AK: Rasch Klarheit bei Sommerbetreuung für Kinder und Jugendliche schaffen

Für mindestens 180.000 Sechs- bis 14-Jährige zusätzlich brauchen Familien leistbare Sommerangebote – sie dürfen nicht an unklaren Corona-Regeln scheitern

„Die Familien mit zusätzlichem, leistbaren Bedarf nach Sommer-Angeboten für ihre Kinder dürfen jetzt nicht im Regen stehen gelassen werden“, sagt Melitta Aschauer, Leiterin des AK Wien-Bereichs Bildung.

Erst vorige Woche hat eine Ifes-Umfrage für die Arbeiterkammer gezeigt: Viele Familien mit Schulkindern haben Schwierigkeiten mit der Sommerbetreuung. Vier von zehn befragten Eltern von Volksschulkindern rechnen mit mehr Bedarf, über alle Schultypen sind es noch drei von zehn.

Hochgerechnet sehen die Eltern für mindestens 180.000 Kinder in der Volksschule und der Mittelstufe zusätzlichen Betreuungsbedarf im Sommer.

Aschauer: „Eltern müssen jetzt den Corona-Sommer planen. Die Bundesregierung muss rasch Klarheit schaffen, unter welchen Schutz-Regeln Sommer-Camps möglich sind.“

Zusätzlich zu Klarheit über die Schutz-Regeln fordert die Arbeiterkammer den raschen, flächendeckenden Ausbau von beitragsfreien Kinder-Ferienangeboten. Aschauer:

„Nach Wochen der Doppel- und Dreifachbelastungen haben sich Eltern und ihre Kinder einen erholsamen Sommer mit attraktiven Ferienangeboten verdient. Erst recht, weil ihnen heuer Oma und Opa wegen des Ansteckungsrisikos für die Betreuung ausfallen und viele Eltern infolge der Corona-Krise nicht mehr genug Urlaubstage haben.“

„Die Bundesregierung muss ein Hilfspaket für die Eltern schnüren“, so Aschauer weiter. Konkret fordert die Arbeiterkammer:

  • + Rasch Klare Schutz-Regeln, wie Sommerangebote unter Corona-Bedingungen ablaufen dürfen.
  • + Vor allem muss der Bund den Ausbau von attraktiven Kinder-Ferienangeboten von Ländern und Gemeinden schnell und direkt unterstützen – Vorbild für hochwertige Kinder-Ferienangebote sind die Summer City Camps und die Summer Schools in Wien. Die Ferienangebote müssen flächendeckend und beitragsfrei zur Verfügung gestellt werden.
  • + SchülerInnen und Studierenden der Sozialberufe soll angeboten werden, in der Ferienbetreuung mitzuarbeiten. Das könnte auch als Pflichtpraktikum gewertet werden.

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