Börse News: ATX und DAX schließen etwas leichter

Die derzeit unsichere Situation der europäischen Aktienmärkte war auch am Mittwoch, dem 4.April 2018 an Börsen wie dem ATX oder dem DAX festzustellen.

Der DAX schloss bei 11.957 Punkten und einem Tagesminus von 0,37% mit fast dem identischen Ergebnis wie der ATX in Österreich, der 0,36% verlor und bei Börsenschluss bei 3.390 Punkten notierte. Wie schon am Tag davor konnten beide Indizes aber im Laufe des Tages einen Großteil der anfänglichen Verluste aufholen, der DAX hatte mittags beispielsweise unter 11.800 Punkten gelegen; beim Late DAX sind sogar leichte Gewinne zu verzeichnen. Worauf ist die aktuell wechselhafte Stimmung der Anleger zurückzuführen?

Wichtig: Kursentwicklungen beachten

Handelsstreit trübt die Märkte

Anleger investieren am liebsten bei einer politisch sicheren Lage, in der keine Gefahr für die Wirtschaft droht. Aktuell ist durch den Handelskrieg zwischen den USA und China. Beide Länder kündigten am Mittwoch jeweils Strafzölle gegeneinander von 25% an, was pro Jahr Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar beträfe.

Die Angst vor dem amerikanischen Protektionismus betraf in Deutschland zum Beispiel die Autobauer BMW (-1,4%), Daimler (-0,7%)und VW (-0,5%). In Österreich traf mussten wie global auch vor allem Technologiekonzerne abgeben, AT&S rangierte mit -4,2% am Ende des ATX; auch die Lenzing AG verlor 3,4%.

US-Regierung beruhigt die Märkte

Dass die Verluste an allen Börsen, auch an den amerikanischen, eingedämmt wurden, lag wohl vor allem an den versöhnlichen Tönen seitens der US-Regierung. Handelsminister Wilbur Ross deutete bei einem Fernsehinterview am Nachmittag an, dass seine Regierung im Handelsstreit mit China verhandlungsbereit sei, auch Präsident Trump stritt über Twitter ab, dass sich die USA in einem Handelskrieg mit China befänden.

Wie sie es vermutlich erhofft hatten, gelang es den beiden Republikanern dadurch, die Märkte kurzfristig zu beruhigen, einen Wirtschafts-Boom werden sie damit aber wohl kaum eingeleitet haben.

Wechselhafte Aussichten

Experten wie der prominente Anlegerstratege Richard Turnill rechnen mit weiteren starken Kursschwankungen, da das Ende des Handelskonfliktes noch nicht erreicht ist. Auch der politische Konflikt zwischen den USA und Nordkorea sorgt für Angst an den Börsen, bevor das Treffen von Präsident Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim-Jong Un ansteht.

Die Kriegsgefahr besteht weiterhin, die wie die wechselhafte Außenpolitik Trumps zur allgemeinen Verunsicherung beiträgt. Auch die in Kürze beginnende Berichtsaison der Unternehmen könnte für Turbulenzen sorgen, aber von den meisten Firmen werden gute Zahlen erwartet, sodass auch eine Konsolidierung der einzelnen Indizes möglich scheint, schließlich liegt der ATX ca. 300 Punkte entfernt vom 52-Wochen-Hoch, während der DAX gegenüber diesem ungefähr 1.500 Punkte einbüßen musste.

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