Goldpreisentwicklung 2018 – Prognose zum Goldpreis

Die Goldprognose und der Goldtrend 2018

Erneut geht ein aufregendes Jahr zu Ende und für uns bei foerderportal.at bedeutet dies mitunter, einen langjährigen Trend fortzuführen. Wie jedes Jahr teilen wir unsere Voraussicht auf die Goldpreisentwicklung des nächsten Jahres.

In den letzten Jahren lagen wir durch die Zusammenführung verschiedenster Faktoren immer recht gut.

Aktueller Goldpreis & Goldpreisentwicklung im Chart

Dies zeigt sich auch gerade wieder, da der aktuelle Goldkurs bei rund 1.250 US-Dollar pro Feinunze liegt und dies genau unserer Einschätzung vor 12 Monaten entspricht. Zunächst wollen wir jedoch eine wichtige Frage voranstellen und klären:

Wie ergibt sich der Goldpreistrend bzw. die Goldprognose 2018?

Wie entsteht der Goldpreis?

Der Goldkurs bildet sich durch eine Zusammenwirkung von zahlreichen wirtschaftlichen, politischen und finanzpsychologischen Faktoren. Eine Vielzahl von Experten sehen eine Korrelation zwischen dem Goldpreis und vermehrtem Sicherheitsbedürfnis.

Außerdem sorgen niedrige Zinsen und eine hohe Inflation für eine Flucht in den sicheren Hafen Gold. Der Goldpreis steigt folglich immer in Krisenzeiten.

Die wirtschaftlichen Aussichten für 2018

Um die Goldpreisentwicklung richtig einschätzen zu können, muss natürlich ein genauer Blick auf die wirtschaftlichen Eckdaten geworfen werden. Der Goldkurs existiert nämlich nicht isoliert, sondern ergibt sich durch die Wechselwirkungen der Finanzmärkte.

In den vorangegangenen Jahren haben wir uns in dieser Hinsicht hauptsächlich auf die Wirtschaftsdaten aus der USA und der EU gestützt, da es sich dabei um die wichtigsten Volkswirtschaften weltweit handelt. In diesem Jahr wollen wir jedoch die Perspektive unserer Prognose noch weiter ausdehnen und ziehen den „Global Prospects“ Bericht des Internationalen Währungsfonds für unsere Goldprognose zu Rate.

Hinweis: Wir ergänzen natürlich de Vorhersagen des IWF um die Einschätzungen einiger prominenter Bankhäuser – egal ob erwähnt oder unerwähnt.

Die Volkswirtschaften schöpfen Stärke aus sich selbst

Zu diesem Thema kann wohl China als lernwilligster Schüler angeführt werden. Durch die Finanzkrise im Jahr 2008 mussten die Chinesen schmerzlich lernen, dass ihre boomende Wirtschaft sehr stark von der Nachfrage der anderen Industrienationen bzw. dem Export abhängt.

Als diese Nachfrage durch die Krise zurück ging, begann die chinesische Wirtschaft immer wieder zu straucheln. Dieser andauernd sichtbaren Abhängigkeit wurde in den letzten Jahren Rechnung getragen, indem die Kaufkraft im eigenen Land enorm erhöht wurde. Vor allem im Jahr 2017 wurden diese Anstrengungen erstmals auf breiter Front sichtbar. In den USA und in Europa stieg die lokale Nachfrage ebenfalls stärker als zunächst noch 2016 erwartet.

Diese starke lokale Nachfrage gehört zu den wichtigsten und stabilsten Wirtschaftsindikatoren überhaupt. Sobald in dieser Frage ein gewisser Punkt erreicht ist, können nur einschneidende Ereignisse eine Trendwende herbeiführen. Aus diesem Grund muss im kommenden Jahr 2018 weiterhin mit starken Wirtschaftszahlen gerechnet werden. Kraft, auch Wirtschaftskraft, die aus einem selbst geschöpft wird, versiegt nicht so schnell. Dies dürfte den Goldpreis im kommenden Jahr doch stark drücken.

Hinweis: Analysten von Goldman Sachs sehen sogar ein Wachstum des weltweiten BIP (GDP) um satte 4 Prozentpunkte. Auf weltweitem Niveau handelt es sich dabei beinahe um einen utopischen Wert!

Die anhaltend geringen Energiepreise

Eine hohe Inflation, sprich eine hohe Entwertung des Geldes, sorgt immer für eine Nachfrage nach unvergänglichen Wertanlagen. So zeigen mehrere Studien, dass im antiken Rom für eine Feinunze Gold ungefähr gleich viel an Sachwert (ein vollständiger Satz gehobener Kleidung) zu bekommen war, wie heute.

Nur möchte die Inflation trotz anhaltender Niedrigzinsphasen (in den USA gab es nun wieder kleine Schritte nach oben) und Unmengen an Geld, die ins System gepumpt werden, einfach nicht ansteigen. Bei der Kerninflation sind die Erklärungen sehr komplex, aber wenn die Inflationsrate als Ganzes angesehen wird, dann fällt in dieser Frage der Blick sofort auf die Energiepreise.

Da zahlreiche Güter transportiert werden müssen und viele Dienstleistungen in warmen Büros oder beheizten Werkstätten erbracht werden, besitzen die Energiepreise eine praktisch omnipräsente Auswirkung auf unsere Verbraucherpreise. Doch vor allem der Ölpreis bleibt weiterhin im Keller.

Es klingt derzeit beinahe schon wie ein Märchen, wenn von einem Ölpreis von über 100 US-Dollar pro Barrel gesprochen wird. Diese Zeiten gab es einmal und gerade im Jahr 2017 wollte die OPEC dorthin zurück.

Relativ einfache, volkswirtschaftliche Berechnungen aus der Mikropolitik können zeigen, dass ab einem gewissen Punkt der Verkauf einer großen Menge zu einem geringen Preis viel weniger einbringt als der Verkauf einer geringen Mengen zu einem hohen Preis. Dies gilt vor allem für Monopole, als welches sich die OPEC Vereinigung tatsächlich einige Zeit lang sah. Im Jahr 2017 wurde diese Sichtweise jedoch vehement zerstört.

Im Frühjahr gaben die OPEC Länder mit Russland eine Drosselung der Ölförderung bekannt. Noch vor 10 Jahren hätte diese Nachricht den Ölpreis durch die Decke gehen lassen. In diesem Jahr lag der Ölpreis im August jedoch tatsächlich unter dem Preis vor der Ankündigung.

Dafür gibt es drei Gründe:

  • Die Ölproduktion in den USA war höher als erwartet
  • In bestimmten Krisenregionen, wie Nigeria, erholten sich die Förderquoten schneller als gedacht
  • Alternative Energien federn solche Ansagen zunehmend ab

Die Börsen boomen

Als letzten wirtschaftlichen Faktor wollen wir noch die Börsenparketts dieser Welt betrachten. Der Dow Jones Index legte im letzten Jahr mehr als 4.500 Punkte zu. Der DAX schaffte immerhin 1.500 Punkte. Wenn dies so weiter geht, dann lässt sich mit Aktien einfach mehr verdienen als mit Edelmetallen und alle Spekulanten ziehen ihr Kapital aus den Goldmärkten zurück. Eine Fortsetzung dieses Trends dürfte den Goldkurs ebenfalls stark belasten.

Die politischen Aussichten für 2018

Diesen Punkt können wir in diesem Jahr eher kürzer machen. Noch gegen Ende 2016 waren die Populisten vielerorts auf dem Vormarsch und der größte Populist von allen, Donald Trump, wurde tatsächlich zum 45. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt. Doch darauf folgte eine Wahlschlappe nach der anderen.

In Holland unterlag Wilders, in Frankreich Le Pen, in Deutschland zog zwar die AfD in den Bundestag ein, aber sie erhält keine Regierungsverantwortung bzw. Beteiligung und in Österreich erreichte die FPÖ zwar beinahe den zweiten Platz, aber da es Schwarz-Blau in der Alpenrepublik schon einmal gab, lässt dies die Welt sehr kalt.

Im Moment lassen sich nur zwei sehr zweifelhafte, politische Gefahren ausmachen, deren Auswirkungen auf den Goldpreis mehr als fragwürdig sind:

  • Donald Trump übersteht politisch das Ermittlungsverfahren gegen seine Russland-Verbindungen nicht.
  • In Deutschland entsteht keine stabile Koalition.

Wie lautet unsere Goldprognose für das Ende 2018?

Wegen all dieser positiven und stabilen Tendenzen auf der Welt, wird wohl im kommenden Jahr Gold eher weniger als sicherer Hafen gebraucht.

Nur ein unerwartetes Ereignis könnte, wie immer, diese Einschätzung ändern. Sollte diese Überraschung nicht eintreten sehen wir Gold am Jahresende 2018 auf nur mehr knapp über 1.000 USD pro Feinunze.

Wie sehen die Spezialisten der Banken das Goldjahr 2018?

Wie jedes Jahr, betrachten wir auch die Goldprognosen einiger Großbanken für das kommende Jahr. Aus diesen unterschiedlichen Einzelbetrachtungen errechnen wir einen Durchschnitt und dieser Schnitt stellt sich meistens als sehr zuverlässiger Wert heraus.

Goldpreis Einschätzungen der Banken für 2018

BankhausGoldpreis-Einschätzung für das Ende 2018
Commerzbank1.400 USD pro Feinunze
ABN Amro1.450 USD pro Feinunze
Weltbank1.140 USD pro Feinunze

Ganz im Gegensatz zu den letzten Jahren bewegen sich beinahe alle Einschätzungen der Profis zwischen 1.400 und 1.500 US-Dollar. Aus unserem Durchschnitt der drei angegebenen Prognosen ergibt sich ein Durchschnittswert von 1.330 USD pro Feinunze. Dies widerspricht auch sehr überraschenderweise unserer eigener Prognose, die sonst immer näher an den Expertenmeinungen aus den Banken lag.

Es muss hier jedoch betont werden, dass sich kaum eine Bank findet, die noch im September 2017 den Goldkurs für das Jahresende überschätzt und in jedem Fall über 1.300 Usd gesehen hätte.

Außerdem neigen die Banken gerne dazu, die Kryptowährungen, wie Bitcoins, als Anlage zu unterschätzen. Millennials entscheiden sich lieber für diese Alternative und dies wird ebenso den Goldpreis drücken. Wir bleiben bei einer leicht korrigierten Einschätzung und sehen den Goldpreis gegen Ende 2018 zwischen 1.000 und 1.100 USD pro Feinunze.

Das Jahr 2016 hatte viele goldene Überraschungen parat. Noch vor einem Jahr schätzten viele Experten, dass sich der Kurs gegen Ende 2016 auf 1.000 US-Dollar pro Feinunze und darunter befinden würde. Jetzt stehen wir jedoch beständig über 1.100 US-Dollar.

Nach der Realisierung dieser verbreiteten Fehleinschätzung stellt sich jedoch die Frage, wo der Goldkurs am Ende des Jahres 2017 stehen würde. Werden erneut politische Entscheidungen bei den Wahlen in Frankreich und Deutschland für Überraschungen sorgen?

Wie werden sich die Brexit Verhandlungen entwickeln? Wo wird die Präsidentschaft von Trump hinführen und da wären auch noch die rein wirtschaftlichen Eckdaten. Dieser Beitrag wird versuchen all diese Faktoren zu berücksichtigen und daraus den Goldtrend 2017 abzuleiten.

Politische Auswirkungen auf den Goldpreis 2016 & 2017

Auf zwei große Ereignisse reagierte der Goldpreis im Jahr 2016. Zuerst kam das überraschend positive Brexit Referendum. Der beschlossene Austritt aus der Europäischen Union ließ das Britische Pfund in den Keller rauschen. Als Reaktion auf den potentiellen Verlust ihres Vermögens schichteten viele Briten ihre Geldanlage in Gold um. Ein Höhenflug des Edelmetalls war die Folge. Doch nach der ersten Schockreaktion bemerkten die Märkte, dass sich der Austritt noch mindestens 2 Jahre hinziehen würde und der Kurs begann zu stagnieren.

Die zweite überraschende politische Wendung war der Wahlsieg von Trump in den Vereinigten Staaten von Amerika. Hier fiel der Schock noch kürzer aus und hielt nur einen Tag. Doch schnell begann sich der Goldkurs sogar zu drehen und wieder leicht abzusinken.

Der Hintergrund hier war der rasante Anstieg des Dow Jones Index und die Steigerung der FED-Leitzinsen. All die Steuer- und Handelsversprechen des Immobilienmagnaten stimmten die Börse scheinbar fröhlich. Angesichts dieses Höhenflug ist es sogar verwunderlich, dass sich der Goldkurs noch auf einem dermaßen hohen Niveau befindet. Eine gewisse Unsicherheit schwingt also durchaus noch in den Köpfen der Anleger mit. Gerade deshalb lohnt sich ein Blick auf die kommenden politischen Ereignisse.

Zuerst stehen einmal zwei große Wahlen in Frankreich und in Deutschland an, die wesentliche Auswirkungen auf die Zukunft der EU haben werden. Ein Wahlsieg von Le Pen könnte die EU wahrlich zerschmettern, denn mit Frankreich würde theoretisch gesehen eines der wichtigsten Gründungsmitglieder (damals noch „Gemeinschaft für Kohle und Stahl“) und nach Deutschland das zweitgrößte Mitglied (nach Einwohnern) weg fallen. Diese Wahl findet am 7. Mai statt und könnte in einem ähnlichen Frühlingsschock enden, wie der Brexit im Juni 2016.

Nach dem Sommer folgt die Wahl im September in Deutschland. Merkels erneute Kandidatur sehen manche als Risiko und andere als Erleichterung. Die deutsche Bundeskanzlerin gehört unbestreitbar zu den mächtigsten Personen Europas und sie ist ein Pfeiler für die Europäische Union. Sollte diese Stütze wegbrechen, könnte es ebenfalls zu einem Supergau für die EU führen. Jede große Schwächung des europäischen Friedensprojekts führt zu mehr Unsicherheit und dürfte den Goldpreis treiben. Aber da wäre auch noch der Faktor Trump.

Noch ist der neue Präsident nicht im Amt und kaum ein politischer Beobachter weiß was von seiner Regierung zu erwarten ist. Die Reaktion des Dow Jones lässt zwar einen Vergleich mit dem Amtsantritt von Reagan zu, aber trotzdem muss sich die Welt und der Goldpreis auf praktisch alles einstellen.

Die verschiedenen Szenarien hängen in erster Linie vom Erfolg oder Misserfolg der Trump-Präsidentschaft ab. Noch niemand kann sagen, ob er seine wirtschaftlichen Versprechungen wahr machen wird und die USA tatsächlich in den Aufschwung führt. Es könnte nämlich auch sein, dass Trumps Eigeninteressen bezüglicher seiner Unternehmen im Vordergrund stehen und das könnte der Wirtschaft wesentlich schaden. Der Goldkurs würde unter einem Erfolg von Trumps Wirtschaftspolitik erheblich leiden. Der Dollar würde steigen, damit direkt den Preis nach unten treiben und weitere Zinserhöhungen, die auf eine lebendige Konjunktur folgen, machen andere Anlageformen, außer Gold, wieder interessanter. Bei einem Misserfolg des neuen US-Präsidenten würde es natürlich genau umgekehrt aussehen.

  • Hinweis: Die FED-Chefin Janet Yellen lässt jetzt schon eine kommende Zinserhöhung in ihren Kommentaren durchscheinen.

Bezüglich Außenpolitik dürfte Trumps Präsidentschaft noch unberechenbarer werden und diesbezüglich sind zahlreiche Domino-Effekte zu erwarten. Wir können einige denkbare Szenarien hier durchgehen. Die folgenden Ereignisse müssen nicht im Jahr 2017 eintreten. Vielleicht dauert es noch bis 2018 oder 2019 bis sich die Szenarien vollständig entfaltet haben. Aber 2017 könnte alles schon beginnen.

1. President-elect verbündet sich stark mit Putin

Diese Allianz könnte mehrere Auswirkungen auf Europa mit sich bringen. Auf der einen Seite könnte die Befriedung des Syrien-Konflikts daraus resultieren. Dies könnte die Flüchtlingsströme stoppen und als weitere Folge könnte sich vor allem die EU wieder wesentlich stabilisieren.

>> Goldpreis sinkt!

Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass dieses Bündnis die Position der EU in der Welt schwächen wird. Bislang ist Russland in vielerlei Hinsicht auf die Handelsbeziehungen mit den europäischen Staaten angewiesen. Sollte sich jedoch der Blick des Kremls in Richtung USA umorientieren, geht diese Abhängigkeit verloren. Dadurch könnten sich Preissteigerungen im Energiesektor ergeben, was wiederum die Inflation künstlich anheizen könnte. Die weitere Folge wäre ein Anheben der Leitzinsen, bevor die Wirtschaftslage dies eigentlich zuließe und die Abkühlung der Investitionen und die teurer werdenden Staatsschulden könnten in eine erneute Krise führen. Dann parkt ein ganzer Kontinent sein Vermögen im sicheren Gold.

>> Gold steigt stark!

2. President-elect isoliert die USA

Es ist durchaus nicht unüblich für republikanische Präsidenten, die Außenpolitik zurück zu fahren. Wenn wir an George W. Bush denken, scheint diese Behauptung zwar gewagt, aber lässt sich selbst auf diesen Präsidenten anwenden. Es erinnert sich nämlich kaum jemand, dass selbst Bush in seinen ersten 1,5 Jahren seiner Amtszeit die Außenpolitik beinahe vollständig ignorierte. Erst die Anschläge vom 11. September verschoben seinen Fokus. Diverse Aussagen aus Trumps Wahlkampf lassen ebenfalls auf diesen Fokus nach innen schließen. Diese Konzentration auf die Innenpolitik führt sehr oft zum bereits erwähnten Wertanstieg des US-Dollar, da es mehr um die Binnenanfrage als um den Export geht. Außerdem steigen in diesem Fall die Staatsausgaben.

>> Goldpreis sinkt leicht!

Das Gegenteil wären noch mehr neue Handelsabkommen mit anderen Ländern und noch mehr direkte Einmischungen in Konflikten auf der Welt. Mögliche Krisenherde könnten Somalia oder die Philippinen sein. Dieses Szenario erscheint jedoch gemäß den Wahlkampfversprechen eher unwahrscheinlich, wenn nicht ein neuer 11. September während der Amtszeit von Trump geschieht. Diese exzessive Einmischung der USA in der Welt, geht aber meist mit einem Wunsch nach Anlagesicherheit einher.

>> Goldpreis steigt!

3. Die Auswirkungen der Steuerpolitik

Trump hat bereits mehrfach angekündigt die Steuern der Unternehmen zu senken, um es den Firmen zu ermöglichen mehr Leute einzustellen. Dieses Prinzip der Fiskalpolitik geht stark auf den Ökonom Milton Friedman zurück. Leider haben dessen Thesen auch schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Doch wegen der wenigen arbeitsrechtlichen Vorschriften in den USA könnte dieser Ansatz noch klappen.

>> Gold sinkt!

Die Arbeitswelten haben sich seit den 70iger Jahren jedoch wesentlich verändert. Es sind nicht mehr unbedingt die Jobs in großen Fabriken, die für Wohlstand sorgen. Viel eher geht es um die Ich AG, in der sich jeder selbst verwirklicht und in einem Netzwerk anstatt in einer Firma mit anderen zusammenarbeiten. Bei diesen neuen Erwerbstätigen dürften die Steuersenkungen für Großunternehmer kaum ankommen. Die Trump-Wähler waren aber eher Arbeiter, die sich ihre Jobs in den Fabriken zurückwünschen. Wenn hier die Wahlversprechen des neuen US-Präsidenten nicht aufgehen, dann dürfte dies ein herber Schlag für die amerikanische Wirtschaft sein.

>> Gold steigt!

Sonstige wirtschaftliche Prognosen zum Goldpreis

Selbstverständlich werden nicht Trump oder Le Pen allein über den Goldpreis bestimmen. Ganz klassische wirtschaftliche Faktoren nehmen auch im Jahr 2017 großen Einfluss auf den Goldtrend. Wir fassen in einer Übersicht die wichtigsten Kriterien zusammen („Bulle“ steht für Kursanstieg und „Bär“ für fallende Kurse).

Goldpreis Prognosen 2017

PrognoseEinfluss auf den Goldkurs
Höheres WirtschaftswachstumBär
Steigender ÖlpreisBulle
Steigende LeitzinsenBär
Mehr Wohlstand in IndienBulle
Weitere Schwächung des EurosBulle
Steigende BörsenkurseBär
Negativzinsen für AnleihenBulle

Hinweis: Selbstverständlich spielen all diese Faktoren zusammen und letztlich geht es um die Gewichtung, sprich die Größe des Einflusses einzelner Werte auf den Goldpreis. Diese Gewichtung ist schwer zu ermitteln. Selbst Banken liegen in dieser Hinsicht immer wieder falsch, aber ein Durchschnitt aus den Bankenprognosen liegt meist sehr nahe an der Wahrheit.

Was sagen die bekanntesten Banken zum Goldtrend 2017?

Mit einer kleinen Zusammenstellung der derzeit vorherrschenden Expertenmeinungen schließen wir das Thema ab. Hier ist zu beachten, dass eine Bank sehr weit daneben liegen kann, während die durchschnittliche Meinung oft sehr genau die Wahrheit abbildet.

Experten Goldpreis Prognosen Ende 2017

ExperteGoldprognose Ende 2017
OCBC (Barnabas Gan)1.100 US-Dollar pro Feinunze
Tiberius1.450 US-Dollar
Credit Suisse1.338 US-Dollar
BMO1.175 US-Dollar
Citi Research1.180 US-Dollar
Durchschnitt1248,6 US-Dollar pro Feinunze

Hinweis: Die durchschnittliche Betrachtung der größten Banken hat im Jahr 2015 für das Ende des Jahres 2016 einen Goldkurs von 1.140 US-Dollar vorausgesagt. Das ist beinahe eine Punktlandung. (Achtung dabei wurden noch mehr Werte als in der Tabelle oben berücksichtigt).

Quellen:

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