Umsteigen auf ökologisches Heizen – mit Pellets und Förderungen!

In unsicheren Zeiten sollte gerade für das häusliche Wohl möglichst sicher gesorgt werden. Entsprechend nachhaltiges Heizen gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen, um sich in den eigenen vier Wänden wohl zu fühlen. Fossile Brennstoffe unterliegen schließlich ständigen Preisschwankungen, aber mit Pellets kann auf einen heimischen, nachwachsenden Rohstoff, nämlich Holz, zurück gegriffen werden.

pellets-foerderung-berechnenDas garantiert langfristige Sicherheit für die ganze Familie. Dank diversen Förderungen unterstützt die österreichische Bundesregierung und die Landesregierungen sogar noch diesen Drang nach ökologischem Heizen. Wir zeigen in diesem Beitrag auf, wie viele Euro es tatsächlich von den einzelnen Stellen gibt.

Hinweis: Wir beschränken uns in diesem Beitrag auf die Förderung für Privatpersonen. Betriebe können noch zusätzliche Finanzhilfen beantragen.

Bundesförderungen für Pelletheizungen

Grundsätzlich werden Pelletheizungsgeräte gefördert, sofern diese Umstellung eine fossile Heizung oder elektrische Speicheröfen überflüssig macht. Für einen Kamin, welcher durch Pellets betrieben wird, reicht schon eine nachgewiesene Reduzierung des fossilen Verbrauchs. Außerdem werden Finanzmittel für den Tausch einer Holzheizung (z.B. Pellets) gewährt, wenn das alte Gerät älter als 15 Jahre ist. Hier finden Sie eine Liste förderungsfähiger Kesseltypen.

Der maximale Förderungsbetrag beträgt bei einem Umstieg von fossilen Brennstoffen hin zu Pellets 2.000 Euro. Bei einem Kamin werden pauschal 500 Euro ausbezahlt und die Erneuerung wird mit maximal 800 Euro gefördert. Aber an dieser Stelle ist noch nicht Schluss. Zu dieser allgemeinen Bundesförderung kommen noch einzelne Landesförderungen (Ausnahme Burgenland) hinzu, die wir kurz im Folgenden aufzeigen.

Hinweis: Die Bundesförderung gilt vorerst nur für das Jahr 2016 und das Projekt muss demnach bis zum 31. 12. 2016 registriert werden. Wer schnell handeln möchte, kann unter anderem bei diesem Profi für Biomasse-Heizung einen Ansprechpartner in der Nähe für die Umstellung finden. Die Experten informieren Sie auch gerne über die Gesamtkosten einer Pelletheizung in Ihrem individuellen Fall.

holzpellets

Die Landesförderung in Wien

In Wien gilt die Voraussetzung, dass sich der Haushalt außerhalb des Fernwärmegebietes befinden muss. Sofern dies zutrifft können bis zu 30 % der offiziellen Kosten gefördert werden.

Die Landesförderung in Niederösterreich

In Niederösterreich sieht es derzeit etwas schwach mit den zusätzlichen Förderungen aus, aber ein Annuitätenzuschuss bei Wohnraum-Sanierung und ein gefördertes Darlehen bei Neubauten sind auch dort möglich.

Die Landesförderung in Oberösterreich

pelletsheizung-energieeffizienzIn Oberösterreich existieren einige Auflagen, aber im Gegenzug kann die Förderung dort sehr großzügig ausfallen. Die förderbaren Kosten müssen mindesten 4.400 Euro ohne Umsatzsteuer betragen. Es werden bis zu 50 Prozent gefördert. Der Kesselwirkungsgrad darf darüber hinaus nicht weniger als 85 % betragen. Für eine Neuanlage gibt es 2.300 Euro und für den Ersatz einer fossilen Altanlage sogar 2.800 Euro.

Die Landesförderung in Salzburg

In Salzburg gibt es einen Direktzuschuss von 3.000 Euro, der sich bei Inanspruchnahme der behördlichen Beratung sogar um weitere 100 Euro erhöht.

Die Landesförderung in Tirol

In Tirol kann ein 25 %iger Direktzuschuss oder ein 35 %iger Annuitätenzuschuss für eine Pelletzentralheizung gewählt werden. Darüber hinaus gibt es einen Einmalzuschuss für einen Pelletkaminöfen, aber dieser gilt nur bis Ende 2016.

Die Landesförderung in Vorarlberg

In Vorarlberg gehören ein Energieausweis und die Beratung zu den Voraussetzungen, um 2.000 für den Kessel oder 4.000 Euro je nach Bonusstufen entsprechend dem Heizwärmebedarf und anderen Kriterien zu erhalten. Außerdem gilt die gleiche Einschränkung wie in Wien bezüglich dem Nahwärmesystem. Eine Förderung kommt nur in Frage, wenn ein Anschluss nicht im Bereich des Möglichen liegt.

Die Landesförderung im Burgenland

Das östlichste Bundesland stellt eine ganz besondere Ausnahme dar, denn dort darf die Bundesförderung und Landesförderung NICHT gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Dafür gibt es zwischen 1.500 und 2.600 Euro (max 30 %) für einen Pelletzentralheizungskessel und zwischen 500 und 1.600 Euro für Pelletkaminöfen. Aber die Antragssteller müssen unbedingt prüfen, ob es vom Bund nicht mehr geben würde.

Die Landesförderung in der Steiermark

Im Grünen Herzen Österreichs gestaltet sich die Förderung relativ kompliziert, da bestimmte Effizienzmaßnahmen weitere Möglichkeiten eröffnen. Ein Pelletheizkessel für eine Wohnungseinheit wird mit maximal 1.600 Euro gefördert und ein Wohnraumkessel mit 1.300 Euro. Über die entsprechende Zusätze informieren die örtlichen Behörden. Da es sich dabei auch um gekoppelte Solaranlagen und Ähnliches handelt, würde eine genaue Beschreibung der Vorgaben hier den Rahmen sprengen.

Die Landesförderung in Kärnten

In Kärnten existiert seit 2016 keine Förderung dezidiert für die Heizung. Doch über die allgemeine Wohnbauförderung können entsprechende Zuschüsse lukriert werden.

Hinweis: Diese Aufstellung zeigt, dass viele Förderungen zeitlich begrenzt sind und deshalb sollte die Entscheidung für eine sichere Heizzukunft besser heute und nicht erst morgen getroffen werden.

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