Erste Wohnung – Checkliste, Einrichten & Tipps

Ein erster eigener Haushalt – was gilt es zu beachten?

Endlich ist sie angebrochen – die Zeit im Leben, in der man den letzten Schritt zum Erwachsensein geht. Der Mietvertrag für die erste ganz eigene Wohnung ist unterschrieben und der Einzug steht unmittelbar bevor.

So manch einer mag durch seine Studentenzeit bereits erste Erfahrungen gesammelt haben, wie es so ist, Eigenverantwortung übernehmen zu müssen, ohne die Eltern in greifbarer Nähe zu haben. Mit einem eigenen Haushalt ist das jedoch in keinster Weise zu vergleichen.

Oft geschieht der Umzug an einem Wochenende, an dem fehlende Utensilien oder auch Werkzeuge nur schwer zu erhalten sind. Fehlt etwas, ist Ärger damit vorprogrammiert. Doch auch abseits von unabdingbaren Hilfsmitteln, wie Dübeln oder auch ausreichend Schrauben, gibt es so einiges zu beachten.

1. Ein Einrichtungsplan

Bereits vor dem letzten und damit auch endgültigen Schritt in die eigene Wohnung hat es eine Begehung gegeben. Hin und wieder liegt auch ein Grundriss seitens des Vermieters vor, durch den die Planung natürlich stark erleichtert wird.

Klar ist jedenfalls, dass ohnehin keine Wohnung bezogen wird, bevor von den einzelnen Räumen ausgiebig Maß genommen wurde.

In erster Instanz geht es natürlich einmal darum, die Wohnung bezugsfertig einzurichten, so dass das alltägliche Leben hier bereits problemlos stattfinden kann. Sprich, es muss die Möglichkeit gegeben sein, der täglichen Körperpflege nachzugehen und eine Mahlzeit sollte zumindest zubereitet werden können. Das setzt nicht zwangsweise voraus, dass eine fertige Küche vorhanden ist, aber zumindest Wasserkocher und Mikrowelle sollten zum Startinventar zählen. Auch ein Schlafplatz und eine übersichtliche Lagerungsmöglichkeit der wichtigsten Kleidungsstücke ist notwendig, um stressfrei in den Tag starten zu können.

Nun liegt es an jedem selbst, wie viel Zeit für die endgültige Einrichtung gegeben ist. Die meinen reicht es, zunächst einmal das Wichtigste zu haben, um bereits dem ganz normalen Alltag wieder nachzugehen, während der andere ausdrücklich Urlaub benötigt, damit du die Einrichtung zumindest und Großteil abschließen und sich rundum wohlfühlen kann. Ein Einrichtungsplan ist daher aus den genannten Gründen bereits von hoher Relevanz, wird aber auch deshalb benötigt, um einen Überblick über das vorhandene Budget zu behalten.

2. Wichtige Grundausstattung

So manchen mag es zum Schmunzeln bringen, aber oft sind es die banalsten Dinge, die man während dem Umzug vergisst. So kommt es nicht selten vor, dass in einer neu bezogenen Wohnung entweder Toilettenpapier fehlt oder man nach Zubereitung eine Speise nach Wahl plötzlich kein Besteck findet.

Es ist daher auch in diesem Punkt nützlich, mit Listen zu arbeiten. So kann man sich auch mit Notizblock und Stift bewaffnen und eine ausgiebige Runde durch das Elternhaus starten. Während man ein Zimmer nach dem anderen durchnimmt, wird alles aufgeschrieben, was auch für die eigene Wohnung benötigt wird.

3. Mamas wichtigste Tipps

Wenn wir Menschen eines von Kindestagen anlernen, dann ist es, dass Mutti immer Rat weiß. Bestehen also Unklarheiten, wird nicht selten ihre Telefonnummer die erste sein, die gewählt wird.

Die wichtigsten Tipps sollten sich daher von vornherein schon notiert werden. Das können offene Geheimnisse bei der Fleckenentfernung sein, genauso aber auch die vielen leckeren Rezepte, die man selbst einmal ausprobieren möchte. Damit verhindert man, im Fall der Fälle auf sich allein gestellt zu sein, weil man spontan zu einer eher untypischen Uhrzeit Rat bräuchte.

4. Erste Wohnung – Checkliste

Beim Einzug in die eigene Wohnung kann es gar nicht genug Notizen geben. Daher dürfen auch Checklisten in dieser Sammlung nicht fehlen. Wurde schon alles fertig gepackt? Sind alle nötigen Möbel eingekauft?

Liegen sämtliche wichtigen Informationen über etwaige Versicherungen vor? Gibt es noch offene Fragen, die es mit dem Vermieter zu besprechen gilt? Oder bestehen Unklarheiten darüber, wo die Stromleitung entlang läuft, sodass man nicht weiß, und wo man problemlos in die Wand bohren kann?

Wir derartige Bucket Lists zu seinem Werkzeug bei einem Umzug macht, wendet dabei einen beliebten psychologischen Trick an. Denn jedes Mal, wenn wir etwas abhaken und damit für erledigt erklären können, fällt etwas Stress von uns ab. Und wann braucht man einen kühlen Kopf wichtiger, als bei einem so wichtigen neuen Lebensabschnitt?

5. Nachhaltig und energiesparend leben

Nicht nur beim Kauf von Elektrogeräten oder Glühbirnen, sondern auch beim Vertragsabschluss des jeweils gewählten Stromanbieters sollte man sich nicht immer auf das eigene Bauchgefühl verlassen.

Themen, wie Energieeffizienz oder auch Informationen darüber, wie viel Strom ein Gerät verbraucht, werden spätestens bei der Jahresstromabrechnung für böse Überraschungen sorgen, wenn man sich nicht eher damit auseinandergesetzt hat. Aus diesem Grund ist es auch wichtig, bei Waschmaschine, Backofen und Co nicht als erstes auf den Preis oder die Funktionen zu schauen, sondern sich auch über die technischen Aspekte des Gerätes beraten zu lassen.

Im Zuge dieses Themas sollte auch an der eigenen Denkweise gefällt werden. Räume, in denen das Licht nicht gebraucht wird, sollten nicht weiter beleuchtet werden. Geräte, die soeben nicht benutzt werden, sollten nicht im Standby bleiben, wenn dies nicht zwanghaft notwendig ist.

Tatsächlich ergeben verschiedene Statistiken, das der durchschnittliche Haushalt rund 30% seines jährlichen Stromverbrauch nur dem Standby von Konsolen, Unterhaltungselektronik und verschiedenen Küchengeräten zu verdanken hat. An dieser Stelle schaffen Stromsteckleisten, die mit Knöpfen ausgestattet sind, Abhilfe.

6. Den Umzug nicht unterschätzen

Ein Umzug kann ein stressreiches Ereignis sein. Je mehr Personen darin involviert sind, umso genauer sollte auch die Planung davon verlaufen. Klare Zeiten, Treffpunkte und vor allem auch Vereinbarungen darüber, wer sich welchem Bereich widmen wird, helfen dabei, die Übersicht zu wahren.

Gut und gerne möchte man den Umzugshelfern am Ende ein leckeres Essen oder einen gemeinsamen Abend spendieren. Allerdings sollte die Zeitspanne dazu nicht zu knapp angesetzt werden. Am Ende wird es niemand dem Umziehenden übelnehmen, wenn das nicht gleich am selben Tag stattfindet.

Ganz im Gegenteil lässt sich so etwas sogar viel besser mit einer kleinen Einstandsfeier kombinieren, die erst dann abgehalten wird, wenn man sich auch eingelebt hat und der ganze Stress schlussendlich nachgelassen hat.

In diesem Sinne: Einen angenehmen Umzug und viel Spaß in der ersten eigenen Wohnung!

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