Förderung AMS Steiermark: Beschäftigungsinitiative 50+

Beim Arbeitsmarktservice Österreich (kurz: AMS) handelt es sich um ein Dienstleistungsunternehmen in Österreich. Der AMS unterstützt mit seiner Tätigkeit, die im Prinzip den Aufgaben eines öffentlich-rechtlichen Arbeitsamtes stark ähnelt, unterschiedlichste Initiativen und Förderungen, die Arbeitssuchende mit Unternehmen zusammenbringen sollen.

Insbesondere schwer vermittelbare Personengruppe (wie zum Beispiel ältere Arbeitnehmer über 50 Jahre oder ungelernte Personen ohne Berufserfahrung) werden über die verschiedenen Programme durch den AMS gezielt gefördert.

Das AMS ist auch in der Steiermark vertreten. In dieser Region ist die österreichische Arbeitslosenquote aktuell überdurchschnittlich hoch.

Allgemeine Informationen zur Beschäftigungsinitiative 50+

Bei der Beschäftigungsinitiative 50+ handelt es sich um eine Förderung, die von allen Arbeitgebern auf Antrag in Anspruch genommen werden kann. Ausgenommen von dieser Initiative sind lediglich politische Parteien, Clubs politischer Vereinigungen, radikale Gruppen / Vereine und der Bund.

Lassen Sie sich beraten!

Besonders gefördert werden im Rahmen der Initiative Personen über 50 Jahre, die eine fundierte Ausbildung und eine mehrjährige Berufserfahrung nachweisen können.

Da viele Unternehmen von der Einstellung älterer Mitarbeiter zurückschrecken, da sie diese für krankheitsanfälliger halten und ihnen unterstellen, von recht hohen Gehaltsforderungen und Forderungen zu den Arbeitsbedingungen auf Grund ihrer Erfahrung eher nicht abzuweichen, kann der AMS den arbeitssuchenden über 50-jährigen gezielt mithilfe dieser Initiative helfen.

Die Förderung kann dann genehmigt werden, wenn ein Unternehmen eine bislang arbeitslos gemeldete Person über 50 Jahre einstellt. Die ältere Arbeitskraft darf dabei nicht länger als 181 Tage beim Arbeitsmarktservice vorgemerkt sein.

Der Grund hierfür ist, dass bei einer längeren Arbeitslosigkeit davon ausgegangen wird, dass die arbeitslose Person einen erhöhten Schulungs- und Ausbildungsbedarf hat und daher eher für andere Arbeits- und Vermittlungsmaßnahmen in Frage kommt.

Während einer solchen Maßnahme würde erst einmal an den persönlichen, fachlichen und sozialen Kompetenzen des Langzeitarbeitslosen gearbeitet werden, bevor die direkte Vermittlung in ein Arbeitsverhältnis geplant wird. Auf diese Weise möchte der AMS sichergehen, dass die vermittelten Arbeitsverhältnisse auf der Basis von Langfristigkeit und beidseitigem Interesse geschlossen werden.

Die Höhe des Förderbetrags und die Dauer der Förderung können individuell nach arbeitspolitischem Ermessen zwischen dem AMS und dem Arbeitgeber vereinbart werden. Im Regelfall beträgt die Höhe der Förderungsdauer maximal sechs Monate. Im Einzelfall können bei Bedarf während der Beschäftigung auch noch Anpassung an den Förderungskonditionen vereinbart werden.

Die Höhe der Förderung beträgt 50 % der Bemessungsgrundlage (aktuelles Bruttoentgelt + zusätzlich 50 % Nebenkosten).

Die Beantragung der Fördermittel

Die Bewilligung der Fördergelder ist stets an ein vorheriges Beratungsgespräch über die zu fördernde Person zwischen dem AMS und dem Unternehmen gebunden. Die Bewerber für die Förderung müssen dazu vorab aktiv und vor Aufnahme der Beschäftigung mit der zuständigen AMS-Geschäftsstelle Kontakt aufgenommen haben.

Details zu den Service Angeboten und Beratungen für Unternehmen gibt es auf http://www.ams.at/stmk/service-unternehmen im Überblick. Dort kann man sich neben der Förderung für die Beschäftigungsinitative auch zu weiteren möglichen Förderungen entsprechend informieren.

Den Antrag auf Bewilligung der Fördergelder können die interessierten Unternehmen direkt beim Service für Unternehmen in der örtlich zuständigen Geschäftsstelle des AMS erhalten und ausfüllen. Auch für weitere Fragen oder Probleme ist die örtlich zuständige AMS-Geschäftsstelle stets der korrekte Ansprechpartner.

Nach der durchgeführten Beratung füllt der beratende Mitarbeiter des AMS ein Formular aus, in dem bestätigt wird, dass die zu fördernde Person zum Kreis der Personen gehört, die grundsätzlich förderungsberechtigt sind.

Zur Ermittlung der individuellen Förderungshöhe und zur Festlegung weiterer individueller Vertragsinhalte werden sowohl das Unternehmen als auch die zu fördernde Person gebeten, sich näher telefonisch oder persönlich durch den AMS beraten zu lassen. Auf die Tatsache, dass die Beratung unbedingt vor der Aufnahme der Tätigkeit erfolgen muss, wird in dem Formular explizit hingewiesen. Auch ist die Feststellung, dass eine grundsätzliche Förderungsfähigkeit vorliegt, zeitlich befristet.

Das Formular zeigt auf einer Zusatzseite außerdem mögliche Rechenbeispiele für eine Förderung auf. Bei einem beispielhaften Bruttoentgelt von 2.000 Euro kann eine realistische Förderungsdauer 12 Monate betragen. Von diesen 12 Monaten können dabei im Regelfall drei Monate zu 100 % und neun Monate zu 66,67 % gefördert werden.

Für die Berechnung der Beihilfe wird das volle Bruttoentgelt zur Höhe von 2.000 Euro einbezogen. Zu den 2.000 Euro werden 50 % (also 1.000 Euro) addiert. Dies ergibt eine Bemessungsgrundlage zur Höhe von 3.000 Euro. Geht man so von drei Monaten aus, in denen eine vollständige Förderung (3000 Euro * 3) erfolgt und von neun Monaten, in denen eine Förderung zur Höhe von zwei Dritteln erfolgt (3.000 Euro * 66,67 % * 9), so würde sich ein gesamter Förderungsbetrag zur Höhe von 27.009 Euro (9.000 Euro + 18.009 Euro) ergeben.

Artikel gefällt? Bitte bewerte diesen Beitrag.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (0,00/5 - 0 Bewertungen)
Loading...

Deine Meinung ist uns wichtig

*