Eigenheimförderung in Österreich – Voraussetzungen, Höhe, Ansuchen

Die Voraussetzungen sind in jedem Bundesland verschieden. Nachstehend wurde Steiermark als Bundesland berücksichtigt.

Eine Eigenheimförderung gibt es mit einigen Voraussetzungen in Österreich. Das Eigenheim muss ganzjährig bewohnt sein.

Die positive Aussage einer amtlich anerkannten Energieberatungsstelle ist erforderlich. Der Berechtigte, der diese Förderung in Anspruch nehmen kann, ist der Wohnungseigentümer oder nahe Familienangehörige. Die österreichische Staatsbürgerschaft oder Gleichstellung ist nachzuweisen.

Förderung wird nicht allen Antragstellern in gleicher Höhe bewilligt:

  • Singlehaushalt 10.000 Euro
  • Ehepaar oder Lebensgemeinschaft 10.000 Euro
  • Junge Familien 12.000 Euro

 

Diese Förderbeiträge werden nicht zurückgezahlt, sondern können als Zuschuss zu einem benötigten Darlehen in fünffacher Höhe des Förderungsbeitrages gegeben werden. Die Laufzeit beträgt im Normalfall zehn Jahre. Weitere Förderzahlungen:

  • In manchen Fällen wird die erhöhte Wärmebedarfsanforderung oder eine Holzkonstruktion berücksichtigt mit 2.000 Euro
  • Sollte sich das Eigenheim in einer Siedlung befinden, werden 2.000 Euro gewährt.
  • Befindet sich der Standort in einer Berggemeinde, gibt es ebenfalls 2.000 Euro.
  • Wenn das Eigenheim zu einer Gruppe gehört, wird dieser Umstand ebenfalls mit 2.000 Euro gewertet

Wichtig: Förderungen nutzen!

Eine Gruppe besteht aus mindestens zehn Eigenheimen, die aneinander gebaut sind, und zwar auf Bauplätzen bis zu 800 m².

Wenn die Eigenheime aneinander gebaut sind, muss die Förderungsvoraussetzung so erfüllt sein, dass die Trennung der jeweiligen Gebäude ab Fundamentplattenoberkante über die komplette Gebäudehöhe sein muss. Der Dachbereich muss den Anforderungen der Brandschutzbestimmungen entsprechen. Es gibt keine Nutzflächen-Obergrenze.

Eigenheimförderung ist wann anwendbar

Zum Bau eines neuen Hauses wird diese Förderung anerkannt, ebenfalls als Wohnhaus mit höchstens zwei Wohnungen; der Ersterwerb einer Wohnung in einem frei finanzierten Reihenhaus oder einer Wohnstätte im Geschosswohnbau.

Der Ersterwerb und die Nutzung müssen allerdings innerhalb von drei Jahren erfolgen. Wenn der Interessent die Online-Förderberechnung aktiviert, kann schon ungefähr kalkuliert werden, ob und wie hoch ein eventueller Zuschuss sein kann.

Wirtschaftliche Erfordernisse

Weitere Bedingungen sind, dass der Bewerber über genügend Eigenkapital verfügt. Die nicht geförderten Baukostenanteile müssen durch Darlehen oder eigene Mittel gedeckt sein. Die Einkommensobergrenzen sind zu berücksichtigen.

Ein alleinstehender Bewerber hat die Grenze mit 34.000 Euro erreicht, eine Ehe- oder Lebensgemeinschaft erreicht die Obergrenze mit 51.000 Euro. Für jede weitere Person, die zum Haushalt gehört, erhöht sich die Obergrenze um je 4.500 Euro. Wenn sich die Überschreitung der Obergrenze herausstellt, wird je 900 Euro die Förderungshöhe reduziert um 20 %. Zum Zeitpunkt der Beantragung darf die Bauführung noch nicht abgeschlossen sein.

Förderungsansuchen

Das entsprechende Formular ist vielseitig und genauestens auszufüllen. Drei Varianten werden bei der Förderung angefragt:

  • Einrichtung eines Eigenheimes,
  • Einrichtung eines Eigenheimes in der Gruppe,
  • Einrichtung einer zweiten Wohneinheit.

Die Grundbuchdaten müssen unter anderem dargelegt werden. Die Personen, die im betreffenden Haushalt leben, müssen namentlich aufgeführt werden, auch ob diese Einkommen beziehen oder nicht. D

esgleichen muss der Finanzierungsplan in allen Einzelheiten dargestellt werden. Die Nutzfläche ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Eine genaue Beschreibung ist erwünscht, ob es sich beispielsweise um eine Dachwohnung handelt oder in welcher Etage usw. Zur Bestätigung der gemachten Angaben müssen die erforderlichen Dokumente in Kopie geschickt werden. Die angemessene Wohnnutzfläche wird wie folgt dargestellt:

  • Für eine Person 50 Quadratmeter,
  • zwei Personen 70 Quadratmeter,
  • drei Personen 85 Quadratmeter,
  • vier Personen 100 Quadratmeter,
  • fünf Personen 115 Quadratmeter,
  • sechs Personen 130 Quadratmeter,
  • sieben Personen 145 Quadratmeter,
  • acht Personen 150 Quadratmeter,
  • Junge Familien, in deren Haushalt noch keine Person das 40. Lebensjahr erreicht hat, zusätzlich 15 Quadratmeter. Die Höchstgrenze ist allerdings auch hier bei 150 Quadratmetern erreicht.

Förderung wird als Kredit vergeben

Die Förderung wird als Darlehen angesehen mit einem Zinssatz von 1 % auf die gesamte Laufzeit. Die Dauer der Laufzeit beträgt in den meisten Fällen 27,5 Jahre. Zinsschwankungen sind also nicht relevant für den Bewerber.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Rückzahlungen gestaffelt sind. In den ersten Jahren wird weniger gezahlt, da die betreffende Person genug andere Ausgaben hat. Im Laufe der Jahre erhöhen sich die Rückzahlungssummen.

Energiesparen ist ein wichtiger Faktor

Wie energiesparend das Haus gebaut wird, ist für die Behörde ein wichtiger Faktor. Die entsprechende Stellungnahme der Energieberatungsstelle gehört zu den Antragsunterlagen.

Eigenheime, die mit fossilen Brennstoffen, wie Gas, Öl, Kohle und Koks beheizt werden, werden nicht mehr gefördert. Mögliche Ausnahmen werden von der Fachabteilung Energie und Wohnbau des Amtes der jeweiligen Landesregierung bestätigt.

Landesdarlehen als Förderung in Wien

für Eigenheime und Reihenhaus-Eigenheime, welche von Einzeleigentümern eingereicht werden, erhalten eine Förderung in Form eines Landesdarlehens.

Es gibt an dieser Stelle jedoch Voraussetzungen, die eingehalten werden müssen. Davon berührt ist die Wohnnutzfläche. Verzinsung, Rücklagen und Laufzeiten sind fest geregelt. Die Grundvoraussetzung ist die Einkommensobergrenze.

Persönliche Unterlagen und Antragsformulare müssen dem Antrag beigefügt werden:

  • Auszug aus dem Grundbuch,
  • Baubewilligungsbescheid der Baupolizei,
  • Pläne, welche von der Baubehörde bewilligt wurden, in Form von farbigen Kopien mit Identitätsbestätigung,
  • Einkommensnachweise aller Personen, die im Haushalt leben,
  • gegebenenfalls Familienbeihilfebezugsbestätigung für Kinder,
  • Antrag für Eigenheime in zweimaliger Ausfertigung,
  • Verpflichtungserklärung, ebenfalls in doppelter Ausfertigung,
  • Datenschutzerklärung, genügt einmal,
  • wichtige persönliche Angaben, genügt auch eine Ausfertigung,
  • Beschreibung der Energieversorgung, in doppelter Ausfertigung.

Nachdem die Förderungszusicherung bewilligt wurde, wird ein Schuldschein für die Grundbucheintragung erstellt. Wenn der Eintrag im Grundbuch steht und alle Zusicherungsbedingungen erfüllt wurden, kann die Auszahlung des Darlehens erfolgen.

Eigenheimförderung im Burgenland

Umweltverträglichkeit wird auch hier bewertet. Ansonsten gelten die herkömmlichen personenbezogenen Voraussetzungen. Der Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern und Reihenhäusern wird gefördert.

Eigenheime mit einer Wohnfläche von 100 m² bis 200 m² werden einkommensabhängig gefördert. Wenn die Wohnnutzfläche 200 m² überschreitet, wird der Förderungsbetrag für jeden überschrittenen Quadratmeter um einen Prozentpunkt gemindert.

Förderung in Oberösterreich

Einfamilienhäuser, Doppelhäuser oder auch Reihenhäuser werden gefördert, ebenso wie es Kredite oder einmalige Zuschüsse gibt für Solaranlagen, Photovoltaiksystemen. Die Installation von Alarmanlagen kann ebenfalls anerkannt werden.

Akzeptiert wird der Neubau von Wohnungen, eine Einheit innerhalb eines Gebäudes, welche ganzjährig bewohnt wird, gehört ebenfalls zu der Auflistung. Gebäude, die auch nur teilweise bewohnt wird, sind ebenfalls zugelassen, auch Reihenhäuser, allerdings höchstens zweigeschossig, mit jedoch mindestens drei unabhängig von außen begehbaren Wohnungen und einer mindestens 80 m² vorhandenen Nutzfläche.

Informationen zu den notwendigen Formularen (Steiermark)

Das Antragsformular wird mit den persönlichen Daten des Antragstellers ausgefüllt.

Das Informationsblatt beinhaltet Förderungen für Eigenheim und den Einbau einer separaten Wohnung in einem fertigen Gebäude. Die Volljährigkeit des Antragstellers und die österreichische Staatsbürgerschaft oder Gleichstellung müssen bestätigt werden.

Gleichstellung zur österreichischen Staatsbürgerschaft gilt für Bürger aller EU-Länder, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Der Bewerber muss Eigentümer einer Liegenschaft sein oder aber Bauberechtigter bzw. Wohnungseigentümer.

Wenn nicht er selbst diese Voraussetzungen erfüllt, dann besteht die Möglichkeit auch für eine nahestehende Person. Zu diesem Personenkreis gehören Ehegatte, Lebensgefährte, Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder, Adoptiv- und Pflegekinder. Ebenfalls gehören Schwiegereltern, Stiefeltern, Stiefgeschwister oder Geschwister in diese Kategorie.

Das Einkommen darf nicht mehr als 34.000 Euro jährlich betragen. Wenn weitere Personen im Haushalt leben, wird deren Einkommen hinzugerechnet, sodass sich auch die Obergrenze ändert. Für alle Personen müssen Einkommensnachweise vorgelegt werden.

Höhe der Förderung – Wie hoch ist die Eigenheimförderung?

Die Höhe richtet sich nach der Größe des Haushalts. Daher sollte das betreffende Haus oder Wohnung sofort genutzt werden. Die Verpflichtung besteht darin, die zum Zeitpunkt des Antrages genutzte Wohnung innerhalb von sechs Monaten aufzugeben.

Es soll vermieden werden, auf Ferienhäuser Förderungen zu beantragen. Das ist nicht im Sinne des Gesetzgebers. Daher muss nachgewiesen werden, dass die Wohnung das ganze Jahr von dem Antragsteller und seiner Familie bewohnt wird. Stichprobenartige Kontrollen sind nichts Außergewöhnliches.

Energieversorgung

Dieser Punkt ist maßgebend bei der Vergabe von Fördergeldern. Wortwörtlich wird die positive Stellungnahme einer amtlich gelisteten Energieberatungsstelle verlangt. Die Heizungs- bzw. Warmwassernutzung darf nur durch effiziente Energiesysteme erfolgen.

Diese Energiesysteme sind in der Durchführungsverordnung des Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetzes von 1993 und in der ökologischen Richtlinie des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung genauestens beschrieben. Außerdem werden Förderungen nur bewilligt, wenn die Bauausführung dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

Wichtig ist ein genügender Wärme- und Lärmschutz. Fossile Brennstoffe sind nicht akzeptabel. Wenn eine Gasheizung genutzt wird, gilt als Ausnahme ein Gutachten der für Energietechnik zuständigen Abteilung des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung. Erst nach Vorlage des Gutachtens wird diese Energiegewinnung anerkannt.

Weitere verschiedene Bedingungen

Die Nutzfläche muss mindestens 30 m² betragen. Terrassen, offene Balkone oder Keller und Dachböden werden nicht als Nutzfläche berechnet.

Die Finanzierung muss natürlich im Vorhinein gesichert sein. Der nicht geförderte Gesamtanteil der Bausumme muss nachweislich gedeckt sein durch Kredite, Eigenansparungen. Die Bauführung darf zur Zeit der Beantragung noch nicht abgeschlossen sein.

Förderung einer zweiten Wohneinheit

Wenn das Eigenheim erweitert werden soll durch den Bau einer abgeschlossenen zweiten Wohnung, kann die Höhe der zu beantragenden Förderung gleich eines Neubaus sein.

Die Bauvollendungsfrist von drei Jahren muss eingehalten werden, indem in diesem Zeitraum die zweite Wohnung bezogen wird. Folgende Nachweise müssen vorgelegt werden:

  • Meldebestätigung für alle im Haushalt lebenden Personen,
  • Benützungsbewilligungsbescheid oder Fertigstellungsanzeige,
  • Rechnungen und Zahlungsbestätigungen der genutzten Energiesysteme. Beispiele wie Solar-, Photovoltaik- und Biomasseanlage bzw. Wärmepumpenanlage. Die Stellungnahme der Energieberatungsstelle ist selbstverständlich auch bei dieser Variante maßgebend,
  • entsprechende Rechnungen und die Zahlungsbestätigungen dazu über das Fünffache des Förderungsbeitrages dürfen nicht vergessen werden.

Bedingungen

Auch in diesem Falle muss die aktuell genutzte Wohnung innerhalb von sechs Monaten geräumt werden. Ausnahmen sind jedoch zulässig, Zustimmung des Landes vorausgesetzt, wenn die bisherige Wohnung beispielsweise aus beruflichen Gründen selbst benötigt wird oder wenn nahestehende Verwandte dringenden Wohnbedarf anmelden.

Auftretende Gebühren

Die Beantragung der Förderungsgelder ist kostenlos. Die Sicherstellung von Darlehen wird durch das Grundbuch erfasst und kostet Gebühren, jedoch nur wenn die Nutzfläche mehr als 130 m² beträgt. Sollten mehr als fünf Personen im Haushalt leben, steigt diese Zahl auf 150 m².

Was sind Eigenheime in Gruppen?

Der Begriff Eigenheime in Gruppen ist nicht für jeden Bürger verständlich. Diese Gruppe von Eigenheimen muss aus mindestens zehn Häusern bestehen. Der Bauplatz je Haus darf keine 800 m² überschreiten. Der Vorentwurf muss von der Behörde „Umwelt und Raumordnung, Abteilung Bau- und Raumordnung“, in Graz positiv beurteilt werden.

Beim Amt Energie und Wohnbau müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • Antrag, kann formlos aufgesetzt sein,
  • Vorentwurfspläne der einzelnen Häuser,
  • genaue und detaillierte Projektbeschreibung,
  • Strukturplan, das heißt Lageplan, in dem die Grundstücksflächen und die Umgebung verzeichnet sind.
  • Grundstücksbeurteilung nach WBF 9,
  • die Teilung des Grundstückes, welches vorgesehen ist, kann erst nach positiver Beurteilung vorgenommen werden,
  • Bebauungsplan bzw. ein Bescheid, der mit dem positiven beurteilten Vorentwurf übereinstimmen muss.
  • Die Aufschließung muss gemeinsam durchgeführt werden.
  • Das Förderungsansuchen sollte ebenfalls gemeinsam eingereicht werden.

Eine Zustimmungserklärung ist erforderlich. Die eidesstattliche Erklärung der Personen, die in einem Haushalt leben, ist zwingend notwendig. In dieser Erklärung wird der Verwandtschaftsgrad bestätigt. Die eidesstattliche Erklärung, dass die Rechte der aktuell genutzten Wohnung innerhalb von sechs Monaten aufgegeben werden und die Beurteilung der Energieberatung dürfen auch bei diesem Antrag nicht fehlen.

Beratungsangebot der Energieberatung Steiermark

Dieses Angebot ist für jeden neuen Eigentümer interessant. Auskünfte über Neubau oder auch Sanierung eines Einfamilienhauses. Die Erneuerung oder auch Verbesserung der vorhandenen Heizanlage sollten ins Auge gefasst werden. D

er Eigentümer kann in Erwägung ziehen, eine Solaranlage anzuschaffen. Generelle Fragen zu Energiesparmaßnahmen werden gern beantwortet. Dazu gehören auch energiesparende Elektrogeräte.

Folgende Aufzählung kann zu einer positiven Beurteilung führen:

  • Verbesserter Wärmeschutz überall, also Wände, Decken, Böden, Türen und Fenster,
  • kompakte Bauformen,
  • Bauteilverbindungen möglichst in minimalen Grenzen halten,
  • Lüftung, ohne dass viel Wärme verloren geht,
  • optimale Nutzung der Sonnenenergie, indem große Fenster in südlicher Richtung gebaut werden,
  • Gebäudehülle sollte über hohe Luftdichte verfügen.

Zukünftige Förderungen

In manchen Bundesländern ist die neue Regelung bereits in Kraft getreten. Eine nicht rückzahlbare Direktförderung auf der Grundbasis Wohnbauförderung ist bereits realisierbar. Eine kleine junge Familie mit zwei Kindern erhält dann bis zu 13.000 Euro.

Das ist vorteilhafter als ein förderungsgestütztes Darlehen. Es sollten mindestens 500 Eigenheime jährlich in der Steiermark gefördert werden, um dieses Konzept verwirklichen zu können.

Im Jahre 2012 beispielsweise wurden lediglich 250 Eigenheime gefördert. Eine Rechnungsvorlage bei Fertigstellung ist zwingend vorgeschrieben. Wenn Baumaterialien und Preise steigen, muss die Förderungssumme angepasst werden.

Förderung des Eigenheims in Passivbauweise

Beim Heizwärmebedarf sollte der Mindeststandard zum Tragen kommen. Dieser ist wie folgt erläutert: höchstens 10 kWh/m² jährlich auf Basis des Referenzklimas von 3.400 Kd/a. Die Förderung sieht 40.000 Euro als Darlehen an mit einer Laufzeit von 27,5 Jahren. 1% Zinsen fallen jährlich an.

Der Einbau einer Photovoltaikanlage ist äußerst positiv, worauf nochmals 6.000 Euro gewährt werden. Sollte die Lagequalität, Infrastruktur und die Bebauungsweise festgelegte Voraussetzungen erfüllen, kann der Bewerber nochmals mit 4.500 Euro rechnen.

Bei der Endabnahme des Eigenheims werden folgende Kriterien überprüft:

  • Der Luftdichtigkeitstest wird durchgeführt,
  • Fenster werden geprüft. Anforderung U-Wert des kompletten Fensters = 0,80W/m²K
  • Übergabeprotokoll Komfortlüftung. Zuständige Stellen sind Baumeister, Fensterfabrikant, Fertighausfirma, Haustechnikplaner, Installateur.
    Die Auszahlung des nun bewilligten Darlehens erfolgt in drei Schritten:
  • 30 % nachdem der Keller, einschließlich Decke oder Fundamentplatte, fertig ist.
  • 40 % nach Fertigstellung des Rohbaus inklusive Dach,
  • 30 % bei Nachweis, dass die vorgegebene Energiekennzahl eingehalten wurde.

Um die Auszahlung realisieren zu können, muss der amtliche Grundbuchauszug vorgelegt werden. Eine Überbelastung der gesamten Liegenschaft darf natürlich nicht vorkommen.

Bei dieser Förderung sind die jährlichen Einkommensgrenzen etwas anders kalkuliert:

  • 40.000 Euro bei einer Person,
  • 65.000 Euro bei zwei Personen.
  • 8.000 Euro für jede weitere Person.

Unterhaltszahlungen, die die dem Bewerber zufließen, werden ebenfalls zu den Einkommensgrenzbeträgen hinzugerechnet, sowie auch steuerfreie Einkünfte.

Dazu gehören:

  • Ausgleichszulagen,
  • Wochengeld,
  • Arbeitslosengeld,
  • Kinderbetreuungsgeld,
  • Überbrückungshilfe, jedoch nur bei Bundesbediensteten,
  • Krankengeld,
  • Leistungen der Sozialhilfe o.ä.

Wenn vom Bewerber Unterhaltszahlungen geleistet werden, kommen diese selbstverständlich bei der Berechnung in Abzug.

Selbstständige und deren Einkommensgrenzen

Es gibt jedoch Bewerber, die selbstständig sind. Diese Personen haben andere Einkommensgrenzen. An dieser Stelle ist der Einkommenssteuerbescheid, der zuletzt veranlagt wurde, maßgebend oder die letzten drei Jahre müssen in Form von Einkommenssteuerbescheiden vorgelegt werden, um den Durchschnitt zu berechnen.

Das Jahreseinkommen wird ermittelt, indem der Gesamtbetrag der Einkünfte um die Einkommenssteuer oder erstattungsfähigen Negativsteuer reduziert wird.

Bei Einkünften aus der Land- oder Forstwirtschaft, wo kein Einkommenssteuerbescheid vorliegt, werden 31 % des Einheitswertes der selbst bearbeiteten Flächen, wozu auch gepachtete Flächen gehören, einschließlich der Pachtzinsen, als Grundlage genommen. Die Person, auf deren Namen der Antrag läuft, muss die gleichen Voraussetzungen wie bei den anderen Förderarten besitzen.

Die Nutzung des Eigenheims
Das Eigentum muss das ganze Jahr als Wohnstätte genutzt werden. Zur Wohnung müssen folgende Räumlichkeiten gehören:

  • Bad mit Dusche oder Badewanne,
  • WC,
  • Küche oder zumindest eine Kochnische,
  • verschiedene Zimmer,
  • Nebenräume, beispielsweise Abstellräume.

Neuerungen ab April 2018 der Eigenheimförderungen

Die Grundvoraussetzungen ändern sich ab sofort wie folgt:

  • Energiekennzahl ist erreicht von 47,6 bzw. 54,4 kWh/m²a
  • die Jahresarbeitszahl der Luftwärmepumpe sollte 3,5 und höher sein,
  • Einsatz von keinen fossilen Brennstoffen, wozu in erster Linie Öl, Gas und Kohle zählen.
  • Während der Planung sollte schon ein Beratungstermin bei einer zertifizierten Beratungsstelle vereinbart werden. Wenn die Energiekennzahl zu hoch sein sollte oder eine niedrigere Kennzahl ist geeigneter, können diese Fragen erörtert werden. Für Kennzahlberechnung sind folgende Unterlagen notwendig:
  • Einreichplan,
  • genaue detaillierte Bauplanbeschreibung,
  • Fensterdatenblatt,
  • Kopie des Angebotes der Heizungs-, Solar oder Photovoltaikanlagen über die Heizungsart des Eigenheimes,
  • genaue Angabe des Ortes, wo das Eigenheim stehen soll,
  • fünfjährige Jahresleistungsgarantie der Wärmepumpe für das Heizungssystem,
  • Kopie des Lüftungsangebotes als Nachweis.

Verschiedene Wohnraumförderungen

Es werden viele Förderungen im Wohnbauwesen präsentiert. Jeder Bürger kann davon profitieren, wenn er kein zu hohes Einkommen bezieht:

  • Eigentumswohnungen,
  • Eigenheime, welche auch in Gruppen gebaut sein können,
  • Wohnhäuser,
  • Jungfamilienförderung

Fix-Zins-Darlehen

Das Fix-Zins-Darlehen ist ein Förderungsdarlehen zur Eigenheimförderung. Dieses Darlehen wird mit 2 % Zinsen präsentiert, wovon 1 % das Land trägt. Die Dauer der Laufzeit ist 20 Jahre.

Ein Prozent wird vom Nutznießer der Förderung gezahlt. Die Ratenhöhe bleibt gleich, egal welche wirtschaftlichen Umschwünge es auch geben sollte. Zwischen 50.000 und 70.000 Euro können so als Darlehen für den Hausbau verwendet werden. Die Zinsen bleiben nicht immer so niedrig warnen Experten, sodass diese Förderung ein enormer Vorteil für den Hausbauer ist.

Förderungen für was – Wann kann ich eine Förderung erhalten?

Viele Bürger wissen gar nicht, wie viele Förderungen für was gewährt werden. Ein kleiner Überblick:

  • Eigenheimförderung Steiermark,
  • Erweiterungen jeglicher Art von Eigenheimen,
  • Jungfamilienförderung Steiermark bezüglich Wohnbau,
  • Wohnhaussanierung,
  • Solaranlagen,
  • Biomasse,
  • Photovoltaik,
  • Wohnbauförderung.

Richtlinien in Wien

Mit der Bauführung kann vor schriftlicher Zusicherung begonnen werden, jedoch muss die positive Bewertung des Bauvorhabens in Bezug auf ökologische Qualität vorliegen.

Bauvorhaben, die bezüglich Energiemaßnahmen die Voraussetzungen erfüllen, können bei der Inanspruchnahme einer Förderung durchaus positiv bewertet werden. Energieeffizientes Bauen und Nachhaltigkeit sind schon Pluspunkte.

Fertighaus Förderungen

Das Fertighaus wird als Eigenheim eingestuft und kann unter den gleichen Voraussetzungen für die Förderung eingesetzt werden.

Die Arten der Förderung werden individuell berücksichtigt. Für eine größere Familie ist der Förderbetrag größer und die Größe des Hauses entsprechend mehr in m². Auch hier gelten folgende Richtlinien, die vor Beantragung zu überdenken sind:

  • Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, wobei Kinder gesondert berücksichtigt werden,
  • gesamtes monatliches Einkommen aller infrage kommenden im Haushalt lebenden Personen,
  • Wohnnutzfläche,
  • Bauweise,
  • Passivhausqualität in Bezug auf die Energie – und Heizungsnutzung.
  • Barrierefreiheit und behindertengerechte Bauweise,
  • Investitionen in erneuerbare Energien beispielsweise Solaranlage, Wärmepumpen, Biomasseheizung.

Wenn ein gefördertes Eigentum gekauft wird, kann der neue Käufer bei Nachweis der Förderungsfähigkeit in die Förderung eintreten. Die Zustimmung in diesem Falle des Landes Niederösterreich muss bestätigt werden.

Hierzu sind einige Unterlagen erforderlich:

  • Beglaubigter Kaufvertrag oder auch Schenkungsvertrag. An dieser Stelle muss der Eintritt in die Verbindlichkeiten des Förderungsdarlehens bestätigt werden.
  • Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Zustimmungserklärung, beglaubigt vom Grundbuchamt,
  • Vollmacht vom Verkäufer.

Die Förderung kann nicht übernommen werden, wenn ein Pfandrecht oder Vorkaufsrecht im Grundbuch eingetragen ist. Beim Verkauf müssen diese Art Darlehen beglichen werden.

Folgende Varianten der Förderung sind aktuell:

  • Zinszuschüsse zu einem Hypothekendarlehen mit variabler Verzinsung. Die Laufzeit beträgt hier 30 Jahre. Die Rückzahlsummen steigen pro Jahr an.
  • Zinszuschüsse zu einem Hypothekendarlehen mit Fixverzinsung von 1 % und einer Laufzeit von 20 Jahren. Raten und Zinsen bleiben gleich.
  • Einmaliger Direktzuschuss in Höhe von 6 % des geförderten Hypothekendarlehens.

Der 1. und 2. Vorschlag ist nur noch bis zum 30.06.2018 befristet. Das Hypothekendarlehen erhöht sich für jedes Kind, welches im gemeinsamen Haushalt des Bewerbers lebt. Kinder, die innerhalb von fünf Jahren nach Zusicherung der Förderung geboren werden, sorgen für die Erhöhung der Hypothekensumme um jeweils 12.000 Euro.

Die Summen wurden so präsentiert:

  • Niedrigenergiehaus: 50.000 Euro,
  • Niedrigstenergiehaus: 53.000 Euro,
  • Minimalenergiehaus: 61.000 Euro.

Fazit:Die Förderungen gelten bei Errichtung eines Eigenheimes als Teil einer Gesamtanlage. Zwingend vorgeschrieben ist die energiesparende Bauweise. Das bedeutet, die Nutzbarheiz-Energiekennzahl (NEZ) muss in einer bestimmten Höhe nachgewiesen werden.

Junge Familien, oder überhaupt Familien, werden berücksichtigt, sodass ein Eigenheim in erreichbare Nähe rückt. Verschiedene Alternativen werden individuell nach der Situation des Bewerbers gewählt. Durch die Einkommensobergrenze werden nur Personen mit niedrigem Einkommen in den Genuss der Förderung kommen, was ja durchaus berechtigt ist.

Eigentumswohnungen, die mit Förderungsgeldern gebaut wurden, sind meist günstiger als frei finanzierte Wohnungen. Da jedes Bundesland verschiedene Alternativen zur Förderung aufweist, ist nur von allgemeinen Richtlinien die Rede. Im gesamten Österreich wird allerdings großen Wert auf Energiesparmaßnehmen und effektiver Bauweise zum Umweltschutz g elegt.

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