Geld ins Ausland überweisen – Geldtransfer, Meldepflicht & Anbieter

Überweisungen im Inland sind für die meisten Menschen kein Problem. Auch die so genannten EU Überweisungen können meist schnell und sehr effizient vollzogen werden. Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit, dass international Geld transferiert werden will.

Dies ist über verschiedene Wege möglich – zum einen über klassische Banküberweisungen, die problemlos über das Internet oder über die Bankfiliale initiiert werden können, oder aber auch über Online Bezahldienste und über verschiedene andere Wege.

Fakt ist, dass es einige Regeln zu beachten gibt, wenn Geld international transferiert wird. Es besteht die Option, dass Gebühren anfallen, wenn international Geld überwiesen wird. Darüber hinaus kann es gerade bei höheren Summen und bei einigen Ländern eine Meldepflicht geben und gleichzeitig gibt es offline sowie online Wege der Überweisungen.

Wichtig: Gebühren für Geldtransfer und Dauer bei mehreren Anbietern vergleichen!

Was gilt es bei Überweisungen zu beachten?

  • Online Banking
  • Offline Banking
  • Meldepflicht
  • Gebühren

Überweisungen können sehr leicht vollzogen werden und zwar gerade über das Internet. In den meisten Fällen sind Überweisungen ins Ausland inzwischen kostenfrei, da entsprechende Regelungen in der EU greifen.

Anzumerken ist, dass das SEPA Überweisungsverfahren dazu beiträgt, dass Überweisungen in der EU ohne Probleme vollzogen werden können.
Aus der alten Kontonummer und der Bankleitzahl wurde die so genannte IBAN, welche das Kürzel der Bank sowie die Kontonummer und Bankleitzahl in einer Zahlenabfolge beinhaltet.

Durch die IBAN ist es möglich, dass entsprechende Zahlungen in das Inland sowie als auch in das Ausland ohne Problem und sehr schnell absolviert werden können. In der Praxis dauert eine entsprechende Überweisung nur noch einen Werktag, so dass das Geld auch ins EU Ausland sehr schnell transferiert werden kann.

  • Bankleitzahl und Kontonummer durch IBAN ersetzt
  • IBAN für nationale und internationale Überweisungen nutzbar
  • EU Überweisungen binnen eines Werktages erledigt
  • EWR Überweisungen ebenfalls möglich

Innerhalb der EU können die entsprechenden Überweisungen ohne Probleme ohne Gebühren vollzogen werden. Gleiches gilt auch für Länder im europäischen Wirtschaftsraum, kurz EWR.

Wer hingegen Geld außerhalb der EU auf andere Konten weltweit überweisen möchte, muss auch heute noch entsprechende Gebühren entrichten. Dieser werden in der Regel direkt von der Bank eingezogen.

Was kosten Überweisungen in die Schweiz und in ähnliche Länder?

Die Schweiz gehört zwar geographisch zu Europa, jedoch nicht zur EU und auch nicht zum EWR. Gleiches gilt auch für San Marino in Italien sowie für das bekannte Fürstentum Monaco. Natürlich ist es möglich, dass auch in diese Länder Gelder transferiert werden können.

Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Gebühren entsprechend höher sein können, als es bei Überweisungen in der EU bzw. im EWR der Fall ist. Wer eine Überweisung in die genannten Länder tätigen möchte, sollte sich daher unbedingt im Vorfeld mit seiner Bank abstimmen und nach den Gebühren fragen.

Auslandsüberweisungen mit Gebühren – wann ist dies fällig?

Sollte eine Überweisung in das Ausland nicht in der Währung Euro getätigt werden, bedeutet dies automatisch, dass entsprechende Gebühren fällig werden. Auch wenn jemand innerhalb der EU entsprechend Geld z.B. nach Norwegen überweist und hier in die Währung NOK (Norwegische Krone) überweisen möchte, fallen entsprechende Gebühren an.

Darüber hinaus fallen Gebühren an, wenn jemand Geld in die Türkei, in die USA, oder aber auch nach Russland überweisen möchte. Die Gebühren werden generell in drei verschiedene Arten aufgeteilt, bzw. es ist möglich, dass die Gebühren verschieden anfallen und z.B. vom Geldsender oder aber auch vom Geldempfänger getragen werden müssen.

Grundsätzlich wird zwischen Share, Our oder Ben unterschieden, wenn es um die Gebühren bei den Auslandsüberweisungen geht.

Sollte man sich bei der Überweisung für Share entscheiden bedeutet dies, dass man die Gebühren der eigenen Bank selbst übernimmt. Der Empfänger der Überweisung trägt die Gebühren seiner eigenen Bank. Sollte es weitere Gebühren geben, die zum Beispiel von Banken erhoben werden, die ebenfalls an dem Transfer beteiligt sind, so werden diese vom Betrag der Überweisung direkt abgezogen. Das führt dazu, dass der Betrag, der beim Empfänger ankommt, deutlich geringer ist.

Neben der Share Option gibt es auch die Our Option. Diese sorgt dafür, dass die Person, die eine Überweisung los sendet, alle Entgelte übernimmt. Konkret sind dies die Gebühren der eigenen Bank sowie die Gebühren, die bei der Bank des Empfängers erhoben werden und auch die Gebühren, die bei weiteren Banken, die evtl. zwischengeschaltet sind, anfallen.

Wenn man sich für die Ben Überweisung entscheidet bedeutet dies, dass die Gebühren alle beim Empfänger der Überweisung anfallen.

In der Praxis bieten die Banken verschiedene Möglichkeiten an, wie die Überweisungen vollzogen werden können.

Das bedeutet konkret, dass die meisten Banken einen Standard haben, der eingestellt ist, wenn eine Überweisung vollzogen werden soll. In der Praxis handelt es sich meist um eine so genannte Share Überweisung. Bei einigen wenigen Banken ist der Standard anders, so dass eine Our Überweisung vollzogen wird.

  • Share: die Entgelte werden geteilt – jeder übernimmt das Entgelt seiner Bank, Gebühren von zwischengeschalteten Banken werden von der Überweisungssumme abgezogen:
  • Our: Der Sender des Geldes übernimmt alle Gebühren und Spesen
  • Ben: Der Empfänger des Geldes übernimmt alle Gebühren und Spesen

Wer sich im Online Banking seiner Bank umschaut wird schnell feststellen, dass es deutliche Unterschiede bei den einzelnen Gebühren gibt und dass diese gar nicht so leicht zu verstehen sind. Die Einstellungen Share, Our und Ben werden bei der Überweisung in jedem Fall angezeigt, so dass man die Option hat, hier eine passende Wahl zu treffen.

Wie hoch sind die Gebühren, die bei einer Überweisung ins Ausland anfallen?

Die Höhe der Gebühren, die für eine Überweisung in das Ausland anfallen, liegen je nach Bank unterschiedlich hoch. Wer eine Überweisung über eine Summe von bis zu 1.000 Euro tätigen möchte, muss mit Gebühren in Höhe von bis zu 20 Euro rechnen.

Darüber hinaus ist anzumerken, dass es deutlich länger als einen Werktag dauert, bis eine entsprechende internationale Überweisung vollzogen wurde. Während eine Überweisung innerhalb der EU, oder aber auch innerhalb von Österreich in der Regel binnen eines Werktages vollzogen ist, dauert eine internationale Überweisung in der Regel zwischen 3 und 6 Werktagen, also deutlich länger.

Wenn die Währung bei der Überweisung noch gewechselt werden muss, ist es wichtig zu wissen, dass hier auch Gebühren anfallen. Diese sind in der Regel prozentual davon abhängig, bei welcher Bank der Wechsel erfolgt. Die Wechselgebühren liegen in einem günstigen Fall bei 0,25% der Summe und in einem ungünstigen Fall bei 1% der Summe, also viermal so viel, wie im günstigsten Fall, was natürlich zu berücksichtigen ist.

Welche Alternativen habe ich zum klassischen Geldtransfer via Überweisung?

Im Vergleich zum klassischen Geldtransfer via Überweisung gibt es einige andere Möglichkeiten, wie Geld unkompliziert und zum Teil schnell und sogar günstig transferiert werden kann. Viele moderne Geldtransfers werden über das Internet absolviert, was natürlich zu empfehlen ist.

In der Praxis ist es möglich, dass nicht nur das Internet, sondern auch Bezahldienste und Geldtransfers mit Filiale genutzt werden können. Hierbei sind MoneyGram und WesternUnion sehr bekannt und in vielen Städten weltweit mit entsprechenden Filialen vertreten.

Der Geldtransfer über MoneyGram oder WesternUnion funktioniert sehr leicht und ist schnell zu verstehen. Dazu ist es erforderlich, dass Bargeld in einer Filiale des Anbieters eingezahlt wird. Angegeben wird dabei, an wen das Geld transferiert werden soll. Der Empfänger des Geldes kann nun in eine Filiale gehen, dort die Referenznummer angeben sowie seinen Ausweis vorlegen. Entsprechend bekommt er das Geld sofort in bar ausgezahlt.

Die Gebühren bei diesem Geldtransfer sind etwas höher, als wenn der Transfer über eine Bank mit Online Banking vollzogen wird. In der Regel sind es je 1.000 Euro nicht 20 Euro an Gebühren sondern etwa 80 Euro an Gebühren, die zu entrichten sind.

Eine weitere Alternative ist die Überweisung über Online Services. Hier gibt es zahlreiche Anbieter, mit denen Gelder digital transferiert werden können. In der Regel sind die Gebühren deutlich niedriger, als es bei Offline Anbietern der Fall ist und gleichzeitig auch niedriger, als es bei Banken der Fall ist.

Im Bereich der weltweiten Online Transfer Services gibt es zahlreiche Anbieter. HiFX, XE Money Transfer, currencyfair, Payoneer oder TransferWise sind einige Beispiele, die hier gekannt werden können.

Wer sich für einen Online Transfer Service entscheidet muss immer berücksichtigen, welche Gebühren hier fällig werden und natürlich auch, welche Länder zum Beispiel zur Verfügung stehen. Je nach Anbieter werden verschiedene Länder und Währungen möglich gemacht.

Ein guter Bekannter: Online Bezahldienst Paypal

Der Bezahldienst Paypal ist den meisten Menschen ein Begriff und wird oft für die Bezahlung über das Internet genutzt. Anzumerken ist dabei, dass Paypal in jedem Fall attraktiv ist und genutzt werden kann, um entsprechende Gelder zu transferieren. Dabei muss jedoch auch erwähnt werden, dass die Gebühren von weltweiten Überweisungen etwas höher sind, als es bei anderen Anbietern der Fall ist. Ein Grund hierfür sind die Gebühren, die für den Wechsel der Währung erhoben werden.

Wer eine Summe von 1.000 Euro überweisen möchte, muss mit Gebühren in Höhe von rund 40 Euro zuzüglich 4% Gebühren für den Geldwechsel rechnen. Paypal ist attraktiv, um Gelder unter Freunden z.B. in Euro zu versenden, was kostenfrei möglich ist. Es ist jedoch auch zu erwähnen, dass Paypal nicht so günstig ist, wie es bei vielen Online Transfer Services der Fall ist.

Überweisungen durch Kryptowährungen

Seit einiger Zeit spielen auch Kryptowährungen bei Überweisungen und beim Transfer von Geldern eine immer wichtiger werdende Rolle.

Das bedeutet in der Praxis, dass die Gelder vor allem sehr schnell überwiesen werden können. Wer eine Überweisung mit Hilfe von Kryptowährungen vollziehen möchte, kann dies international tun und zwar binnen weniger Minuten. Es gibt so gut wie keine Gebühren, wenn man dies mit anderen Währungen vergleicht. Anzumerken ist, dass die Überweisung durch Kryptowährungen recht anonym möglich ist.

Bei der Wahl der Kryptowährung sollte darauf geachtet werden, dass man sich für einen Coin oder Token entscheidet, der schon eine Weile auf dem Markt ist und der auch international akzeptiert wird, wie es z.B. bei Bitcoin oder bei Bitcoin Cash sowie Litecoin oder IOTA der Fall ist. Mit Japan gibt es ein Land, in dem Bitcoins schon seit einiger Zeit als Zahlungsmittel akzeptiert werden, was natürlich sehr praktisch ist.

Wie lange dauert eine Überweisung in das Ausland?

Grundsätzlich dauern Überweisungen in das Ausland meist mehrere Tage. Dabei gibt es zwischen den einzelnen Regionen dieser Erde einige Unterschiede. Es ist anzumerken, dass es Länder gibt, in die Geld sehr schnell überwiesen werden kann und Gelder, in denen es einige Tage dauern kann, bis das Geld auf dem Konto ankommt.

Wer in die USA sowie nach Kanada überweisen möchte, sollte das Geld binnen maximal 6 Werktagen auf dem Konto haben. Gleiches gilt auch für die Länder Neuseeland sowie Australien. Hier gibt es jede Menge Möglichkeiten, wie Geld sehr schnell transferiert werden kann und nicht gerade selten dauert es manchmal auch nur bis zu 3 Tage, bis das Geld überwiesen wurde.

Wenn Geld in Richtung Osteuropa, sprich z.B. in die Ukraine, Weißrussland oder nach Russland selbst überwiesen werden soll, kann es sehr schnell gehen, aber auch schon mal 10 Tage oder etwas länger dauern.

Dies sollte bei einer Überweisung entsprechend berücksichtigt werden, so dass diese ca. zwei Wochen im Voraus geplant werden sollte, um auf Nummer sicher zu gehen.
In Richtung Asien sowie Afrika oder Südamerika dauert es teilweise bis zu einem halben Monat, bis das Geld auf dem Konto eingeht. Grundsätzlich sollte also auch hier mit einem Puffer von zwei bis drei Wochen gearbeitet werden, wenn Gelder überwiesen werden sollen.

Welche Meldepflichten gibt es bei Überweisungen in das Ausland?

Grundsätzlich sind die Banken verpflichtet, dass Meldungen an das Bundesministerium für Finanzen, kurz BMF durchgeführt werden, wenn von privaten Konten Gelder mit einer Summe von mehr als 50.000 Euro überwiesen werden.

Dies wurde in Österreich am 14. August 2015 im so genannten Kapitalabfluss-Meldegesetz definiert. In Österreich sind Kreditinstitute sowie Zahlungsinstitute aber auch die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA dazu verpflichtend, entsprechende Meldungen zu erstatten.

Dies kann in der Praxis zum Beispiel der Fall sein, wenn Wertpapiere auf ausländische Depots übertragen werden, oder wenn Spareinlagen ausgezahlt werden. Die Meldung erfolgt einmal im Monat und zwar ab einer Summe von 50.000 Euro.

In Deutschland sind Überweisungen über einer Summe von 12.500 Euro meldepflichtig, wenn Geld zum Beispiel in das Ausland überwiesen wird. Auch wenn Geld aus dem Ausland nach Deutschland überwiesen wird, ist eine entsprechende Meldepflicht vorhanden. Ebenso ist dies der Fall, wenn ein wirtschaftliches Geschäft stattgefunden hat.

Welche Alternative bieten mir Kreditkarten im Ausland?

Wer mit einer Kreditkarte im Ausland Bargeld abheben möchte, kann diese unter Umständen als preisgünstige Variante nutzen, um auch höhere Mengen an Bargeld abzuheben. Gerade die MasterCard sowie die Visa Kreditkarte können international eingesetzt werden, um zum Beispiel kostenfrei Bargeld zu beziehen, oder um kostenfrei zu bezahlen. In der Praxis kann dies deutlich attraktiver sind, als wenn Geld über einen Geldtransfer mit zum Teil hohen Gebühren versandt wird.

Ebenso sind Prepaid Kreditkarten geeignet, um entsprechende Transfers zu vollziehen. Dabei anzumerken, dass auch diese Kreditkarten erst einmal mit Geld aufgeladen werden müssen. Hierbei gibt es je nach Kreditkarte unterschiedlich hohe Gebühren.

Es ist gerade bei großen Überweisungen im Vorfeld zu Prüfen, welche Gebühren bei den Banken anfallen und wie diese sich verteilen. Wer mit einer Prepaid Kreditkarte arbeiten möchte, sollte unbedingt im Vorfeld die Gebühren unter die Lupe nehmen und auch direkt vergleich.

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