Berufshaftpflichtversicherung in Österreich – Kosten & Berufe

Die Berufshaftpflichtversicherung ist eine Versicherung, die vor allem für einige Berufe zu empfehlen ist. Gerade in so genannten beratenden Berufen, oder in Berufen, in denen Dienstleistungen angeboten werden, die viele Folgen haben können, ist es wichtig, dass eine solche Haftpflichtversicherung abgeschlossen wird.

Grundsätzlich ist die Berufshaftpflichtversicherung für alle Berufe zu empfehlen, die sonst eine extrem hohe Strafe bei einer falschen Dienstleistung oder einer falschen Beratung zu befürchten haben.

Es besteht durch aus die Möglichkeit, dass Planungen Fehler enthalten, oder aber auch finanzielle Beratungen nicht korrekt sind. Mit der richtigen Berufshaftpflichtversicherung ist es möglich, dass man sich vor den finanziellen Folgen solcher Fehlberatungen schützen kann.

Für welche Berufe ist eine Berufshaftpflichtversicherung zu empfehlen?

Grundsätzlich gibt es sehr viele Berufe, bei denen beratende Tätigkeiten im Vordergrund stehen und bei denen eine solche Versicherung durchaus zu empfehlen ist. Dies ist zum Bei einem Rechtsanwalt der Fall. Aus diesem Grund bieten viele Versicherungen speziell eine Berufshaftpflichtversicherung für Anwälte an.

Tipp: Lassen Sie sich beraten!

Grundsätzlich zählen aber auch Steuerberater oder Ingenieure sowie Architekten zum Personenkreis, der von solch einer Berufshaftpflichtversicherung profitieren kann. Es ist wichtig, sich im Vorfeld darüber zu informieren, welche Berufen durch die Versicherung abgedeckt werden und welche Dienstleister dadurch versichert werden können.

Ein weiterer Beruf, der für diese Art der Versicherung in jedem Fall von Vorteil ist, ist der Beruf des Dolmetschers. Wer z.B. hier den Fehler macht und ein wichtiges Dokument mit weitreichenden Folgen falsch übersetzt, kann jede Menge finanzieller Folgen nach Klagen befürchten. Eine entsprechende Berufshaftpflichtversicherung ist daher für einen Dolmetscher in jedem Fall zu empfehlen und von Vorteil.

Anbei eine Auflistung von Berufen, für die eine Berufshaftpflichtversicherung in jedem Fall sinnvoll ist:

  • Anwalt
  • Architekt
  • Steuerberater
  • Dolmetscher
  • Finanzberater

Die Auswahl der Berufe lässt sich in jedem Fall noch deutlich erweitern. Es muss erwähnt werden, dass viele Berufe auf den ersten Blick gar nicht erkannt werden, jedoch das Risiko bei einer falschen Beratung oder bei einer falschen Planung meist sehr groß sein kann.

In den meisten Fällen geht es bei dem Abschluss der Versicherung darum, dass bei so genannten Vermögensschäden eine Haftpflichtversicherung vorhanden ist, welche genutzt werden kann. Das bedeutet konkret, dass die entsprechende Versicherung in jedem Fall die finanziellen Folgen abdecken kann, die entstehen, wenn ein Fehler unterlaufen ist.

In welchen Fällen kann eine solche Haftpflicht Versicherung greifen?

Wenn es durch eine Fehlplanung eines Architekten dazu kommt, dass ein Bauprojekt nicht realisiert werden kann, bedeutet dies in den meisten Fällen nicht nur einen zeitlichen Verzug, sondern oftmals auch einen finanziellen Verzug. Das bedeutet in der Praxis, dass entsprechend hohe Schäden auftreten können.

Sollte nachgewiesen werden, dass der Fehler durch den Architekten entstanden ist und dieser alleine für den Verzug und somit auch für die damit verbundenen Kosten aufkommen muss, bedeutet dies meist, dass dieser natürlich mit einer Klage und auch mit hohen Schadenersatzforderungen zu rechnen hat. In der Praxis bedeutet dies, dass in jedem Fall mit sehr hohen Summen zu rechnen ist.

Gerade bei großen Bauprojekten, wie zum Beispiel Mehrfamilienhäusern, Bürogebäuden oder anderen umfangreichen Aufträgen können die Schaden schon in den Bereich von mehreren Millionen Euro gehen. Aus diesem Grund ist es für einen Architekten in jedem Fall von großer Wichtigkeit, dass eine passende Berufshaftpflichtversicherung vorhanden ist und natürlich auch, dass die Deckungssumme entsprechend hoch ist.

Welche Versicherungssumme ist bei einer Berufshaftpflichtversicherung erforderlich und welche Vorschriften gibt es?

Es gibt zahlreiche Vorschriften, wenn es darum geht, dass eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen wird. Auch was den Mindestumfang des Versicherungsschutzes angeht, gibt es sehr viele Dinge, die gemäß dem Gesetz zu beachten sind.

Dies gilt unter anderem für die Berufshaftpflichtversicherung in Österreich, aber natürlich auch für die entsprechende Versicherung in Deutschland.
Was die Mindestversicherungssumme angeht, gibt es einige Vorschriften, die einzuhalten sind. In Deutschland muss zum Beispiel eine Summe in Höhe von mindestens 250.000 Euro versichert werden, damit eine solche Versicherung in jedem Fall greift.

Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass die Berufshaftpflichtversicherung nur dann greift, wenn eine nicht wissenschaftliche Verletzung der eigenen Pflicht eintritt. Wer vorsätzlich entgegen der beruflichen Pflicht handelt und somit dazu beiträgt, dass ein Schaden entsteht, der kann nicht auf den Schutz durch die Versicherung hoffen.

Berufshaftpflichtversicherung unbedingt erforderlich – Beispiel: IT-Berater und Unternehmensberater

Die Branche der Beratung, unabhängig davon, ob IT Berater, oder ob Unternehmensberater ist besonders wichtig und braucht in jedem Fall eine entsprechende Berufshaftpflichtversicherung. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob man Selbstständig ist und eine 1 Mann Unternehmerschaft inne hat, oder ob es sich um einen großen beratenden Konzern handelt.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass eine entsprechende Berufshaftpflichtversicherung vorhanden ist und diese natürlich auch umfangreich genug aufgenommen wird. Wer sich dazu entscheidet, als Berater zu arbeiten, der wird eine Menge an Verantwortung auf sich nehmen und sein Bestes geben, um eine wunderbare Beratung zu liefern und um entsprechend ein Projekt voran zu treiben. Dies führt in der Praxis jedoch häufig dazu, dass auch Fehler gemacht werden.

Fehler, bzw. Fehlentscheidungen führen leider nicht gerade selten dazu, dass entsprechend Kosten entstehen. In der Regel können diese schnell auch zu einer Haftung führen, was natürlich aus Sicht des Beraters nicht zu empfehlen ist. Wer sich für die Beratung interessiert, sollte daher unbedingt eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Diese sollte auch einen Versicherungsumfang von mehreren millionen Euro haben, denn nur so kann dafür gesorgt werden, dass entsprechend hohe Schäden abgewandt werden können.

Konkret werden externe Berater meist eingekauft, weil zum Beispiel intern das Know How fehlt, um eine Entscheidung zu treffen, oder diese Entscheidung vorzubereiten. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die externen Berater auch die Verantwortung übernehmen, eine gewisse Entscheidung vorzubereiten, oder aber auch zu treffen. In der Praxis funktioniert dies nicht immer so leicht, so dass entsprechend gehandelt werden muss. Wer als externer Berater weiß, dass er eine solch hohe Verantwortung trägt, der muss sich auch mit den möglichen Folgen einer falschen Beratung vertraut machen.

  • Externe Berater werden meist einkauft, weil intern kein Know How vorhanden ist
  • Externe Berater sollen Verantwortung übernehmen und Entscheidungen vorbereiten
  • Finanzielle Folgen bei falschen Beratungen oder Entscheidungen können enorm sein
  • Versicherungen können die Haftung übernehmen und potentielle Schäden

Grundsätzlich ist es zum Beispiel möglich, dass ein Unternehmensberater einer Firma dazu rät, sich für eine neue Technologie des Anlagenbaus zu entscheiden, um damit die Produktion anzukurbeln und noch schneller zu produzieren.

Gleichzeitig braucht die neue Maschine weniger Material und somit können weitere Kosten eingespart werden. Da jetzt viele Prozesse automatisiert ablaufen, ist es möglich, dass weniger Personal benötigt wird.

In der Praxis wurden die neuen Maschinen angeschafft, jedoch funktionieren diese nicht so gut, wie der Berater es prophezeit hat. Der Wartungsaufwand der Maschinen wurde nicht berücksichtigt, denn dieser ist jetzt größer, bzw. umfangreicher, als es vorher der Fall gewesen war.

Gleichzeitig ist die Materialeinsparung deutlich geringer, als man es gedacht hat. Dies führt dazu, dass die Firma mit den Leistungen des Beraters mehr als unzufrieden ist. In der Praxis ist es möglich, dass entsprechend kein Geld gespart wurde, sondern die Produktion mit einem deutlich höheren Risiko abläuft, als es früher der Fall gewesen ist. Aus diesem Grund überlegt das Unternehmen, rechtliche Schritte gegen den Berater einzuleiten und die entsprechenden Mehrkosten sowie zeitliche Aufwände umgelegt erstattet zu bekommen.

Die Berufshaftpflichtversicherung ist hier die richtige Versicherung. Sofern der Berater nach bestem Gewissen und nach einer guten Praxis gearbeitet hat, kann die den entstandenen Schaden tragen, sofern dieser aufgrund der Beratungsleistung entstanden ist. Dies führt in der Praxis dazu, dass in jedem Fall entsprechend der Berater selbst nicht persönlich haften muss und nicht vor dem finanziellen Ruin steht.

Was kostet eine Berufshaftpflichtversicherung?

Wer eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen möchte, der muss zunächst wissen, welche Summen abgesichert werden sollen. Hierzu ist es meist wichtig, dass der persönliche Jahresumsatz geschätzt wird, bzw. genau vorhergesagt wird.

Dieser und auch die Höhe der potentiellen Schäden, die über die Versicherung abgedeckt werden sollen, spielen eine große Rolle dabei, zu ermitteln, wie hoch die Deckungssumme der Berufshaftpflichtversicherung sein soll. Je höher die Deckungssumme sein soll, umso höher sind auch die Kosten für die Prämie, die jedes Jahr für die Versicherung aufgewendet werden müssen. Es ist daher wichtig, dass darauf geachtet wird, dass die entsprechenden Kosten möglichst exakt geschätzt werden, bzw. bekannt sind.

In der Praxis bringt es keinen Vorteil, wenn die Kosten für die Versicherung nur über den Daumen gepeilt werden. Die Deckungssumme sollte in jedem Fall hoch genug sein, um entsprechend alle Schäden abdecken zu können und dafür zu sorgen, dass es keine Probleme gibt. Sollte die Deckungssumme nicht hoch genug sein, führt dies meist zu Problemen, wenn die Versicherung den Schaden nicht vollkommen bezahlen kann.

In den meisten Fällen kann eine entsprechende Versicherung gerade für Einzelunternehmer oder für kleinere Unternehmen ab einer Summe in Höhe von 10 bis 30 Euro im Monat abgeschlossen werden. Die Höhe der Prämie muss individuell berechnet werden und ist natürlich von sehr vielen Faktoren abhängig.

Daher ist es wichtig, dass die Versicherung genau berechnet wird und individuelle Angebote für sie eingeholt werden. In der Praxis vergessen dies viele Menschen, denn oftmals bieten die Versicherungen so genannte Pakete an, die zwar leicht zu verstehen sind, jedoch oft auch Dinge absichern, die in dem eigenen Fall gar nicht relevant sind.

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