Handyversicherung in Österreich – Anbieter, Kosten, Vorteile

Eine Handyversicherung kann viel schaden von einem abwenden.

Nicht nur, dass der Verlust des Gerätes bei einem Verlust oder Totalschaden kompensiert wird, auch wenn eine teure Reparatur ansteht, müssen die Kosten nicht aus eigener Tasche gezahlt werden.

Doch welche Vorteile bestehen konkret, wenn man vorhat, eine solche Versicherung abzuschließen? Welche Leistungen werden erbracht und mit welchen Kosten muss man rechnen. Hier haben wir die wesentlichen Fakten zu diesem Thema zusammengetragen. Anbieter, Kosten und Details werden in einem vollständigen Überblick für den interessierten Kunden gelistet.

Wichtig: Angebote und Kosten für die Handyversicherung vergleichen

Was nützt eine Handyversicherung?

Eine Handyversicherung schützt das eigene Smartphone vor diversen Umständen wie einem Verlust, einem Diebstahl oder einen Schaden. In der Regel werden diese Situationen von der regulären Garantie der Hersteller nicht abgedeckt, sodass die Kosten für einen Ersatz oder eine aufwendige Wiederherstellung des Gerätes, allein vom Besitzer zu tragen sind.

Wird bedacht, dass heutige Smartphone in der Regel mehrere hundert Euro kosten, kann ein solcher Fall sehr schnell die eigenen finanziellen Möglichkeiten übersteigen. Genau an dieser Stelle greift die Handyversicherung ein.

Durch die Zahlung eines monatlichen Beitrages, wird das eigene Smartphone umfassend geschützt. Alle im Raum stehenden Probleme können dann über die Versicherung reguliert werden, was in jedem Fall ein besseres Gefühl beim Umgang mit diesem Stück Technik herbeiführt. Schließlich steht eine nicht unerhebliche finanzielle Entlastung im Raum.

Bekannte Anbieter für die Handyversicherung

Anbieter von Handyversicherungen gibt es viele, doch nicht alle bringen den gleichen Leistungsumfang mit sich. Die hier gelisteten vier Versicher erlauben einen umfangreichen Schutz und bieten zudem die Möglichkeit, des sofortigen Beginns des Versicherungsschutzes. Es handelt sich hier um:

  • 1. Everyhere
  • 2. Schutzklick
  • 3. Assona
  • 4. Drei

All diese Anbieter bieten einen weltweiten Versicherungsschutz, der auch dann gilt, wenn man das Gerät mit an entlegene und gefährliche Orte nimmt. Zudem wird ein überschaubarer Erstattungsrahmen geboten, der sich jeweils nach dem aktuellen Zeitwert des Gerätes richtet.

Die Zahlungen werden entweder monatlich geleistet, können aber auch einmalig oder in anderen Intervallen erbracht werden. Zudem können alle Zahlungen einfach per Lastschrift veranlasst werden. Eine Komfortable Methode, um die anfallenden Beiträge schnell und sicher zu begleichen.

Welche Schäden werden abgedeckt?

Die wichtigste Frage ist aber, welche Art von Schäden oder Vorfällen durch die genannten Versicherer abgedeckt werden. Dies ist auch allgemein von Bedeutung, denn in der Regel handeln hier alle Versicherungsgesellschaften in etwa gleich.

Grundsätzlich abgedeckt werden dabei Flüssigkeitsschäden und defekte Displays, die auf einen Bruchschaden zurückzuführen sind. Hierin enthalten sind auch Bodenstürze, selbst dann, wenn diese aus einer größeren Höhe erfolgen sollten.

Des Weiteren werden auch Geräte ersetzt, die durch einen Bedienungsfehler zu Schaden gekommen sind. In den meisten Fällen werden auch Brand und Überspannungsschäden von der Versicherung aufgefangen. Als höhere Gewalt wird auch der Blitzschlag von den aller meisten Anbietern auf dem Markt versichert.

Nicht so häufig vorkommend aber dennoch in den meisten Versicherungspolicen enthalten, ist ein Fall von Sabotage, Vandalismus oder die einfache Beschädigung durch Dritte, sowie der Diebstahl des Gerätes. Letzteres wird in vielen Fällen nur gegen einen Aufpreis angeboten, da hier definitiv der Ersatz des Modells erforderlich wird, wobei auch noch weitere Kosten auf den Versicherer zukommen können. Daher wird dieser Versicherungsfall durch eine Extra-Gebühr abgegolten.

Sonderschutz jenseits der Garantie

Hier trennt sich gewissermaßen die Spreu vom Weizen, denn einige Anbieter offerieren ihren Kunden auch den Schutz vor Materialfehlern oder Fehlern, die ab Werk entstanden sind.

Dies kann sehr sinnvoll sein, denn die viele Hersteller offerieren nur eine begrenzte Haftungszeit für derartige Probleme. Ist dies abgelaufen, dann kann für gewöhnlich kein Ersatz mehr vom Hersteller gefordert werden. Allerdings sollte man sich die Policen vor der Unterzeichnung genau durchlesen.

In vielen Fällen gibt es Ausnahmeklauseln, die einen Ersatz ausschließen. Eine schon recht bekannte besteht darin, dass dann kein Versicherungsschutz besteht, wenn der Hersteller vor einen Schaden, die Kunden allgemein über einen eventuellen Fehler seitens des Werkes informiert hat. Hier ist dann der Kunde in der Pflicht, sich rechtzeitig an den Hersteller zu wenden.

Ab wann beginnt der Schutz?

In diesem Punkt handeln viele Versicherer sehr unterschiedlich. Bei den meisten Anbietern wird bei einem Vertragsschluss eine Sperrfrist aktiviert. Dies bedeutet, dass der Versicherungsschutz erst nach dem Ablauf dieser in Kraft tritt. In der Regel werden drei Monate angesetzt, kann allerdings kann eine solche Frist auch nur einen Monat oder sogar sechs Monate betragen. Dies ist aber auch immer abhängig vom Anschaffungspreis des Gerätes, sodass keine pauschale Aussage über die Wartezeit gemacht werden kann.

Auf der anderen Seite der Medaille stehen aber auch viele Anbieter, die keine Sperrfrist nutzen. Hier beginnt der Versicherungsschutz sofort, wobei zumeist auch keine höheren Kosten erhoben werden. Allerdings ist dies nur der Fall, wenn zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses ein Funktionsfähiges gerät nachgewiesen werden kann. In der Regel muss zu diesem Zweck die Rechnung und der Ausweis eingereicht werden. Aus der Rechnung müssen der Name und die Anschrift des Versicherungsnehmers hervorgehen.

Nur sehr sehr wenige Versicherer verzichten auf diesen Nachweis, denn dies würde Betrug Tür und Tor öffnen. Zumeist fallen solche Versicherungen dann auch erheblich teurer aus, denn das entstehende Risiko wird über einen erhöhten Beitragssatz kompensiert. Daher sollte man sich genau überlegen, ob man sich auf einen solchen Vertrag einlässt oder nicht.

Das Alter des Gerätes beachten

Auch das alter des Gerätes kann eine bedeutende Rolle spielen. Eine Versicherung kann nämlich nur dann abgeschlossen werden, wenn der Restwert des Modells noch über einem bestimmten Niveau liegt.

Der Anbieter Drei, erlaubt die Versicherung eines Gerätes nur bis zu 30 tage nach dem Kauf. Danach werden die Geräte nicht mehr angenommen, da nach Begründung des Anbieters, hier schon erhebliche Sachmängel entstanden sein könnten.

Andere Anbieter versichern auch Geräte, die bis zu drei Monate alt sind. Dies ist zum Beispiel bei Assona der Fall. Schutzklick erlaubt die Versicherung – genauso ist es auch bei Everyhere – noch bis zu sechs Monate nach dem Kauf. Die meisten andere Anbieter auf dem Markt verfahren ähnlich. Nur die wenigsten Anbieter versichern auch noch Geräte, die älter als ein Jahr sind. Hier ist das Risiko zu groß, dass diese durch den täglichen gebrauch bereits einen Schaden haben oder bald einen solchen erleiden werden, der eventuell auch auf den unsachgemäßen Gebrauch zurückzuführen ist.

Altgeräte werden in der Regel überhaupt nicht versichert. Wer zum Beispiel noch ein altes Tastenhandy in Betrieb hat, der wird für dieses nirgendwo mehr eine Versicherung erhalten. Dies würde sich auch nicht lohnen, denn oftmals sind die Anschaffungspreise so gering, dass eine Reparatur nicht lohnen würde. Zudem könnte kein adäquater Ersatz gestellt werden, da die entsprechenden Modelle und auch die Ersatzteile nicht mehr produziert werden.

Die Selbstbeteiligung beachten

Je nach Versicherer, kann auch eine Selbstbeteiligung erforderlich sein. Dies bedeutet, dass ein bestimmter prozentualer Anteil an den Kosten, vom Versicherungsnehmer zu tragen ist. Dabei kann es sich allerdings auch um einen Festbetrag handeln.

Die Selbstbeteiligung wird nach dem Wert des Gerätes berechnet. Desto teurer also ein Modell ausfällt, um so höher fällt auch die Summe aus, die der Kunde bei einer Reparatur oder einem Ersatz des Gerätes, selbst beisteuern muss. Allerdings sind diese Summen noch deutlich geringer, als wenn das gesamte Smartphone aus eigener Tasche bezahlt werden müsste.

Der Selbstbehalt muss nicht nur bei jedem Schaden entrichtet werden, sondern wird auch bei einen Diebstahl zur Zahlung fällig. Lediglich bei Materialfehlern, die werksseitig aufgetreten sind, wird in einigen wenigen Fällen auf einen solchen Verzichtet, da hier definitiv kein Verschulden des Versicherungsnehmers festgestellt werden kann. Es gibt zudem auch Versicherungsanbieter, die keine Selbstbeteiligung verlangen. Hier fallen dann aber die monatlichen Anschläge meist entsprechend höher aus.

Welche Kosten fallen an?

Die Kosten für eine Handyversicherung können zwischen 5 Euro bis hin zu 35 Euro ausfallen. Allerdings handelt es sich auch bei diesen Werten nur um durchschnittliche Angaben, denn die Faktoren, die die monatlichen Abschläge beeinflussen können vielfältig sein.

In der Regel muss die Marke und der Preis des Gerätes bekannt sein. Auch das Alter darf nicht außer Acht gelassen werden. Erst anhand dieser Werte, kann nach den internen Kriterien der Anbieter der Kostensatz ermittelt werden.

Wer entsprechende Sicherungsmaßnahmen für sein Smartphone nachweisen kann, der kann die Kosten meist noch etwas senken. Ist zum Beispiel ein Ortungsprogramm über einen externen Anbieter installiert, so können die Kosten für den Diebstahlschutz durchaus günstiger werden, da sich hier das Gerät einfacher aufspüren lässt.

Auch wenn es entsprechende Schutzhülle genutzt wird, können die Versicherer einen kleinen Nachlass auf die Kosten gewähren. Es ist ähnlich wie bei einem Auto, dass anstatt auf dem Bürgersteig in einer verschlossenen Garage abgestellt wird. Je sicherer ein Modell, desto geringer fällt der Betrag für dessen Versicherung aus.

Details und Wissenswertes

In der Regel wird bei den meisten Versicherern nur der Zeitwert erstattet. So werden bei einem Schaden innerhalb des ersten Jahres nach dem Kauf meist 100 Prozent bis hin zu 90 Prozent der Kosten übernommen. Einige Versicherer dehnen dies sogar noch auf das zweite Jahr aus. Mit den Folgejahren reduzieren sich die Erstattungen immer weiter, sodass nach etwa fünf Jahren im Durchschnitt nur noch 40 Prozent des ursprünglichen Wertes ausgezahlt werden.

Ungefähr an diesem Punkt liegt auch die Grenze für die meisten Versicherer. Der Vertrag endet nach fünf Jahren meist automatisch, da hier der Restwert des Gerätes so gering geworden ist, dass eine Erstattung oder Reparatur nicht mehr lohnt. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines aktuellen Smartphones liegt den Statistiken zu Folge ohnehin nur bei rund drei Jahren. Diese Basis wird auch von den Versicherern herangezogen.

Am Ende noch ein Wort zu Vertragslaufzeit. Diese kann bis zu 24 Monate betragen. Von einigen Anbietern wird auch keine Vertragslaufzeit vorgegeben, während bei anderen jeden Monat gekündigt werden kann. Wer sich nicht dauerhaft an einen Versicherer binden möchte, der sollte besonders auf diesen Umstand Acht geben.

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