Frachtführerhaftpflichtversicherung/CMR Versicherung in Österreich

Die so genannte Frachtführerhaftpflichtversicherung zählt zu den Versicherungen, die leider häufig unterschätzt werden und die deshalb oft vergessen werden. Eine solche Versicherung ist jedoch deutlich wichtiger, als viele Menschen denken.

Sie ist gerade für Menschen wichtig, die Waren transportieren und zwar nicht ihre eigenen, sondern für andere Menschen, bzw. für Kunden.

In der Praxis kann es bei einem Schaden schnell zu Schäden kommen, die deutlich höher ausfallen, als sich das viele Menschen vorstellen können. Daher ist es wichtig, dass entsprechend eine Frachtführerhaftpflichtversicherung abgeschlossen wird. Auch in Österreich wird diese Form der Versicherung immer wichtiger und deshalb häufig abgeschlossen.

Wichtig: Die Absicherung der Fracht

Wann ist eine Frachtführerhaftpflichtversicherung zu empfehlen?

Grundsätzlich ist eine solche Versicherung immer dann zu empfehlen, wenn entsprechende Waren mit einem hohen Wert transportiert werden.

Es gibt in Deutschland sogar eine gesetzliche Vorschrift, dass die Frachtführerhaftpflichtversicherung abgeschlossen wird, wenn das Gesamtgewicht der Waren, die in einem Fahrzeug transportiert wird, über einem Gewicht von 3,5 Tonnen liegt. Darüber hinaus ist die Versicherung natürlich immer dann zu empfehlen, wenn es darum geht, dass Waren für jemand anderes transportiert werden, bzw. insgesamt im Auftrag transportiert wird.

  • Fremde Waren werden versichert
  • Versicherung ist ab 3,5 Tonnen Fracht gesetzlich vorgeschrieben
  • Kann international genutzt werden
  • Versicherung sichert den Inhaber möglicherweise vor hohen finanziellen Konsequenzen

Bevor eine solche Versicherung für die Fracht abgeschlossen wird, ist es natürlich zu empfehlen, sich über die Leistungen zu informieren. Was die Versicherungssumme und die Szenarien, in denen diese Versicherung greift, angeht, gibt es je nach Versicherung einige Unterschiede.

Bis zu welchem Umfang haftet die Versicherung?

Im Bereich Transport und Transportrecht gibt es inzwischen ein europaweit einheitliches Recht. Das bedeutet, dass entsprechend in Österreich die gleichen Richtlinien gelten, wie es zum Beispiel in Deutschland, aber auch in Ungarn oder Slowenien der Fall ist. Die Haftungshöhe des Frachtführers wird entsprechend durch dieses Gesetz vorgeschrieben. Das bedeutet, dass gemäß Gesetz 8,33 Sonderziehungsrechte, kurz SZR je Kilogramm Fracht bestehen.

Grob gesagt, kann je Sonderziehungsrecht mit einer Summe in Höhe von 1,20 Euro gerechnet werden. Für eine Ware mit einem Gewicht von 1 kg wird demnach ein Betrag in Höhe von 10 Euro als Haftungsbetrag gemäß der gesetzlichen Vorgaben angenommen.

Sollte eine besondere Fracht mit einem höheren Wert transportiert werden, ist es möglich, dass bis zu 40 SZR je Kilogramm in einem speziellen Vertrag zwischen dem Kunden und dem Frachtführer vereinbart werden. Somit ist es möglich, dass die Haftungsgrenze deutlich höher ausfällt, als es im Minimum Fall erforderlich wäre.

Welche zusätzlichen Leistungen können zu der Frachtführerversicherung beantragt werden?

Es besteht die Option, dass noch weitere Risiken über die Versicherung abgesichert werden können. Das bedeutet konkret, dass zum Beispiel die Übernahme der Kosten nach einem Unfall was die Bergung bzw. die Entsorgung der Güter angeht, über die Versicherung geregelt werden kann. Auch ist anzumerken, dass der Versicherungsschutz individuell gestaltet werden kann – je nachdem, was erforderlich ist und was alles benötigt wird.

Welche Faktoren beeinflussen die zu zahlende Prämie bei der Frachtführerversicherung?

Wer für sich, oder für sein Unternehmen eine Frachtführerversicherung abschließen möchte, der sollte berücksichtigen, dass es zahlreiche Faktoren gibt, die die Höhe der Prämie beeinflussen. Die Höhe der gewünschten Haftung bis 8,33 SRZ oder bis 40 SRZ je Kilogramm beeinflusst die Prämie ebenfalls.

Grundsätzlich hat die Art der Ware, die transportiert werden muss natürlich einen sehr großen Einfluss darauf, wie hoch die Prämie ist. Sollte es sich um normale Güter handeln, so ist der Einfluss deutlich geringer, als wenn zum Beispiel besonders teure Produkte, wie zum Beispiel Maschinen oder Elektronik sowie Einzelanfertigungen bestimmter Gegenstände transportiert werden. Auch die Art der Fahrzeuge, in welchen die Ware transportiert wird, hat einen großen Einfluss darauf, wie sich entsprechend die Prämie entwickelt.

Ferner ist zu erwähnen, dass es auch eine Rolle spielt, ob die Ware in Deutschland, in Österreich oder aber auch z.B. Europaweit transportiert wird.

Je nach Versicherungsvergleich gibt es unterschiedliche Ergebnisse. Es ist jedoch wichtig, dass nicht nur auf die Prämie geachtet wird, die gezahlt werden muss, um die Versicherung zu nutzen. Wer eine entsprechende Versicherung inne hat, der sollte auch darauf achten, dass die Versicherungsleistungen ideal zugeschnitten werden, bzw. genau auf den eigenen Bedarf hin angepasst werden, was manchmal gar nicht so leicht ist.

Welche Begrenzungen gibt es bei den Leistungen der Versicherungen?

Auf der Suche nach einer passenden Versicherung ist anzumerken, dass es zahlreiche Grenzen gibt, die zu berücksichtigen sind. So werden Güterschäden meist nur bis zu einer Summe von 2,5 Millionen Euro abgesichert. Sollte es zu einem reinen Vermögensschaden kommen, so wird dieser bis zu einer Summe in Höhe von 600.000 Euro abgesichert.

Kosten für die Bergung sowie für die Beseitigung von Fahrzeugen und Gütern werden meist mit bis zu 50.000 Euro abgesichert. Kosten bei einer Fehlleitung sind mit bis zu 10.000 Euro abgesichert und bei so genannten Nachnameversehen können Kosten bis 25.000 Euro abgesichert werden.

Die Deckungssumme, die bei einer Versicherung gewählt wird, hat natürlich einen großen Einfluss darauf, wie hoch die entsprechende Prämie ist, die gezahlt werden muss. Grundsätzlich ist es gar nicht so leicht, einen Vergleich der entsprechenden Versicherungen zu vollziehen. Das liegt unter anderem daran, dass es einige Versicherungen gibt, die besondere Leistungen anbieten, oder z.B. Pakete anbieten, die von den Kunden wahrgenommen werden können.

Generell gilt, dass der Kunde darauf achten sollte, für was er zahlt. Es ist nicht zu empfehlen, dass ein Paket abgeschlossen wird, welches Inhalte und Leistungen hat, die gar nicht benötigt werden. Dies führt bei vielen Unternehmen und Frachtführern dazu, dass deutlich mehr Geld gezahlt wird, als es eigentlich erforderlich ist.

Wie hoch ist der Selbstbehalt bei einer Frachtführerversicherung?

Wer auf der Suche nach einer so genannten Frachtführerversicherung ist und einen Vergleich vollziehen möchte, der sollte natürlich immer berücksichtigen, wie hoch der Selbstbehalt ist. In der Praxis beläuft sich dieser meist auf 150 Euro, was nicht gerade sehr viel ist. Diese Summe muss, ähnlich wie es bei einer KFZ Versicherung der Fall ist, vom Versicherten selbst gezahlt werden.

Grundsätzlich sorgt ein Selbstbehalt immer dafür, dass die Prämie natürlich gesenkt wird. Wer also davon ausgeht, dass er wenige bis gar keine Schäden hat, der kann mit einem Selbstbehalt dafür sorgen, dass die Höhe der jährlich zu zahlenden Prämie sinkt.

Wie können Schäden auftreten, wenn eine Frachtführerversicherung vorhanden ist?

Es gibt sehr unterschiedliche Szenarien, die eintreten können und bei denen die Frachtführerversicherung eine wichtige Rolle spielt. Sollte es bei einem Transport zu einer Panne kommen und entsprechend z.B. das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit sein oder die Ware beschädigt werden, ist es in jedem Fall wichtig, dass eine entsprechende Versicherung vorhanden ist.

Auch bei einem Unfall, wenn zum Beispiel das Fahrzeug von der Straße abkommt, ist es erforderlich, dass eine solche Versicherung vorhanden ist. Die Versicherung sorgt dafür, dass der Fahrer der Fracht nicht persönlich für den entstandenen Schaden haften muss, sondern dieser über die Versicherung gemäß den Bestimmungen und gemäß der Haftungssumme abgedeckt wird. Es ist also in jedem Fall zu empfehlen, eine solche Versicherung zu haben und diese natürlich auch in der Praxis wirklich zu nutzen.

In der Praxis kann es dazu kommen, dass die Ware beschädigt wird, aber das Fahrzeug selbst zum Beispiel noch intakt ist. Dies ist dann der Fall, wenn ein LKW stark bremsen muss und die Ware im Fahrzeug verrutscht und beschädigt wird. In diesem Fall ist die Versicherung ebenfalls zu empfehlen und trägt dazu bei, dass der Schaden versichert wird.

Wie finde ich eine passende Frachtführerversicherung?

Das Internet ist auf der Suche nach einer passenden Frachtführerversicherung in jedem Fall von Vorteil. Hier gibt es die Chance, dass entsprechende Versicherungen online verglichen und auch berechnet werden können. Es dauert meist nur wenige Minuten, bis ein passendes Angebot vorhanden ist.

Es sollte gemäß dieses Ratgebers immer darauf geachtet werden, dass die Versicherung auch maßgeschneidert ist. Auf keinen Fall sollte für eine Leistung gezahlt werden, die zwar nicht benötigt wird. Wer zum Beispiel mit seinem Unternehmen nur regional oder national unterwegs ist, sollte seine Waren nicht europaweit absichern. Diese und viele andere Details einer Versicherung können einen großen Einfluss auf die Kosten und auf die jährlich zu zahlende Prämie haben.

Grundsätzlich sollten mehrere Versicherungen dieser Art genauer unter die Lupe genommen werden und auch verglichen werden. Darüber hinaus ist es natürlich zu empfehlen, auch den persönlichen Exkurs mit Kolleginnen und Kollegen zu suchen und deren Erfahrungen zu einer entsprechenden Frachtführerversicherung genau zu berücksichtigen.

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