Air-Berlin-Insolvenz: Tipps zur Forderungsanmeldung

Das Insolvenzverfahren für Air Berlin wurde am 1. November 2017 am Amtsgericht Charlottenburg eröffnet. Geschädigte können ihre Ansprüche bis 1. Februar 2018 kostenlos geltend machen.

Betroffene Konsumentinnen und Konsumenten müssen folgende Unterlagen und Angaben einreichen: Höhe des Flugpreises, Begründung der Forderung (Annullierung, Verspätung, verweigertes Boarding, Gepäcksprobleme), Höhe der Forderung und Kontodaten, Angaben zum Flug (Buchungsnummer, Flugdatum und -zeit, Flugnummer) und, falls vorhanden, die Air-BerlinBeschwerdenummer.

Die vollständigen Angaben müssen schriftlich an den Insolvenzverwalter geschickt werden: Air Berlin Gruppe / Lucas Flöther Postfach 10 30 10 18005 Rostock, Deutschland

Die Chancen für einzelne Betroffene, eine Auszahlung zu erhalten, sind eher gering. Im besten Fall bekommen sie einen gewissen geringen Prozentsatz (Quote) ihrer Forderung.

Andere Airlines bieten vergünstigte Neubuchung Lufthansa, Austrian Airlines, SWISS und Eurowings bieten Air-Berlin-Kundinnen und Kunden, die den Hinflug bereits konsumiert haben und deren Rückflug gestrichen wurde, neue Tickets zu vergünstigten Konditionen an.

„Betroffene müssen vor dem Insolvenzantrag am 15. August 2017 bei Air Berlin gebucht haben und der annullierte Rückflug muss zwischen dem 28. Oktober und dem 15. November 2017 liegen“, erklärt AK-Konsumentenschützerin Bettina Schrittwieser die Voraussetzungen.

Zudem muss der neue Rückflug direkt über die Website der Airline gebucht und von dieser ausgeführt werden. (Dieses Angebot gilt nicht für Flüge innerhalb Deutschlands.) Den Passagieren wird nach der Buchung bei Vorlage beider Tickets die Hälfte des Brutto-Preises des neuen Tickets erstattet. Die Rückerstattung muss nach dem Rückflug bis zum 15. Dezember 2017 beantragt werden.

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