht möglich. Auch die Kapitalgarantie hat ihre Tücken. Sie ist nämlich nur dann gegeben, wenn das Geld für die Rente in Anspruch genommen wird. Wenn Sie stattdessen eine einmalige Auszahlung wünschen, gilt die Garantie nur dann, wenn sie im Vertrag für diesen Fall auch explizit zugesagt wird.

Damit die Pensionsvorsorge nicht zur „Jugendsünde“ wird

Ganz egal, für welche Sparmethode oder Anlageform Sie sich entscheiden, in jedem Fall müssen Sie das Produkt ganz genau prüfen, um realistisch abschätzen zu können, ob es als Wertanlage taugt. Eine gute Beratung ist dabei entscheidend. Für ein möglichst objektives Urteil ist zu empfehlen, verschiedene Beratungen in Anspruch zu nehmen und die gewonnenen Informationen miteinander zu vergleichen. Gehen Sie nicht gleich auf das erste Angebot ein, sondern machen Sie sich selbst auf die Suche nach der besten Vorsorge für Ihre Pension.
Gehen Sie beim Vorsorgen lieber kein zu großes Risiko ein und nehmen Sie stattdessen lieber eine geringe Wertsteigerung in Kauf. Wenn es um das Thema Rentenvorsorge geht, sollten Sie sich auf eher konservative und als verlässlich geltende Finanzierungsmethoden beschränken. Sichern Sie sich Ihren Lebensstandard, greifen Sie dabei aber nicht nach den Sternen, sondern setzen Sie auf Sicherheit.

Erst vor kurzem offenbare sich für viele Österreicher die Möglichkeit, einen Blick auf das eigene Pensionkonto zu riskieren. Bislang blieb einem dies verwehrt. So kann man nun auf einfache Weise die Höhe der bisher erlangten Ansprüche im Hinblick auf die Pension einsehen und somit abschätzen, wie viel noch dazu kommt oder wie es im Allgemeinen mit der Altersvorsorge aussieht.

Staatlich geförderte Zukunftsvorsorge stärker gefragt

Diese Möglichkeit, die viele österreichischen Bürger zu nutzen scheinen, hat den aktuellen Erkenntnissen der s Versicherung nun dazu geführt, dass eine klare Trendwende bei der privaten Pensionsvorsorge stattgefunden hat.

So stellte man vor allen Dingen fest, dass die staatlich prämiengeförderten Zukunftsvorsorge im Hinblick auf die Neuabschlüsse im ersten Halbjahr des zurückliegenden Jahres 2013 um satte 60 Prozent angestiegen sind. Hierbei handelt es sich immerhin um einen Wert von 2.000, der nun auf 3.200 anzutreffen ist.

Empfehlung: Rechtzeitig an private Vorsorge denken

Empfehlung: Rechtzeitig an private Vorsorge denken

Die Auswirkungen des Pensionkontos

Wie bereits im vorhergegangenen Abschnitt erwähnt, scheint sich diese Neuerung beim Pensionskonto teilweise stark auf das Verhalten der Österreicher auszuwirken. So teilte der s-Versicherungs-Chef Heinz Schuster am vergangenen Dienstag mit, dass das besagte Pensionskonto in vielerlei Hinsicht etwas ausgelöst habe. So sind es seit dem letzten Quartal 2013 vor allen Dingen die Bereiche der Zukunftsvorsorge, die starke Zuwächse zu verzeichnen haben.

Hohe Erwartungen für die Altersvorsorge im Jahr 2014

Die Voraussagen für das Gesamtjahr 2014 sollen laut Schuster sogar noch optimistischer ausfallen. Somit rechnet man mit einer klaren Verdopplung aller Neuabschlüsse in diesem Segment, wobei der Wert von 4000 auf insgesamt 8000 steigen soll.

Im besten Fall sollen hier sogar 10000 erreicht werden. Die „Erste Bank“ hat bereits verkündet, dass sich die Zahl ihrer Neuabschlüsse allein im ersten Halbjahr auf immerhin 1000 verdoppelt habe. Die dritte Säule scheint nun mehr und mehr Fahrt aufzunehmen, worin sich auch Schuster bestätigt sieht, wenn er sagt, dass diese Entwicklung absolut nachhaltig vonstatten geht.

Die Verteilung der Vorsorge-Produkte in Österreich

Wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht, sind es mittlerweile gut 1,6 Millionen Österreicher, die ein entsprechendes Zukunftsvorsorgeprodukt ihr Eigen nennen. Hierbei besitzt die besagte s Versicherung einen Anteil am Gesamtmarkt zwischen 14 und 15 Prozent.

Wie zudem bekannt gegeben wurde, liegt die durchschnittlich errechnete Prämie in einem Jahr bei 700 Euro, wobei dieser Wert gegenwärtig leicht ansteigt. Wie Experten anmerken, könnte es sich bei der Zukunftsvorsorge um das hauptsächliche Produkt für die dritte Säule handeln, betrachtet man die allgemeine Pensionsvorsorge. Auch Schuster ist sich mit diesen Aussagen einig, wobei sein persönliches Traumziel ist, dass man auch auf lange Sicht ebenso viele Zukunftsvorsorgeverträge abschließt, wie dies gegenwärtig bei den Bausparverträgen der Fall ist. Hierbei handelt es sich um einen Wert von 5,2 Millionen.

Das Wachrütteln ist gelungen

Da man schon seit geraumer Zeit explizite Schulungen zum Pensionsrecht von Mitarbeitern in die Wege geleitet haben, damit diese Ihr Pensionkonto freischalten und nähere Hintergrundinformationen diesbezüglich in Erfahrung bringen können, ist das Wissen in der Bevölkerung deutlich gestiegen und immer mehr Personen haben sich auf diese Weise wachrütteln lassen.

Die Vorsorge ist ein Bereich, dem zunehmend mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dennoch gibt es viele Verbraucher, die die Thematik sehr vernachlässigend behandeln. Dabei ist es unheimlich wichtig, dass schon früh Überlegungen angestellt werden.

In Österreich wird in Sachen Altersvorsorge auf das Drei-Säulen-Modell gebaut. Das Modell besteht aus der gesetzlichen Altersvorsorge, der betrieblichen sowie der privaten Vorsorge. Dabei gibt es jedoch viele verschiedene Faktoren zu beachten.

Wie lange werden Sie leben?

Die Frage mag zu Anfang unpassend und sehr plastisch klingen, jedoch ist das sehr wichtig. Ihre Altersvorsorge sollte sich nämlich auch nach der Lebenserwartung richten. Wenn Sie viele Verwandte haben, die die 90 überschritten haben und Sie beispielsweise auch noch weiblich sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit der Langlebigkeit sehr hoch.

Wann lohnen sich garantierte Renten?

Dementsprechend kommen andere Finanzprodukte in Frage. Etwa die sofort beginnende Rente, die sich erst dann rentiert, wenn Sie ein Alter von 98 Jahren erreichen. Auch ein Investmentprodukt mit einer garantierten Rente ist in diesem Fall eine Überlegung wert. Das Versicherungsunternehmen kann die Versicherungssumme frei anlegen. Das bringt Vorteile und Nachteile. Auf dem Gebiet der Zinsen ist mit hohem Risiko zu rechnen.

Muss jeder Geld zurücklegen?

Lange Zeit herrschte die Meinung vor, dass die staatliche Rente vollkommen ausreiche. Zu der Zeit, als das Modell entwickelt und umgesetzt wurde, war das absolut zutreffend. So kamen auf einen Rentner fünf Arbeitskräfte, die die Rentenkasse gefüllt haben. Aktuell sind es drei, die Tendenz ist weiter sinkend.

Tipp: Rechtzeitig an die Altersvorsorge denken

Tipp: Rechtzeitig an die Altersvorsorge denken

Sparen für den späteren Lebensstandard

Die staatliche Vorsorgeform kann getreu dem Drei-Säulen-Modell als eine Grundlage betrachtet werden, nicht mehr und nicht weniger. Im Endeffekt hat das zur Konsequenz, dass ein jeder Verbraucher dazu gezwungen ist zu sparen, egal wie hoch das Einkommen auch sein mag. Denn wer den Lebensstandard auch im Alter halten will, muss reagieren.

Wann sollten Sie zu sparen beginnen?

    Diese Frage sorgt bei vielen Verbrauchern für Stirnrunzeln. Dabei ist die Antwort denkbar einfach: sofort. Sie können damit nicht früh genug anfangen. Sobald Sie in das Berufsleben eintreten, sollten Sie Rücklagen schaffen.

Wie viel Geld sollten Sie auf die Seite legen?

Eine Antwort auf diese Frage zu finden ist relativ schwierig. Das hängt vor allem davon ab, ob beispielsweise eine betriebliche Vorsorge stattfindet, darauf gehen wir jedoch anschließend noch ein.

Gesetzt den Fall, Sie zahlen einzig in das staatliche System ein, so sollten Sie im Monat ca. 10 Prozent Ihres Einkommens auf die Seite legen bzw. in eine private Vorsorge investieren. Dieser Wert bezieht sich auf das Nettoeinkommen, nicht auf das Bruttoeinkommen.

Was ist die betriebliche Altersvorsorge?

In Österreich gibt es das sogenannte Betriebspensionsgesetz. Darin werden Eckpunkte zur arbeitsrechtlichen Bestimmung zur betrieblichen Altersvorsorge von Arbeitnehmern festgehalten. In Österreich ist dies die zweite Säule aus dem schon vorgestellten Modell. Es gibt dabei vier unterschiedliche Formen von betrieblichen Leistungszusagen.

Welche betriebliche Altersvorsorgen gibt es?

    Dazu zählen die Pensionskassenzusagen, die betriebliche Kollektivversicherung, direkte Leistungszusagen und Lebensversicherungen. Für den Verbraucher birgt das den Vorteil, eine weitere Absicherung innezuhaben. Darüber hinaus liegt die Verantwortung beim Arbeitgeber, was für eine zusätzliche Entlastung des Verbrauchers sorgt.

Wie zuverlässig sind Rentenrechner?

Im Internet finden sich viele Tools für die Berechnung der Rente. Wichtiger Faktor ist hierbei die Versorgungslücke oder Rentenlücke. Dabei handelt es sich um die Differenz zwischen dem letzten monatlichen Nettoeinkommen und der schlussendlichen Rente. Diese gibt Aufschluss darüber, inwiefern der Lebensstandard gehalten werden kann oder nicht. Da die Berechnung relativ komplex ist, vertrauen Verbraucher Portalen im Internet. Allerdings ist das eher kritisch zu betrachten. Sie erhalten damit keine valide Aussage über Ihre Rente.

Rentenrechner: Nur eine erste Orientierung

Viele Tools vernachlässigen wichtige Faktoren, wie Inflation, Rentenanpassungen oder Gehaltssteigerungen. Das heißt, dass das Ergebnis Ihnen den jetzigen Zeitpunkt wiedergibt, womit Sie jedoch wenig anfangen können, wenn Sie beispielsweise Anfang 30 sind und der Renteneintritt noch viele Jahrzehnte in der Zukunft liegt.

Ist ein hohes Risiko vonnöten?

Im Bereich der Altersvorsorge werden auch viele unseriöse Geschäfte betrieben. Viele Verbraucher realisieren erst sehr spät, dass die Altersvorsorge vernachlässigt wurde. In der Folge gibt es Torschlusspanik. Sie fallen schnell auf wilde Versprechungen hinein, die so nicht zu halten sind. In der Folge ist es also wichtig, auch wenn die Not groß ist, dass Sie Ruhe bewahren.

Wichtig: Über Möglichkeiten beraten lassen

    Wenn etwas zu verführerisch wirkt, ist in der Regel ein Hacken auszumachen. Lassen Sie sich lieber anständig beraten. Wenn Sie keine Ahnung haben, lassen Sie die Finger davon, schließlich erklärt der Metzger dem Bäcker auch nicht, wie eine Semmel zu backen ist.

Wann ist es zu spät für die Vorsorge?

Einige Verbraucher sind der Meinung, dass es irgendwann zu spät ist, um vorzusorgen. Gewiss sollte damit möglichst früh begonnen werden, es gibt jedoch keinen Zeitpunkt, der als zu spät gilt. Wichtig ist, dass Sie ein Produkt wählen, das zu Ihrer jetzigen Situation passt. Sollten Sie erst später mit der Vorsorge beginnen, so müssen Sie auch mehr Kapital investieren. Es kann unter Umständen auch Sinn machen, mehr Risiko einzugehen, da somit mit einer höheren Rendite zu rechnen ist.

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