Hausaufgabenbetreuung/Nachmittagsbetreuung als Nebenjob – Verdienst, Voraussetzungen

Mittlerweile bieten in Österreich und  Deutschland viele Schulen für Schulkinder eine sehr umfassende Mittagsbetreuung an.

Um dabei Eltern, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, zu entlasten, umfasst ein solches Angebot zum einen eine Hausaufgabenbetreuung sowie auch ein freiwilliges Nachmittagsprogramm.

Hierbei können Schüler zudem aus vielen unterschiedlichen Freizeitangeboten ganz frei wählen. Dabei werden die Hausaufgabenbetreuung sowie die weitere pädagogische Betreuung meistes von Nebenjobbern geleitet. Wie dieser Nebenjob im Detail aussieht und welche Voraussetzung notwendig und auch Verdienst möglich ist, folgt in den kommenden Absätzen.

Info: Der Artikel informiert über die Hausaufgabenbetreuung mit Fokus auf Deutschland. In Österreich ist die Nachmittagsbetreuung von Schülern bzw. die Unterstützung bei Hausgaben sowie als Nachhilfe und Lernhilfe ebenfalls weit verbreitet. Für einen Job als Nachmittagsbetreuung ist es sinnvoll sich an die Schulen zu wenden oder lokale Jobbörsen zu nützen.

Welche Qualifikationen sind für einen Betreuer notwendig?

Viele Schulen sind sehr häufig auf die Hilfe und Unterstützung von Eltern und anderen ehrenamtlichen Personen angewiesen, um vielen Schülern eine umfangreiche Auswahl an Kursangeboten anzubieten.

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Wichtig: Eine verantwortungsvolle Aufgabe – Nachmittagsbetreuung
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Daher arbeiten oftmals engagierte Personen als Kursleiter oder Betreuer nebenberuflich an Schulen. Geeignet ist eine Betreuung für diejenigen, die vor allem Kenntnisse gerne über das Hobby sowie das Wissen vermitteln wollen.

Auf diese Art und Weise kann man sozusagen sein Hobby zum (Neben-)beruf machen. Wenn man als Kursleiter tätig sein möchte, sollte man sich jedoch nicht nur mit der Materie von seinem eigenen Bereich auskennen, sondern eben auch viel Spaß am Umgang mit Jugendlichen und Kindern haben.

Ebenso bilden eine ordentliche Portion Durchsetzungskraft sowie die Fähigkeit, auch Konflikte lösen zu können, eine gute Grundlage für die Tätigkeit als Hausaufgabenbetreuer.

Entsprechende pädagogische Vorerfahrungen sind in der Regel nicht zwingend notwendig, jedoch können diese dennoch sehr hilfreich sein. Weiterhin erwarten einige Arbeitgeber auch die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, bevor am Ende eine Anstellung erfolgt.

Was sind Aufgaben eines Betreuers?

Welche Aufgaben ein Betreuer genau bearbeitet, hängt natürlich auch stark vom Kurs sowie vom Betreuungsangebot ab. So fallen die meisten Kurse entweder in den Bereich von einer Hausaufgabenhilfe oder unter Umständen auch in eine Freizeitbetreuung.

Je nach Ausrichtung, worin ein Kursleiter für sich am besten ist, kann man auch das Thema einer Freizeitaktivität wählen. Ebenso sind Theater-AGs oder auch der Zusammenschluss von einem Chor sehr beliebt. Ebenso aber auch Töpfer- sowie Zeichenkurse und auch das Erlernen von unterschiedlichen Instrumenten werden dabei sehr häufig angeboten. Weiterhin sind Kurse vor allem aus dem naturwissenschaftlichen Bereich äußerst beliebt.

Das betrifft aber auch technische und handwerkliche Kurse, die bei den Teilnehmern sehr gefragt sind. Insbesondere sind in der Regel auch Kurse mit einem sportlichen Thema sowie auch aus dem Bewegungsbereich sehr begehrt.

Hierbei ist von Fußball, Tanzen bis hin zum Fitness nahezu alles vertreten. So kennt die Vielfalt dieser Kursangebote kaum Grenzen. Eine Voraussetzung für einen äußerst erfolgreichen Kurs ist dann gegeben, dass wiederum das Interesse einer Schülerschaft entsprechend groß genug sowie das Angebot auch gut besucht ist.

Gute Bezahlung und eine entspannte Bezahlung

Die Hausaufgabenbetreuung der Kinder erfolgt meistens nach Schulschluss. In vielen Schulen erhalten die Schüler auch ein entsprechendes Mittagsessen, wobei direkt im Anschluss die Hausaufgabenhilfe oder auch Nachmittagsbetreuung beginnt.

Sehr viele Schulen bieten dabei eine Betreuung zwischen vierzehn und sechzehn Uhr am Nachmittag an. Dabei ist die Bezahlung regional sehr unterschiedlich. Beschäftigt werden die Hausaufgabenbetreuer in der Regel auf einem Minijob bzw. mit geringfügiger Beschäftigung oder auf Honorarbasis.

Wenn man über ein Honorar abrechnet kann mit einem Lohn pro Stunde zwischen 15,00 Euro und 20,00 Euro rechnen. An einigen Schulen ist auch die Zahlung einer Tagespauschale immer wieder üblich. In diesen Fällen erhalten Angestellte zum Beispiel 50,00 Euro für etwa dreieinhalb Stunden Arbeit.

Alle Personen, die an einer Tätigkeit als Betreuer oder auch als Kursleiter interessiert sind, sollten auf jeden Fall auch selbst die Initiative ergreifen und sich unbedingt bei Ganztagsschulen im regionalen Umkreis nach entsprechenden offenen Stellen sowie dem jeweiligen System einer möglichen Nachmittagsbetreuung erkundigen.

Mit welcher Arbeitszeit muss gerechnet werden?

Viele einzelne Aufgaben, die man als Betreuer an einer Schule auszuüben hat, hängen vor allem von den jeweiligen Kurs- sowie Betreuungsangeboten ab. Darunter kann unter anderem auch die Hausaufgabenbetreuung fallen.

Jedoch auch andere einzelne Kurse, die dabei in einer Schule stattfinden, müssen mitunter betreut werden. Dabei ist es wichtig, auch genügend Schüler für die Kurse zu begeistern, sodass diese Kurse dann auch über einen großen Zeitraum bestehen bleiben können. Zu diesen Kursen gehören oftmals auch ein Chor, Zeichen- oder Töpferkurse sowie auch das Theater. Ebenso sollte auch der Sport an einer Schule in keiner Weise zu kurz kommen.

So können auch Fußball, Karate oder Handball auf dem Plan stehen. In sehr vielen Schulen werden auch naturwissenschaftliche, handwerkliche oder technische Kurse angeboten, die ebenso betreut werden müssen. In der Regel beginnt nach der Schule für die Schüler die entsprechende Betreuung. Das bedeutet wiederum, dass die reguläre Kurszeit meistens nach der Mittagspause gegen 14.30 Uhr beginnt. In sehr vielen Schulen dauert eine Betreuung meistens nur bis 16.00 Uhr. Ebenso haben die einzelnen Kurse eine Dauer von etwa 45 oder auch 90 Minuten.

Mit welchem Verdienst kann man rechnen?

Es kommt ganz darauf an, in welchem Gebiet man möglicherweise als Betreuer gerne tätig sein möchte. Auf jeden Fall sollten hierbei auch das notwendige Grundwissen sowie auch praktische Erfahrungen vorhanden sein. Ebenso ist auch der Spaß am Umgang mit den Schülern oder Kindern äußerst wichtig.

Weiterhin sind auch Durchsetzungsvermögen sowie Konflikte zu beheben notwendig. Auch sind pädagogische Erfahrungen von großem Vorteil, jedoch üblicherweise kein Muss. Hin und wieder verlangen einige Arbeitgeber auch ein polizeiliches Führungszeugnis.

Die Bezahlung hingegen kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Es kann zudem auch noch sein, dass eine Tätigkeit auf einer Minijob-Basis entsprechend abgerechnet wird. Dabei wird in der Regel ein Stundenverdienst von bis zu 20,00 Euro bezahlt. Einige Schulen zahlen ebenso auch eine Tagespauschale von bis zu 50,00 Euro für knapp drei bis vier Stunden Arbeit.

Verdienst als Honorarkraft

Wenn man auf Honorarbasis arbeitet, rechnet man auch seine Dienstleistungen ohne entsprechende Sozialversicherungsbeiträge mit einer Schule ab.

Die Höhe von einem Honorar hängt in der Regel immer von verschiedenen Faktoren ab:

  • Die gesetzliche Verordnungen – Diese gelten zum Beispiel für Ärzte oder auch Steuerberater.
  • Das wirtschaftliches Interesse – Anwälte müssen zum Beispiel Zeit sowie den Arbeitsaufwand einkalkulieren.
  • Die individuelle Kalkulationen – Hausaufgabenbetreuer können zum Beispiel die Saison berechnen.

Es ist aber auch möglich, ein gewisses Ausfallhonorar zu vereinbaren, falls ein Termin seitens eines Auftraggebers entsprechend abgesagt wird. Für Betreuer auf einer Honorarbasis ist das wiederum eine Möglichkeit, eine Unzuverlässigkeit vorzubeugen und sich dadurch auch bis zu einem gewissen Grad mit abzusichern.

Der größte Unterschied zwischen einer Tätigkeit auf Honorarbasis sowie einer Tätigkeit in einem festen Angestelltenverhältnis ist dabei, dass ein Arbeitnehmer ein monatliches und festes Gehalt erhält und zusätzlich noch sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist.

Dieses heißt wiederum, dass der Arbeitgeber für den Betreuer vom Bruttogehalt die entsprechenden Lohnnebenkosten abführt. Anders ist das bei einem Dienstleister, der in diesem Fall ein festes Honorar erhält.

Das kann unter Umständen auch ein Stundenhonorar sein oder aber auch eine mögliche pauschale Entlohnung für eine ganz bestimmte Hausaufgabenbetreuung. Hinsichtlich einer Höhe von einem Honorar kann man sagen, dass dieses sehr stark variiert.

Arbeiten mit Honorar als Nebenjob

Wenn man nebenberuflich auf einer Honorarbasis arbeitet und dabei eine entsprechende Lehrtätigkeit ausübt, die wiederum weniger als sechs Stunden pro Woche fordert, muss dabei keinerlei Sozialabgaben abführen. Denn diese Arbeit gilt dabei als nebenberuflich, da diese nicht mehr als ein gesamtes Drittel der Arbeitszeit von einer Vollzeitstelle pro Kalenderjahr einnimmt.
So gehören zu den Lehrtätigkeiten auf einer Honorarbasis unter anderem auch Jobs als Ausbilder, Betreuer, Übungsleiter und Erzieher.

Diese können sich dabei auf Basis eines Übungsleiterfreibetrags oder auch Betreuungsfreibetrags in Höhe von insgesamt 2.400,00 Euro befreien lassen, was wiederum heißt, dass dieser Betrag bei der Einkommenssteuer entsprechend geltend gemacht wird.

Allerdings gelten Dozenten/Vortragende an einer Volkshochschule als Selbständige, da sie trotz der Lehrtätigkeit immer für ihre eigenen Steuer und Sozialabgaben komplett verantwortlich sind.

Krankenversicherung und Rentenversicherung

Wenn man auf Honorarbasis als Hausaufgabenbetreuer arbeitet, muss sich auch selbst krankenversichern. Wie nahezu jeder Arbeitnehmer hat man dabei die Wahl, sich zwischen einer gesetzlichen oder auch privaten Krankenversicherung zu entschieden. Damit auch eine Versorgung im Krankheitsfalle auf jeden Fall gewährleistet ist, ist im Zuge einer Gesundheitsreform aus dem Jahr 2007 eine Versicherungspflicht mit eingeführt worden.

Diese gilt vor allem für jede Person, die einen Aufenthaltsort in Deutschland besitzt. Das heißt wiederum auch, dass eine gesetzliche Krankenkasse jeden Antragsteller auf jeden Fall aufnehmen muss, der entsprechend gemäß dem Sozialgesetzbuch V auch die Voraussetzung dafür erfüllt. Dazu gehören auch diejenigen Personen, deren Einkommen im Monat bei über 400,00 Euro liegt. Hingegen können private Krankenkassen einen Antragsteller aufgrund des Alters, Geschlechts oder auch der persönlichen Krankheitsvorgeschichte entsprechend ablehnen. Tätigkeiten neben der Betreuung auf Honorarbasis sind daher auch häufig im publizistischen, künstlerischen oder auch journalistischen Bereich üblich. Für Künstler aus dieser Branche bietet dabei eine Versicherung in der sogenannten Künstlersozialkasse an.

Allerdings ist eine Aufnahme stets an bestimmte Bedingungen geknüpft. So muss man als Journalist oder auch Künstler gewisse Mindesteinnahmen vorweisen. Ebenso muss auch eine künstlerische sowie kreative Tätigkeit der Sozialkasse nachgewiesen werden. Eine Betreuer- und Lehrtätigkeit auf Honorarbasis ist daher rentenversicherungspflichtig. Wenn man also selbständig eine Hausaufgabenbetreuung leitet, muss man sich daher in einem Zeitraum von drei Monaten nach Aufnahme der Tätigkeit auf einer Honorarbasis auch bei der bekannten Deutschen Rentenversicherung melden. Ausgenommen von einer Rentenversicherungspflicht sind jedoch Kursleiter sowie auch Dozenten, die selbst dabei einen entsprechenden versicherungspflichtigen Arbeitnehmer bei sich beschäftigen.

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