Burnout Symptome & Prävention – Anbieter (Kliniken/Reha) in Österreich

Die bloße erhöhte Arbeitsbelastung verursacht allein kein Burnout. In der Regel kommen weitere Risikofaktoren hinzu, welche ganz unterschiedliche Ursachen haben können. In jedem Fall ist notwendig, Risiken zu identifizieren und an ihnen zu arbeiten, unabhängig davon, ob es sich um berufliche oder private Faktoren geht. Wichtige Fakten über das Burnout-Syndrom, die wichtige Prävention und Anbieter zur Behandlung des Syndroms finden Sie hier.

Im Verlauf seines Lebens wird jeder Mensch in unterschiedlichen Härtegraden in Lebenssituationen versetzt, die ein erhöhtes Maß an Energie abverlangen, um voran zu kommen. Diese Zeiten sind ganz besonders fordern und belastend. Deshalb brauchen Körper und Psyche die notwendige Energie, um weiterhin ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Anforderung beizubehalten.

Fehlt es an dieser Energie, kommt es also zu einem nicht nur vorübergehendem Missverhältnis, kommt es zu einer Situation des Gefangenseins, aus der sich Betroffene nicht selbständig befreien können. Werden hier nicht zügig präventive Maßnahmen getroffen, kann sich hieraus ein Burnout entwickeln, welches zu einem vollständigen oder teilweisen Verlust der Leistungsfähigkeit des Betroffenen führt.

Die hieraus resultierenden Folgen können, beruflich und privat, gravierend sein. Deshalb müssen Präventivmaßnahmen früh ansetzen und ggf. benötigte Hilfe schnell gegeben werden.

Burnout Test – Bin ich betroffen?

Auch wenn es zur tatsächlichen Abklärung möglicher Symptome in jedem Fall zu einem Gespräch mit einem Facharzt kommen sollte gibt es eine Reihe von Tests, die auch online verfügbar sind. Einen Überblick hierzu gibt es auf http://alleszuviel.at/burnout-test.html ; diese Tests können bei ihrer persönlichen Einschätzung der aktuellen Situation weiterhelfen.

Was ist ein Burnout-Syndrom?

Mögliche Ursache: Dauerhafte Überlastung

Mögliche Ursache: Dauerhafte Überlastung

Nach derzeitigem Stand der Erkenntnis ist jedes Burnout-Syndrom das Resultat eines längeren, d. h. nicht bloß vorübergehenden, Zustands der Überlastung, welcher durch eine ständige Dissonanz von Erholung und Belastung gekennzeichnet ist. Das Burnout wird auch Ausgebranntsein genannt und ist ein Zustand intensivster emotionaler Erschöpfung und stark reduzierter Leistungsfähigkeit.

Die stark verringerte Leistungsfähigkeit wird auch als chronischer Erschöpfungszustand beschrieben. Sie stellt sich als Folge des restlosen Aufbrauchens jeglicher körperlichen, psychischen und emotionaler Kapazitäten dar.

Entgegen einer landläufigen Ansicht ist das Burnout-Syndrom keine Krankheit. Die internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme (ICD-10) sieht es vielmehr als eine Rahmen- oder Zusatzdiagnose an.

Früherkennung und Burnout Symptome

Da es sich beim Burnout nicht um einen statischen Zustand, sondern einen Prozess handelt, ist eine kontinuierliche Beobachtung notwendig, die immer wieder überprüft und langfristig durchgeführt werden sollte. Denn das Burnout verändert sich als dynamischer Prozess stufenweise, bevor es schließlich in den absoluten Zusammenbruch steigert. Grundsätzlich gilt: Je früher ein sich abzeichnendes Burnout erkannt wird, desto leichter, besser und schneller lässt es sich behandeln.

Die medizinische Literatur beschreibt die folgenden (nicht abschließend genannten) Symptome und Frühwarnzeichen eines sich abzeichnenden Burnouts:

  • Betroffene wirken ständig gereizt, haben keine Zeit und wirken als seien sie getrieben,
  • Betroffene tragen Arbeit mit sich herum (z. B. Akten oder Lehrbücher), die am nächsten Tag unerledigt zurückgebracht wird.
  • Betroffene legen großen Wert auf ständige Erreichbarkeit. (Sie sind 24/7 am arbeiten)
  • Häufig wird auf Urlaub verzichtet. Jegliche Erholung in der Freizeit wird durch den Beruf oder physisch strapazierende Freizeitaktivitäten (z. B. Sport) ersetzt.
  • Persönliche Belange des sozialen Umfelds der Betroffene werden nicht mehr identifiziert und ihnen wird indifferent gegenübergetreten.
  • Hobbys werden vernachlässigt. Viele Betroffene steigern dennoch ihr Maß an sportlichen Aktivitäten
  • Termine werden vernachlässigt
  • Der Suchtmittelkonsum steigt (Alkohol, Kaffee, Tabak und ggf. illegale Substanzen)

Da die oben genannten Verhaltensweisen bei einer Vielzahl von Menschen auftreten, werden sie schnell unterschätzt. In der Tat ist das Vorhandensein einiger weniger dieser Frühwarnzeichen noch kein allzu großes Problem. Eine abschließende Diagnose aufgrund dieser Warnzeichen zu treffen währe wohl verfrüht.

Allerdings ist es wichtig die Warnzeichen als solche zu erkennen. Denn insbesondere in dieser frühen Phase des Burnout-Prozesses ist eine Umkehr der Systeme nichts außergewöhnliches. Mögliche Betroffene sollten deshalb über einen längeren Zeitraum beobachtet werden.

Häufig kann es hilfreich sein, Betroffene auf die Frühwarnzeichen hinzuweisen, um ihr Bewusstsein hierfür zu stärken. Dies ist in der Realität häufig besonders schwierig, weil die Betroffenen in dieser frühen Phase noch keinen Leidensdruck verspüren. Warnungen werden als belanglos abgetan. In einigen Fällen kommt es sogar zu einer ausgesprochen starken Euphorie und starkem Leistungsdrang.

Im Verlauf des Burnout-Syndroms werden, sofern es nicht zu einer Behandlung bzw. einer Stärkung der Aufmerksamkeit des Betroffenen kommt, weitere Symptome, die bereits als Alarmsignale zu verstehen sind, hinzu. Diese sind:

  • eine zunehmende Unfähigkeit, auf emotionaler oder persönlicher Ebene zu kommunizeren,
  • ein fehlendes Freudeempfinden,
  • eine stärker werdende Veränderung des gesamten Wesens, was sich insbesondere durch ein verstärkt indifferentes Verhalten gegenüber Freunden, Familie, Kollegen und anderen Personen ausdrückt,
  • eine Häufung abfälliger Bemerkungen über andere Menschen,
  • ein verstärktes Aggressionspotenzial und allgemein gereizt wirkendes Gemüt,
  • die Vernachlässigung des eigenen Körpers inkl. des Erscheinungsbilds,
  • ein verstärktes auftreten von Krankheiten,
  • eine stetig Zunehmende Anzahl unerklärter (oder unentschuldigter) Versäumnisse sowie
  • eine gesamtheitliche Verringerung der Arbeitsqualität und der Arbeitsleistung (Umfang der erledigten Arbeit).

In dieser Phase des Burnouts kommt es häufig zu sich häufenden Feststellungen der Umwelt des Betroffenen. Die Änderung des Wesens des Betroffenen wird verstärkt wahrgenommen. Es wird klar, dass es sich nicht um charakterliche Schwächen oder besondere persönliche Eigenschaften handelt, sondern um einen tiefen Einbruch.

Schilderungen wie diese ermöglichen eine genauere und frühzeitigere Diagnose eines Burnout-Syndroms. Betroffene sollten umgehend einen Arzt oder qualifizierten Psychotherpeuten aufsuchen. Medizinische Laien können in dieser Phase nichts mehr für Betroffene tun. Vor diesem Hintergrund sollten Angehörige Betroffene mit Nachdruck zu einem Arztbesuch zu bewegen.

Krankschreibung durch den Arzt: Falls Sie bei sich selbst erste Symptome bemerken, sollten Sie in jedem Fall das Gespräch mit ihrem Arzt suchen. Dieser kann Sie dann profesionell über weitere notwendige Schritte informieren und auch über eine eventuelle Krankschreibung beraten. Da die Situation “Burnout” auch für Arbeitgeber nicht einfach ist hat sich Trend.at  im Artikel “Was tun als Chef” damit näher beschäftigt und auch Experten Meinungen eingeholt.

 

Präventionsmaßnahmen – Wie Sie ein Burnout vermeiden

Die beste Maßnahme zur Vorbeugung eines Burnouts ist eine Reduzierung von Stress und Belastung. Allerdings stellt sich dies im Kontext der stetig voranschreitenden Kommunikationsmöglichkeiten und der modernen Arbeitswelt als ausgesprochen schwierig dar.

Hinzu kommt, dass die Mehrzahl der Betroffenen den Druck, unter dem sie letztlich zusammenbrechen, selbst erzeugen. Ein ausgeprägter Ehrgeiz und der Wunsch, Karriere und Anerkennung zu gewinnen machen Betroffene häufig zu getriebenen ihrer selbst.

Deshalb lässt sich die Forderung vieler Mediziner nach “gesunder Leistung mit Augenmaß” nur sehr begrenzt umsetzen. Ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit für das Thema sowie die Frühwarnzeichen und Alarmsignale eines Burnouts sind allerdings bereits gute erste Schritte.

Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden, die eigene Belastungstoleranz zu stärken. Dies lässt sich durch die folgenden Maßnahmen erreichen:

  • eine gesunde und ausgewogene Ernährung,
  • genug Schlaf,
  • das bewusste Einplanen von Pausen, die auch als solche genutzt werden, also frei von jeder Arbeit sind,
  • die maßvolle Ausübung von Ausdauersport,
  • ein sinnvolles Zeitmanagement, das Wert auf Pausen und Schlaf legt und Prioritäten setzt,
  • eine strikte Trennung von Arbeit und Privatleben: Nach Feierabend keine beruflichen E-Mails mehr,
  • ausreichend Zeit für Privatleben und Hobbys
  • das Pflegen persönlicher und sozialer Kontakte

Therapieangebote in Österreich – Kliniken und Reha

In Österreich gibt es einige Kliniken und Reha-Einrichtungen, die sich auf die Behandlung von Burnout spezialisiert haben. Hier verfügt das Personal über die notwendige Erfahrung im Umgang mit Patienten und legt großen Wert auf die Wiedererlangung der Leistungsfähigkeit.

Hervorzuheben sind:

Privatklinik Hollenburg
Sonderkrankenanstalt für psychiatrische Rehabilitation in Krems-Hollenburg
Kruststettenerstrasse 25, 3506 Krems-Hollenburg

Sonnenpark Bad Hall
Parkstraße 5 4540 Bad Hall Tel. 07258/29592

Reha Klinik für Seelische Gesundheit
Bittner Strasse 40, 9020 Klagenfurt

Klinik Bad Ausee für Psychosomatik und Psychotherapie
assoziiert an die Universität Graz
Sommersbergseestr. 395, 8990 Bad Aussee

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