Equal Pay Day: GewerkschafterInnen fordern gleiches Geld für gleiche Leistung

Der Equal Pay Day (EPD) fällt in der Steiermark heuer auf den 14. Oktober. Ab dann arbeiten Frauen statistisch gesehen gratis. „Das ist sehr lang, den halben Oktober und den November und den Dezember. Alle Männer und alle Frauen sind gefordert, diese Ungerechtigkeit zu beenden, die durch nichts zu rechtfertigen ist“, erklärt Helga Ahrer, Vorsitzende der ÖGB-Frauen der Steiermark.

Die Lohnschere zwischen Frauen und Männern schließt sich seit Jahren – jedoch im Schneckentempo. Durch Hartnäckigkeit und Einsatz auf betrieblicher und kollektivvertraglicher Ebene konnten die GewerkschafterInnen immer wieder Fortschritte erzielen.

Die Kampagne der ÖGB-Frauen beginnt am 10.10. in Graz und wird in vielen weiteren Städten der Steiermark in den darauf folgenden Tagen fortgeführt werden.

Ziel ist das Aufzeigen der Ungerechtigkeiten wie auch das Werben für einen Equal Pay Day, der auf den 31. Dezember fällt.

„Gerade der 12-Stunden-Tag ist ein Schlag ins Gesicht, der in sehr vielen Fällen Frauen mit Betreuungspflichten trifft und ihnen die Annahme einer Vollzeitanstellung weiter erschwert“, hält Ahrer fest. „Das geht vollkommen in die falsche Richtung und führt vom Ziel der Gleichstellung weg.“

Damit Frauen so schnell wie möglich gleich viel verdienen wie Männer, muss viel geschehen:

  • Arbeitszeiten, mit denen Beruf und Privatleben vereinbart werden können: NEIN zum 12-Stunden-Tag und zur 60-Stunden-Woche!
  • Vollzeit-Arbeitsplätze erfordern ein Vollzeit-Kinderbildungsangebot
  • KV-Mindesteinkommen von 1.700 Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung
  • Offenlegung der Einkommen im Betrieb für Einkommensgerechtigkeit
  • Gesetzliche Anrechnung der Elternkarenzen
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