Gruppenunfallversicherung in Deutschland – Anbieter, Kosten, Vorteile – Private Unfallversicherung, Kind, Familie

Im großen Versicherungswald weiß man manchmal gar nicht mehr, welche Versicherung in welchem Fall einspringt und welche Versicherungen wirklich nötig und möglich sind.
Welche Versicherung am besten geeignet ist, ist dabei oftmals die größte Frage, die hinter der Verwirrung des großen Angebotes steckt.

Dabei kann oftmals eine Versicherung übergehend in andere eingreifen, sodass verschiedene Leistungen zeitgleich bei verschiedenen Versicherungen gelten.

Auch, dass bestimmte Leistungen mehrfach versichert sind, ist ein häufiger Fehler vieler Versicherungsnehmer, da sie so unnötig viel Versicherungsbeiträge bezahlen. Manche Versicherungen werden so in ihrem kompletten Paket unnötig, manche wiederum können angepasst und zeitgleich vergünstigt werden. Es ist daher ratsam so wie hilfreich sich professionell beraten zulassen.

Gruppenunfallversicherung in Deutschland

Die Gruppenunfallversicherung ist eine Art der Unfallversicherungen. Entgegen einer privaten Unfallversicherung, welche von Privatpersonen abgeschlossen wird, ist eine Gruppenunfallversicherung eher eine Versicherung, die von Arbeitgebern abgeschlossen wird.

Der Arbeitgeber hat mit der Gruppenunfallversicherung die Möglichkeit seine Mitarbeiter zu versichern – dabei kann er die Versicherung auf eine bestimmte Gruppe von mindestens 3 Personen abstimmen. Die Leistungen der Versicherung sind denen der herkömmlichen Versicherung sehr ähnlich.

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Versicherung von Mitarbeitern – Ideal für Arbeitgeber und Arbeitnehmer – Wichtig: Angebote beachten!
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Sie unterscheidet sich eher darin, dass sie betrieblich und für bestimmte Gruppen eingesetzt wird. Außerdem kann hier zwischen Begünstigte unterschieden werden. Es gibt zwei Varianten. Bei der einen Variante gilt der Arbeitgeber als Begünstigter, bei der anderen Variante gilt der Arbeitnehmer, also der Versicherte, als Begünstigter.

Wenn der Arbeitgeber der Begünstigte ist, kann dieser die Versicherungsleistung für Lohnfortzahlungen, Neueinrichtung des betroffenen Arbeitsplatzes oder andere Dinge, die im Bezug des Unfalles stehen, verwenden.

Als gerechter und dem Mitarbeiter gegenüber freundlicher, gilt die Variante, bei welcher der Versicherte auch der Begünstigte ist.

In Hinsicht auf die Leistungen, ähnelt sich die Gruppenunfallversicherung einer ganz normalen Unfallversicherung sehr. Ein großer Unterschied liegt aber im Blick auf die begünstigte Person.

Standardmäßig bietet die Gruppenunfallversicherung zwei Varianten – zwei Möglichkeiten, aus denen der Versicherungsnehmer, der Arbeitgeber, wählen kann.

Die Möglichkeit den Arbeitnehmer, welcher dank der Gruppenunfallversicherung geschützt ist, als Begünstigten auszuwählen, besteht zugunsten von eben diesem. Die andere Möglichkeit ist, dass der Arbeitgeber als Begünstigter eingetragen wird. In diesem Fall können mit der Vertragssumme beispielsweise Lohnfortzahlungen finanziert werden, ebenso wie die Neugestaltung eines Arbeitsplatzes, zum Beispiel nach dem Verlust eines Körpergliedes, oder Ähnliches.

Sofern der Mitarbeiter dies will, ist es die mitarbeiterfreundlichere Variante, den Mitarbeiter als Begünstigten einzutragen. Hierbei ist aber auch ein beträchtlicher Unterschied zwischen beiden Varianten zu beachten:

Gilt der Arbeitgeber im Versicherungsfall als Begünstigter, muss er die regelmäßigen Versicherungsbeiträge auch selbst bezahlen. Sie werden dem Versicherten also nicht angerechnet.
Ist der Arbeitnehmer der Begünstigte im Versicherungsfall, dann werden ihm die Versicherungsbeiträge, die der Arbeitgeber bezahlen muss, auch angerechnet. Das heißt, der Arbeitnehmer bezahlt die Versicherung im Grunde selbst.

Welche Anbieter gibt es für Gruppenunfallversicherungen in Deutschland?

Die meisten herkömmlichen Versicherer bieten eine Gruppenunfallversicherung in Deutschland an. Schmeißt man einmal kurz die Suchmaschine an, fallen gleich große, bekannte Namen wie AXA, Zurich, Generali und Gothaer. Aber auch kleinere und weniger bekannte Versicherer bieten die Gruppenunfallversicherungen im vollen Leistungsumfang an.

Wie viel kostet eine Gruppenunfallversicherung?

Man kann nicht pauschal sagen, wie viel eine Gruppenunfallversicherung kostet. Es kommt zum einen darauf an, bei welchem Versicherungsgeber man die Versicherung abschließt, zum anderen kommt es auf die Gruppe und die Leistungen an.

Die Gruppenunfallversicherung ist eine Versicherung, die individuell zusammenstellbar ist. Das heißt, bestimmte Leistungen können in die Versicherung hineingenommen oder weggelassen werden. Ebenso spielt die Anzahl der Versicherten eine große Rolle.

Was sind die Vorteile für eine Gruppenunfallversicherung?

Individuelle Anpassung

Arbeitgeber können die Gruppenunfallversicherung für sich selbst und für die Mitarbeiter abschließen. Eine solche Gruppenunfallversicherung bietet Vergünstigungen, wenn man eine normale Unfallversicherung auf die einzelnen Personen berechnen würde.

Da Betriebe sehr unterschiedliche Tätigkeiten ausführen können, sind Gruppenunfallversicherungen entsprechend individuell anpassbar. Verschiedene Leistungen können weggelassen und hinzugenommen werden. Dabei ist es wichtig genau durchzugehen, für welche Umstände die Versicherung Leistung erbringen muss und welche Faktoren für den Betrieb in der Versicherung vollkommen auszuschließen sind.

Aufgrund der individuellen Anpassung der Leistungen können in vielen Fällen weitere Vergünstigungen geschaffen werden.

Für bestimmte Personen(-gruppen)

Bei einer Gruppenunfallversicherung müssen nicht sämtliche Mitarbeiter des Betriebes versichert werden. Es können auch Mitarbeiter aus bestimmten Bereichen oder einer bestimmten Position versichert werden.

Das ist besonders dann ein großer Vorteil, wenn es bestimmte Gruppen im Betrieb gibt, die einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt sind.
Es ist oftmals sinnvoll nur genau diese Gruppen zu versichern. Außerdem ist die Gruppenunfallversicherung der privaten Unfallversicherung in ihrem Leistungsspektrum sehr ähnlich. Personen die bereits eine solche Versicherung abgeschlossen haben in eine Gruppenunfallversicherung einzubeziehen, ist nur selten sinnvoll.

Versicherungsleistungen sind variabel wählbar

Betriebe sind derartig unterschiedlich in ihren Tätigkeitsbereichen, dass ein standardisierter Schutz nicht praktisch wäre. Aus diesem Grund sind Gruppenunfallversicherungen individuell und variabel in ihrer Leistung wählbar. Jeder Arbeitgeber kann das Versicherungsspektrum auf seine Bedürfnisse sowie seinen Betrieb abstimmen. Damit können nicht nur Kosten gespart, sondern auch der Versicherungsschutz voll ausgenutzt werden.

Leistung schon ab einem Invaliditätsgrad von 1%

Ein großer Versicherungsbereich der Gruppenunfallversicherung ist der Eintritt eines Unfalls mit Invaliditätsfolge. Bei einem Invaliditätsfall kann der Grad der Behinderung sehr unterschiedlich sein. Es ist immerhin ein großer Unterschied ob eine Person den kleinen Finger oder ein Bein verliert.

Eine Gruppenunfallversicherung greift meist bereits ab 1% Invalidität. Eine Gliedertaxe bestimmt dabei die Zahlungen in einem solchen Falle.

Zusätzlich gibt es auch die Invaliditätsrente, die ab 50% Invalidität greift. Ebenfalls gibt es den Unfalltod, wobei hier die Begünstigten Angehörige oder der Arbeitgeber sein können. Verschiedene Leistungsstufen bei verschiedenen Behinderungsgraden und Extrem-Fällen werden beim Abschluss der Versicherung individuell mit der Versicherung vereinbart.

Ausschnittsdeckungen möglich

Bei einer Gruppenunfallversicherung ist es auch möglich, eine Ausschnittsdeckung zu vereinbaren. Das heißt, dass vereinbart werden kann, dass der Versicherungsschutz nur in bestimmten Zeiten oder Situationen greift.

Flexibilität bei der Personenauswahl

Es bestehen viele Möglichkeiten zum Einschluss sowie Ausschluss von Personen.

  • Lebenslange monatliche Unfallrente
    Eine Lebenslange monatliche Unfallrente kann bei der Gruppenunfallversicherung mitversichert werden. Auch diese Extraleistung ist zusätzlich buchbar, gehört aber dem Standardpaket nicht dazu. Sollte eine solche Unfallrente gewünscht sein, sollte dies am besten zu Beginn der Beratung erwähnt werden.
  • Mitversicherung von Reha-Management ohne Aufpreis
    Die meisten Versicherungsgeber bieten eine kostenfreie Versicherung für Reha-Management an. Im Falle eines Unfalls, nach welchem eine Reha nötig ist, kann die Versicherung hier unter die Arme greifen.

Was ist eine private Unfallversicherung?

Eine private Unfallsicherung bietet einen Versicherungsschutz für jeden Versicherungsnehmer an. Sie ist dann von Bedeutung, wenn es zu einem Unfall kommt, der gesundheitliche und damit oft auch finanzielle Folgen hat. Wird der Versicherungsnehmer bei einem Unfall so verletzt, dass eine andauernde Behinderung die körperliche oder die geistige Leistungsfähigkeit einschränkt, also eine Invalidität entsteht, dann erhält der Versicherte je nach Behinderungsgrad eine ausgemachte Geldsumme.

Unfallursachen, für die der Versicherungsschutz greift, sind meist fest in Vertrag verankert. In der Regel gehören beispielsweise Verkehrsunfälle und Stürze als gängigste Ursachen dazu.

Ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?

Die Meinung darüber, ob eine Unfallversicherung sinnvoll ist oder nicht, geht weit auseinander. Generell lässt sich aber sagen, dass jede Person, die in Deutschland lebt und in einem Ausbildungs-, Arbeits- oder Dienstverhältnis steht, gesetzlich unfallversichert ist.

Auch Studenten, Kinder, die in den Kindergarten gehen, Landwirte, sowie Schüler, Pflegende, Sozial- und Arbeitslosengeldempfänger und versicherte Selbstständige sind gesetzlich von der Unfallversicherung betroffen. Außerdem genießen Helfer an Unfallstellen ebenfalls den vollen Versicherungsschutz, während sie sich vor Ort befinden.

Die private Unfallversicherung dagegen schließt jeder für sich selbst ab. Sie greift dann, wenn durch einen Unfall eine Behinderung auftritt. Wenn man es statistisch sieht, liegt die Ursache einer Behinderung auf alle Invaliditätsfälle bei unter 5 %. Das heißt, weniger als 1 von 20 Behinderungen ist auf einen Unfall zurückzuführen. Zusätzlich muss man bedenken, dass eine private Unfallversicherung nicht bei jeder kleinen Behinderung einsetzt.

Oftmals greift die Versicherung erst dann, wenn erhebliche Maßnahmen wie Umbauten im Haus oder am Auto, nötig sind. Das Risiko eine Behinderung durch einen Unfall zu erleiden, welche auch noch so stark ist, dass die Versicherung bezahlt, ist also sehr gering. Zudem gibt es andere Versicherungen, die in ähnlichen Fällen nützlicher sein können. Oftmals besteht bereits eine Versicherung, die die private Unfallversicherung regelrecht übergreift.

Sinnvoll ist eine Unfallversicherung dann, wenn man wirklich zu 100% abgesichert sein möchte und beispielsweise ein riskantes Hobby hat. Dazu zählen Wintersportler, ebenso wie Radfahrer, Motorradfahrer, Kletterer, Extremsportler oder andere Hobbys und Sportarten.

Hierbei gilt es aber auch vor dem Vertragsabschluss achtsam zu sein, um einen Versicherungsausschluss während solcher Tätigkeiten zu vermeiden. Bei manchen Versicherungen muss bei Hobbys und Tätigkeiten dieser Art ein Zusatzpaket abgeschlossen werden. An diesem Punkt wiederum ist auch darauf zu achten, welche Sportarten zu Extremsportarten zählen, denn bei manchen Anbietern zählen bereits ausgewählte gängige Sportarten dazu.
Ebenfalls besonders sinnvoll ist eine private Unfallversicherung für Personen, die häufig Unfälle erleiden. Dazu zählen Kinder ebenso wie alte und kranke Personen.

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