Wie bekommt man eine günstige Baufinanzierung?

Viele Menschen träumen von den eigenen vier Wänden, ihr Ziel ist es, sich einmal ein eigens Haus bauen zu können. Um diese Idee verwirklichen zu können, muss früh geplant werden. Das Wohnen im Eigenheim ist für die meisten die kostspieligste Investition ihres Lebens.

Aber es lohnt sich auch: Immerhin gibt es ein sicheres Gefühl zu wissen, dass man das schicke Haus, in dem man wohnt, sein Eigen nennen kann. Die Finanzierung eines Bauvorhabens will geplant sein. Je früher und ausführlicher man sich vorab damit beschäftigt, umso besser kann auch kalkuliert werden. Der Bau oder Kauf eines Hauses wird im Normalfall, wenn überhaupt nur einmal im Leben getätigt und sollte entsprechend gut überlegt werden. Damit das Traumhaus nicht zum Albtraum wird!

Inhalt:

Erste Schritte auf dem Weg zum Eigenheim

Toll: Ein Eigenheim

Bevor Sie überhaupt mit der Planung Ihres Traumhauses beginnen, müssen Sie sich, am besten gleich gemeinsam mit Ihrem Bankberater, einen Überblick über Ihre aktuelle finanzielle Situation machen und kalkulieren, wie diese auch in Zukunft aussehen wird.

Nur wenn Sie mit gutem Gewissen sagen können, dass Sie sich ein Eigenheim leisten können, ohne dabei ein zu hohes Risiko einzugehen, sollten Sie den Schritt wagen. Um herauszufinden, ob sich ein Bauprojekt finanzieren lässt, heißt es zunächst einmal „Bücherwälzen“.

Stellen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben der letzten Jahre gegenüber, um herauszufinden, wie viel Geld pro Monat Sie für das Bauvorhaben abzwacken könnten, ohne dadurch in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

Bei diesem Prozess ist es sehr wichtig, dass Sie zu sich selbst absolut ehrlich sind und auf Spekulationen, wie z.B. die Aussicht auf ein Erbe oder eine Gehaltserhöhung, verzichten. Es geht schließlich meist nicht nur um Ihre eigene Zukunft, sondern auch um die Ihrer Familie, da ist es besser, auf Sicherheit zu setzen.

Wie viel Kapital brauche ich?

Empfehlung: Kapitalbedarf vorher ermitteln

Empfehlung: Kapitalbedarf vorher ermitteln

Haben Sie sich einen Überblick über Ihre finanziellen Möglichkeiten verschafft, kann mit der Planung begonnen werden.

Sobald Sie gemeinsam mit dem Architekten eine genaue Vorstellung vom zukünftigen Eigenheim bekommen haben, können Sie sich von der Baufirma und allen weiteren am Bau beteiligten Firmen einen Kostenvoranschlag erstellen lassen, wobei Sie nach oben hin noch einen Puffer berücksichtigen sollten.

Dann wird es ernst: Die Finanzierung und damit Realisierung Ihres Traumhauses beginnt! Details zu den Kosten beim Hausbau finden Sie unter http://www.hausbaumagazin.at/die-kosten-fuer-den-hausbau-von-grundstueck-bis-zum-zaun/ im Überblick.

Wie finanziere ich meinen Bau?

Kaum jemand verfügt über genügend Euro, um einen Hausbau aus der Portokasse zu finanzieren.

Um herauszufinden, welche die günstigste Art der Baufinanzierung ist, muss man sich zunächst einmal einen Überblick darüber verschaffen, welche Möglichkeiten grundsätzlich zur Verfügung stehen, um den Traum vom eigenen Wohnen wahr werden zu lassen.

In Österreich sind diese:

  • Bausparen,
  • Annuitätendarlehen,
  • Cap-Darlehen und
  • Forward-Darlehen.

Bausparen als sichere Grundlage

Aufgrund der hohen Sicherheit und der verhältnismäßig günstigen Konditionen mit Zinsen und einer Bausparprämie gehört das Bausparen auch im Jahr 2014 in Österreich wieder zu einer der beliebtesten Arten zu sparen. Vielfach ist es üblich, für die eigenen Kinder zur Vorsorge einen Bausparer anzulegen. Diese „Starthilfe“ wird dann zu einem bestimmten Termin ausgezahlt. Auch für einen selbst ist Bausparen eine sinnvolle Art der Geldanlage.

Bausparen als solide Basis für Wohnträume

Bausparen als solide Basis für Wohnträume

Bausparverträge sind im Normalfall an eine Dauer von 6 Jahren gebunden. Der Sparer kann dabei zwischen verschiedenen Produkten wählen. Er kann entscheiden, ob er monatlich, vierteljährlich, jährlich oder einmalig einzahlen will und ob die Zinssätze flexibel, fix oder eine Mischform sein sollen. In Österreich gibt es vier staatliche Bausparkassen, die sich einzig dem Sparen und der Vergabe von Bauspardarlehen widmen.

Diese sind:

  • die Bausparkasse der österreichischen Sparkassen (s Bausparkasse),
  • die Allgemeine Bausparkasse (ABV),
  • die Raiffeisen Bausparkasse und
  • die Wüstenrot Bausparkasse.

Der Vertrag zum Bausparen sollte aufgrund der Bindung von mindestens 6 Jahren lange vor der eigentlichen Finanzierung des Bauvorhabens abgeschlossen werden. Um herauszufinden, welches Modell für Sie am besten geeignet ist, sollten Sie die Angebote miteinander vergleichen und dazu den Service der auf den Homepages der jeweiligen Sparkassen angebotenen Rechner nutzen und nach einer ersten Auswahl Kontakt zu Beratern der in Frage kommenden Bausparkassen aufnehmen.

In einem persönlichen Gespräch können diese besser auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen und ein individuelles Paket schnüren.
Bausparen ist eine solide Grundlage für zukünftige Investitionen im Bereich Immobilien und Bauen. Außerdem hat man durch das Bausparen die Möglichkeit, bei der Bausparkasse in weiterer Folge ein Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen.

Das Annuitätendarlehen – Bauspardarlehen zu empfehlen

Das Annuitätendarlehen ist auch bekannt als Bauspardarlehen. Es ist in Österreich die beliebteste Form, um sich den Traum vom Eigenheim zu finanzieren. Um ein Bauspardarlehen beantragen zu können, muss zuvor ein Bausparvertrag mit einer üblicherweise 6 Jahre dauernden Laufzeit abgeschlossen werden.

Wer sich unsicher ist, ob Bausparen oder Annuitätendarlehen sinnvoll ist, kann sich auch in Diskussionen in spezialisierten Foren wie unter http://www.photovoltaikforum.com/finanzen-steuern-f9/bausparvertrag-bausparen-oder-doch-annuitaetendarl-t69993.html eine Meinung bilden.
Bei einem Bauspardarlehen handelt es sich um einen Kredit, der für den Kauf einer Wohnung oder Immobilie sowie für die Modernisierung und Renovierung von Wohnflächen und den Kauf eines Baugrundstückes genutzt werden kann.

Der große Vorteil dieser Finanzierungsform ist, dass sie sehr gut planbar ist. Die Zins- und Tilgungssätze sind bei Vertragsbeginn festgelegt und gelten für die gesamte Dauer von mindestens 10 bis 15 Jahren. Der Kreditnehmer weiß somit ganz genau, wie hoch die zusätzlichen monatlichen finanziellen Belastungen für ihn ausfallen werden.
Diese festgelegten Sätze können zugleich auch ein Nachteil sein. Eine flexible Tilgung, ein Aussetzen der Tilgung sowie eine vorzeitige Rückzahlung sind nicht möglich, bzw. wenn, dann nur mit Gebühren und Entschädigungen verbunden.

Das Forward-Darlehen

Wie der Name schon verrät, ist ein Forward-Darlehen auf die Zukunft ausgerichtet, es handelt sich um eine Anschlussfinanzierung, wenn der ursprüngliche Kredit nach Ende der Laufzeit noch nicht vollständig getilgt werden konnte. Das Darlehen wird im Voraus abgeschlossen, also einige Zeit vor Beginn der Auszahlung und Tilgung. Der Grund dafür ist, dass von aktuell besseren Zinsen profitiert wird. Sie werden dem Darlehensnehmer zugesichert, auch wenn sie in Zukunft am Markt steigen sollten.

Das Cap-Darlehen

Bei Cap-Darlehen handelt es sich um eine Art Annuitätendarlehen, bei dem die Zinssätze flexibel sind. Es gibt zwar eine Obergrenze, d.h. ein „Cap“, ansonsten ist das Darlehen in Hinblick auf die Verzinsung aber langfristig schwer planbar.

Welche Finanzierungsform ist die günstigste für mich?

Pauschal ist es nicht möglich, eine bestimmte Baufinanzierung als am besten zu bestimmten. Bausparen ist allerdings in jedem Fall eine sinnvolle und wichtige Grundlage, die weitere Schritte erleichtern kann.
Grundsätzlich ist zu raten, nicht das auf den ersten Blick beste Angebot in Anspruch zu nehmen, sondern die attraktivsten Produkte genau zu prüfen und auch die Anbieter miteinander zu vergleichen. Unter http://www.baufinanzierungsrechner.net/baufinanzierungen/ kann man mit dem Rechner mehrere Varianten der Baufinanzierung/Kosten miteinander vergleichen.

Eine große Hilfe dabei sind die auf den jeweiligen Internetseiten der Kreditinstitute angebotenen Rechner, mit Hilfe derer Sie die durch den Kredit bedingte, zu erwartende finanzielle Belastungen für die gesamte Dauer der Laufzeit ausrechnen lassen können. Nutzen Sie diesen Service, um konkrete Zahlen zu gewinnen und die attraktivsten Anbieter bzw. Kredite auszuwählen.

Ihr Bankberater hilft Ihnen gerne

Da es sich übelicherweise um eine erhebliche Geldsumme handelt und eine oder gleich mehrere Existenzen davon betroffen sind, sollte bei der Baufinanzierung kein zu hohes Risiko eingegangen werden. Vor Kreditabschlüssen über das Internet ist aus diesem Grund abzuraten.

Wichtig: Beratung nutzen

Wichtig: Beratung nutzen

Stattdessen sollten Sie Kontakt zu den Banken bzw. Kassen aufnehmen, die Ihnen bei der ersten Recherche am sympathischsten erschienen sind und einen persönlichen Termin vereinbaren. Der Berater sollte Ihnen eine Stütze sein und gemeinsam mit Ihnen das für Sie am einfachsten und günstigsten zu finanzierende Finanzierungspaket schnüren.

Erfahrungen, die sich günstig auf die Baufinanzierung auswirken

Gerade bei einem so heiklen und großen Unternehmen wie der Baufinanzierung ist es sinnvoll, sich zusätzlich zum Bankberater von Personen beraten zu lassen, die bereits selbst Erfahrungen mit der Finanzierung eines Eigenheims gemacht haben. Fehler, die anderen unterlaufen sind, müssen Sie schließlich nicht unbedingt wiederholen!

Profitieren Sie von den Ratschlägen Ihrer Freunde und Vertrauten, bleiben Sie dabei aber auch kritisch und stellen Sie im Zweifelsfall Rückfragen beim Profi, d.h. Ihrem Kreditberater. Eines steht fest: Je besser und umfangreicher Sie vorab vergleichen, kalkulieren, sich informieren und beraten lassen, umso günstiger kann die Baufinanzierung für Sie ausfallen. Investieren Sie somit lieber mehr Zeit und dafür weniger Euro!

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