Supply Chain Management: Die besten Konzepte zur Flexibilitätssteigerung

Jedes Unternehmen bzw. jeder Dienstleister ist stets darum bemüht, möglichst kostensparend zu arbeiten und einen umso höheren Gewinn auf dem Markt zu erzielen. Hinter einem erfolgreichen Produkt stecken viele strategische Überlegungen, positive wie negative Erfahrungen und eine exakte Planung.

Im Zuge dessen ist das Supply Chain Management (SCM) von zentraler Bedeutung. Wie der Name schon sagt wird beim Supply Chain Management, das auch als Wertschöpfungslehre bekannt ist, der Fokus auf die Lieferkette und das dynamische Zusammenarbeiten aller daran Beteiligten gelegt.

Je besser das Lieferkettenmanagement organisiert ist, umso besser funktioniert es auch und umso lukrativer ist in weiterer Folge auch das Geschäft. Mit verschiedenen Konzepten zur Flexibilitätssteigerung kann das Management zusätzlich optimiert werden.

Auf den jeweiligen Märkten konnte in den letzten Jahren deutlich beobachtet werden, dass beim Supply-Chain-Management Flexibilität und Nachhaltigkeit immer wichtiger werden.

Viele Unternehmen haben diesbezüglich aber noch erheblichen Nachholbedarf, sie haben das Einholen von diesbezüglichen Informationen und das Entwickeln von Strategien vernachlässigt. Während es bisher vor allem um eine Minimierung der Kosten ging, sollte die Flexibilität als Ziel ins Zentrum rücken. Dafür ist unbedingt eine bessere Abstimmung zwischen den Unternehmen, den Lieferanten und auch den Kunden notwendig.

So steigern Sie die FlexibilitätEnterprise SCM manager and outsourcing supply chain management b

Flexibilität ist keine Frage von Spontanität, sondern beschreibt vielmehr verschiedene Strategien, die beim Bedarf nach einer Veränderung abgerufen werden können. Flexibilität bedeutet in diesem Sinne also eine intensive, viele Alternativen, Risiken und worst-case Szenarien einschließende Planung.
Besonders in folgenden Bereichen sollte mit den Lieferanten ein Höchstmaß an Flexibilität ausgehandelt werden bzw. sollten Sonderkonditionen für das Eintreten größerer Veränderungen, z.B. bei einem starken Nachlassen der Nachfrage, vereinbart werden:

  • Wechselflexibilität, z.B. Wechsel von Lieferanten, Händlern, Mitarbeitern, Software etc.,
  • Kapazitätsanpassungen, z.B. mehr Mitarbeiter, Erweiterung des Marktes, Outsourcing etc.,
  • Zeitflexibilität, z.B. Aufschub, andere Liefertermine etc., und
  •  die Möglichkeit eines Abbruchs, z.B. Kündigungsbedingungen, Produktionsabbruch etc.

Für das Unternehmen kann das bedeuten, dass es sich mit den beteiligten Größen zusammensetzen muss, um die Möglichkeiten im Falle einer Veränderung vorab durchzusprechen. So sollten Sie z.B. grundsätzlich darüber Bescheid wissen, welche Folgen für Sie eine Kündigung eines Vertrages vor Ablauf der Vertragsfrist hätte oder auch zu welchen anderen Lieferanten Sie spontan wechseln könnten.

Erfolgreiche Schritte zu einem flexiblen SCM

1. Die Unternehmensstruktur eruieren:
Um in der Wirtschaft ein erfolgreiches Supply Chain Management zu gewähren, muss jedes Unternehmen bzw. jeder Dienstleister für sich selbst zunächst einmal eruieren, wer an der Lieferkette beteiligt ist und wer darauf Einfluss hat und jede diese Einflussgröße gesondert beachten.

Stellen Sie sich z.B. vor, was passieren würden, wenn die Kundenzahlen rückläufig wären und welche Folgen dies für die Lagerung, die Lieferung, die Produktion usw. haben würde. Abgesehen von verstärkter Werbung handelt es sich bei den Kunden in Bezug auf das Supply Chain Management um keine beeinflussbare Größe.

Umgekehrt können Sie hingegen vor allem bei der Produktion, Lieferung und Logistik unter Rücksprache mit den beteiligten Partnern eine gewisse Flexibilität aushandeln, dank der Sie sich besser an die aktuellen Gegebenheiten anpassen und effizienter arbeiten können. Legen Sie somit vorab fest, welche Größen in Ihrem Betrieb eher fest und welche flexibler sind.

2. Erfahrungen sammeln und einen Plan erstellen:
Ein hohes Flexibilitätspotential bieten der Einkauf, das Personal, die Finanzierung, die Organisation, die Produktion, der Absatz usw., weshalb mögliche markante Veränderungen in diesen Bereichen jederzeit zu berücksichtigen sind. Ein besonders wichtiger Aspekt beim Risikomanagement bzw. bei der Steigerung der Flexibilität ist aus diesem Grund die Firmengeschichte. Genaue Aufzeichnungen darüber, wann bereit Flexibilität im Supply Chain Management gefragt war, wie darauf reagiert wurde und welche Folgen die Änderungen hatten, schaffen einen Überblick darüber, welche Maßnahmen effizient waren und sich bewährt haben und welche nicht.

Die zentrale Frage lautet: Welche Strategien wurden angewendet und haben sie sich gelohnt? Um diese Frage beantworten zu können ist auch eine Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen notwendig. Auch dann, wenn das Geschäft an für sich gut läuft, sollten Sie die Möglichkeiten einer flexibleren Gestaltung durchspielen, um die Supply Chain entsprechend der Marktentwicklung zu optimieren.

3. Schnellstmöglich reagieren:
Je schneller mit Flexibilität auf eine Änderung beim Supply Chain Management reagiert wird, umso schneller werden die entsprechenden Resultate spürbar.

Änderungen der Flexibilität beachten!

Mit dem Ausarbeiten eines Plans zur Flexibilitätssteigerung ist es allerdings noch lange nicht getan. Jedes Unternehmen muss berücksichtigen, dass jederzeit auch neue Risiken hinzukommen können. Wichtig ist auch, dass die Strategien nicht zu komplex werden und in der Praxis innerhalb kurzer Zeit und effizient umgesetzt werden können. Manchmal muss zur schnellen Umsetzung eine Notlösung herhalten, damit zeitnah reagiert und Größeres verhindert werden kann.

Mit einer guten Planung 2014 die Flexibilität steigern

Um die Flexibilität beim Supply Chain Management zu steigern ist eine detaillierte Planung die wohl wichtigste Voraussetzung. Für das Unternehmen selbst bedeutet dies zunächst einmal viel Arbeit und Forschung, die sich aber lohnt, weil mit einem guten Lieferkettenmanagement der Umsatz nachweislich gesteigert bzw. die Kosten optimiert werden können.
Aktuell schenken viele Unternehmen in Österreich dem SCM noch viel zu wenig Beachtung, ohne zu wissen, dass sie damit eine wertvolle Chance verstreichen lassen und sie wahrscheinlich sogar viel Geld verschenken. Für all jene ist es höchste Zeit, die Lieferkette genauer unter die Lupe zu nehmen und die Interaktion aller beteiligten zu optimieren um mögliche Risiken zu steuern und die Flexibilität zu erhöhen.

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