Bewerbungsschreiben – Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse

Ratgeber Bewerbungsschreiben – wie erstelle ich passende Anschreiben und Lebensläufe?

Bewerbungen werden heutzutage in den meisten Fällen direkt über das Internet versandt. Dennoch bedeutet dies für die Bewerberinnen und Bewerber, dass sie diverse Dokumente und Texte zu erstellen haben.

Wie ein professionelles Bewerbungsschreiben aufgebaut ist, soll dieser Ratgeber klären. Zudem gibt es Tipps für das richtige Dateiformat, für die richtige Anzahl der Zeugnisse sowie dazu, wie ein Lebenslauf idealerweise aussieht.

Die Online Bewerbung – wo wird sie angewandt?

Online Bewerbungen sind heute state of the art und werden in verschiedenen Branchen genutzt. Gerade große Firmen setzen fast ausschließlich auf diese Form der Bewerbung.

Wer sich nicht gerade für einen Job beim Staat, oder aber auch für einen Job bei einem jungen Startup bewirbt, wird in aller Regel eine Online Bewerbung versenden.

Auf der Webseite der meisten Firmen gibt es Informationen dazu, was alles in die Bewerbung gehört. In den meisten Fällen muss diese ein Anschreiben, einen Lebenslauf sowie Arbeitszeugnisse enthalten. Häufig können diese Dokumente gesammelt an eine Email Adresse gesendet werden, oder aber auch in einem Karriereportal eines Unternehmens hochgeladen werden.

Tipp: Online Bewerbung nutzen

Egal ob chemisch pharmazeutische Industrie, Elektronik, Einzelhandel, Automobilindustrie oder Versicherungen und Banken – die Online Bewerbung dominiert derzeit den Markt der Bewerbungen und die meisten Menschen nutzen diese. Daher ist es wichtig, dass die richtigen Dokumente ordentlich aufgearbeitet werden und somit ohne Probleme mit einem kleinen Trick für mehrere Bewerbungen geeignet sind.

Dennoch ist es wichtig, dass jede Firma ein individuelles Anschreiben erhält, das genau auf sie und die betroffene Stelle ausgerichtet ist, doch dazu später mehr.

Welche Dokumente enthält ein Bewerbungsschreiben?

Ein Bewerbungsschreiben enthält in der Regel ein Anschreiben, einen Lebenslauf sowie diverse Zeugnisse, die als Anhang, bzw. als Nachweis der bisherigen Tätigkeiten beigefügt werden.

  • Persönliches Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse

Grundsätzlich ist es ratsam, den Lebenslauf immer wieder zu aktualisieren, so dass entsprechend gehandelt werden kann, wenn eine Bewerbung geschrieben werden muss. Der Lebenslauf ist recht leicht zu gestalten und kann auch sehr einfach ergänzt werden, da es sich in der Regel um ein chronologisches Dokument handelt.

 

Ratgeber persönliches Anschreiben – wie sieht es aus?

Das persönliche Anschreiben zählt zu den wichtigsten Dokumenten, wenn es darum geht, ein Bewerbungsschreiben zu erstellen. Es sorgt für den ersten Eindruck und wird von vielen Personalern gelesen.

Wer hier die richtigen Worte findet, kann schnell dafür sorgen, dass er in den Prozess der engeren Auswahl kommt. Fakt ist, dass im Anschreiben verschiedene Regeln zu beachten sind. Wer diese befolgt, kann mit dem Anschreiben sehr viel bewirken.

Wie ist das persönliche Anschreiben bei einer Bewerbung aufgebaut?

Das Anschreiben beginnt meist damit, dass eine Betreffzeile eingefügt wird. In dieser sollte die Stelle genannt werden, auf die sich eine Person bewirbt. Grundsätzlich ist dies wichtig, damit der Personaler auch weiß, um welches Vorhaben es bei der Bewerbung geht.
Nach der Betreffzeile geht es um die ersten einleitenden Worte.

Diese sind meist dazu gedacht, eine gewisse Aufmerksamkeit zu erhalten. Es soll motivierend dargestellt werden, wie der Bewerber auf die Stelle aufmerksam geworden ist und warum er sich dafür interessiert.

Nachdem die Aufmerksamkeit gewonnen wurde, ist es wichtig, dass dargestellt wird, warum die Stelle für einen Bewerber interessant ist und natürlich auch, warum die Person meint, für die Stelle geeignet zu sein.

Das bedeutet im Klartext, dass dem Personaler, bzw. der Personalerin klargemacht werden muss, warum die eigene Berufserfahrung und die Leidenschaft für die Fähigkeiten, die im Job vorausgesetzt werden, absolut zu dem Inserat passen. Oftmals lässt sich dies in der Praxis dadurch erreichen, dass zum Beispiel belegt wird, wo die vorausgesetzten Fähigkeiten des Inserats bereits vorhanden sind und genutzt wurden.

Wer zum Beispiel eine Bewerbung als Consultant schreibt und bereits in Projekten mitgearbeitet hat und dort Aufgaben übernommen hat, kann dies ohne Probleme miteinander verknüpfen. In diesem Teil des Anschreibens gilt es, zu begründen, warum man für die Stelle geeignet ist und unbedingt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden muss.

Angaben über die persönliche Qualifikation sind hier in jedem Fall zulässig. Wenn zum Beispiel eine Voraussetzung ist, dass englisch oder andere Sprachen flüssig gesprochen werden, ist es durchaus möglich, dass dies durch Auslandsaufenthalte belegt werden kann.

Im letzten Absatz des Anschreibens ist es erforderlich, sich für ein persönliches Vorstellungsgespräch zu empfehlen und die Vorfreude darauf auszudrücken. Wer es schafft, hier eloquente Worte zu finden, hat durchaus gute Chancen, eingeladen zu werden, wenn der Rest des Anschreibens ebenfalls positiv wirkt.

Das Anschreiben in Kürze – die wichtigsten Punkte:

  • Betreffzeile: Stellenbeschreibung nennen (damit der Personaler die Bewerbung zuordnen kann)
  • Einleitung: Motivation und Freude über das Stelleninserat zum Ausdruck bringen
  • Hauptteil: überzeugend belegen, warum die eigenen Qualifikationen und Erfahrungen bestens zur inserierten Stelle passen.
  • Abschluss: Wunsch und Vorfreude auf ein persönliches Treffen zum Ausdruck bringen

Das Anschreiben ist ein wichtiges Dokument, jedoch nicht unbedingt das erste, was von einem Personaler, oder aber auch von einem Teamleiter gelesen wird, wenn es darum geht, dass ein Bewerber unter die Lupe genommen wird.

Wie lang darf das Anschreiben beim Bewerbungsprozess sein?

Es gilt als Faustregeln, dass das Anschreiben 1 DinA4 Seite lang sein darf. Dabei ist auf eine entsprechende Schriftgröße zu achten. Die Schriftgröße 12 hat sich hierbei als Standard international etabliert.

Anzumerken ist auch, dass der komplette Text gegliedert sein sollte. Absätze, bzw. einzelne Textblöcke sind ideal geeignet, um einen guten Lesefluss zu erreichen. Ebenfalls anzumerken ist, dass der Text im Blocksatz formatier werden sollte, da er somit einfacher zu lesen ist.

Wer das Anschreiben ausdruckt und persönlich unterschreibt, macht damit einen seriösen Eindruck. Im Anschluss kann das Dokument wieder eingescannt werden. Alternativ ist es möglich, dass das Anschreiben zum Beispiel digital signiert werden kann und die eigene Unterschrift digital in das Dokument eingearbeitet werden kann.

  • 1 DinA4 Seite lang
  • Schriftgröße 12 (Times New Roman oder z.B. Arial)
  • Text in Blöcke unterteilen
  • Text in Blocksatz formatieren
  • Digitale Unterschrift einarbeiten

Wer diese Faktoren erfüllt, sorgt bereits im Vorfeld dafür, dass das Anschreiben auf den ersten Blick seriös, bzw. diskret wirkt und in jedem Fall gute Chancen hat, genauer gelesen zu werden.

Beim Text ist darauf zu achten, dass das Anschreiben nicht zu überladen wirkt. Das bedeute, dass die Absätze lieber schlank gehalten werden sollen (z.B. 5 bis 8 Zeilen). Es muss immer beachtet werden, dass ein Personaler, bzw. eine Personalerin mehrere Anschreiben pro Stunde liest und somit in jedem Fall nicht unbedingt alles intensiv liest, sondern zunächst einmal überfliegen möchte.

Es ist daher unbedingt wichtig, dass das Anschreiben, aber auch die anderen Dokumente aussagekräftig formuliert werden und eine „schlanke Figur“ machen.

Ratgeber Lebenslauf – welcher Stil und welche Informationen?

Wer einen Lebenslauf schreibt, kann sich über verschiedene Arten und Stile der Darstellung informieren. Fakt ist, dass dies natürlich auch zum eigenen Typ passen muss und zu der Stelle, auf die man sich bewirbt. Wer si

ch bei einer Künstleragentur oder bei einer Media Agentur bewirbt, hat andere Standards zu erfüllen, als jemand, der zum Beispiel eine Bewerbung bei einer Kanzlei einreichen möchte.

In den meisten Fällen wird ein klassischer Lebenslauf, der eine tabellarische Form hat, empfohlen. Das liegt daran, dass sich diese Form des Lebenslaufes sehr einfach liest und in jedem Fall schnell einen Überblick zur Person verschaffen kann.

Der Lebenslauf ist in der Regel in die folgenden Abschnitte zu gliedern:

  • Angaben zur eigenen Person
  • Angaben zum beruflichen Werdegang
  • Angaben zu Hobbys/Freizeitaktivitäten

Der tabellarische Lebenslauf sollte jedoch nur die wichtigsten Informationen enthalten, die aus der Sicht des Personaler interessant sind. Anzumerken ist, dass zunächst natürlich Angaben zur eigenen Person gemacht werden dürfen.

Im ersten Absatz ist es möglich, den eigenen Namen, das Geburtsdatum, den Wohnort, bzw. Geburtsort und Informationen zur Familie zu machen. Hierbei sind gerade die Angaben zur Familie freiwillig, wobei meist der Name der Eltern sowie der Geschwister inkl. Beruf angegeben werden. Dies ist jedoch nicht verpflichtend, gehört aber meist zum Standard eines Lebenslaufes.

Der berufliche Werdegang beginnt je nach Job an einer unterschiedlichen Stelle. Es ist hier nicht unbedingt erforderlich, den Kindergarten anzugeben. Viele Menschen geben jedoch ihre Grundschule sowie die weiterführende Schule an. Erworbene Abschlüsse wie Abitur, Studium oder Promotion werden hier ebenfalls genannt und zwar inkl. Fachbereich und Note.

Auch besondere Qualifikationen und Fähigkeiten können genannt werden. Wer zum Beispiel bestimmte Führerscheine erworben hat, kann diese ebenfalls aufzählen. Dies ist natürlich gerade dann wichtig, wenn es darum geht, dass der Führerschein für den späteren Beruf notwendig ist.

Anzumerken ist, dass im Bereich Hobby und Freizeit Dinge genannt werden können, die das private Leben dominieren. Damit soll gezeigt werden, dass man nicht nur für die Arbeit lebt, sondern auch noch ein privates Leben hat. Es ist anzumerken, dass viele Menschen hier Sportvereine oder soziale Themen nennen.

a) Angaben zur eigenen Person, Wohnort und Familie
b) Angaben zum beruflichen Werdegang und Qualifikationen
c) Angaben zu Hobbies, Freizeit und sonstigen Interessen

Grundsätzlich sollte gerade bei c) jeder selbst überlegen, welche Hobbies für den Beruf passend sind. Es muss hier nichts angegeben werden, was z.B. von der Gesellschaft allgemein als kritisch eingestuft wird.

Brauche ich ein Foto im persönlichen Lebenslauf?

Die Gesetze und Regeln bei Bewerbungen sind inzwischen deutlich lockerer, als es noch vor einigen Jahren der Fall gewesen ist. Fotos sind bei einer Bewerbung inzwischen nicht mehr verpflichtend, können aber in jedem Fall eingereicht werden, um die Bewerbung persönlicher und freundlicher zu gestalten. Wer ein gutes Foto hat, wirkt damit in jedem Fall besser, als wenn die komplette Bewerbung ohne Fotos dargestellt wird.

Zeugnisse – welche und wie viele?

Zeugnisse gehören in jedem Fall zu einer Bewerbung dazu. Es muss jedoch vom Bewerber selbst festgelegt werden, welche Zeugnisse und wie viele beigefügt werden. Fakt ist, dass gerade bei mehreren Jobs darauf geachtet werden muss, dass die Zeugnisse überzeugend sind und die Personaler von diesen nicht erschlagen werden.

Wer sich bereits in einer Firma etabliert hat und sich hier auf eine andere Position bewirbt, muss nicht die Zeugnisse der Grundschule oder des Abiturs vorlegen, sondern sollte z.B. lediglich das Zeugnis des letzten Jobs bei der Bewerbung angeben. Wer zwei bis drei aussagekräftige Zeugnisse beilegen kann, ist hier in jedem Fall auf dem richtigen Weg und macht einen guten Eindruck.

In welchem Format sollten meine Dokumente eingereicht werden?

Wer Dokumente digital zur Verfügung stellt, sollte diese in jedem Fall im richtigen Format einreichen. Das .pdf Format wird in den meisten Fällen als Standard verwendet. In der Regel ist es möglich, dass z.B. aus Microsoft Word direkt ein .pdf Dokument erzeugt werden kann und die Dateien somit entsprechend abgespeichert werden können.

Ebenso ist es wichtig, dass die Dokumente entsprechend beschriftet werden. Das Anschreiben wird z.B. als Anschreiben.pdf beschriftet. Beim Lebenslauf hat es sich eingebürgert, dass hier nicht mehr Lebenslauf.pdf sondern Curriculum Vitae.pdf als Bezeichnung verwendet wird. Auch möglich ist es, dass die kurze Variante CV.pdf verwendet wird.

Bei den Zeugnissen ist es üblich, dass diese z.B. nach Arbeitgebern benannt werden, oder aber auch durchnummeriert werden. Somit ist es möglich, dass es z.B. Zeugnis1.pdf, Zeugnis2.pdf oder Firma XY.pdf, Firma AB.pdf als Dateiname verwendet wird.

Wie lange dauert es, bis sich eine Firma auf meine Bewerbung meldet?

Dies ist in der Praxis natürlich davon abhängig, wie groß das Unternehmen ist, wie gut es organisiert ist und wann die Bewerbung eingereicht wird. Wer eine Bewerbung in den Sommerferien einreicht muss damit rechnen, dass diese deutlich länger braucht, als wenn sie z.B. zu einer Zeit eingereicht wird, wo alle Mitarbeiter im Büro sind und arbeiten.

In den meisten Fällen dauert es etwa 3 bis 4 Wochen, bis eine Bewerbung bearbeitet wurde, bzw. mit einer Antwort zu rechnen ist. Gerade bei großen Unternehmen kann es auch schon mal 5 bis 6 Wochen dauern, bis eine Antwort erfolgt.

Wann kann ich die Firma anrufen, um nach meiner Bewerbung zu fragen?

Es ist durchaus möglich, nach etwa 3 bis 4 Wochen die Personalabteilung anzurufen und nach dem Stand der Dinge zu fragen.

Dies trägt dazu bei, dass Interesse bekundet wird, aber auch um zu erfahren, wie der Prozess allgemein läuft und um z.B. zu erfahren, ob die Bewerbung noch in der Personalabteilung liegt, oder ob sie z.B. schon im zuständigen Fachbereich ist und hier ausgewertet wird.

Wie geht es nach dem Bewerbungsschreiben weiter?

In der Regel meldet sich das Unternehmen beim Bewerber. Dies kann telefonisch, oder aber auch schriftlich erfolgen. Häufig werden die Antworten direkt via Email versendet.

In der Email von der Personalabteilung ist dann meist eine .pdf Datei mit einer entsprechenden Antwort enthalten. Dies ist häufig der Fall, weil die Antworten meist digital erstellt werden und zwar automatisiert. Somit kann in jedem Fall dafür gesorgt werden, dass schnell viele Antworten verschickt werden.

Wer angerufen wird, kann z.B. eine Absage erhalten, oder aber auch zu einem persönlichen Gespräch eingeladen werden. Bei einer Absage sollte natürlich nach einer Begründung gefragt werden.

Ebenso ist anzumerken, dass bei einem Vorstellungsgespräch freudig reagiert werden kann. Es ist durchaus positiv, sich auf ein solches Gespräch zu freuen und die Freude zum Ausdruck zu bringen. Gerade wenn nicht die Personalabteilung, sondern z.B. der künftige Teamleiter bzw. Chef anruft, ist dies von Vorteil.

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