Sanierungsscheck 2017 – Thermische Sanierung/Vorab Check & Förderung für Private

Das Thema Sanierung ist für die meisten Immobilienbesitzer von großer Bedeutung. Seit dem es im Jahr 2017 eine Bundesförderung gibt, nutzen viele Eigenheimbesitzer den Vorab-Check, welcher für 49 Euro zu haben ist. Vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass dieser Vorab-Check bis zum 30. August 2017 verlängert wurde.

Wer am Check teilnimmt, kann binnen 3 Tagen Informationen dazu erhalten, ob das eigene Gebäude grundsätzlich förderungswürdig ist. Ferner wird die Frage beantwortet, ob die geplanten Maßnahmen der Sanierung förderungswürdig sind und wie hoch die voraussichtliche Förderung ausfällt.

Update – Sanierungsscheck 2017 noch verfügbar

Mit 18.09.2017 stehen noch 21,5 Mio. an Fördermitteln zur Verfügung, wie die KPC mitteilt. D.h. eine Antragstellung für die thermische Sanierung Ihres Ein- oder Mehrfamilienhauses ist weiterhin möglich. Förderanträge können bis 31.12.2017 gestellt werden oder solange noch Fördermittel zur Verfügung stehen.

Welche Angaben sind für den Online Vorab-Check erforderlich?

Wer den Online Vorab-Check durchführen möchte, muss im Netz verschiedene Daten eintragen. Zunächst ist es erforderlich, dass Angaben zum Erwerber der Förderungsmaßnahme gemacht werden. Auch die Adresse des Objektes, dass saniert werden soll, muss angegeben werden und natürlich das Baujahr, bzw. das Jahr der Ersterrichtung des zu sanierenden Objektes. Wenn bereits Sanierungsmaßnahmen erledigt wurden, ist es wichtig, dass diese ebenfalls angegeben werden, genau wie Maßnahmen, die noch geplant werden.

Der Vorab Check ist unter https://www.bundes-foerderung.at/online-vorab-check-formular/ online verfügbar!

Der gesamte Plan muss im Anschluss auf die Plattform hochgeladen werden – inkl. mind. 2 Fotos mit Ansichten von außen. Grundrisse sowie Unterlagen zur Planung können ebenfalls hochgeladen werden und eingereicht werden.

Nachdem die Unterlagen abgesendet wurden und die 49 Euro Bearbeitungsgebühr gezahlt wurden, erhalten die Kunden binnen 5 Werktagen eine Antwort, ob das Gebäude voraussichtlich förderungsfähig ist, oder eben nicht. Wer seine Daten nicht online hochladen möchte, sondern lieber auf dem Postweg versenden möchte, kann dies ebenfalls ohne großen Aufwand erledigen.

Was wird in Österreich nach dem Sanierungsscheck 2017 gefördert?

Wer in Österreich lebt und zum Beispiel ein Einfamilienhaus oder ein Zweifamilienhaus sowie ein Reihenhaus besitzt, möchte natürlich wissen, welche Sanierungsmaßnahmen gefördert werden.

Allgemein lässt sich sagen, dass vor allem thermische Sanierungen im Bereich privater Wohnbau gefördert werden. Zu erwähnen ist, dass die Gebäude älter als 20 Jahre alt sein müssen. Der Heizwärmebedarf muss nach der Durchführung der Sanierungsmaßnahmen um mindestens 40% gesenkt werden.

Sanierung

Zu den Maßnahmen, die gefördert werden, zählt zum Beispiel die Dämmung der Außenwände. Auch die Dämmung der untersten Geschossdecke bzw. konkret des Kellerbodens kann gefördert werden. Wer sich für den Austausch von Fenstern und Außentüren interessiert, wird schnell feststellen, dass auch hier entsprechende Fördermaßnahmen möglich sind.

Sollte es sich im Rahmen der Sanierung um eine Mustersanierung handeln, so ist es möglich, dass das komplette Heizsystem auf eine Wärmepumpe, auf eine Holzzentralheizung oder auf eine andere moderne Heizanlage umgerüstet werden kann.

Wie lange gilt die aktuelle Förderungsaktion in Österreich?

Die Förderungsaktion Sanierungsscheck 2017 gilt in Österreich bereits seit dem 3. März 2017. Sie ist aktuell bis zum 21. Dezember 2017 befristet. Neben der zeitlichen Befristung muss erwähnt werden, dass Anträge so lange gestellt werden können, wie das entsprechende Budget zur Verfügung steht.

Je Antrag ist es möglich, dass zwischen 3.000 und 8.000 Euro für die thermische Sanierung gefördert werden können. Sollte sich der Antragsteller dazu entscheiden, dass nachwachsende Rohstoffe für die thermische Sanierung, bzw. bei der Verwendung von Dämmstoffen eingesetzt werden, so ist es möglich, dass ein Zuschlag in Höhe von 1.000 Euro in Anspruch genommen werden kann. Inklusive des Zuschlages können bis zu 30% der förderungsfähigen Kosten gefördert werden.

Wichtig: Der Antrag auf die Fördergelder muss eingereicht werden, bevor die Maßnahmen zur Umsetzung durchgeführt werden!

Wer kann in Österreich einen Antrag auf Förderung beantragen?

Nachdem der Sanierungsscheck 2017 für Einfamilienhäuser sowie Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser durchgeführt wurde und eine Förderung beantragt werden soll, ist zunächst zu klären, welche Zielgruppen überhaupt den entsprechenden Antrag stellen können.

Eigentümer sowie Eigentümerinnen und natürlich auch Miteigentümer können ohne Probleme den Antrag stellen. Auch ist es möglich, dass Bauberechtigte oder Mieter und Mieterinnen den Antrag stellen dürfen. Es ist möglich, dass je Antragsteller, je Antragstellerin eine Förderung beantragt werden kann. Gleichzeitig muss erwähnt werden, dass für jedes Haus nur einmal ein Förderantrag gestellt werden darf. Es ist nur möglich, dass Anträge für Immobilien innerhalb Österreichs gestellt werden dürfen.

Welche Kosten werden genau gefördert?

Es werden nicht nur die Kosten für das Material, sondern auch die Kosten für die Planung sowie für die Montage durch den Staat gefördert. Ebenfalls förderungswürdig sind die Kosten, die für den Energieausweis im Rahmen der Planung anfallen.

Damit die entsprechenden Maßnahmen gefördert werden können, ist es erforderlich, dass entsprechende Rechnungen z.B. über die Montage vorgelegt werden können.
Zur Dokumentation des Heizwärmebedarfes vor und nach der Sanierung ist es erforderlich, dass jeweils ein entsprechender Energieausweis erstellt wird. Somit kann dokumentiert werden, dass die thermische Sanierung ein voller Erfolg war und der Heizwärmebedarf um 40% oder sogar mehr reduziert werden konnte.

Wie hoch sind die Summen, die maximal gefördert werden?

Wer sich für eine Mustersanierung entsprechend der Definition bewerben möchte, kann im Maximum eine Förderhöhe von bis zu 8.000 Euro erreichen. Im Rahmen einer umfassenden Sanierung ist es möglich, dass diverse Standards erreicht werden können.

Mit dem „klima:aktiv Standard“ können 5.000 Euro Förderungshöhe erreicht werden und mit der umfassenden Sanierung inkl. Dämmstoffen aus Nachwachsenden Rohstoffen auf mind. 25% aller gedämmten Flächen können bis zu 4.000 Euro erreicht werden. Sollte ein „guter Standard“ erreicht werden, so ist die maximale Förderungshöhe 3.000 Euro. Die maximalen Förderungshöhen inklusive dem Zuschlag in Höhe von bis zu 1.000 Euro (Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen) beläuft sich auf 30% der förderungsfähigen Investitionskosten.

Wann erhalte ich die Förderung auf meinem Konto?

Die endgültige Förderungssumme wird erst dann ermittelt und ausgezahlt, nachdem alle Maßnahmen umgesetzt wurden und die entsprechende Vorlage ausgefüllt wurde sowie alle Abrechnungsunterlagen eingereicht wurden. Der Antrag auf die Förderung muss bereits zuvor eingereicht werden, damit die entsprechenden Maßnahmen berücksichtigt werden können.

Wo erhalte ich Informationen?

Wer sich rund um das Thema in Österreich informieren möchte, findet jede Menge an Informationen direkt im Internet. Auf folgenden Seiten gibt es wertvolle Informationen:
https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/243/Seite.2430310.html
https://www.umweltfoerderung.at/privatpersonen/sanierungsscheck-fuer-private-2017-ein-und-zweifamilienhaus.html
https://www.bmlfuw.gv.at/umwelt/energiewende/energieeffizienz/Sanierungsscheck.html

Entsprechende Informationen gibt es auch bei verschiedenen Bausparkassen sowie bei anderen Instituten in Österreich. Auch Unternehmen, die entsprechende Leistungen anbieten, können dabei helfen, eine erste Beratung zum Thema thermische Sanierung zu erhalten.

Welche zusätzlichen Maßnahmen können zur Sanierung ergriffen werden?

Neben den Maßnahmen, die im Rahmen der thermischen Sanierung angeboten, bzw. gefördert werden gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, wie das eigene Haus modernisiert werden kann und wie dabei Kosten gespart werden können.

Dabei geht es nicht nur darum, dass im Sinne der Heizung Geld gespart wird, indem zum Beispiel die Dämmung verbessert wird. Auch ist es möglich, dass auf anderem Wege regenerative Energieträger eingesetzt werden können und dazu beitragen können, dass die Unterhaltskosten des Hauses oder der Wohnung reduziert werden.

Im Bereich der Solarenergie kann jede Menge Geld gespart werden. Es ist machbar, dass die Energie der Sonne eingesetzt werden kann, um zum Beispiel Wasser zu erwärmen. Das Wasser für die Dusche oder die Badewanne sowie das Wasser, was für den täglichen Gebrauch im Wasserhahn erwärmt werden muss, kann ohne Probleme mit Hilfe der Solarenergie und entsprechenden Panels erwärmt werden. Auch ist es zu empfehlen, dass die Solarenergie genutzt wird, um damit Strom zu erzeugen.

Wer darüber nachdenkt, wie er Strom erzeugen kann, sollte sich auch seine Dachfläche anschauen und ausrechnen, wie viel m² Fläche vorhanden sind. Ebenso sollte analysiert werden, in welcher Himmelsrichtung das Dach liegt und wie die Sonne auf das Dach scheint. Je nach Wohnort und Lage ist es möglich, dass sehr gut mit der Solarenergie gearbeitet werden kann.

Im Rahmen der energetischen Sanierung ist es möglich, dass grundsätzlich auch darauf geachtet werden kann, wo Strom verbraucht wird. Je nach Haushalt ist dies komplett unterschiedlich. Auch durch den Austausch, bzw. durch die Modernisierung vieler Geräte ist es möglich, dass Strom gespart werden kann.

Energie sparen – was bringt der Austausch elektrischer Geräte und Verbraucher?

Wer sich für das Thema Energie Sparen interessiert, der kann auch darauf achten, welche Verbraucher er im Haushalt. Ein alter Kühlschrank sowie ein alter Gefrierschrank können schnell zum Stromfresser mutieren. Auch wenn die Geräte noch einwandfrei in Schuss sind und wirklich gut funktionieren, ist der Stromverbrauch in der Regel nicht mehr zeitgemäß.

Wer sich einmal durchrechnet, wie viel Strom sein alter Gefrierschrank verbraucht und wie viel ein neues, vergleichbares Modell verbraucht, der wird schnell feststellen, dass allein die Differenz im Verbrauch dazu beiträgt, dass die Entscheidung für einen neuen Gefrierschrank leicht fällt. Schnell amortisieren sich entsprechende Geräte binnen weniger als 10 Jahren, so dass es sich in jedem Fall lohnt, alte elektrische Geräte gegen neue auszutauschen und entsprechend vom geringeren Stromverbrauch zu profitieren.

Strom sparen durch vermeiden des Stand-By Betriebes

Wer ordentlich Strom sparen möchte, der sollte in jedem Fall den Standby Betrieb elektrische Geräte vermeiden. Viele Geräte verbrauchen auch im Standbybetrieb Strom, so dass z.B. bei einem Fernseher ohne Probleme jährliche Kosten in Höhe von 10 bis 20 Euro anfallen können.

Wer sich darüber im klaren ist, dass dies nicht nur bei einem TV Gerät, sondern z.B. auch bei der Hifi Anlage, bei einem Laptop oder Tablet sowie bei einer Mikrowelle und diversen anderen Elektrogeräten der Fall ist, der kann ohne Probleme mehr als 100 Euro im Jahr einsparen, wenn er sich dazu entscheidet, die Geräte nicht im Standbybetrieb laufen zu lassen, sondern konsequent komplett vom Strom nimmt. Dies kann zu Beispiel durch eine Steckdosenleiste mit Kippschalter erreicht werden.

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