ATX Prognose 2019 – Wirtschafts Prognose & Entwicklung in Österreich

Ratgeber ATX Prognose 2019 – wie entwickelt sich die Wirtschaft in Österreich?

Der Leitindex ATX steht in Österreich zum Start in das Jahr 2019 bei etwa 2.900 Punkten und viele Analysten sowie Anleger fragen sich, ob die Kurse im Jahr 2019 noch weiter steigen werden, oder ob es deutliche Rücksetzer geben wird.

Das Ende des Jahres 2018 war von zum Teil starken Rücksetzern auf dem Markt geprägt und zwar nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland sowie in anderen Ländern in Europa.

Die Analysten und Anleger fragen sich, ob dieser Abwärtstrend weiter anhalten wird, oder ob es im Jahr 2019 zu einer Erholung kommen wird.

Eine ATX Prognose für 2019 zu stellen ist recht schwierig. Dazu müssen Daten aus der Wirtschaft ausgewertet werden, aber auch die allgemeine Marktstimmung sowie die Zinsen spielen hier eine entscheidende Rolle.

Bereits mehrfach wurde in den Medien darüber berichtet, dass die Märkte sich 2019 etwas beruhigen könnten, bzw. dass das Wachstum nicht mehr ganz so stark ist, wie es noch in den vergangenen Jahren der Fall gewesen ist.

In Deutschland hat sich bei den Zahlen einiger Unternehmen und bei den Prognosen für das Jahr 2019 schon gezeigt, dass zum Teil mit hohen Kursrückgängen zu rechnen ist. Grundsätzlich zeigt sich die Börse derzeit deutlich volatiler, als es noch vor ein paar Monaten der Fall gewesen ist.

Börse zeigt sich zum Start in das Jahr 2019 volatil

Volatile Aktienkurse sorgen in Österreich zum einen für attraktive Einstiegschancen, zum anderen aber auch für ein erhöhtes Risiko.

Das bedeutet konkret, dass es möglich ist, dass man eine Aktie kauft, die in den kommenden Wochen schnell zulegt, oder aber auch ein Papier, dass sich negativ entwickeln wird. Die derzeitige Situation an der Börse in Österreich sowie auf den Märkten in Europa ist definitiv nichts für schwache Nerven.

Wie kann sich der ATX im Jahr 2019 entwickeln? – Prognose

Nach der starken Abwärtsbewegung gegen Ende 2018 gehen viele Analysten und Anleger davon aus, dass sich die Kurse zum Start in das Jahr 2019 wieder erholen werden. Positiv anzumerken ist, dass die Dividendenmonate bevorstehen, denn in Österreich und auch in vielen anderen EU Ländern werden die Dividenden in den Monaten April bis Juni ausgeschüttet.

Aufgrund der zum Teil hohen Kursrücksetzer ist es möglich, dass hier mit Zukäufen zu rechnen ist, da die Aktionäre darauf hoffen, dass sie entsprechend attraktive Dividendenrenditen erzielen können.

Positive Entwicklungsfaktoren für den ATX:

  • Dividendenmonate stehen im Frühjahr bevor
  • Niedrige Kurse sorgen für attraktive Dividendenrenditen
  • EZB Zinspolitik (Leitzins 0%) sprechen derzeit für eine positive Entwicklung der Märkte

In der Praxis sind die Dividenden aber nicht der einzige Kurstreiber. Die Finanzpolitik der EZB ist weiterhin so aufgestellt, dass zumindest über den Sommer 2019 der Leitzins nach wie vor bei 0% gehalten wird.

Das bedeutet, dass Banken aber auch Kreditnehmer in Form von Endkunden und Firmenkunden zu besonders günstigen Konditionen Kredite aufnehmen können. Somit ist es möglich, dass in jedem Fall die Wirtschaft angekurbelt werden kann.

Der ATX könnte in den ersten Monaten des Jahres 2019 die Marke von 3.000 Punkten spielend erreichen. Hierbei muss jedoch auch die Stimmung insgesamt auf dem Markt positiv sein. Es ist jedoch zu erwähnen, dass die Risiken in den vergangenen Monaten gewachsen sind und es durchaus zu deutlichen Rücksetzern und Dämpfern auf dem Markt kommen kann.

Negative Entwicklungsfaktoren für den ATX

  • EZB Anleihenpolitik wird sich Ende 2019 ändern (es werden keine Anleihen mehr gekauft)
  • Unternehmen könnten Gewinnwarnungen oder schlechtere Ausblicke bekanntgeben
  • Politische Risiken wie z.B. Handelsstreit oder Zölle stehen zur Debatte
  • Brexit
  • Wirtschaftliche Entwicklung in Italien
  • Konjunktur entwickelt sich rückläufig im Vergleich zu den vorherigen Jahren

Die Anleihenpolitik der EZB wird sich zum Ende des Jahres 2019 ändern. Das bedeutet, dass bestimmte Anleihen, die in den vergangenen Jahren gekauft wurden, dann nicht mehr gekauft werden.

Darüber hinaus ist anzumerken, dass es möglich ist, dass die Unternehmen für das Jahr 2019 ihre Prognosen nach unten korrigieren.

Sollte dies bei einem oder mehreren großen Unternehmen im ATX der Fall sein, könnte dies automatisch dazu führen, dass Wertpapiere verkauft werden und entsprechend weniger in Aktien investiert wird. Der ATX würde in diesem Fall deutlich an Wert verlieren können.

Grundsätzlich ist die Zahl der politischen Risiken gerade nicht sehr gering. Das bedeutet, dass der noch immer ungeklärte Brexit zur Debatte steht und zahlreiche Probleme auf dem Tisch hat. Darüber hinaus ist die Wirtschaft in Italien nicht sehr stabil und es könnte sein, dass sich dies dazu weiterentwickelt, dass es in Europa neue Probleme finanzieller Natur oder aber auch ernsthafte Krisen gibt.

Auch Handelsstreitereien sowie Zölle, wie sie zwischen den USA und China derzeit entstehen, sind für die gesamte Wirtschaft auf der Welt nicht gerade förderlich. Das bedeutet, dass der ATX auch durch diese Entwicklungen negativ beeinflusst werden kann.

Welche Aktien könnten 2019 in Österreich im ATX interessant sein? – Aktien Empfehlungen in Österreich

Wer sich die Wertpapiere im ATX anschaut wird schnell feststellen, dass es einige Kandidaten gibt, die in den vergangenen Monaten deutlich abgestraft worden sind. Fakt ist, dass es nicht nur die Chance auf eine hohe Dividendenrendite gibt, sondern auch die Chance, dass einige Werte in den kommenden Monaten wieder stark an Wert zulegen werden.

Nicht nur im ATX, sondern auch im DAX sowie an der Börse in London gibt es einige Wertpapiere, die nur darauf warten, wieder entdeckt zu werden und entsprechend in den Depots zu landen.

Wer sich die Papiere im ATX hinsichtlich der Dividendenpolitik und der möglichen Renditen anschaut, der wird feststellen, dass es einige Unternehmen gibt, bei denen Renditen von 3 bis 6% allein durch die Dividende möglich sind. Je niedriger der Kaufpreis ist, desto höher sind die potentiellen Chancen auf eine hohe Dividende.

  • 1. Österreichische Post: über 6% Dividendenrendite möglich
    Die Aktie der Österreichischen Post kann derzeit zu einem Preis von etwa 33 Euro gekauft werden. Die Dividende betrug im vergangenen Jahr 2,05 Euro und es ist möglich, dass sie zumindest auf dem gleichen Niveau belassen wird. Das bedeutet, dass de facto allein durch die Dividende eine Rendite in Höhe von über 6% möglich ist. Damit gehört die Aktie der Post in Österreich zu den Top Dividendentiteln auf dem Markt.
  • 2. UNIQA Insurance Group: über 6% Dividendenrendite denkbar
    Die UNIQA Insurance Group zählt in Österreich zu den besonders bekannten Versicherungen, die in jedem Fall für eine attraktive Dividendenpolitik steht. Der Kurs der Aktie notiert derzeit bei zirka 8,50 Euro und die Dividende betrug im vergangenen Jahr 0,51 Euro je Aktie. Wenn die Dividende auf dem gleichen Niveau belassen wird und der Kurs der Aktie bei 8,50 Euro notiert, ist es durchaus möglich, dass mit einer Dividendenrendite von mehr als 6% gerechnet werden kann.
  • 3. Lenzing: 5 bis 6% Dividendenrendite können erreicht werden
    Die Dividende der Lenzing AG aus Österreich kann sich ebenfalls sehen lassen. Im vergangenen Jahr wurde eine Dividende in Höhe von 5 Euro je Aktie gezahlt. Aktuell notiert der Kurs je Aktie bei 84 Euro. Sollte die Dividende auf dem gleichen Niveau gezahlt werden würde dies heißen, dass die Dividendenrendite ebenfalls bei rund 6% liegt und der Titel wäre damit für Dividendenjäger durchaus interessant.

Worauf muss ich bei der Jagd nach Dividendentiteln in Österreich achten?

Wer ich darauf spezialisieren möchte, Aktien mit einer hohen Dividendenrendite in Österreich zu kaufen und im Depot zu halten, der sollte wissen, dass es hier vieles zu beachten gibt. Grundsätzlich ist die Dividende eine freiwillige Leistung des Unternehmens.

Das bedeutet, dass sie gekürzt werden kann, erhöht werden kann, oder aber auch komplett gestrichen werden kann.

  • Dividenden sind freiwillige Unternehmensleistungen (sie können angepasst oder sogar gestrichen werden!)
  • Dividenden sollten aus den Gewinnen und nicht aus der Substanz gezahlt werden
  • Dividenden müssen versteuert werden

Darüber hinaus sollte auf die Payout Ration geachtet werden. Das bedeutet, dass genau angegeben wird, wie viel Prozent des Gewinnes in Form einer Dividende ausgezahlt wird. Sollte dieser Wert bei z.B. 90% liegen bedeutet dies, dass das Unternehmen von seinem Gewinn rund 90% an die Aktionäre in Form von Dividenden weitergibt.

Ob dies für ein Unternehmen die richtige Strategie ist und ob man in solch ein Unternehmen investieren möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ebenso ist anzumerken, dass es Unternehmen gibt, die als Dividendenaristokraten gelten.

Diese Firmen haben schon über viele Jahre die Dividende nicht mehr gesenkt, sondern in den meisten Fällen sogar erhöht und im Idealfall zahlen sie die Dividende aus ihrem Free Cashflow, bzw. aus ihrem Gewinn und nicht z.B. aus der Substanz, wie es leider auch bei einigen Firmen der Fall ist. Dividende sollten im besten Fall immer aus den Gewinnen gezahlt werden und nie aus irgendwelchen Reserven.

Es gibt einige Firmen, die vorübergehend aus den Firmenreserven die Dividende bezahlen. Das liegt daran, dass die Firmen ihre Dividendenpolitik aufrechterhalten wollen und es viele Firmen gibt, die attraktive Dividenden zahlen und allein deshalb für die Trader interessant sind.

Was benötige ich für den Handel mit Aktien?

Wer in Österreich in den Handel mit Aktien einsteigen möchte, benötigt dazu ein Depot. Das Depot oder aber auch Wertpapierhandelskonto kann bei zahlreichen Brokern online geführt werden.

Zu berücksichtigen ist, dass die Wahl des Brokers auch hinsichtlich der Kosten getroffen werden sollte. Damit sind nicht nur die Kosten für die Depotführung gemeint, sondern konkret vor allem die Handelskosten. Je niedriger die Gebühren für das Trading sind, desto attraktiver sind die Depots.

  • Für den Kauf & Verkauf von Wertpapieren wird ein Depot mit Verrechnungskonto benötigt
  • Je niedriger die Handelsplatzkosten und die Kontoführungsgebühren sind, desto attraktiver das Depot

Zahlreiche Depots können komplett online verwaltet werden. Das bedeutet, dass z.B. via Laptop oder via eigene App der Zugriff auf die Depots geregelt werden kann und Transaktionen (z.B. Kauf oder Verkauf von Wertpapieren) vollzogen werden können.

Welche Risiken entstehen im Handel mit Aktien?

Der Handel mit Aktien unterliegt natürlich Risiken. Konkret ist es möglich, dass Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten können. Der Totalverlust findet zum Beispiel dann statt, wenn ein Unternehmen in die Insolvenz gerät und nicht mehr liquide ist. Dies führt in der Regel zu einem massiven Abverkauf der Aktien, so dass diese keinen Wert mehr haben.

  • Hohes Maß an Diversifikation: verschiedene Aktien, verschiedene Märkte, verschiedene Länder
  • BlueChips werden gerne gehandelt (etablierte Firmen mit hohem Wert)
  • Demokonten bieten Handelsoptionen und Testmöglichkeiten für Einsteiger an der Börse (es wird nicht mit echtem Geld gehandelt!)

Wer das Risiko an der Börse minimieren möchte, bzw. allgemein senken will, der sollte sich dazu entscheiden, in verschiedene Aktien zu investieren.

Im Idealfall wird auch in verschiedene Branchen und erst recht in verschiedenen Ländern investiert. Je mehr Diversifikation vorhanden ist, desto interessanter die Renditechancen und desto unabhängiger ist das Depot, bzw. ist die Entwicklung der Aktien voneinander.

Der Handel mit so genannten Blue Chips ist ebenfalls interessant und aus Sicht vieler Aktionäre sicherer, als wenn sie sich mit kleinen Unternehmen befassen. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass auch große Konzerne, die eine gewisse Macht auf dem Markt haben und die sich in den vergangenen Jahren oder zum Teil sogar Jahrzehnten gut entwickelt haben, deutlich im Wert absinken können.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Aktie des General Electric Konzerns, der in den vergangenen Jahren massiv an Wert verloren hat. Die Aktie notiert derzeit bei weniger als 10 Euro je Stück und ist damit kaum noch das Wert, was der Konzern vor einigen Jahren wert gewesen ist.

Solch ein Beispiel sind Beweis dafür, dass auch BlueChips, bzw. große Konzerne deutlich ins Wanken geraten können, oder sogar komplett in die Insolvenz geraten können. Ein großes Risiko ist beim Handel mit Wertpapieren immer dabei und genau das sollte berücksichtigt werden, wenn man sich auf den Markt wagt.

Wirtschaftliche Entwicklung 2019 in Österreich – wirklich schlecht?

Wie sich die Wirtschaft in Österreich 2019 entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Die einzelnen Prognosen sind nicht mehr so positiv, wie es in den vergangenen Jahren der Fall gewesen ist. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Wirtschaft zumindest in einigen Teilen gut wachsen wird. Zahlreiche Unternehmen in Österreich setzen derzeit auf die Digitalisierung.

  • Digitalisierung wird in Firmen aus Österreich vorangetrieben
  • Prozesse werden automatisiert und Kosten gesenkt (z.B. Paketverteilzentren)
  • Künstliche Intelligenz kann in einigen Branchen eingesetzt werden

Prozesse werde verschlankt und natürlich auch automatisiert. Dies kann dazu führen, dass deutliche Potentiale und auch Synergien freigesetzt werden können.

Wer es schafft, mit seinen Ressourcen verantwortungsvoll und schonend umzugehen, der kann auf lange Sicht davon profitieren.

Grundsätzlich zu es möglich, dass in einigen Branchen in Österreich auch 2019 deutliche Gewinne geschrieben werden können.

WICHTIG: Dies sind allgemeine Ratgeber/Infos zur ATX Prognose 2019 in Österreich – Vor einem Investment sollten Sie sich umfassend informieren, wir übernehmen keine Garantie auf Anlageerfolge/Verluste. Das Risiko für einen Totalverlust ihres Kapitals durch eine Insolvenz ist auch bei Aktien gegeben.

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