Privathaftpflichtversicherung in Österreich

Haftpflichtversicherungen gibt es in vielen unterschiedlichen Bereichen des Alltages. Beim Bau eines Hauses, für Ihr Auto, bei Produkten oder auch im Beruf.

Wir wollen uns nun mit der Privathaftpflichtversicherung beschäftigen, die Sie im Lebensalltag begleiten wird. Dabei klären wir die wichtigsten Fragen. Wann brauchen Sie diese Versicherung? Wer bietet diese Versicherung an? Wie hoch sind die Prämien? Was wird dadurch abgedeckt?

Wann brauchen Sie eine Privathaftpflichtversicherung?

Die Versicherung behandelt mögliche Schadensfälle, die durch Ihre Handlungen entstehen können. In Österreich ist es üblich, dass diese Versicherung bereits in der Haushaltsversicherung oder Hausratversicherung integriert ist.

Tipp für Mieter: Absichern!

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Verfügen Sie aber nicht über eine solche Versicherung, ist der Abschluss mehr als nur dringend zu empfehlen. Wann kann es passieren, dass Sie über keine Hausratversicherung verfügen? Gehen wir hier nun von einem weitverbreiteten Fall aus: Sie sind Untermieter oder als Student in der WG.

Tipp für Mieter: Zusätzlich absichern!

Der Hauptmieter hat in der Regel eine Hausratversicherung, welche eine Privathaftpflichtversicherung integriert. Die Privathaftpflicht greift jedoch nicht für Sie, da Sie in der Regel nicht in einem Verwandtschaftsverhältnis mit dem Versicherungsnehmer stehen.

Das bedeutet also, dass Sie eine zusätzliche Privathaftpflichtversicherung abschließen sollten. Bedingt durch die niedrigen Prämien, auf die wir später noch eingehen werden, ist der Abschluss unbedingt zu empfehlen.

Was passiert, wenn Sie nicht geschützt sind? Im Privatbereich können Sie für verschuldete Schäden in unbegrenzter Höhe haften. Das heißt vor allem, dass Ihre Existenz schnell bedroht sein kann. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Sie verletzen eine andere Person während einer sportlichen Tätigkeit. Die verletzte Person hat Anrecht auf Schmerzensgeld und natürlich die Übernahme der Kosten für etwaige Behandlungen. Schnell sind Summen jenseits der 100.000 Euro erreicht. Ein normaler Verbraucher kann sich das kaum leisten, sodass die Privatinsolvenz eine logische Folge ist. Deshalb weisen Experten auch immer wieder darauf hin, dass die Privathaftpflicht ein absolutes Muss ist.

Wer bietet eine Privathaftpflichtversicherung in Österreich an?

Im Endeffekt leistet nahezu jedes Versicherungsunternehmen dieses Versicherungspaket. Hier einige prominente Vertreter:

  • VAV
  • Zurich
  • Grazer Wechselseitige
  • Merkur
  • Wüstenrot
  • Helvetia

Kosten vergleichen für die Privat-Haftpflicht!

Wir empfehlen Ihnen an dieser Stelle einen ausgiebigen Vergleich. Wenn Sie bereits bei einem Versicherungsunternehmen Kunde sind, sollten Sie eruieren, inwiefern manche Leistungen bereits abgedeckt sind und was eine Erweiterung kostet.

Wie viel kostet die Prämie für die Privathaftpflichtversicherung?

Wichtig: Prämienkosten vergleichen

Wichtig: Prämienkosten vergleichen

Wir müssen hierbei zwischen zwei Formen unterscheiden. Der regulären Haftpflicht und der erweiterten Haftpflicht. Die erweiterte Form bietet zumeist eine höhere Versicherungssumme und weitere Zusätze. Etwa auch Schutz vor Schadensansprüchen von Angehörigen oder Schutz bei gemieteten Räumlichkeiten.

Beispiel für die Prämie:
Wer eine normale Privathaftpflichtversicherung abschließen will und eine Laufzeit von zehn Jahren anstrebt, der hat zwischen 20 und 40 Euro im Jahr zu zahlen. Die erweiterte Haftpflicht kann bis zu 90 Euro oder mehr im Jahr kosten.

Studenten sollten an dieser Stelle genauer nachfragen. Viele Versicherungsunternehmen bieten dezidierte Studententarife, die bereits ab drei Euro im Monat abgeschlossen werden können.

Welche Schäden deckt die Privathaftpflichtversicherung ab?

Wir wollen nun eine grobe Definition geben und stellen den Sachverhalt anschließend anhand von Beispielen besser dar. Die Privathaftpflichtversicherung schützt Sie gegen Schadenersatzansprüche, die Dritte gegen Sie stellen.

Allerdings muss im Zuge dessen auch überprüft werden, ob der Anspruch gerechtfertigt ist und inwiefern die Höhe der Forderung anerkannt werden kann. Das heißt, dass auch für diese Feststellungen Kosten anfallen können, die ebenfalls von der Privathaftpflicht gedeckt werden.

Beispiele für Haftungen der Privathaftpflicht

Die Versicherung hat also die Möglichkeit den Anspruch anzunehmen oder darüber zu streiten. Verdeutlichen wir dies zum Abschluss nun mit ein paar Beispielen. Sie sind bei Freunden zu Besuch, wollen nach Hause und leihen sich ein Fahrrad von einem Bekannten aus. Während der Fahrt stürzen Sie und beschädigen das Fahrrad. Der Bekannte kann nun Schadenersatz fordern, der durch Ihre Versicherung gedeckt wird. Hierbei handelt es sich vergleichsweise um eine Kleinigkeit.

Warum die Versicherungssumme stets über einer Million Euro liegt, verdeutlicht das Beispiel zu Anfang des Artikels. Geht es um existenzbedrohende Unfälle an Personen, die womöglich zur Invalidität führen, werden sehr schnell hohe Summen erreicht. Ein weiteres Beispiel sind Kinder. Wie oft passiert es, dass Ihr Kind bei Nachbarn ein Fenster zu Bruch bringt oder eine wertvolle Vase zerstört? Auch hier springt die Privathaftpflichtversicherung ein. Diese gilt nämlich auch für Familienmitglieder.

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