Einlagensicherung NEU 2019 in Österreich – Welche Einlagen sind abgesichert?

Die Einlagensicherung und die Entschädigung von Anlegern sind in Österreich im Bundesgesetz über Einlagensicherung und Entschädigung von Anlegern in Finanzinstituten (ESAEG) geregelt. Diese Bestimmungen übersetzen EU-Richtlinien in nationales Recht.

Einlagensicherung NEU 2019 in Österreich – Änderungen

Ab dem 1.1.2019 wurde die Einlagensicherungsfunktion für alle österreichischen Kreditinstitute um die Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H erweitert. Von diesem Abkommen sind Banken ausgeschlossen, die zum Bankensicherungssystem Erste Bank und Sparkassen gehören und daher von der S-Haftungs GmbH unterstützt werden.

Jedes in Österreich ansässige Kreditinstitut, das Einlagen von Kunden erhalten oder Sicherheitsleistungen erbringen möchte, muss einer dieser beiden Sicherheitseinrichtungen angehören.

Andernfalls entfällt seine Lizenz zur Annahme von Einlagen und sicherheitspflichtigen Wertpapierdienstleistungen. Die Frage, welche Zugeständnisse und Lizenzen die Bank in Österreich hat, ist auf der der FMA-Website (https://www.fma.gv.at/unternehmensdatenbank-suche) zu finden.

Die Eigentumsstruktur eines Kreditinstituts ist sowohl für die Einlagensicherung als auch für die Entschädigung von Anlegern unerheblich, ein wesentlicher Faktor ist das Vorhandensein der österreichischen Konzession.

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Wichtig: Einlagensicherung bei Investments berücksichtigen!
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Gesetzlich verbundene Zweigniederlassungen ausländischer Kreditinstitute, die Einlagen erhalten oder Sicherheitsleistungen erbringen, die in Österreich im Rahmen der Instituts- und Dienstleistungsfreiheit sicherheitspflichtig sind und daher keine österreichische Banklizenz besitzen, unterliegen der Einlagensicherung oder einer Entschädigung der Anleger im Wohnsitzland des Kreditinstituts.

Grundsätzlich müssen daher alle Ansprüche nach den Gesetzen des Wohnsitzlandes geltend gemacht werden.

Diese ausländischen Kreditinstitute können in Bezug auf die in ihren Zweigniederlassungen in Österreich erbrachten Sicherheitsdienste zusätzlich Mitglied der österreichischen Sicherheitsagentur (freiwillige Mitgliedschaft) werden, werden dort jedoch nur insoweit erbracht, als das Wohnsitzland der Kreditorganisation in Bezug auf Art und Umfang geringer ist als das Land, aus dem es kommt.

Welche Einlagen sind durch die Einlagensicherung abgedeckt?

Grundsätzlich alle Guthaben auf allen Zins- oder nicht abgezinsten Konten oder Büchern, wie z. B. Bankkonten. Gehalts- und Alterskonten, andere laufende Konten, Termineinlagen, Sparkonten oder Bausparkonten, die bei Bedarf fällig werden, sind erstattungsfähig.

Ist mein Guthaben in einen Bausparvertrag geschützt?

Bausparkassen sind auch (besondere) Kreditinstitute und somit Mitglieder von Rechtsschutzinstitutionen.

Sie schließen einen Bauspar-Vertrag direkt mit der entsprechenden Bausparkasse ab, sodass dieses Guthaben in der Bausparkasse von Ihrem Guthaben in einer anderen Bank getrennt ist. Die Berechnung des Kontos erfolgt im Rahmen des Sparvertrags

Ist mein Guthaben durch ein noch nicht bestätigtes Bankbuch geschützt?

Nur Einlagenversicherungen auf der Grundlage gesetzlicher Konten oder gesetzlicher Bücher sind sind in der Einlagesicherung enthalten. Damit der Restbetrag des noch nicht legalisierten Bankbuchs zurückerstattet werden kann, müssen Sie die Rechtmäßigkeit innerhalb von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt des Sicherheitsfalls auffüllen.

Vor der Zahlung muss das Zahlungsbuch bei der Sicherheitsagentur eingereicht werden.

Ist mein Guthaben in einem Fremdwährungskonto geschützt?

Ja, auch Fremdwährungsguthaben sind zulässig. Im Sicherheitsfall erfolgt die Zahlung jedoch in Euro.

Um wie viel ist mein Guthaben gesichert? – Einlagensicherung bis 100.000 je Institut und Person

Ihr Guthaben (einschließlich Zinsen) ist bis zu einer maximalen Zahlung von 100.000 Euro pro Kreditinstitut und pro Person gesichert. Dieser Schutz hängt nicht von der Anzahl der Konten oder Kontenbücher der betreffenden Institution ab.

Somit gilt die Einlagensicherung für jeden Einleger und die jeweilige Bank. Da jede Bank eine Einlagensicherung mit einer eigenen Bankkonzession zugeteilt wird, ist es unerheblich, ob die Kreditinstitute derselben Gruppe von Kreditinstituten angehören (die in Österreich registrierte Bank mit einem höheren Rating besitzt einen kontrollierenden Anteil an einer anderen Bank): jeweils Guthaben dieser Banken sind unabhängig von jedem Einleger bis zu einer maximalen Zahlung von 100.000 Euro, – gesichert.

Was sind Termineinlagen?

In einigen Fällen können Sie innerhalb von 12 Monaten nach Absicherung des Sicherungsgeschäfts einen Antrag an das Sicherungsschema stellen, dass Ihr Kontostand die maximale Auszahlungssumme von 100.000,00 EUR bis insgesamt 500.000,00 EUR übersteigt.

Dazu müssen Sie gegenüber der garantierenden Einrichtung nachweisen, dass Ihr Beitrag entweder – aus Immobilientransaktionen im Zusammenhang mit privaten Wohnimmobilien – oder – den gesetzlich vorgeschriebenen sozialen Zielen entspricht und mit Lebensereignissen wie Ehe, Scheidung, Ruhestand, Entlassung zusammenhängt. In jedem Fall muss die Absicherung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Datum der Gutschrift erfolgen oder ab dem Zeitpunkt, zu dem ein solcher Beitrag rechtmäßig zulässig ist.

Gibt es einen Selbstbehalt?

Nein. Bei der Einlagensicherung wird das Franchise weder den Einzelpersonen noch den Nicht-Privatpersonen belastet.

Sind meine Zinsansprüche gesichert?

Ja. Darüber hinaus werden die von der Bank vor dem Einlagensicherungsfall gezahlten Zinsen für Ihr Guthaben durch das Einlagensicherungssystem gedeckt und in das Zahlungslimit einbezogen.

Kann mein Guthaben sowohl als erstattungsfähige Einlage im Rahmen der Einlagensicherung als auch als Forderung aus Wertpapiergeschäften im Rahmen einer Entschädigung an den Anleger zurückerstattet werden?

Nein. Es besteht kein Anspruch auf doppelte Entschädigung.

Forderungen aus Guthaben bei Kreditinstituten, die sowohl in Form einer gedeckten Einlage als auch als Forderungen aus sicherungspflichtigen Wertpapiergeschäften erstattet werden können, werden als Teil der Einlagensicherung erstattet.

Wenn die entsprechenden Voraussetzungen für die Forderung erfüllt sind, können Ansprüche aus der Einlagensicherung und Entschädigung an den Anleger unabhängig voneinander geltend gemacht werden. Eine Aggregation findet nicht statt. Einzelheiten zu den Sicherheitsanforderungen für durch die Anlegerentschädigung gesicherte Wertpapiere sind in den FAQ für Anlegerentschädigungen aufgeführt.

Was ist NICHT durch die Einlagensicherung in Österreich abgesichert?

Ich habe in meiner Bank Anleihen gekauft und hinterlegt. Sind diese Anleihen durch eine Einlagensicherung abgesichert?

Alle Arten von Schuldverschreibungen (wie z. B. festverzinsliche Anleihen, Zertifikate, mittelfristige Anleihen) sind keine Einlagen für die Einlagenversicherungen und daher nicht erstattungsfähig.

Im Falle einer Insolvenz der ausstellenden Bank werden Sie somit gemäß den Emissionsbedingungen bedient (z. B. vorzugsweise aus einem gesonderten Deckungspool bedient oder zu einem Insolvenzsatz hinzugefügt oder an andere Gläubiger verkauft).

Im Falle einer Insolvenz Ihrer Depotbank sollten Anleihen anderer Emittenten an Sie übertragen oder auf ein von Ihnen angegebenes Depot bei einem anderen Kreditinstitut überwiesen werden. Wenn die Dokumente nicht zugestellt oder übertragen werden können, gilt dies nicht für die Entschädigung der Anleger.

Sind nur Einlagen der österreichischen Bürgerinnen und Bürger gesichert?

Nein, die Staatsbürgerschaft des Kunden spielt keine Rolle. Damit sind die Guthaben von Kunden, die nicht österreichische Staatsbürger sind, gesichert.

Welche Form ist abgesichert?

Grundsätzlich ist das Vermögen jedes Einzelnen und jedes Nicht-Individuums (zum Beispiel einer juristischen Person, einer Personengesellschaft) gesichert, es sei denn, diese Person ist ausdrücklich gesetzlich von Sicherheiten ausgeschlossen (Einzelheiten siehe § 10 der ESAEG).

Zum Beispiel: Einlagen von Kreditinstituten, Finanzinstituten und Investmentgesellschaften, Einlagen von Renten- und Pensionsfonds, Einlagen von Regierungen und Zentralregierungen, Einlagen von regionalen und lokalen Regierungen (z. B. Ländern und Kommunen).

Sind Kredite auf Einlagenkonten gesichert?

Ein Treuhandkonto ist ein Treuhänder, der ein Guthaben auf dem Konto eines anderen Benutzers hat. Der wirtschaftliche Eigentümer des auf dem Treuhandkonto hinterlegten Kredits ist somit der Auftraggeber, der auch für dieses Darlehen innerhalb des Höchstbetrags abgesichert ist.

Die Zahlung des gesicherten Betrags erfolgt nach Legitimierung und Bestätigung der Forderung an den Auftraggeber. Gleiches gilt für andere Konten, d. h. für Treuhandkonten, die nur von bestimmten Berufen (Rechtsanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer, Immobilienmakler und -verwalter sowie Bauingenieure) eröffnet werden können. Zum Beispiel für Einzelpersonen: Das auf den Konten des Hausverwalters bezogene Vermögen ist somit bis zu einem Höchstbetrag der Zahlung geschützt, d. h. bis zu 100.000 Euro pro Person.

Sind die Vermögenswerte der Wohnungsgemeinschaften geschützt?

Ist die Eigentumswohnungsgemeinschaft (im Sinne des Gesetzes über Eigentumswohnungen) der Kontoinhaber oder Auftraggeber, wird den einzelnen Eigentümern von Eigentumswohnungen keine Höchstzahlung von bis zu 100.000 Euro garantiert, sondern nur die Zusammenlegung von Eigentumswohnungen als juristische Person mit einem Betrag von bis zu 100.000 Euro.

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