Baubranche & Baugewerbe in Österreich & Coronavirus – Maßnahmen, Kurzarbeit, Härtefonds

Baubranche in Österreich: wie wirkt sich die Corona Krise aus?

Viele Menschen, die in Österreich in der Bau Branche arbeiten, machen sich in Zeiten von Corona große Sorgen um ihre Arbeit. Wir informieren zum Thema Baubranche und Baugewerbe in Österreich in Zeiten von Coranavirus/COVID 19 sowie Maßnahmen und aktuellen Regelungen.

  • Zumal immer mehr Restaurants und andere Geschäfte des öffentlichen Lebens geschlossen bleiben sind es vor allem kleine und mittelständische Unternehmen aus der Baubranche, die zum Teil Existenzängste haben.
  • Vor kurzem wurde durch den Nationalrat eine Information publiziert, die für alle interessant ist, die in der Baubranche aktiv sind.

Am vergangenen Wochenende hat der Nationalrat am Sonntag in einer Sondersitzung die COVID-19 Kurzarbeit gestattet. Ein neues Modell wurde mit den Sozialpartnern sowie dem AMS abgestimmt. Dieses soll dafür sorgen, dass entsprechend betroffene Unternehmen gefördert werden.

Das neue Modell über die Kurzarbeit gilt für einen Zeitraum von 6 Monaten. Es spielt keine Rolle, wie groß der Betrieb ist und in welcher Branche er tätig ist. Das bedeutet, dass auch in der Baubranche mit dem Modell gearbeitet werden kann.

  • Das Entgelt kann genau wie auch die Arbeitszeit während der 6 Monate um bis zu 90% gesenkt werden.
  • Die Wochenarbeitszeit von 0 Stunden kann unter Umständen abgeschlossen werden. Es besteht z.B. die Möglichkeit, dass ein Unternehmen 5 Wochen lang 0% Arbeitszeit vereinbart und 1 Woche eine Arbeitszeit von 60% vereinbart. Generell gibt es hier verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten.

Welche Hilfen gibt es für Einpersonenunternehmen und Familienbetriebe?

Gerade für so genannte Einpersonenunternehmen, kurz EPU oder Familienbetriebe bzw. Kleinstunternehmen gibt es in Österreich bald so genannte Direkthilfen. Dabei handelt es sich um finanzielle Unterstützung, die nicht zurückgezahlt werde muss. Ziel ist es, das Überleben der Betriebe zu sichern, bis die Krise vorüber ist.

  • Kurzarbeit
  • Steuerstundungen
  • Überbrückungsleistungen
  • Zwei Härtefonds (werden derzeit erarbeitet)

In Österreich werden dazu gerade zwei so genannte Härtefonds ausgearbeitet. Diese Fonds sollen allen Betrieben helfen, die durch die aktuellen Hilfsmaßnahmen nicht bedient werden. Das bedeutet, dass Betriebe, in denen Kurzarbeit oder Überbrückungsgarantien nicht möglich oder nicht sinnvoll erscheinen können durch die Fonds unterstützt werden.

Auch die Stundung von Steuerzahlungen ist möglich, wenn man damit einem Betrieb dazu verhelfen kann, dass er die aktuelle Situation überleben kann.

Welche Risiken kommen auf die Baubranche zu?

Zum einen kommt auf die Baubranche das große Risiko zu, dass die Unternehmen nicht mehr arbeiten dürfen oder keine Aufträge mehr bekommen. Da Kunden nicht mehr in Kontakt mit Handwerkern treten möchten kann dies eine Auswirkung auf die Branche haben.

Hinzu kommt, dass viele Unternehmen gerade jetzt im Frühjahr eigentlich mit der Arbeit beginnen würden. Dies trifft z.B. auf Dachdecker oder Handwerker zu, die im Außenbereich tätig sind.

  • Risiken in der Beschaffung und Produktion von Baumaterialien
  • Gesetzliche Risiken z.B. durch Erlasse oder Beschränkungen
  • Risiken von Infektionen

Ein anderer Faktor, der für die Handwerker wichtig ist, ist die Versorgung mit Arbeitsmaterialien. So lange in Österreich die Produktion nicht am Boden liegt ist es möglich, dass auch Materialien für die Baubranche geliefert werden können.

So lange der Nachschub da ist und so lange es keine gesetzlichen Beschränkungen gibt kann dies dazu führen, dass in der Baubranche weitergearbeitet wird.Dennoch sollten Handwerker darauf achten, dass sie vorsichtig arbeiten und z.B. genügend Abstand zueinander halten. Nur so können die Anzahl der Infektionen und das Risiko gesenkt werden.

Speak Your Mind

*