Don’t Smoke Volksbegehren: Unterstützung durch Kardiologen

Die Österreichische Kardiologische Gesellschaft unterstützt das heute offiziell vorgestellte Volksbegehren DON’T SMOKE und erhofft sich davon Impulse, dass Österreich an europäische Trends anschließt und nicht weiterhin den Bemühungen um eine gesundheitsfördernde Anti-Tabak-Politik hinterher hinkt. ÖKG-Präsidentin Prim. Univ.-Prof. Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer: „Umso wichtiger ist es, dass DON‘T SMOKE möglichst viele Unterstützer findet.“

Wien, Donnerstag 15. Februar 2018 – „Rauchen macht krank und tötet. Das gilt sowohl für das Aktiv- als auch für das Passivrauchen. Im Namen der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft (ÖKH) möchte ich möglichst viele Menschen, denen Nichtraucherschutz und die Vorbeugung nikotinbedingter Krankheiten ein Anliegen ist, dazu ermutigen, das Volksbegehren DON’T SMOKE zu unterstützen.“

Aktuelle Informationen zum aktuell gestarteten Don’t Smoke Volksbegehren und die Möglichkeit online zu unterzeichnen (Handy-Signatur oder Bürgerkarte) gibt es auf https://dontsmoke.at/ – der offiziellen Seite zur Initiative.

Die Initiatoren

Das Volksbegehren wird von einer breiten Bewegung unserer gesamten Gesellschaft getragen. Die Initiatoren sind:

  • Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres – Präsident der Ärztekammer für Wien
  • Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda – Präsident der Österreichischen Krebshilfe
  • Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg – Rektor der Medizinischen Universität Graz
  • Dr. Daniela Jahn-Kuch – Oberärztin an der Universitätsklinik für Innere Medizin in Graz

Durchgeführt wird es von der Wiener Ärztekammer und der Österreichischen Krebshilfe.

So kommentiert ÖKG-Präsidentin Prim. Univ.-Prof. Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer (Sozialmedizinisches Zentrum Süd – Kaiser Franz-Josef-Spital) den heutigen offiziellen Startschuss für das von der Wiener Ärztekammer und der Österreichischen Krebshilfe gestartete Volksbegehren DON‘T SMOKE. Dieses verfolgt das Ziel eines besseren Nichtraucherschutzes durch das Abwenden der geplanten Aufhebung der 2015 beschlossenen Novelle des Tabakgesetzes durch die Bundesregierung.

Stark diskutiert: Rauchverbot und Rauchersteuer

„Aus Sicht der Herz-Medizin sind nicht nur die Zusammenhänge zwischen Rauchen und Herz-Kreislauf-Krankheiten eindeutig bewiesen, sondern auch zwischen Nichtraucherschutz und dem Zurückgehen solcher Krankheiten und Todesfälle. Aus gesundheitlicher Sicht sollte Rauchen deshalb zur Gänze aus dem öffentlichen Leben verschwinden“, so die ÖKG-Präsidentin.

Beispiele aus dem Ausland illustrieren den – zum Teil sehr rasch einsetzenden – Erfolg von Nichtraucherschutz-Maßnahmen: Für Länder wie Irland, Italien, Schweden, Großbritannien oder die USA wurde durch Studien längst bewiesen, dass Rauch-Beschränkungen im öffentlichen Raum die Erkrankungs- und Sterberaten innerhalb kürzester Zeit senken können.

Davon profitieren neben den Rauchern auch Nichtraucher, die andernfalls zum Passivkonsum gezwungen werden. Eine Meta-Studie zeigt außerdem, dass das Ausmaß der Verringerung von Raucherschäden mit der Strenge der Gesetze korreliert. Prof. Podczeck-Schweighofer: „Es ist also völlig unbegreiflich, dass die österreichische Bundesregierung Nichtraucherschutz-Maßnahmen nicht nur nicht verstärken, sondern vielmehr reduzieren möchte.“

Es sei zu bedauern, dass die Bundesregierung nicht den Weg eines generellen Rauchverbotes in Lokalen gehen möchte, wie das immer mehr Länder in Europa tun, so die ÖKG-Präsidentin: „Vom Volksbegehren DON‘T SMOKE sind entsprechende Impulse zu erhoffen, dass Österreich an europäische Trends anschließt und nicht weiterhin den Bemühungen um eine gesundheitsfördernde Anti-Tabak-Politik hinterher hinkt. Umso wichtiger ist es, dass DON‘T SMOKE möglichst viele Unterstützer findet.“

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