Drohnenversicherung in Deutschland – Anbieter, Kosten, Vorteile – Haftpflichtversicherung für Drohnen

Die jedem Bürger bekannte Haftpflichtversicherung kann für den Betrieb einer Drohne erweitert werden.

Es ist zu berücksichtigen, ob die Drohne gewerblich oder lediglich zum Vergnügen eingesetzt wird. Allerdings sollte der Nutzer bedenken, dass die Abdeckung der herkömmlichen Haftpflichtversicherung nicht immer sämtliche Schäden einschließt.

Demzufolge ist die Zusatzversicherung, speziell für Modellflieger, grundsätzlich abzuschließen.

In der Fachsprache als Drohnenversicherung bekannt, umfasst diese Versicherung sämtliche Drohnenmodelle. Drohnen, die im gewerblichen Bereich genutzt werden, müssen mindestens mit der besonderen Drohnenhaftpflicht versichert werden.

Die Drohne – das unbemannte Flugobjekt

Es befindet sich kein Mensch an Bord, sondern die Drohne ist sozusagen selbstständig. Die Einsatzgebiete sind unterschiedlich:

  • Im Bereich Vermessungstechnik sind Drohnen mittlerweile unentbehrlich.
  • In der Land- und Forstwirtschaft wurde der Nutzen der Drohnen ebenfalls erkannt.
  • Zum Tier- und Naturschutz werden diese Flugkörper eingesetzt.
  • Technische Kontrollen mithilfe von Drohnen in den Zuständigkeitsbereichen Polizei, Feuerwehr und Militär gehören zur Routine.

Laut Bußgeldkatalog 2019 wurden neue Richtlinien erarbeitet. Bei der privaten Haftpflicht, die eventuell nicht alle Schäden berücksichtigt, ist unbedingt die Drohne in der Police explizit zu benennen. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptsparten im Versicherungswesen für Drohnen, die Haftpflichtversicherung und eine Kaskoversicherung.

Die Deckungssumme sollte ebenfalls berücksichtigt werden, denn diese liegt zwischen 1 und 20 Millionen Euro. Das Gewicht der Drohne ist für die Versicherung ebenfalls von Bedeutung. Drohnen können unter Umständen bei einem Absturz schwere Schäden anrichten.

Anbieter – Kosten der Versicherungen

Bestimmte Kriterien werden vom Nutzer bei der Wahl der geeigneten Versicherung berücksichtigt, und zwar in erster Linie die Kosten und Vorteile:

  • Haftpflichthelden: Jahresprämie 72 Euro, Selbstbeteiligung 150 Euro, Drohnen bis 5 kg. Deckungssumme 50 Millionen Euro.
  • Adam Riese: Jahresprämie 30,87 Euro, Selbstbeteiligung wählbar von 0 bis 1.000 Euro, Drohnen bis 5 kg, 50 Millionen Euro Deckungssumme.
  • Versicherte Drohne – Premium: Jahresprämie 43,54 Euro, Selbstbeteiligung frei wählbar, Drohne bis 5 kg. Deckungssumme 20 Millionen Euro.
  • Barmenia Direktversicherungen: Premiumschutz ab 73,34 Euro, Selbstbeteiligung 150 Euro, Drohnen bis 25 kg, Deckungssumme 10 Millionen Euro.

In der Regel sind für den privaten Gebrauch Drohnen bis maximal 5 kg gedacht. Die Standardversicherung für den privaten Nutzer beträgt zwischen 80 und 150 Euro jährlich, die Deckungssumme ist individuell festzulegen.

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Wichtig: Rechtzeitig versichern!
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Vorteile der Ancora Versicherung

Es ist selten, aber leider passiert es doch, dass ein Drohnenabsturz zu Kettenreaktionen mit schweren Unfällen führen kann. Der Kunde kann sich ein individuelles Angebot von Ancora erstellen lassen, welches die auftretenden Risiken berücksichtigt.

Der gewerbliche Kunde rechnet mit anderen Risiken als der private Kunde. Der Deckungsschutz beinhaltet eine bis sechs Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Der Versicherungsnehmer muss nicht unbedingt in Deutschland ansässig sein, denn das internationale Netz dieses Anbieters ist weitreichend; daher gilt der Versicherungsschutz automatisch weltweit.

Der aktuelle Risikofragebogen wird vom Kunden ausgefüllt, um allen Eventualitäten vorzubeugen. Die Extraversicherung für die elektronische Zusatzausrüstung, die Versicherungsschutz bei schwerwiegenden Schäden gewährt, überzeugt viele Drohnenbesitzer.

Der Schutz tritt in Kraft bei:

  • Naturereignissen,
  • Überspannung,
  • Bedienungsfehlern,
  • Brand,
  • Einbruch,
  • Ausführungsfehlern.

Es ist nicht möglich, alle infrage kommenden Schäden einzeln aufzuführen.

Bringt die Drohnen-Versicherung generell Vorteile?

Der Abschluss dieser Versicherung via Online ist vorteilhaft, indem die Versicherung sofort in Kraft tritt, wenn der Vertrag online abgeschlossen wurde. Die Versicherungen sind in der Regel preisgünstiger. Eine Police führt mehrere Drohnen auf.

Drei namhafte Versicherer wie Delvag, R+V und PrivathaftpflichtversicherteDrohne.de punkten mit dem Vorteil, dass auch Kunden, die ihren Wohnsitz in Österreich haben, die Versicherung abschließen können.

Der Aufpreis für den weltweiten Versicherungsschutz beträgt maximal 50 Euro. Ein weiterer Vorteil ist erwähnenswert, der grundsätzlich alle separaten Drohnenversicherungen enthält, und zwar die Akzeptanz von Personenschäden. Es ist davon auszugehen, dass, wenn eine Drohne herunterfällt, nicht nur Sachschaden entsteht, sondern auch Personen verletzt werden.

Versicherung Drohne – Haftpflicht ist Zwang

  • Versicherungsprämie mit 32,76 Euro ist angemessen,
  • Film-, Fotoflüge und Indoorflüge, auch Wettbewerbe gehören zum Versicherungsumfang.
  • Die europaweite Deckung gehört zum Standard der Versicherung, optional ist die Versicherung sogar weltweit zu buchen.
  • Die Berechnung der Selbstbeteiligung entfällt.
  • Jederzeit kann die Tarifgruppe geändert werden.

Die Haftpflichtversicherung für gewerbliche Zwecke sieht etwas anders aus:

  • Die Prämie beträgt hier 100 Euro,
  • für Aufstiegsgenehmigungen ist der Versicherungsnachweis akzeptabel.
  • Autonomes Fliegen steht unter dem Versicherungsschutz, sofern die Erlaubnis nachgewiesen werden kann.
  • Sprühflüge sind ebenfalls abgedeckt.

Die Drohnen-Kaskoversicherung beinhaltet die zusätzliche Absicherung gegen Diebstahl, den ungewollten selbstständigen Flug, Fehlbedienung. Wie ist die Haftpflichtversicherung für Drohnen in Vereinen? Die Vereinsmitglieder sind zwar rundum versichert, allerdings nur bei Nutzung auf einem bestimmten Gelände, wie beispielsweise Modellflugplätze.

Wird ein Drohnen-Führerschein benötigt?

Ab dem Gewicht der Drohne von 2 kg muss dieser spezielle Führerschein gemacht werden. Anerkannte Einrichtungen des Luftfahr-Bundesamtes sind berechtigt, die Prüfung abzunehmen; die Möglichkeit per Online wird von vielen Nutzern genutzt. Fünf Jahre hat dieser Beweis Gültigkeit.

Muss die Drohne über Kennmerkmale verfügen?

Alle Flugkörper ab 0,25 kg müssen mit einer Plakette, die den Namen und Adresse des Besitzers enthält, gekennzeichnet sein. Die Schilder sind logischerweise witterungsbeständig und robust, sie werden fest mit der Drohne verbunden.

Wo darf geflogen werden?

Die Antwort ist einfach, der Besitzer muss sich genauestens über die Flugverbote informieren. Außerdem sind einige Bereiche strikt verboten, ohne besonders gekennzeichnet zu sein. Es handelt sich um:

  • Flugstrecken, die außerhalb der Sichtweite des Nutzers liegen,
  • Wohngrundstücke sind zu vermeiden,
  • Menschenansammlungen dürfen nicht von Drohnen angeflogen werden, wie beispielsweise Demonstrationen.
  • Dort wo Polizei- und Rettungseinsätze stattfinden, haben selbstverständlich Drohnen nichts zu suchen.
  • Naturschutzgebiete sind tabu für Drohnen.
  • Flughäfen sind im Umkreis von mindestens 1,5 km nicht anzufliegen.

Die Verbote müssen stets beachtet werden, sollte eine Drohne trotzdem diese Gebiete überfliegen, tritt im Schadensfall keine Versicherung in Kraft.

Drohnen ab 5 kg müssen prinzipiell über eine Aufstiegserlaubnis verfügen. Generell dürfen Nachtflüge auch von kleineren Drohnen nur mit der Aufstiegserlaubnis realisiert werden.

Was ist eine Gefährdungshaftung?

Diese Haftung bedeutet, dass der Pilot grundsätzlich haftbar ist, egal ob er Schuld hat oder nicht. Die optimale Versicherung muss also diese Gefährdungshaftung beinhalten. Autarkes Fliegen über GSP ist Bestandteil der Versicherung, allerdings muss der Pilot auf Sicht fliegen, um im Notfall die Steuerung selbst zu übernehmen.

Was geschieht, wenn eine Drohne abstürzt?

Die Drohnen Haftpflicht Versicherung tritt ein, wenn über den Unfall absolute Klarheit herrscht, bezogen auf technische Fehler oder menschliches Versagen. In erster Linie wird davon ausgegangen, dass der Halter haftet; die Schuldfrage wird im Nachhinein geklärt.

Es gibt unterschiedliche Deckungsarten:

  • Die klassische Deckung ist für private Kunden gedacht,
  • mitversichert sind mehrere Drohnenlenker, die nicht namentlich aufgeführt werden müssen.
  • Kunden, die über verschiedene Drohnen verfügen, brauchen nur einen Vertrag abzuschließen.

Vorteile:

  • Die individuelle Versicherung ist die beste Lösung, die von jeder Gesellschaft ausgearbeitet werden kann.
  • Deckungssummen reichen von der gesetzlich vorgeschriebenen Grenze bis zur festgelegten Höhe und werden vom Kunden optional gewählt.
  • Der autonome Einsatz gehört zur herkömmlichen Versicherung; die Drohne muss sich allerdings nachweislich im Sichtbereich befinden. Die Aufstiegserlaubnis wird selbstverständlich als Beweis verlangt.

Relevante Kriterien – zu beachten beim Abschluss der Drohnen Versicherung

Der Halter muss sich klar darüber sein, wo und wie er die Drohne nutzen will. Ist der Einsatz der Drohne nur in vorgeschriebenen Gebieten vorgesehen oder ebenso in fremden Umgebungen. Wird die Drohne im Ausland, beispielsweise im Urlaub, genutzt?

Sind besondere Umstände in den Versicherungsvertrag aufzunehmen, wie zum Beispiel, die Nutzung Dritter, Freunde oder Familienmitglieder. Ist die Teilnahme an Wettbewerben, oder das Fliegen bei öffentlichen Festlichkeiten relevant? Werden Film- oder Fotoflüge realisiert? Wie hoch beläuft sich die jährliche Prämie?

Es ist prinzipiell bei jedem Schadensfall von der Versicherung zu überprüfen, ob die Flüge unter Zugrundelegung der gesetzlichen Rahmenbedingungen realisiert wurden. Ohne Sondererlaubnis dürfen die Drohnen nicht höher als 100 Meter fliegen, bei Nichtbeachtung entfällt der Versicherungsschutz.

Die Drohnenverordnung nochmals kurz erläutert:

Der Versicherungsschutz ist abhängig von der Beachtung der Richtlinien:

  • Drohnen ohne Kennzeichnung dürfen nicht fliegen. Beträgt das Gewicht mehr als 2 kg, maximal 5 kg, ist der Kenntnis-Nachweis, also Führerschein, erforderlich. Über 5 kg schwere Drohnen benötigen eine Aufstiegserlaubnis.
  • Wenn keine Sondererlaubnis vorliegt, darf die Flughöhe nicht 100 Meter übersteigen. Die aufgeführten Situationen wie Polizeieinsätze usw. dürfen nicht von privaten Drohnen in ihrem Ablauf gestört werden.
  • Wohngebiete sind ebenfalls nicht anzufliegen. Drohnen, die mehr als 250 Gramm wiegen, haben in Wohngebieten nichts zu suchen.
  • Militärische Sperrzonen gehören nicht zur Flugroute einer privaten Drohne.
  • Drohnenpiloten sind grundsätzlich verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen auszuweichen. Die Drohne hat also in den meisten Situationen keine „Vorfahrt“.

Tarife der unterschiedlichen Drohnen Haftpflichtversicherungen

Der herkömmliche Haftpflicht-Tarif ist für private Nutzer optimal. Berechtigte Personen können die Drohne lenken. Bis zu fünf Drohnen werden in der Police aufgeführt.

Der klassische Tarif ist für gewerbliche Nutzer. Es dürfen ausschließlich die berechtigten Mitarbeiter die Drohnen führen. Der exklusive gewerbliche Vertrag umfasst mehrere Drohnen. Es darf jedoch jeweils nur eine versicherte Drohne zeitgleich „unterwegs“ sein.

Wie beim KFZ-Versicherungsvertrag gibt es auch in diesem Bereich Kurzzeitversicherungen für das Gewerbe oder privat. Diese Police ist interessant für den zeitbegrenzten Einsatz der Drohne. Die Versicherung wird nach der festgelegten Zeitdauer automatisch ungültig.

Fazit:

Die Drohne wird nicht nur gewerblich genutzt, sondern von Privatpersonen ebenso. Allerdings ist auf die richtige optimale Versicherung zu achten und darüber hinaus auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften.

Bei Nichtbeachtung kann der Drohnen-Ausflug erhebliche Kosten verursachen. Drohnen sind der Trend und für viele Verbraucher ein tolles Hobby. Selbstverständlich ist das Fliegen der Drohnen nicht gestattet, wenn Alkohol oder Drogen konsumiert wurden. Keine Versicherung übernimmt in diesen Fällen die Regulierung.

Quellen:

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