Elternunabhängiges Bafög in Deutschland – Höhe, Voraussetzungen, Rückzahlung – Wie viel BAfög steht mir zu?

Die Abkürzung Bafög steht für das Bundesausbildungsförderungsgesetz. Gemäß diesem Gesetz ist es möglich, dass junge Menschen Fördergelder erhalten können. Im Volksmund wird die finanzielle Unterstützung kurz als Bafög bezeichnet.

Das Wort bezeichnet also zum einen das Gesetz, zum anderen aber auch die Forderung nach der finanziellen Unterstützung selbst.

In den vergangenen Jahren gab es einige Änderungen und Ergänzungen, was den Anspruch auf Bafög angeht. Wer wissen möchte, ob seine eigene Situation ihn dazu befähigt, Bafög zu erhalten, der sollte in jedem Fall den nachfolgenden Ratgeber lesen, der darüber informiert, unter welchen Umständen ein Anspruch auf Bafög gezahlt wird.

Woher kommt das Bafög Geld?

Das Bafög Geld ist eine staatliche Unterstützung finanzieller Natur, die während der Ausbildungszeit den Lebensunterhalt zu einem großen Teil abdecken kann.

Die Kosten für Wohnen und Leben sollten durch Bafög abgedeckt werden, so dass man sich ganz auf seine Ausbildung konzentrieren kann.

Das Bafög wird elternunabhängig gezahlt. Es ist zu differenzieren zwischen dem elternunabhängigen Bafög und dem der normalen Förderung der Ausbildung bzw. dem Bafög, dass in Abhängigkeit vom eigenen Vermögen sowie vom Einkommen der Eltern gezahlt wird. Es gibt also mehrere Varianten, wie man während der Ausbildungszeit finanzielle Unterstützung haben möchte.

Wer hat Anspruch auf das elternunabhängige Bafög?

Personen, die mindestens 15 Jahre alt sind und sich in einer Ausbildung befinden haben Anspruch auf das elternunabhängig Bafög, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.

Das elternunabhängige Bafög wird gezahlt, wenn sie z.B. ein Studium beginnen, nachdem man mindestens fünf Jahre lang einer Erwerbstätigkeit nachgegangen ist.

Ebenso besteht die Möglichkeit, dass man das elternunabhängige Bafög erhält, wenn man drei Jahre in einem Job mit Mindesteinkommen gearbeitet hat und mindestens eine dreijährige Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hat.

Finanzielle Unterstützung in Deutschland: Bafög

Wer die Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg erreichen konnte, kann ebenfalls das Bafög unabhängig von den Eltern beantragen.

  • z.B. wenn die eigenen Eltern nicht auffindbar sind
  • ab einem Alter von 15 Jahren möglich
  • auch zur Unterstützung im Masterstudium geeignet
  • für die Hochschulreife auf dem 2. Bildungsweg nutzbar
  • unabhängig von den eigenen Eltern zu beantragen

Das elternunabhängige Bafög ist nicht auf ein bestimmtes Alter limitiert. Das bedeutet, dass auch Personen mit einem Alter von mehr als 30 Jahren die Möglichkeit haben, es zu beantragen. Es ist möglich, dass das Bafög dann erhalten wird, wenn man genau begründen kann, warum man auch in einem Alter von über 30 Jahren einer Ausbildung nachgehen möchte.

Sollten die eigenen Eltern nicht auffindbar sein oder z.B. unbekannt verzogen sein, ist es ebenfalls möglich, dass das elternunabhängige Bafög beantragt wird. Ebenso existieren Konstellationen, in denen die Eltern per Gesetz nicht zum Unterhalt des Kindes verpflichtet sind und das Kind hat somit Anspruch auf elternunabhängiges Bafög.

Zu beachten ist, dass auch Vollwaisen das Bafög nutzen können und zwar unabhängig von den Eltern, die in diesem Fall z.B. unbekannt sind.

Auch Personen, die bereits in einem Master Studiengang sind oder die zum Beispiel duale Studiengänge belegen oder andere Berufsfachausbildungen absolvieren haben Anspruch auf das Bafög, wenn sie eine der oben genannten Bedingungen erfüllen.

Wenn man die Bedingungen nicht erfüllt und wenn die Eltern gleichzeitig nicht zum Unterhalt des Kindes verpflichtet sind, ist es ebenfalls möglich, dass man Bafög beantragen kann, wenn ansonsten die gesamte Ausbildung in Gefahr gewesen wäre.

Quelle und weitere Informationen: https://www.vexcash.com/blog/elternunabhaengiges-bafoeg/

Basis Voraussetzungen für das elternunabhängige Bafög in der Übersicht

Es gibt einige Basisvoraussetzungen, die erfüllt werden müssen, wenn man Anspruch auf das elternunabhängige Bafög haben möchte.

Das Geld wird dann freigegeben, wenn die Eltern ab dem 25. Lebensjahr des Kindes nicht mehr dafür zuständig sind, den Unterhalt zu bezahlen. Auch wenn sie ihrer Pflicht zum Unterhalt nicht nachkommen, besteht die Möglichkeit, Bafög zu beantragen. Sollten die Eltern z.B. bereits verstorben sein oder sollte man als Mutter bereits eigene Kinder haben und noch unter 25 Jahre alt sein, ist es ebenfalls möglich, dass das elternunabhängige Bafög beantragt werden kann.

Wer sich dafür entscheidet, einen Masterstudiengang zu belegen, der muss diesen starten, bevor man 35 Jahre alt ist, um Bafög zu erhalten. Zu beachten ist, dass man im Vorfeld natürlich ein Bachelorstudium absolviert haben muss. Dieses gilt bereits als abgeschlossene Berufsausbildung. Nach dem Bachelor muss man mindestens 3 Jahre lang gearbeitet haben, um im Anschluss eine Förderung zu halten.

Quelle und weitere Details: https://www.bachelorprint.de/finanzen/studium-finanzieren/bafoeg/elternunabhaengiges-bafoeg/

Muss ich Studienerfolge und Fortschritte melden, um Bafög weiter zu erhalten?

So genannte Leistungsnachweise müssen erbracht werden, wenn man den Anspruch auf das elternunabhängige Bafög aufrechterhalten möchte.

Es ist z.B. möglich, dass ein entsprechender Auszug dem Amt zugespielt werden kann.

Die Ausbildung darf während der gesamten Zeit nicht unterbrochen werden, sprich nicht länger als 3 Monate unterbrochen werden. Es ist natürlich erforderlich, dass Praktika absolviert werden, die notwendig sind, um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

  • Studienfortschritt muss mitgeteilt werden
  • Leistungsnachweise können ausgedruckt und eingereicht werden
  • Ausbildung darf nicht länger als 3 Monate unterbrochen werden
  • Pflichtpraktika müssen wahrgenommen werden

Wie lange darf ich das elternunabhängige Bafög beantragen?

Das elternunabhängige Bafög wird in erster Linie so lange gewährt, wie es auch beim klassischen Bafög der Fall ist. Die genauen Bestimmungen hierzu finden sich in § 15 des entsprechenden Bafög.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass das Studium innerhalb der Regelstudienzeit beendet wird. Diese wird für jeden Studiengang statistisch ermittelt und kann ohne Probleme zu Beispiel über die Homepage der Universität eingesehen werden.

Wichtig zu wissen ist auch, dass es zu Änderungen kommen kann, was den Anspruch auf das von den Eltern unabhängige Bafög angeht.

Wer einem Beruf nachgeht oder zum Beispiel heiratet, kann unter Umständen den Anspruch auf das Bafög verlieren. Es ist daher wichtig, dass eine direkte Kommunikation mit dem zuständigen Amt stattfindet, so dass man das Bafög in jedem Fall berechtigterweise beansprucht.

Welche Papiere sind für die Beantragung des (elternunabhängigen) Bafög notwendig?

Wer das elternunabhängige Bafög beantragen möchte, der muss sich an gewisse Fristen und Zeiten halten. Dabei ist anzumerken, dass heutzutage viele der Schritte komplett online durchlaufen werden können.

Die Formulare werden durch das Ministerium für Forschung und Bildung zur Verfügung gestellt. Sie müssen ausgefüllt und an das Amt für Ausbildungsförderung gesandt werden, welches dafür zuständig ist, die Bafög Anträge zu bearbeiten.

Zu berücksichtigen ist bei der Antragstellung, dass es einige Wochen dauern kann, bis man eine Antwort auf seinen Antrag erhält. Das liegt daran, dass gerade zu Beginn eines Semesters eine sehr hohe Anzahl (oft mehrere tausend) an Anträgen bei dem Amt eingeht. Es ist also möglich, dass 1 bis 2 Monate vergehen, ehe man eine Rückmeldung erhält.

  • Immatrikulationsbescheinigung muss dem Antrag beiliegen
  • Meldebescheinigung (sofern man nicht mehr bei seinen Eltern lebt)
  • Nachweis für den zutreffenden Fall:
  • o z.B. darüber, dass die Eltern unbekannt verzogen sind (Aussteller: Bürgerbüro)
  • o z.B. Nachweis über Vollwaisen
  • o z.B. Nachweis über Ausbildungen oder Erwerbstätigkeiten
  • o z.B. Nachweis über das eigene Vermögen
  • o z.B. Nachweis eigener Kinder
  • o z.B. Nachweis der monatlichen Miete
  • o z.B. Nachweis über Kosten für die Krankenversicherung

 

Die Immatrikulationsbescheinigung ist für viele Ämter der wichtigste Beleg, der zusammen mit dem Bafög Antrag abgegeben werden kann. Alle weiteren Anträge können je nach Situation eingereicht werden.

Wie hoch sind die Fördergelder, die im Rahmen des Bafög gezahlt werden?

Die Höhe des elternunabhängigen Bafögs unterscheidet sich nicht von der Höhe des klassischen Bafögs.

Das bedeutet, dass im Maximum Gelder in Höhe von 735 Euro je Monat beantragt werden können.

Hinzu kommen Gelder für die Pflegeversicherung sowie für die Krankenversicherung, die auf einen Betrag von maximal 86 Euro je Monat gedeckelt werden. Dies ist vor allem dann möglich, wenn man nicht mehr im Haushalt der Eltern lebt, sondern bereits einen eigenen Haushalt hat, der unterhalten werden muss.

Wie hoch die Gelder konkret sind, ist unter anderem davon abhängig, ob man z.B. noch im Haushalt der Eltern oder bereits in einem eigenen Haushalt lebt.

Beispielrechnung für das elternunabhängige Bafög

Wer als Student nicht im Haus der Eltern lebt, kann mit einer Bafög Unterstützung in Höhe von 649 Euro je Monat rechnen. Hinzu kommen rund 86 Euro für die Krankenversicherung sowie für die Sozialversicherung. In Summe ist damit ein maximaler Betrag in Höhe von 735 Euro im Monat als Unterstützung durch das Amt während der Ausbildungszeit möglich.

Wer im Haus der Eltern lebt, kann ein elternunabhängiges Bafög in Höhe von 451 Euro im Monat im Maximum erhalten.

Die Summe für die Sozialversicherungen, die zusätzlich geleistet werden kann, liegt bei 86 Euro. Das bedeutet, dass in Summe im Maximum je Monat während der Ausbildung ein Wert von 537 Euro erzielt werden kann.

Wie hoch die Unterstützung durch das Amt ist, hängt nicht nur davon ab, ob man noch zu Hause lebt, oder bereits seinen eigenen Haushalt hat, sondern auch davon, welche Art von Ausbildung man abgeschlossen hat, bzw. welcher Ausbildung man nachgeht.

Wer nicht mehr im Elternhaus lebt und zum Beispiel die Berufsfachschule oder eine allgemeinbildende weiterführende Schule besucht, kann eine Summe in Höhe von 504 Euro + 86 Euro, also insgesamt 590 Euro beantragen.

Gleiches gilt, wenn man mindestens zwei Jahre lang eine Berufsfachklasse besucht und hier einen Abschluss erwirbt, der einen für den Beruf qualifiziert. Sollte man in diesem Fall zu Hause leben, gibt es 231 Euro Bafög und zusätzlich 86 Euro für die Sozialversicherungen, also in Summe einen Wert von 317 Euro im Monat als Unterstützung gemäß Bafög.

Bei Besuch der Fachoberschule und bei einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung liegt der Satz für die Unterstützung für jemanden, der im Haushalt der Eltern lebt bei einem Wert von 418 Euro sowie zusätzlich 86 Euro für die Sozialversicherungen. In Summe kommt man somit auf einen Wert in Höhe von 494 Euro im Monat. Wenn man nicht mehr bei seinen Eltern im Haus lebt, erhöht sich der Satz von 418 auf 587 Euro im Monat. Die 86 Euro bleiben die gleiche Summe. Im Maximum sind daher 673 Euro im Monat möglich.

Welche Einkünfte und Vermögen sorgen dafür, dass die Bafög Zahlungen reduziert werden?

Es besteht die Möglichkeit, dass die Bafög Leistungen reduziert werden und zwar entsprechend anderer Einkünfte, die in jedem Fall angerechnet werden müssen.

Wer bereits während der Ausbildung über ein eigenes Einkommen bezieht, oder auch nebenbei einem Beruf nachgeht, der bekommt deutlich weniger Bafög, oder sogar gar kein Bafög zugeteilt.

Dies ist davon abhängig, wie hoch die Einkünfte in der Ausbildung bzw. im Nebenberuf sind.

  • Einkommen werden angerechnet (über 450 Euro)
  • Vollwaisenrente wird angerechnet
  • Einkommen des Ehepartners wird angerechnet
  • Vermögen ab 7.500 Euro wird angerechnet

Ebenfalls werden Renten, wie zum Beispiel eine Vollwaisenrente angerechnet, wenn man einen Anspruch auf Bafög hat. Auch im Falle anderer Einkünfte, die bei mehr als 450 Euro im Monat liegen, können dieses dazu führen, dass das Bafög reduziert wird.

Entsprechende Fördergelder führen meist ebenfalls dazu, dass weniger Bafög gezahlt werden kann.

Wer verheiratet ist, sollte genau auf das Einkommen des Ehepartners achten, welches ebenfalls dazu führt, dass weniger Bafög gezahlt werden könnte, da hier gewisse Werte anerkannt werden bzw. angerechnet werden müssen.

Auch eigenes Vermögen ab einer Summe in Höhe von 7.500 Euro wird in jedem Fall angerechnet, wenn man sich dazu entscheidet, Bafög zu beantragen und nicht weiß, wie viel Geld man erhält.

Daher ist es ratsam, sich im Vorfeld genau über die Berechnungen und Regeln zu informieren und dementsprechend darauf zu achten, dass auch alle Bedingungen erfüllt werden, um Bafög zu erhalten.

Warum ist Bafög für viele Menschen so wichtig?

Gerade für junge Menschen spielt Bafög meist eine sehr große Rolle. Das liegt daran, dass sie Probleme haben, ihr Studium mit einem Job zu verknüpfen.

Der klassische Ansatz, in dem junge Studierende in der Lage sind, ihr Studium zu meistern und parallel einen Job auszuüben, der ihr Leben finanziert, ist in der Regel kaum zu verfolgen. Das bedeutet konkret, dass es kaum möglich ist, dass man während des Studiums so viel Zeit hat, anderen Tätigkeiten nachzugehen.

Die Umstellung von den alten Diplom Studiengängen auf das amerikanische Bachelor und Master System hat für viele Menschen dazu geführt, dass sie nicht wissen, wie sie ihre Zeit einteilen sollen.

Zudem ist die Anzahl der so genannten Pflichtveranstaltungen in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen. Auch die so genannte Anwesenheitspflicht ist deutlich umfangreicher und intensiver geworden, als es noch vor ein paar Jahren der Fall gewesen ist.

Das bedeutet konkret, dass es sehr viel mehr junge Menschen gibt, die nicht genau wissen, wie sie ihr Studium überhaupt zeitlich auf die Reihe bekommen.

Oftmals gibt es in den Studiengängen sogar am Wochenende oder in den Abendstunden Veranstaltungen. Das bedeutet, dass am Abend zum Beispiel Vorlesungen stattfinden, die besucht werden müssen, oder dass am Wochenende Praktika besucht werden müssen.

  • Bachelor- und Mastersystem hat für mehr Zeitdruck gesorgt
  • Kaum Zeit am Abend oder am Wochenende, um Geld für den Unterhalt zu verdienen
  • Bafög stellt eine attraktive Chance dar, im Studium genügend Zeit zum Lernen zu haben
  • Bafög reicht meist für ein WG Zimmer und Lebensmittel

Das Wochenende muss darüber hinaus häufig auch genutzt werden, um zum Beispiel sich auf Klausuren vorbereiten zu können und entsprechend vorbereitet zu sein, wenn man etwas vorstellen muss. Projektarbeiten, Hausarbeiten und Klausuren sowie die klassischen Abschlussarbeiten sorgen im Studium für zusätzlichen Druck und für zusätzliche Herausforderungen.

Das bedeutet konkret, dass es möglich ist, dass in jedem Fall kaum Zeit vorhanden ist, zusätzlich etwas zu arbeiten oder Geld zu verdienen. Aus diesem Gründen ist es für die meisten jungen Menschen unerlässlich, dass sie sich neben dem Studium auch um das Bafög kümmern.

Das Bafög Geld wird in der Regel dazu genutzt, eine eigene Wohnung, oder zumindest ein Zimmer in einer Studenten WG zu mieten, denn für mehr reicht es in der Regel nicht. Das bedeutet konkret, dass es möglich ist, dass mit dem Bafög Geld in jedem Fall sehr gut gelebt werden kann, wenn auch auf kleinem Fuß. Wer Bafög bekommt und zwar in ausreichender Höhe, kann das Geld perfekt nutzen, um sich ein Zimmer zu mieten und natürlich auch, um zum Beispiel Lebensmittel davon zu kaufen und sich zu ernähren.

Den jungen Studierenden bleibt somit genügend Zeit, um ihr Studium erfolgreich zu absolvieren.

Dies ist im Übrigen auch erforderlich, wenn man Bafög bezieht, denn entsprechende Nachweise über den Fortschritt im Studium müssen in jedem Fall erbracht werden, wenn man die Bafög Gelder erhält.

Das bedeutet, dass Regelmäßig bei den entsprechenden Stellen im Studium ein Nachweis eingeholt werden muss. Der so genannte Leistungsnachweis kann zum Teil sogar elektronisch aus dem System gezogen werden und wird dann bei den entsprechenden Ämtern vorgelegt.

Welche Gelder kann ich neben dem Bafög erhalten? – Beihilfen/Zuschüsse & Zuverdienst

Es ist durchaus möglich, dass man neben dem Bafög auch noch weitere Gelder wie zum Beispiel das Kindergeld oder aber auch das Wohngeld erhalten kann. Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass man zum Beispiel das Kindergeld erhalten kann, weil es allein dem Unterhalt des Kindes dient. Das bedeutet, dass es nicht auf das Bafög angerechnet wird.

  • Kindergeld wird nicht auf die Bafög Leistungen angerechnet
  • Wohngeld wird nicht auf die Bafög Leistungen angerechnet

Das Wohngeld kann man ebenfalls beantragen, welches dazu dient, die Miete zu stemmen. Es wird ebenfalls nicht bei der Berechnung des Bafög berücksichtigt. Das bedeutet, dass bei dem Bezug von Wohngeld die Leistungen in Form von Bafög nicht berührt werden, sondern man in jedem Fall wieder das normale Bafög ohne Abzüge beantragen kann.

Muss ich die GEZ Gebühren bezahlen, wenn ich Bafög beziehe?

Wer Bafög bezieht, kann sich während dieser Zeit von der Bezahlung der GEZ Gebühren befreien lassen. Das bedeutet, dass man konkret, den Bafög Bescheid der GEZ zusenden muss. Im Anschluss erhält man eine Befreiung der Gebühren. Die GEZ hat die Möglichkeit, dass man während der Bezugszeit des Bafög Geldes erneut befragt wird, ob der aktuelle Zustand noch anhält, oder ob man kein Bafög mehr bekommt.

Wie muss ich das elternunabhängige Bafög zurückzahlen?

Es gibt eine Pflicht, das elternunabhängige Bafög zurück zu zahlen. Diese gilt für Studierende, die das elternunabhängige Bafög erhalten.

Es ist möglich, dass maximal eine Schuldensumme in Höhe von bis zu 10.000 Euro aufgebaut werden kann, die zurück gezahlt werden muss.

Sollte es dazu kommen, dass die Forderung über 10.000 Euro liegt, liegen die Beträge oberhalb von 10.000 Euro zu den Summen, die zu Lasten des Steuerzahlers gehen und nicht mehr zurückbezahlt werden müssen. Das bedeutet, dass man am Ende des Bafög Geldes maximal 10.000 Euro an Summe zurückzahlen muss.

Das Bafög Geld muss spätestens 5 Jahre nach dem Abschluss der Ausbildung in Teilen zurückgezahlt werden.

Das bedeutet, dass man durchaus die Möglichkeit hat, in der Zwischenzeit Geld zu verdienen und entsprechend etwas zu sparen, um davon das Bafög zurück zahlen zu können. Zu beachten ist, dass die finanzielle Belastung dadurch deutlich geringer ist, als wenn man das Bafög bereits während des Studiums, oder kurz danach zurückzahlen muss.

Das Bafög Geld wird in Raten gezahlt, die einmal im Quartal entrichtet werden müssen. Es ist in Summe im Quartal ein Betrag in Höhe von mindestens 315 Euro, der zurückgezahlt werden muss.
Grundsätzlich kann die Rückzahlung in Teilsummen oder aber auch in einer Summe vollzogen werden.

Grundsätzlich ist es möglich, dass ein Rabatt auf die gesamten Schulden erzielt werden kann. Dieser ist vor allem dann hoch, wenn man eine einmalige Zahlung vollziehen möchte, um die Bafög Schulden abzubezahlen. In diesem Fall kann man bis zu 50% auf die Gesamtschulden erlassen bekommen. Die Grenze von 10.000 Euro ist hierbei nicht zu beachten. Die Rückzahlung in einer Summe ist damit in jedem Fall attraktiv und kann dazu führen, dass man schnell seine Bafög Schulden los werden kann.

Wer kein Geld nach der Ausbildung hat, der sollte wissen, dass man bis zu 30 Jahre lang dazu gebracht werden kann, seine Bafög Schulden zurück zu zahlen.

Dies ist durch einen Schuldnertitel möglich, der durch die entsprechenden Ämter erwirkt werden kann. Wer die Rückzahlung verhindern möchte, muss dem Schuldner die Zahlungsunfähigkeit offenbaren.

Wenn man in absehbarer Zukunft kein Einkommen hat und nicht in der Lage ist, die Bafög Schulden zu bezahlen, ist es möglich, dass das Amt auf seine Forderung verzichtet. In der Regel ist dies jedoch kaum bzw. nur schwer möglich. Die meisten Menschen entscheiden sich daher für eine Rückzahlung der Gelder – entweder in Teilsummen, oder in einer kompletten Summe.

Quelle und weitere Details: https://www.mystipendium.de/bafoeg/bafoeg-rueckzahlung

Kein Anspruch auf Bafög? – welche Alternativen habe ich?

Wer als Student keinen Anspruch auf Bafög hat, der kann durchaus die Möglichkeit haben, dennoch sein Studium erfolgreich zu absolvieren.

Dies ist möglich, indem man zum Beispiel in der Lage ist, einen Nebenjob aufzunehmen.

Diese Entscheidung muss jedoch individuell getroffen werden. Es gibt Studiengänge, bei denen kann ohne Probleme ein Nebenjob wahrgenommen werden. Bei manchen Studiengängen ist dies nicht so leicht möglich. Einige klassische Studiengänge haben lange Semesterferien, in denen perfekt auch Vollzeit gearbeitet werden kann.

  • Bafög
  • Studienkredit
  • Nebenjob
  • Finanzierung über Familie

Neben dem Nebenjob und dem Bafög bietet sich auch ein Studentenkredit perfekt an, um das Studium zu finanzieren. Studienkredite oder Studentenkredite werden von zahlreichen Banken und Kreditvermittlern angeboten.

Es lohnt sich, online einen Blick in die Konditionen dieser zu werfen und demnach passende Angebote zu ermitteln. In der Praxis sind die Konditionen derzeit attraktiv, weil aufgrund der niedrigen Zinsen solche Kredite sehr gut vergeben werden können und viele Studierende sich während des Studiums zu niedrigen Zinskonditionen eine gute Liquidität sichern können.

Quellen und weitere Details:

 

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