Zahnzusatzversicherung in Österreich – Ratgeber und Anbieter

Immer wieder wird der Patient das Gefühl nicht los, dass er ohne einer privaten Zahn- oder auch Krankenversicherung, ein Patient der sogenannten „zweiten“ Klasse ist.

Doch ist der Patient ohne einer Zusatzversicherung für die Zähne wirklich schlechter gestellt – oder ist die Marketingstrategie der Versicherungsgesellschaft so ausgelegt, dass der Patient nur das Gefühl hat? Fakt ist – eine Rechnung nach einem Zahnarztbesuch kann oftmals eine negative Überraschung mit sich bringen.

Die Pflichtversicherung reduziert ihr Leistungsspektrum

Viele zahnärztliche Leistungen sind von der Krankenkasse nicht gedeckt. Das bedeutet, der Patient muss diverse Leistungen aus der eigenen Tasche bezahlen. Das sorgt für einen finanziellen Mehraufwand. Viele Pflichtversicherungen schränken ihre Leistung ein – der Patient bleibt auf den Kosten sitzen.

Wichtig: Umfassende Betreuung

Viele Zahnärzte verlangen horrende Summen – eine weiße Füllung kostet bereits zwischen 40 Euro und 80 Euro. Der Besuch beim Zahnarzt ist daher nicht nur eine nervenaufreibende, sondern auch finanziell belastende Angelegenheit.

Aus diesem Grund überlegen viele Patienten, ob sich eine Zahnzusatzversicherung nicht rentiert. Bei einer zusätzlichen Versicherung kommt diese für die – von der Pflichtversicherung nicht gedeckten – Dienstleistungen des Zahnarztes auf.

Der Patient „zweiter Klasse“ – Wo hilft die Zahnzusatzversicherung?

Die Zahnzusatzversicherung entlastet sehr wohl die eigene Geldbörse. Wichtig ist, dass der Patient jedoch nicht das erstbeste Angebot unterfertigt, sondern sehr wohl einen Vergleich zwischen den unterschiedlichen Anbietern anstrebt.

Nur wenn der Patient die unterschiedlichen Angebote kennt und weiß, wie viel die Versicherung kostet, kann ein für sich gutes Angebot finden. Denn viele Zahnzusatzversicherungen rentieren sich nicht, da die monatliche Prämie oftmals die tatsächlichen Kosten des Zahnarztes übersteigt.

Quelle und Details: http://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument/MagazinArtikel/Detail&cid=24338

Der Vergleich (und Erfahrungsberichte) zeigt auch, dass die Versicherungen ihre Versprechen (kurze Wartezeit nach dem Einreichen der Rechnung, unkomplizierte Handhabung) nicht immer einhalten. Spätestens wenn die ersten bürokratischen Hürden auf den Patienten zukommen, bereut dieser relativ schnell, dass er bei der Versicherungsgesellschaft eine Zahnzusatzversicherung hat. Für den Patienten zählen bei der Versicherung beinahe die gleichen Voraussetzungen wie beim Zahnarzt: Unkomplizierte Behandlung und kurze Wartezeit.

Der Klassiker – die Mundhygiene

Das System der Zahnzusatzversicherung funktioniert ähnlich wie bei einer gesetzlichen Pflichtversicherung. Der Patient legt die Rechnung bei – bei Überweisungen liegt die Überweisungsbestätigung ebenfalls dabei -, formuliert ein Schreiben und sendet dieses an die Versicherung.

Wichtig: Die Kontodaten des Patienten müssen angeführt sein. Danach beginnt die Wartezeit – oftmals bis zu vier Monate. Nach dieser Zeit erhält der Patient das Geld (oder den Kostenzuschuss) für die Behandlung zurück – oder ein Schreiben, dass die Leistung nicht übernommen wird. Bei der Zusatzversicherung läuft die Handhabung ähnlich. Auch hier übermittelt der Patient die Rechnung und die Bestätigung der Überweisung an die Versicherung.

Mundhygiene: Wichtig

Mundhygiene: Wichtig

Im Regelfall wird jedoch jede Rechnung rückerstattet bzw. erhält der Patient die Differenz die Differenz zwischen dem Kostenzuschuss und dem aus der eigenen Tasche zu zahlenden Betrag.

Ein Beispiel: Die klassische Mundhygiene. Die Pflichtversicherung kommt für diese Leistung nicht auf. Eine Mundhygiene kostet – je nach Zahnarzt – zwischen 50 Euro und 120 Euro.

Bei einer fünfköpfigen Familie liegt der Preis bei rund 600 Euro – die Pflichtversicherung zahlt für diese Behandlung keinen Cent. Wer sich die 600 Euro nicht leisten kann, lebt damit, dass er ein Patient „zweiter Klasse“ ist – er erhält die Mundhygiene nicht.

Tipps und Diskussion zur Zahnzusatzversicherung in Österreich: http://www.parents.at/forum/showthread.php?t=670244#.UzFCzYVQzK0

Nicht bei den Leistungen sparen – Anbieter für Zahnzusatzversicherung

Die Zahnzusatzversicherung kommt für die Kosten auf. Trifft der Patient die Entscheidung, dass er eine Zahnzusatzversicherung abschließt, ist nur die Frage, welche? Es gibt dutzende Angebote und Möglichkeiten – fast jede Versicherung bietet eine Zahnzusatzversicherung für seine Kunden an.

Wichtig ist, dass bei einem Vergleich der unterschiedlichen Anbieter auch das Kleingedruckte im Vertrag gelesen wird. Auch wenn der Versicherungsberater seit Jahren ein guter Freund ist, ist es ratsam, dass jeder Vertrag – auch der Vertrag der Zahnzusatzversicherung – selbständig gelesen wird. Treten Fragen auf, sollte der Patient keine falsche Scheu zeigen. Es gibt keine dummen Fragen – nur schlecht formulierte Anträge und Verträge.

Eine Hilfestellung ist der Preis. Der Patient kann sich selbst überlegen, wie viel er für eine etwaige Zahnzusatzversicherung bezahlen möchte. Beim Vergleich der Versicherung ist es wichtig, dass jedoch nicht die billigste Variante genommen wird. Viele Versicherungsgesellschaften bieten zwar günstige Prämien und Verträge an, reduzieren gleichzeitig aber den Leistungsumfang. Somit spart der Patient (oder Kunde) nicht bei der Versicherung, sondern bei den Leistungen der Versicherungen.

Deine Meinung ist uns wichtig

*