Vom Kollegen zur Führungskraft – Worauf achten?

Sie wurden befördert und nun sehen Sie sich als Führungskraft völlig neuen Herausforderungen gegenüber. Ganz egal ob in einem neuen Umfeld, ob in der eigenen Firma oder als Chef der ehemaligen Kollegen: Führungsqualitäten wollen erlernt werden. In zahlreichen Seminaren, Schulungen, Fernstudien und berufsbegleitenden Ausbildungen haben Führungskräfte von heute die Möglichkeit, ihre neuen Aufgaben zu erlernen oder als bestehende Chefs diese zu verfeinern.

Ausbildungen für Führungskräfte im Überblick

BFI, WIFI, KMU Akademie und Berlitz heißen die bekannten Größen beim Thema Führungskräfte Ausbildungen. Das Angebot Spektrum der Anbieter ist umfangreich und intensiv, allein die Ausbildungsvarianten variieren.

So erhalten Sie etwa bei der KMU Akademie & Management AG die Möglichkeit, berufsbegleitend einen Abschluss zu erhalten (Bachelor, Master oder sogar Doktor), da diese in Kooperation mit der Middlesex University in London kooperiert. Oder Sie besuchen eigene Seminareinheiten bei den großen österreichischen Bildungspartnern BFI oder WIFI.

MBA General Management ermöglicht Ihnen beispielsweise eine fundierte theoretische und praktische Ausbildung in Betriebswirtschaft und Management. Der Studiengang ermöglicht den Studierenden eine globale Sicht auf Organisationen und deren Umfeld und rüstet die Teilnehmer darüber hinaus mit jenen Fähigkeiten aus, die Führungskräfte in der Wirtschaftswelt benötigen.

Chef: Führung will gelernt sein

Chef: Führung will gelernt sein

Das Team ändert sich und plötzlich sind Sie der Chef

Raumgreifende Änderungen in gewohnten Hierarchien werden von Seiten der Mitarbeiter immer mit Misstrauen betrachtet. Daher ist es wichtig, schnell seinen persönlichen Führungsstil zu festigen, um gewohnte Muster einkehren lassen zu können.

Eigenen Führungsstil finden

Einen Führungsstil zu finden, ist jedoch alles andere als eine leichte Angelegenheit. Generell versteht man unter einem Führungsstil ein „langfristiges, vergleichsweise stabiles und von der jeweiligen Situation unabhängiges Verhaltensmuster einer Führungspersönlichkeit. Dieses Verhaltensmuster bringt die Grundeinstellung gegenüber den Mitarbeitern zum Ausdruck.
Führungsstile können einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg einer Firma, eines Geschäfts oder einer Organisation haben. Zufriedene, motivierte und engagierte Mitarbeiter sind das Ziel eines guten Führungsstils und das wirkt sich natürlich direkt auf die Kundenzufriedenheit aus.

Generell unterscheidet man unter mehreren Stilen bei der Führung seiner Mitarbeiter. Am prominentesten sind sicher:

  • die autoritäre Führung
  • die demokratische Führung
  • die Laissez-faire-Führung

Der demokratische Führungsstil ist momentan der am weitesten verbreitete und beliebtester Führungsstil in Unternehmen.

Der autoritäre/hierarchische Führungsstil

Beim autoritären Führungsstil gibt der Vorgesetzte die Anweisungen, Aufgaben und Anordnungen an seine Mitarbeiter weiter, ohne diese in die Entscheidung miteinzubeziehen. Kritik wird nicht geduldet und bei Fehlern wird bestraft, statt zu verbessern oder Hilfestellung zu leisten. In Firmen und Unternehmen ist dieser Führungsstil an und für sich (offiziell) nicht mehr gang und gäbe, sehr wohl aber in hierarchisch strukturierten Gruppierungen wie Armeen.

Der demokratische/kooperative Führungsstil

Bei diesem sehr beliebten und sehr verbreiteten Führungsstil bezieht der Vorgesetzte seine Mitarbeiter in das Betriebsgeschehen und die zu treffenden Entscheidungen mit ein. Diskussionen und sachliche Unterstützung sind nicht nur erlaubt, sondern auch sehr gefragt.

Bei Fehlern wird Hilfestellung geleistet. Dieser Führungsstil zeichnet sich durch eine sehr hohe Motivation unter den Mitarbeitern aus. Entfaltung der Kreativität, Förderung der Leistungsfähigkeit und höhere Selbstständigkeit führen zu einer Entlastung des Vorgesetzten und der Reduzierung von Fehlentscheidung für das Unternehmen. Noch dazu identifizieren sich die die Mitarbeiter viel stärker mit dem Unternehmen. Das Arbeitsklima ist in der Regel angenehmer und offener.

Der Laissez-faire-Führungsstil

Der Laissez-faire-Führungsstil ist gekennzeichnet durch die zahlreichen Freiheiten, die den Mitarbeitern erlaubt sind. Diese bestimmen ihre Arbeit, ihre Aufgaben und die Organisation derselben selbst. Informationen fließen flexibler und der Vorgesetzte greift nicht in das Geschehen ein. Freiheit und Kreativität sind hier an vorderster Stelle, die eigenständige Arbeitsweise der Mitarbeiter, die ihre Entscheidungen eigenständig treffen und ihrer Individualität freien Lauf lassen können, macht sich besonders in so genannten „Kreativ“-Abteilungen bezahlt.

Um seinen eigenen favorisierten Führungsstil zu finden, gilt es, sich in erster Linie über seine eigenen Schwächen und Stärken bewusst zu werden. Generell gilt jedoch auch, dass der Posten sehr stark mit beeinflusst, für welchen Führungsstil man sich entscheidet. Auch gut durchdachte und klar strukturierte Mischformen der oben genannten Stile können natürlich von Erfolg gekrönt sein.
Kernkompetenzen wie Kommunikationskompetenz, Team Building Kompetenzen und Motivationskompetenz sollten Sie sich als zukünftiger Chef ebenfalls aneignen. Da Sie in dieser sehr ungewohnten und neuen Position immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden, ist es unerlässlich, auch nach einer Basis-Ausbildung immer wieder auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich fort- und weiterzubilden.

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