Fahrtenbuch – mit Vorlage für Österreich – Aktuelle Regelungen 2019 in Österreich – Fragen & Antworten

Wie Sie Ihre Autokosten geltend machen – Die Fahrtenbuch-Methode

Die Fahrtenbuch-Methode ist eine gute Möglichkeit, Ihre Autokosten zu erfassen und sie in Ihrer Steuererklärung geltend zu machen, um Ihre Steuerrückerstattung zu erhöhen. Wenn Sie ein kleiner Geschäftsinhaber sind und Ihr Auto für Arbeitszwecke nutzen, lässt Sie das Finanzamt einen Anspruch auf Ihre Steuererklärung für einige fahrzeugbezogene Ausgaben geltend machen.

Der komplizierte Teil ist, wie Sie Aufzeichnungen führen und Ihren Kfz-Anspruch berechnen. Deshalb wird die Fahrtenbuchmethode immer wichtiger und beliebter, um Ihre Fahrzeugnutzung zu erfassen und zu dokumentieren.

So funktioniert die Fahrtenbuchmethode

Nach der Fahrtenbuchmethode basiert Ihr Steuerabzugsanspruch auf dem “Geschäftsnutzungsprozentsatz” Ihres Autos. Ihr Prozentsatz der Geschäftsnutzung ist der Prozentsatz der Kilometer, die Sie mit Ihrem Auto für geschäftliche Zwecke zurücklegen. Durch die Führung eines Autologbuchs wird es einfach, den Prozentsatz der Geschäftsnutzung zu berechnen und den vom Finanzamt geforderten Nachweis zu erbringen.

So verwenden Sie Ihr Fahrtenbuch

Um den Prozentsatz Ihrer Geschäftsnutzung zu ermitteln, müssen Sie ein Logbuch für Ihr Auto für einen “typischen” Zeitraum von 12 Wochen führen. Diese müssen 12 aufeinander folgende Wochen (d.h. 12 Wochen hintereinander) betragen.

Es gibt sehr strenge Vorschriften für das Ausfüllen eines Autologbuchs, also stellen Sie sicher, dass Sie sich an sie alle halten. Es macht keinen Sinn, ein Logbuch zu führen, nur damit es vom Finanzamt als wertlos angesehen wird.

Ihr Fahrtenbuch muss jede Reise enthalten, die Sie unternehmen – nicht nur Ihre geschäftlichen Fahrten.

Fahrtenbuch Vorlage für Österreich – Diese Daten sind wichtig

  • Datum für jede Reise
  • Start- und Endzeiten für jede Fahrt
  • Start und Ende der Kilometerstände für jede Fahrt
  • Gesamtzahl der Kilometer für jede Fahrt
  • Grund für jede Reise
  • Start- und Enddatum für den Fahrtenbuchzeitraum
  • Start und Ende der Kilometerstände für die Periode
  • Gesamtzahl der in diesem Zeitraum zurückgelegten Kilometer
  • Prozentsatz der Geschäftsnutzung für die Periode

Wie man den Prozentsatz der Geschäftsnutzung berechnet

Sobald Sie Ihr 12-wöchiges Fahrtenbuch fertiggestellt haben, können Sie den Prozentsatz der Geschäftsnutzung Ihres Autos berechnen.

Teilen Sie dazu Ihre Geschäftsnutzungskilometer durch Ihre Gesamtkilometer und multiplizieren Sie diese mit 100. Wenn Sie also z.B. für den Zeitraum von 12 Wochen insgesamt 4.000 Kilometer zurücklegen und davon 1.200 für geschäftsspezifische Zwecke, würden Sie die folgende Berechnung durchführen:

1,200 ÷ 4,000 × 100 = 30

In diesem Beispiel würde der Prozentsatz der Geschäftsnutzung Ihres Autos 30% betragen. Das bedeutet, dass Sie 30% Ihrer Fahrzeugkosten für das Geschäftsjahr geltend machen können.

Welche Art von Fahrzeugkosten können Sie geltend machen?

Die Fahrzeugkosten beinhalten:

  • Betriebskosten wie Kraftstoff, Öl und Wartung
  • Anmeldung
  • Versicherung
  • Fahrzeugabschreibung

Die Fahrzeugkosten beinhalten nicht:

  • die Anschaffungskosten des Autos
  • Parktickets, Geschwindigkeitsüberschreitungen und andere Bußgelder

Natürlich sind es nicht nur Ihre Fahrtenbuchaufzeichnungen, die Sie führen müssen, um einen Anspruch auf Kfz-Kosten in Ihrer Steuererklärung geltend zu machen. Sie müssen auch schriftliche Beweise (z.B. Quittungen) über alle von Ihnen geltend gemachten Kfz-Kosten führen.

Denken Sie immer daran: Ihre Kfz-Kostenerstattungen können nicht geschätzt oder erfunden werden. Sie müssen legitim sein und Sie müssen Beweise dafür haben. Wenn nicht, könnten Sie von der zuständigen Behörde auditiert werden und das könnte Sie Tausende von Euro an Strafen kosten.

Wenn Sie sich hingegen an die Regeln halten und die Fahrtenbuchmethode zur Beanspruchung Ihrer Kfz-Kosten verwenden, können Sie Ihre Steuerrückerstattung maximieren, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass das Finanzamt daran etwas zu beanstanden hat.

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