Schuldenabbau in Österreich – Raus aus der Schuldenfalle

Glücklichweise sind die meisten Haushalte in Österreich nicht von einer Schuldenfalle bedroht.

Viele haben gar keine Schulden. Jedoch sind überdurchschnittlich viele Haushalte massiv in der Schuldenfalle gefangen. Laut einer Statistik stehen Haushalte in Österreiche mit Schulden tiefer in den roten Zahlen als in anderen europäischen Staaten. Mit 15.600 Euro ist die Verschuldung im Durchschnitt in Österreich gar doppelt so hoch. Durch kluges und gezieltes Handeln lässt sich der Schuldenberg Schritt für Schritt abtragen und eine Überschuldung vermeiden.


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Ursachen für Schulden

Tipp: Lassen Sie sich beraten!

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Die Ursachen für zu hohe Schulden sind vielfältig. Es gibt wohl einige „Klassiker“, aber die Fällen unterscheiden sich dann oftmals in den Details. In den allermeisten Fällen resultieren bestehende private Schulden aus Kreditverplichtungen. Sei es die dauerhafte Überziehung des Kontos über den Dispokredit oder die Aufnahme von anderen Krediten zum Konsum. Anschaffungen wie ein Auto, neue Möbel oder ein größerer Fernseher werden häufig auf Pump getätigt.

Die Höhe der verlangten Zinsen für den Kredit spielen dabei bestenfalls eine untergeordnete Rolle. Wenn der Job plötzlich verloren geht oder eine längere Krankheit für den Wegfall des gewohnten Einkommens sorgt, wird es finanziell in vielen Fällen mehr als eng.

Auch andere negativ einschneidende Ereignisse wie Scheidung oder Trennung vom Partner können Auslöser einer Schuldenkrise werden. Die Lebenshaltungskosten bleiben gleich, das Einkommen sinkt und als Folge können Kreditraten nicht mehr bedient werden.

Die meisten Menschen tun sich schwer damit ihren gewohnten Lebensstandard zu reduzieren oder wollen sich ihre finanziellen Sorgen selber nicht eingestehen. Weniger häufig führen persönliche Probleme wie Alkohol- oder Spielsucht ins finanzielle Dilemma.

Selbständigkeit: Gefahr für Schulden

Vor allem Selbstständige geraten schnell in die Schuldenfalle. Deren Einkünfte schwanken im Vergleich zu Angestellten ohnehin stärker. Wenn Aufträge ausbleiben oder Kunden nicht pünktlich zahlen, entsteht eine finanzielle Schieflage. Die Fixkosten im Betrieb laufen weiter und ohne Finanzpolster kann eine Selbstständigkeit daran scheitern.
Auch die eigenen vier Wände können zu einer immens großen Belastung werden, wenn durch Trennung oder Arbeitslosigkeit unverhofft Geld fehlt. Die Raten für die Finanzierung als auch die Nebenkosten für die Wohnung oder das Haus müssen weiter bedient werden.

Hilfe, ich komme nicht aus meinen Schulden heraus?!

Im schlimmsten Fall entsteht ein Teufelskreis aus dem der Verbraucher ohne fremde Hilfe nicht mehr herauskommt. Die Banken verlangen ausstehende Raten plus Mahngebühren und kürzen eventuell noch bestende Dispolimits. Die Zinsen auf die Kreditsummen laufen weiter. Erschwerend kommt hinzu, dass an einen Abbau der Schulden kaum noch zu denken ist.

Noch gefährlicher kann die Situation werden, wenn bestehende Kredit weiter aufgestockt werden oder vorhandene Limits auf Kreditkarten komplett ausgereizt werden. Kurzfristig stehen wieder liquide Mittel zur Verfügung, welche aber teuer über hohe Zinsen zurückgezahlt werden müssen und mittelfristig das Schuldenproblem vergrößern. Am Ende stehen dann Zwangsversteigerungen, Firmenpleiten und die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung.

Wege aus der Schuldenfalle

Wer den Überblick bei seinen Finanzen verloren hat und nur noch offene Rechnungen und roten Zahlen auf dem Konto sieht, muss sich der Situation offen stellen. Je früher das Problem angepackt wird, umso besser sind die Chancen den Schuldenstand schrittweise abzubauen. Zunächst ist ein Überblick zu bestehenden Verpflichtungen und offenen Beträgen wichtig. Alles kommt auf eine Liste. Daneben werden die Einnahmen gestellt.

Im nächsten Schritt gilt es Sparpotenziale heraus zu kristallieren. Die Zinsen für Kredite sind auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. So kann zum Beispiel durch die Zusammenfassung von Krediten Geld gespart werden. Oder ein teurer Überziehungskredit auf dem Konto oder der Kreditkarte wird durch einen Ratenkredit abgelöst. Oftmals bieten Banken bei Zahlungsproblemen Ratenpausen oder eine Verringerung der Rate an. Parallel dazu gilt eisern zu sparen und unnötige Ausgaben zu streichen. Jeder Posten auf der Liste der Ausgaben gehört auf den Prüfstand. Vor allem bei Mobilfunk, Strom oder Versicherungen kann in der Regel eingespart werden. Bei geringem Einkommen sollte zusätzlich geprüft werden, ob Anspruch auf staatliche Sozialleistungen besteht.

Professionelle Hilfe bieten Schuldnerberatungen vor Ort an. Diese haben alle Hände voll zu tun und mit Wartezeit ist zu rechnen. Daher so schnell wie möglich einen Termin vereinbaren. Vorsicht ist geboten vor zwielichtigen Firmen, die schnelle und unbürokratische Hilfe versprechen. Finger weg, wenn hohe Gebühren vorab für die Tätigkeit verlangt werden. Seriöse Beratungsstellen in Österreich tragen das Gütesiegel als „staatlich anerkannten Schuldenberatungen“ und bieten ihre Dienstleistung kostenfrei an. Zum Gespräch am besten alle Unterlagen zu den Finanzen wie Kreditverträge, Kontoauszüge, Mahnbriefe etc. mitbringen. Sehr hilfreich dazu ist ein Überblick zu den aktuellen Einnahmen wie Ausgaben.

Eine weitere Option ist ein so genannter Privatkonkurs, auch als Schuldenregulierungsverfahren bekannt. Details dazu finden Sie auf https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/83/Seite.830040.html – inklusive Informationen zu den notwendigen Voraussetzungen.

Schulden vermeiden

Am besten ist es natürlich gar nicht erst in die Schuldenspirale zu gelangen. Es versteht sich von selbst, dass gerade größere Anschaffungen auf Pump ein großes Risiko darstellen. Bevor Kredite aufgenommen werden, empfiehlt es sich sorgsam zu prüfen, ob nach der Rate noch genügend finanzieller Spielraum vorhanden ist. Dabei sollte das Risiko geringerer Einkünfte mit einkalkuliert werden. Auch die Konditionen sollten am Markt verglichen werden.

Wer Probleme hat den Überblick zu seinen täglich Ausgaben zu behalten, sollte ein Haushaltsbuch führen. Dies kann eine Exceltabelle, Software oder ein Buch in Papierform sein. Darin werden alle getätigten Ausgaben aufgeführt. Einfach und schnell entsteht ein Überblick. Am Ende des Monats gibt es nicht selten ein Aha-Effekt, wenn nachvollzogen wird, wohin das Geld gewandert ist. So lässt sich gerade bei regelmässigen Ausgaben wie Versicherungsprämien, Gas und Strom oder Handy schon bares Geld sparen.

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