ETF-Sparplan in Österreich – Online Broker Anleitung & Anbieter

Der Begriff ETF steht für Exchange Traded Fund, d.h. einen Fonds der an der Börse gehandelt werden kann. Mit einem ETF Sparplan ist es möglich eine höhere Rendite als mit Tagesgeld oder Festgeld zu erhalten.

Um mit einem ETF Sparplan zu beginnen sollten Sie einen Online Broker/einen Anbieter für ETF Sparpläne wählen – Achten Sie hierbei auf mögliche Gebühren/Kosten. Das Investment in ETFs bzw. einen ETF Sparplan ist bereits ab 25 Euro monatlich möglich.

Online Broker in Österreich im Vergleich

Tipp: Kursentwicklungen beobachten und Gebühren vergleichen

Seit einigen Jahren sind die Zinsen für Tages- und Festgeld oder das Anlegen auf dem Sparbuch niedrig und sorgen nicht mal im Entferntesten für einen Inflationsausgleich. Wer sein Geld aktuell vor dem Wertverfall schützen oder für die Altersvorsorge anlegen möchte, muss sich, ob er will oder nicht mit risikofreudigeren Anlageformen auseinandersetzen.

Die beste Rendite bringt nach derzeitigem Stand immer noch die Wertpapieranlage. Das beweisen auch langfristige Studien. Die Auswahl der richtigen Einzelwerte ist allerdings nicht einfach, zeitaufwendig und erfordert auch ein gewisses Maß an betriebswirtschaftlichem Know-how. Nicht jeder ist bereit so viel Zeit und Einsatz in die entsprechende Analyse und Auswahl der richtigen Titel zu investieren.

Zumal die Anlage in wenige Einzelwerte durch die geringe Diversifikation auch ein Risiko birgt und die Gefahr einer erheblichen Schwankungsanfälligkeit für das Depot mit sich bringt.

Es geht jedoch auch anders. Etwa mit der Anlage in Indexfonds, den sogenannten ETF (Exchange Traded Funds). Diese erfreuen sich in den letzten Jahren, aufgrund ihrer Kosteneffizienz und Einfachheit, zunehmender Beliebtheit.

Was ist ein ETF?

Bei einem ETF handelt es sich um einen Pool aus Wertpapieren, der einen entsprechenden Index, das sogenannte Underlying, relativ exakt nachbildet. D. h. ein DAX-ETF oder ein ETF auf den S&P500 bildet ziemlich genau die Wertentwicklung dieses Index nach. Der Vorteil für den Anleger ist, dass er mit dem Kauf dieses Fonds die gleiche Diversifikation im Portfolio hat, als wenn er gleichzeitig in alle 30 Werte des DAX investieren würde.

Das bringt eine erhebliche Risikominimierung mit sich. Die Anteile der Wertpapiere in diesem Pool entsprechen dabei der Gewichtung der Anteile im DAX. Dementsprechend ist der Verwaltungsaufwand und somit auch die Kosten bei ETF deutlich niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds. Ein weiterer entscheidender Vorteil von ETF.

Vorteile eines ETF-Sparplans

Viele Banken bieten inzwischen die Möglichkeit, Beträge regelmäßig im Rahmen eines Sparplans in ETF anzulegen. Bei einem Sparplan wird eine beliebig große Summe monatlich in einen oder mehrere Indexfonds angelegt.

In der Regel ist es bereits möglich, einen solchen Sparplan ab 25 Euro monatlich anzulegen. Der Anleger kauft mit diesem Sparbetrag je nach Marktlage eine entsprechende Anzahl Anteile des ETF. In Hochphasen kauft er folglich weniger Anteile, in Korrekturphasen, wenn also der Preis günstig ist, mehr Anteile.

Durch diesen Umstand wird der Faktor der menschlichen Psyche im Wertpapierhandel eliminiert. Tendenziell neigen Menschen nämlich dazu zu kaufen, wenn die Kurse steigen. Sie kaufen dann teuer ein und bezahlen einen verhältnismäßig hohen Preis. Andererseits verfallen sie schnell in Panik, wenn die Kurse fallen. Sie verkaufen ihre Wertpapiere dann oft, wenn die Preise niedrig sind.

Profis dagegen kaufen gerade in diesen Marktphasen günstig ein. Sie handeln also antizyklisch. Dieser psychologische Effekt macht vielen Privatanlegern an den Kapitalmärkten die Rendite kaputt. Bei einem Sparplan wird die Psyche durch das regelmäßige Sparen eines gleichbleibenden Betrags quasi überlistet.

Bestandteile eines ETF-Portfolios

Bevor man mit dem Besparen beginnt, sollte man sich grundsätzlich überlegen, wie viel man monatlich investieren möchte. Im Idealfall erreicht man eine Sparquote von 20-30 % seines Nettogehalts.

Wem das zu ambitioniert ist, der kann die Quote beliebig anpassen. Mindestens sollten es aber monatlich 25 Euro sein. Je nach Höhe der Sparquote und des resultierenden Sparbetrags sollte man sich ein paar Gedanken über Diversifikation machen. Je höher die Diversifikation, desto besser, weil desto niedriger die Schwankungsbreite des Portfolios und die Anfälligkeit in Krisenzeiten.

Das bedeutet, dass sich Konjunktureinbrüche einzelner Märkte oder Branchen weniger stark auf das Depot auswirken. Hat man nur einen geringen Betrag zum Sparen zur Verfügung, sollte man sich einen breit gestreuten ETF, beispielsweise auf den MSCI-World-Index aussuchen. Zwar enthält auch der MSCI-World-Index ein Klumpenrisiko, da 60 % der Titel Werte aus den USA sind.

Dennoch sind Wertpapiere aus allen großen Industrienationen und mehreren unterschiedlichen Branchen Bestandteil des MSCI-World-Index. Mit einem solchen ETF lässt sich bereits eine gute und stetige Performance über einen langen Zeitraum erzielen.

Wer einen etwas höheren Sparbetrag zur Verfügung hat, kann zusätzlich noch einen ETF auf die Emerging Markets, also die Schwellenländer, beimischen. Diese bieten langfristig etwas mehr Wachstumspotenzial. Es gibt aber auch hin und wieder größere Kursrückschläge. Wer allerdings in solchen Phasen die Nerven behält, wird in der Regel belohnt.

Welche Zusatzkosten fallen neben den Transaktionskosten an?

Die laufenden Kosten eines ETF werden meist in der sogenannten TER, der Total Expense Ratio, beziffert. Die Gesamtkostenquote wird üblicherweise in Form eines Prozentsatzes des Anlagebetrages benannt.

Meist liegt die Quote zwischen 0,2 % und 0,5 %. Je niedriger die TER, desto kostengünstiger ist der ETF über die Haltedauer hinweg. Die Kosten werden in der angegebenen Höhe dem Fondsvermögen entnommen.

Weitere wichtige Eigenschaften bei der ETF-Auswahl

Ein Indexfonds ist in viele Wertpapiere des entsprechenden Index investiert und kassiert somit auch deren Dividenden. Ein wichtiges Unterscheidungskriterium ist, ob der Fonds diese Einnahmen an die Anleger ausschüttet oder diese Gewinne automatisch wieder reinvestiert.

Ein weiterer Aspekt bei der Auswahl eines ETF sind die Eigenschaften replizierend oder synthetisch bzw. swap-basiert. Bei voll replizierenden ETF sorgt der ETF-Anbieter durch Nachjustieren dafür, dass die Wertpapiere des Index immer mit der aktuellen Gewichtung im Fonds enthalten sind. Dieses Nachjustieren ist kompliziert und kostenintensiv.

Aus diesem Grund gibt es die synthetischen oder auch swap-basierten ETF. Hier werden nicht die Wertpapiere im Index gekauft, sondern andere Wertpapiere. Dieses Portfolio dient dann als Gegenwert und wird mit einer Bank gegen die Wertentwicklung des Index getauscht. Aufgrund dieser komplizierten und undurchsichtigen Praxis ist diese ETF-Form auch nicht frei von Kritik.

Hilfreich bei der Suche nach dem passenden ETF ist das ETF-Suchtool der Webseite Justetf. Hier lassen sich viele Fonds über verschiedene Filterkriterien selektieren.

Kriterien bei der Auswahl des richtigen Brokers

Entscheidend für die Performance und den Erfolg eines Sparplans ist neben der Auswahl des richtigen ETF auch die Auswahl des richtigen Brokers.

Auf folgende Punkte sollte man bei der Entscheidung im Wesentlichen achten:

  • Umfang des ETF-Angebots
  • Transaktionsgebühren
  • Depotgebühren
  • Sparplanintervall
  • Mindestsparrate

Übersicht der ETF Sparplan Anbieter in Österreich

5 wesentliche Anbieter sind in Österreich zu nennen. Wobei sich diese bei Angebot und Konditionen durchaus voneinander unterscheiden. Nur beim Anbieter FFB liegt die mögliche Mindestsparrate bei 25 Euro. Bei den übrigen Wettbewerbern muss der Anleger wenigstens 50 Euro im Monat in einen Sparplan investieren.

Die Auswahl an sparplanfähigen Fonds ist mit 750 ETF bei Flatex am größten. 270 davon lassen sich sogar kostenlos, d. h. ohne Transaktionskosten besparen. Beim Anbieter DADAT ist das Angebot mit nur 23 ETF am dünnsten. Die Gebühren der Wettbewerber unterscheiden sich deutlich.

Während der Sparer bei der Hello Bank satte 2 Euro bis 2,95 Euro + prozentuale Aufschläge und Fremdspesen zahlen muss, gibt es bei Flatex und DKB einige ETF sogar kostenlos.

Monatlich sparen kann man bei allen 5 Anbietern, während man bei DKB sogar monatlich, alle 2 Monate, alle 3 Monate, halbjährlich oder jährlich anlegen kann. Insgesamt scheinen Flatex und DKB die besten Gesamtpakete aus ETF-Auswahl, Depotgebühren und Ordergebühren zu bieten.

Zusammenfassung – Überblick der Online Broker mit ETF Sparplan

  • Flatex: Große Auswahl, niedrige Transaktionsgebühren – teilweise kostenlos, keine Depotgebühren, flexible Spar-Intervalle, 50 Euro Mindestsparrate
  • Hello Bank: Wenig Auswahl, hohe Transaktionskosten, kostenpflichtiges Depot, nur monatliches/quartalsweises sparen möglich, 50 Euro Mindestsparrate
  • DADAT: Sehr geringe Auswahl, hohe Transaktionskosten, kostenpflichtiges Depot, nur monatliches/quartalsweises sparen möglich, 50 Euro Mindestsparrate
  • DKB Broker: Wenig Auswahl, überschaubare Transaktionsgebühren – teilweise kostenlos, keine Depotgebühren, flexible Spar-Intervalle, 50 Euro Mindestsparrate
  • FFB/fondsdiscount.at: Mittelmäßige Auswahl, geringe Transaktionskosten, hohe Depotgebühren, nur monatliches Sparen möglich, 25 Euro Mindestsparrate

Wer gerne tiefer in das Thema ETF einsteigen möchte, dem ist das Buch “Souverän Investieren” von Gerd Kommer zu empfehlen. Es ist das wohl meistgelesene Buch auf diesem Gebiet und bietet gerade für Einsteiger einen umfassenden und fundierten Überblick.

ETF Investment – Fragen & Antworten

Jeder, der keine Ahnung von der Börse hat, kann an dem ETF teilnehmen.

ETFs bieten eine breite Verteilung von Vermögenswerten und sind in der Regel wesentlich günstiger als reguläre Fonds. In diesem Ratgeber informieren wir über häufige Fragen zum Thema ETF (Exchange Traded Funds), Vorteilen, den Chancen und Gelegenheiten den ein ETF Sparplan bringt und für wen die Geldanlage in ETFs sinnvoll ist.
Einen Überblick zu Online Broker Angeboten und zum Thema ETF Sparplan im Allgemeinen gibt es auch auf https://www.foerderportal.at/etf-sparplan/ zum Nachlesen!

Einige Banken verzichten vollständig auf Einkaufsprovisionen für ETF-Sparpläne.

Wenn Sie Kapital erhöhen möchten, können Sie die Teilnahme an der Börse kaum vermeiden. Dies ist nicht nur auf die extrem geringen Zinssätze für Einsparungen zurückzuführen, sondern auch auf die guten Aussichten für die Aktienrendite.

ETFs sind eine sehr einfache Möglichkeit, über Aktienfonds in Aktien zu investieren. Anleger legen hier einen ganzen Korb von Wertpapieren an, die Verlustrisiken aufgrund eines Versagens sind daher sehr gering.

Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede in der spezifischen Struktur der Fonds. Neben aktiv verwalteten Aktienfonds spielen ETFs eine immer wichtigere Rolle. Was macht diese Fonds so beliebt und wie funktionieren sie? Zehn wichtigste Fragen:

1. Was ist unter ETF zu verstehen?

ETF oder Exchange Traded Fund ist ein börsengehandelter Fonds. Sein Ziel ist es, einen festen Börsenindex wie den ATX, Dax oder den US-amerikanischen Dow Jones-Index so genau wie möglich zu reproduzieren, damit der Fonds dieselbe Performance wie der Index erzielt.

Da die Zusammensetzung des ETF durch den Basisindex bestimmt wird, benötigen Sie keinen Fondsmanager zur Überwachung des Fonds. Diese Arbeit wird von Computern erledigt, wir sprechen also von passiv verwalteten Geldern.

2. Hat die ETF einen Kostenvorteil?

Ja, ETFs sind aufgrund ihrer passiven Anlagestruktur günstiger als aktiv verwaltete Aktienfonds.

Der wirtschaftliche Vorteil kann bis zu zwei Prozent pro Jahr betragen. Dies bedeutet, dass ein aktiv verwalteter Aktienfonds mindestens genauso gut funktionieren sollte wie ein vergleichbarer ETF sowie ein Index zuzüglich der angefallenen Fondskosten.

3. Wo kann ich einen ETF kaufen?

Am Bankschalter werden ETFs selten angeboten, da Banken fast nichts verdienen. Direkt Banken werden für den Kauf von ETFs empfohlen. Sie bieten eine große Auswahl, oft mehrere tausend Stück. Wenn Sie im Bestellformular eine ETF-Kategorie auswählen, erfolgt der Kauf automatisch über die Börse.

Tipp: Viele Banken bieten ETFs zu reduzierten Preisen an oder berechnen keine Transaktionskosten.

In ING sind beispielsweise alle ETFs für einmalige Einkäufe ab 500 Euro kostenlos. Dies gilt nur für Einkäufe, nicht aber für Verkäufe.

4. Wie lange sollte ich den ETF halten?

Im Gegensatz zu einem Banksparplan oder einer Rentenversicherung gehen Sie beim Kauf eines Indexfonds keine vertragliche Laufzeit ein.

Sie können jederzeit ETF-Aktien verkaufen, einen Sparplan anhalten oder stoppen oder die Rate ändern. Die Dauer hängt von Ihrem Einsparungsziel ab. Die Rentenakkumulatoren haben natürlich einen langen Akkumulationshorizont, potenzielle Immobilienkäufer, die ihr eigenes Kapital aufbauen möchten, eher kürzer.

5. Für welche Anlegertypen eignet sich der ETF?

ETFs eignen sich für fast alle Anleger. Für aggressive Anleger stehen unzählige ETFs wie iShares DivDax (ISIN DE0002635273) zur Verfügung.

Anleger, die kein Risiko eingehen, finden schützende Anleger, die eine Vielzahl von Anleihen-ETFs finden, wie zum Beispiel Unternehmensanleihen des Euro Lyxor ETF (ISIN FR0010737544).

Positiv: Anders als bei aktiv verwalteten Fonds arbeiten ETFs niemals schlechter als der jeweilige Basisindex, aber vielleicht besser. Wenn Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt einen festen Betrag behalten möchten, sind ETFs aufgrund von Kursschwankungen nicht geeignet. In diesem Fall wird die Verwendung von Fest- oder Sparanleihen empfohlen.

6. Was sind die Risiken der ETF?

ETFs umfassen typische Aktienmarktrisiken wie Preis- oder Zinsrisiken. Wenn Sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt ein- und aussteigen, kann dies zu einem Wertverlust führen.

Positiv: ETFs sind Teil eines Aktienfonds. Mit anderen Worten, im Falle der Insolvenz der Verwaltungsgesellschaft sind die Fonds der Gesellschaft nicht betroffen, sie gehören weiterhin dem Anleger.

7. Welche Underlyings eignen sich besonders für ETF-Sparpläne?

Langfristige Anleger sollten sich auf diversifizierte Aktienindizes wie den MSCI World Index oder den Stoxx 600 Europe konzentrieren. Gut diversifizierte Aktienindizes sind weniger volatil als Marktindizes oder Sektorindizes.

8. Können Sie mit ETF Dienste sparen?

Ja, einige Banken verfügen über ETFs wie die Commerzbank oder die Comdirect.

9. Ist es besser, den ETF zu veräußern oder zu reinvestieren?

ETFs profitieren auch von Aktiendividenden. Wenn die Ausschüttung von Aktien im Fondsvermögen verbleibt, erhöhen sie den Preis aufgrund des Zinseszinses. Beispiele sind der iShares DivDax oder dB x Stoxx Global Select Dividend 100 ETF-Tracker. Im Gegenteil, eine ETF-Zuteilung ist angemessen, wenn Sie auf regelmäßige Kapitalgewinne angewiesen sind.

10. Was ist ein synthetischer ETF?

Im Gegensatz zum physischen ETF, der seinen Referenzindex mit realen Aktien oder Anleihen kopiert, arbeitet der synthetische ETF durch sogenannte Swaps. Zu diesem Zweck schließt der Fonds eine Vereinbarung mit einer Investmentbank, die die Erfüllung des gewünschten Index für ihn gewährleistet.

Im Gegenzug erhält die Bank die Performanceergebnisse jedes vom Fonds gehaltenen Portfolios. Leistungsunterschiede werden von Zeit zu Zeit ausgeglichen.

Problem: Wenn der Tauschpartner (d. h. die Bank) in Konkurs geht, steht das Börsengeschäft nicht vor einer physischen Sicherheit, sondern einer nutzlosen Inhaberschuldverschreibung. Physische ETFs sind daher sicherer.

Was ist der ETF Handel?

ETFs werden wie Aktien an der Börse gehandelt. Deshalb können Sie während der Geschäftszeiten jederzeit ETFs kaufen und verkaufen. Zum Vergleich: Klassische Investmentfonds werden nur einmal täglich über eine Fondsgesellschaft gehandelt.

Während offene Fonds in der Regel hohe anfängliche Verkaufsprovisionen generieren, fallen beim Handel mit ETFs nur Provisionen für Bankaufträge an, und es besteht in der Regel ein geringer Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis (der „Spread“).

Für Kleinanleger sind ETFs jetzt auch im Rahmen von ETF-Sparplänen verfügbar. Dies schließt den Aktienhandel aus.

Warum habe ich noch nie von einem ETF gehört?

ETFs sind für kommissionsorientierte Finanzberater und Filialbanken unpopuläre Produkte. Denn diese Berater leben in der Regel von Provisionen, die sie für die Vermittlung von Finanzprodukten von den jeweiligen Geldgebern bezahlen. Diese Provisionen bestehen bei dem ETF jedoch nicht. Aus diesem Grund werden ETFs heute fast ausschließlich von Provisionsberatern empfohlen.

Obwohl ETFs für viele Privatanleger immer noch ein Neuland sind, investieren Profis seit vielen Jahren in sie.

Für Großinvestoren wie Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften sind ETFs ein fester Bestandteil von Portfolios. Das Bewusstsein der ETF wächst schnell. Wenn Sie den Artikel sorgfältig gelesen haben, werden Sie feststellen, dass ETFs sehr häufig gehandelt werden. Insbesondere Kunden von Online-Brokern nutzen zunehmend ETFs für ihre Investitionen. Denn ETFs sind auch ideal für Privatanleger, die langfristig sparen wollen.

ETF-Einsparungen werden immer beliebter. Vor allem Kunden von Direktbanken sind hier Vorreiter. Jeder dritte Euro ist bereits in einen ETF investiert, um Geld zu sparen.

In den letzten Jahren wurde ein sehr umfangreicher und attraktiver Vorschlag zum ETF-Sparplan entwickelt. Die größten Direktbanken bieten zusammen 1110 ETF-Sparpläne mit Fokus auf ETF-Aktien und -Anleihen an. Davon sind 714 ETFs in Bezug auf Einsparungen ohne Provisionen voll zugänglich.

Vorteile von ETF-Sparplänen für Direktbanken

  • Für alle: ab 25 Euro pro Monat.
  • Flexibilität: Sie können einen ETF-Sparplan jederzeit online starten, verkaufen und anpassen
  • Bequem: Niedrige Kostenquoten von ETFs, kostenlose Lagerung
  • Vorteil: Tolles kostenloses Sparangebot
  • Diversifizierung: umfassende Diversifizierung innerhalb der ETF

Neben dem Versorgungsvolumen eines ETF- Sparplans unterscheiden sich die Direktbanken in ihrem Serviceangebot und den mit ETF-Sparplänen verbundenen Formen. Es gibt verschiedene Sparintervalle, Fälligkeiten und minimale Sparquoten.

Zusätzlich zu den geringen laufenden Kosten eines ETF-Fonds bieten ETF-Einsparungen einige zusätzliche Vorteile für Kleinanleger: Die Speichergebühren werden von keiner der Direktbanken für regelmäßige Einsparungen berechnet. Teilweise dank Werbeangeboten fällt für den Kauf nicht einmal eine Gebühr an.

Smart Beta ETF – Was ist das?

So genannte Smart Beta-ETFs sind aktuell gefragter denn je und werden über verschiedene Märkte beworben.

Anzumerken ist, dass ein solcher ETF das Ziel hat, dass er den Markt schlägt, oder in der Lage ist, den Markt mit einem deutlich geringeren Risiko nachzubilden. Das bedeutet, dass die Smart Beta-ETFs einen Index verfolgen, den sie nachbilden und zwar genau so, wie es bei allen anderen ETFs auch der Fall ist.

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Wichtig: Angebote und Kosten für ETF Anbieter vergleichen!
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Welche Vorteile bieten Smart Beta-ETFs?

Die Vorteile der so genannten Smart Beta-ETFs liegen darin, dass sie eine hohe Transparenz bieten und gleichzeitig die Kosten sehr gering gehalten werden können.

Ziel ist es, dass der Smart Beta-ETF versucht, ein Merkmal zu finden, dass am Markt nicht normal ist, bzw. dass entsprechendes Potential bietet.

Dies kann ein Unternehmen sein, das sich in der Vergangenheit besser entwickelt hat, als es beim gesamten Markt der Fall gewesen ist. Die Faktoren, die hierfür erfüllt werden müssen, sind vorher in jedem Fall zu definieren.

Der ETF gewichtet alle Aktien direkt im Vergleich zum gesamten Markt. Grundsätzlich wird darauf geachtet, dass alle Aktien, die in einem Markt wie z.B. der DAX abgebildet werden, in der gleichen Gewichtung auch im ETF gewichtet werden. Wenn der Wert XY zum Beispiel 10% im Leitindex DAX ausmacht und der ETF diesen Index nachbilden möchte, bedeutet dies, dass der Wert ebenfalls 10% im ETF ausmacht.

Der Index selbst legt damit fest, wie sich der ETF zusammensetzt und welche Aktien mit welcher Gewichtung gekauft werden. Dies führt dazu, dass ein Fondsmanager nicht in der Form gebraucht wird, wie es zum Beispiel bei einem Fonds der Fall ist.

Die Kosten für den Aufwand des Fondsmanagers sind damit deutlich niedriger, was dazu führt, dass die Kosten insgesamt deutlich geringer sind.

Bei einem Smart Beta ETF ist es das Ziel, dass eine andere Gewichtung der Titel erzielt wird, als es im Markt der Fall ist. Das bedeutet, dass entsprechend bestimmter Faktoren darauf geachtet wird, welche Aktien unterbewertet sind. Diese unterbewerteten Aktien werden dann deutlich übergewichtet und entsprechend stärker gekauft, als es bei den Aktien der Fall ist, die deutlich im Markt ein Übergewicht darstellen.

Das bedeutet, dass ein Wert XY, der im Markt derzeit untergewichtet ist, auch im ETF in jedem Fall untergewichtet ist. Es kann jedoch sein, dass die Gewichtung sich im Verlauf des Marktes deutlich ändert. Vermeidlich günstigere Unternehmen werden durch den Smart Beta ETF deutlich übergewichtet und haben auf lange Sicht durchaus die Chance, dass der Index geschlagen werden kann.

Welche Argumente sprechen für Smart Beta ETFs?

Es gibt viele Analysten, die davon ausgehen, dass mit einem Smart Beta ETF auf lange Sicht erfolgreich vorgegangen werden kann. Damit bilden historische Aktienentwicklungen die entsprechende Basis dafür, welche Renditen erzielt werden können.

Oftmals führt es dazu, dass Aktien, die bei den Tradern als unbeliebt eingestuft werden in jedem Fall deutlich höhere Renditen erzielt werden können, als es bei den Papieren der Fall ist, die von den Tradern favorisiert werden. Grundsätzlich können mit diesen Faktoren die Möglichkeiten der Smart Beta ETFs ausgelotet werden.

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