Steuer-Entlastung – Familienbonus in Österreich ÖVP/FPÖ

Im Zuge der aktuellen Verhandlungen im Rahmen der Koalitionsverhandlungen von Türkis-Blau in Österreich kommt es jetzt auch zum Punkt “Familienbonus” – Dieser Punkt wird von der ÖVP unter Sebastian Kurz vertreten und soll eine Entlastung/einen angekündigten Steuerbonus von 1500-Euro € für Familien bringen.

Der geplante “Kinderbonus” ist laut einer Modellrechnung der Innsbrucker Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung für Alleinerzieherinnen allerdings nur bedingt familienfreundlich. Um voll profitieren zu können muss man in der entsprechenden Einkommensgruppe sein – Während Paare mit Kindern 108 Euro pro Monat mehr zur Verfügung hätten (im Durchschnitt) könnten Alleinerzieherinnen nur mit 56 Euro profitieren.

Um den Familienbonus voll ausnützen zu können/von der Steuererleichterung zu profitieren müsste eine Alleinerzieherin mit 2 Kindern beispielsweise 2300 Euro brutto verdienen – Dies trifft laut der Modellrechnung nur auf 33.000 von 150.000 Alleinerzieherinnen in Österreich zu.

Steuern, Beihilfen & Unterstützungen – Viele Chancen für Familien in Österreich

Familienbonus auch für gering verdienede Allererzieherinnen

Laut Kurz sei es aktuell “die Überlegung”, den Steuerbonus von den Ex-Männern zu erhalten. Hier sollen die Väter den Bonus an die Alleinerzieherinnen abtreten.

Hierzu kritisch äußert sich Andrea Brunner von den SPÖ Bundesfrauen – Konflikte seien in Trennungssituationen sowieso häufig, eine weitere Streitfront (Geld) ist hierbei nicht zielführend. Auch die Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) kritisiert die fehlenden Unterstützungen/Überlegungen im ÖVP Konzept als Unterstützung für Alleinerziehende.

Weitere Details zum Thema Familienbonus in Österreich und wie dieser final aussieht (Anspruch, Höhe, Entlastung von Alleinerziehenden) werden wir gerne ergänzen sobald wir genauere Details erfahren können.

Bereits im Jahr 2011 war das damalige Thema in der Regierung Pläne und Diskussionen um Familien steuerlich zu entlasten.

Quellen:
https://diepresse.com/home/innenpolitik/661255/Wettlauf-zu-Reichensteuer-und-Familienbonus ( Artikel aus 2011 zum Thema Entlastung von Familien)
https://www.vn.at/politik/2017/09/06/kurz-korrigiert-sich-beim-familienbonus.vn (Details zum Familienbonus wie von Kurz geplant)

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Kommentare

  1. Thomas Rafelsberger says:

    Der Familienbonus der ÖVP ist für mich wieder ein klassisches ÖVP-Zuckerl. Es gibt den Besserverdienern mehr, als den Kleinverdienern. Einfaches Rechenbeispiel: Eine Familie mit 3 Kindern (Mutter z.B. in Karenz), Vater angestellt. Verdient der Vater z.B. 2500€ Brutto pro Monat, zahlt er pro Jahr nur 3.791,64€ Lohnsteuer – bekommt entsprechend auch maximal 3.791,64€ zurück (von möglichen 4500€ bei 3 Kindern).

    Verdient der Vater 3000€ Brutto pro Monat zahlt er 5.560,84 Lohnsteuer pro Jahr und bekommt somit die vollen 4500€ zurück (mehr als 700€ mehr pro Jahr als der Vater mit geringerem Einkommen). Je weniger man also verdient, desto weniger bekommt man für seine Kinder – das führt natürlich zu einer Ungleichheit. Der Bonus sollte nicht auf Basis der Lohnsteuer bzw. des Einkommens berechnet werden.

  2. Bakic Rajka says:

    Ich finde das super toll wäre gut wenn die gesetze auch beim ams änfern würde den da ist man voll unter druck wenn ich mich nach karrenz zum arbeitslosen geld anmelde dann ist es so das ich inerhalb 14 tage eine betreungs bestätigung vorweisen muss damit ich einen arbeitlosen geld bekomme das ist nicht correkt und das kind braucht ja auch eingewönungszeit auch wie soll das gehn dann darf keine frau mehr kinder bekommen lg Rajka

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