Bademeister Ausbildung in Österreich – Kosten, Dauer und Voraussetzungen

Wenn im Sommer wieder die Badesaison startet oder sich die Menschen während des kalten Winters in das Innere eines Hallenbads flüchten, wird man immer und immer wieder, ganz egal in welches Bad und in welche Anlage man sich begibt, auf eine ganze bestimmte Figur treffen.

Bei dieser handelt es sich um den sogenannten Bademeister. Was es alles braucht, um Bademeister zu werden und was die Aufgaben eines Bademeisters sind, erklärt dieser folgende Artikel ganz genau und ausführlich.
Bademeister – Pflicht für jedes Bad

Es ist für alle Freibäder und Hallenbäder und auch für Thermen und andere Anlagen, in welchen Schwimmbecken integriert sind verpflichtend, dass ein Bademeister vor Ort ist. Dass das so ist und so sein muss, hat ganz bestimmte und vor allem wichtige Gründe, welche mit der Sicherheit der Menschen im Schwimmbecken zu tun hat.

Denn, auch wenn Menschen schwimmen können, kann es trotzdem immer wieder passieren, dass diese in eine Situation kommen, welcher diese nicht mehr stand halten können und deshalb zu ertrinken drohen.

Das ist jedoch der absolute Extremfall und kommt in den Bädern zum Glück nur äußerst selten vor.

Dennoch ist der Beruf des Bademeisters fordernd. Dieser muss nicht nur bereit stehen, wenn einer der Gäste zu ertrinken droht, sondern dessen Aufgabenbereich ist noch sehr viel größer und um einiges umfangreicher. Alles in allem kann man sagen, dass der Bademeister in einer Anlage für die Sicherheit und auch für die Ordnung sorgt.

Worin bestehen nun genau die Aufgaben eines Bademeisters?

Stockfoto-ID: 280469743 Copyright: Tatiana Pankova, Bigstockphoto.com

Lifeguard im Einsatz :)
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Wie schon gesagt wurde, umfasst der Bereich der Aufgaben ein sehr viel größeres Gebiet, als dies, darauf zu warten, bis einer die Hilfe vor dem Ertrinken benötigt. Denn das Klischee, dass der Bademeister die gesamte Zeit über auf seinem Hochstuhl trohnt und dort für das Nichtstun bezahlt wird, hält sich in dem Volksmund sehr hartnäckig.

Dem ist jedoch keinesfalls so. Denn, selbst wenn der Bademeister für einige Zeit auf dem Hochstuhl sitzt, heißt das nicht, dass sich dieser dort sonnt oder schläft, sondern diese hat von der Höhe einen sehr guten Blick auf einen sehr großen Bereich der Anlage und somit auf die Situation.

Er behält somit alles im Auge und kann gegebenenfalls auch eingreifen, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugehen sollte. Aus diesem Grund schließt der Beruf des Bademeisters ein viele unterschiedliche Leistungen in sich ein, welche dieser erbringen muss, während er unter der prallen Sonne im Sommer im Freibad den anderen Gästen dabei zusieht, wie sich diese in dem kühlen Nass erfrischen können.

  • Der Bademeister muss unter Umständen dazu fähig sein Menschenleben zu retten. Dazu gehört nicht nur der Umstand, dass er Menschen unter Umständen das Leben retten muss, indem er sie aus dem Wasser zieht und vor dem Ertrinken schützt. Dieser Bereich der Aufgaben kann auch eine Wiederbelebung bedeuten, bis der Notarzt eintrifft.
  • Der Bademeister sorgt dafür, dass die Regeln des Schwimmbads eingehalten werden. Ist es dort zum Beispiel verboten vom Rand zu springen, sorgt diese dafür, dass diese Regel und auch die anderen Regeln der Anlage respektiert und eingehalten werden
  • Wenn es sehr voll in dem Schwimmbad ist, sperrt de Bademeister die Springtürme auf und auch zu. Während diese offen sind, betreut dieser die Türme in der Regel, um für Ordnung zu sorgen und die Sicherheit der Gäste gewährleisten zu können
  • Der Bademeister muss einzelne Situationen einschätzen können und gegebenenfalls direkt eingreifen und richtig handeln

Wie man also sehen kann, handelt es sich bei den Aufgaben eines Bademeister um alles andere als einfache und entspannte Aufgaben. Der Bademeister muss immer ein offenes Auge haben und darf keine Scheu vor Menschen haben.

Wie kann die Arbeit ausgeführt werden?

Wie viele bereits in einem Schwimmbad bemerkt haben werden, sitzt der Bademeister nicht nur auf seinem Hochstuhl. Zwar kann es immer wieder vorkommen, dass dieser auf diesem Platz nimmt, um den Überblick in der großen und unübersichtlichen Menschenmenge zu behalten, doch oft sieht man diesen einfach durch das Schwimmbad laufen.

Das ist zum einen dazu gedacht, dass dieser einen direkten Blick auf die einzelnen Bereiche erhält und die Gäste bereits durch die Präsenz des Bademeisters dazu angehalten werden, sich an die Regeln zu halten.

Zumal ein Bademeister unter Umständen sogar dazu befugt ist, einen Platzverweis auszusprechen und Besuchern somit auf das Weitere den Zutritt zum Schwimmbad zu untersagen. Man muss, wenn man sich also für den Beruf des Bademeisters interessiert, auf einen Beruf einstellen, bei welchem man die meiste Zeit der Arbeit steht oder läuft und nur die wenigste Zeit auf dem Hochstuhl sitzt.

Welche Fähigkeiten muss man mitbringen, wenn man Bademeister werden möchte?

Eine Sache ist auf jeden Fall klar. Bei dem Beruf des Bademeisters handelt es sich um einen sehr spannenden, aufregenden und vor allem sehr umfangreichen und abwechslungsreichen Beruf, welcher den Bademeistern, vor allem während der Hochsaison, einiges abverlangen kann. Aus diesem Grund sollte einem der Beruf nicht nur Spaß machen, sondern man sollte auch einige Voraussetzungen erfüllen, wenn man diesem Beruf nachgehen möchte.

  • Es ist wichtig, dass der Bademeister resistent gegenüber stressigen Situationen und Stress im allgemeinen ist. Eine gesunde Portion Gelassenheit ist in diesem Beruf nie verkehrt
  • Der Bademeister sollte eine Person sein, welche gut und einfach den Überblick behalten kann und dazu auch kritische Situationen direkt erkennen und ausmachen kann.
  • Der Beruf des Bademeisters verlangt diesem sehr viele Nerven ab. Aus diesem Grund sollte das Nervenband sehr dehnbar sein und nicht schnell reißen
  • Der Kontakt zu Menschen ist in dem Beruf des Bademeisters Alltag. Aus diesem Grund sollte man gerne unter Menschen sein und auch gerne mit diesen kommunizieren. Vor allem aber sollte man keine Hemmungen haben auf diese zuzugehen und diese anzusprechen, um diese gegebenenfalls auf die Regeln in dem Bad aufmerksam zu machen
  • Zu guter letzt sollten die Bademeister eine gute und starke Persönlichkeit besitzen und nicht alles an sich heran lassen. Denn in einigen Fällen fühlen sich Gäste persönlich angegriffen, wenn man diese um das Einhalten der Regeln bittet und kann ab und an eine Beleidigung oder einen nicht so schönen Kommentar an den Kopf geworfen bekommen

Was für eine Ausbildung handelt es sich bei der Ausbildung zum Bademeister?

Bei der Ausbildung zum Bademeister handelt es sich weniger um eine direkte und konkrete Ausbildung, sondern eher um einen Kurs oder, wenn man dies so nennen möchte, um eine Spezialausbildung.

Innerhalb dieses Kurses lernen die Teilnehmer alles rund um den Beruf des Bademeisters und werden dabei gut und vor allem intensiv auf diesen vorbereitet in der Regel müssen die Teilnehmer des Kurses an insgesamt 80 Trainingseinheiten teilnehmen und diese am. Schluss erfolgreich beenden. Nur so können sich die Teilnehmer als ausgebildeter Bademeister bezeichnen und sich auf die unterschiedlichen Stellen bewerben.

Das Schöne an diesem Kurs ist die Tatsache, dsss man diesen auch ganz einfach und vollkommen unkompliziert begleitend zu einem Beruf machen kann. Das heißt, dass man trotzdem finanziell abgesichert ist, während man an dem Kurs teilnimmt und sich auf den Beruf des Bademeisters vorbereitet.

Weitere Voraussetzungen, welche man erfüllen muss, wenn man an dem Kurs zum Bademeister teilnehmen möchte

Die bereits genannten Voraussetzungen befanden sich eher in dem Bereich der persönlichen Voraussetzungen. Es gibt in diesem Zusammenhang aber auch ein paar andere weitere Voraussetzungen, welche man erfüllen muss, wenn man sich für den Beruf des Bademeisters interessiert.

  • Die interessierten angehenden Bademeister müssen einen Helferschein vorweisen können, bevor sie mit dem Kurs starten. Dieser darf dabei nicht älter als fünf Jahre sein.
  • Die Teilnehmer des Kurses müssen an einem erste Hilfe Kurs teilnehmen oder teilgenommen haben. Die Teilnahme muss durch eine schriftliche Bestätigung bescheinigt und nachgewiesen werden können. Dabei muss es sich bei dem. Kurs um einen 16 sündigen Erste Hilfe Kurs handeln. Die Teilnahme des Kurses darf noch länger als fünf Jahre zurückliegen, sonst muss der Kurs erneut gemacht werden
  • Man muss ein Mindestalter von 18 Jahren haben, um sich zum Bademeister ausbilden lassen zu können
  • Es muss eine Zusatzausbildung mit der besonderen Berücksichtigung der Ertrinkungsnotfälle vorhanden sein
  • In den vergangenen fünf Jahren muss der Teilnehmer eine zwölf monate lange Praxis als Badewart in einer Einrichtung nachweisen können

Was lernt man in der Ausbildung zum Bademeister?

In dem Rahmen des Kurses, welcher die Teilnehmer auf das Dasein als Bademeister vorbereitet, lernen die Teilnehmer alle Bereiche kennen, welche für den Beruf des Bademeisters wichtig sind. So werden diese unter anderem in den Bereich der Betriebs- und Personalführung eingearbeitet.

So lernen diese auch bei größeren Badeanlagen mit Beckenbädern und bei einer dabei eventuell angeschlossenen Sauna richtig und handeln in immer den Überblick zu behalten. Mit dazu gehören unter anderem auch die technischen und die ökonomischen, sowie die hygienischen und sicherheitsrelevanten Aspekte.

Wo kann man als Bademeister arbeiten?

Als Bademeister kann man unter anderem in Schwimmbädern, Hallenbädern, Thermen, Freizeitparks, Spaßbädern, Acquaparks und auch in Hotels und Wellnessbereichen arbeiten.

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