Haushaltsbuch Vorlage Excel Download & Haushaltsbudget

Wer zum ersten Mal einen eigenen Haushalt führt, hat sich mit den wöchentlichen Einkäufen in der Regel bisher nur ganz oberflächlich auseinandergesetzt.

Da liegt es nur nahe, dass man sich kurz nach dem Umzug in die ersten eigenen vier Wände mit dem Thema des Haushaltsbudgets genauer auseinandersetzt.

Zunächst einmal steht die Frage im Raum, welche Gründe überhaupt dafür sprechen, ein solches einzuplanen. Das sind sogar gleich mehrere:

  • 1. Zu Beginn nach dem Umzug in die ersten eigenen vier Wände ist man noch nicht wirklich daran gewöhnt, dass regelmäßige Abbuchungen vom eigenen Konto stattfinden. Zudem kann es unter Umständen vorkommen, dass man unabsichtlich Geld ausgibt, welches eigentlich gar nicht mehr vorhanden wäre.
  • 2. Das festgelegte Haushaltsgeld lässt sich optimal auf vier Wochen aufteilen, die ein Monat in der Regel hat. Dadurch wird vermieden, dass in einer Woche mehr Budget ausgegeben wird, welches in der darauffolgenden fehlen würde.
  • 3. Bei einem eigens für den Haushalt festgelegten Budget besteht maximale Flexibilität. So lässt sich sehr einfach ein eigener Spielraum dafür schaffen, sollte einmal außertourliche Bedarf bestehen. Stichwort Kochgeschirr oder auch andere Utensilien, wie Wäscheständer und dergleichen.
  • 4. Durch das Kalkulieren mit einem Budget tendiert man von vornherein dazu, ein besseres Verhältnis zu Geldangelegenheiten zu entwickeln. Mit anderen Worten; wird in einem festgelegten Rahmen einkauft, lässt man sich weniger von Angeboten beeinflussen, die man nicht benötigt und greift stattdessen bei jenen zu, die für eigene Bedürfnisse auch wirklich nützlich sind. Man beginnt einfach, bewusster einzukaufen.
  • 5. Zu guter Letzt gibt es einen wesentlichen psychologischen Faktor, welche dafür spricht, Mithilfe von einem Haushaltsgeld einzukaufen. Dadurch, dass man sich durch das strenge kalkulieren besser über den Wert der einzelnen Dinge bewusst wird, neigt man auch dazu, sparsamer und vor allem umsichtiger mit ihnen umzugehen. Anstatt sofort etwas neu zu kaufen, weil es nicht mehr gefällt, tendiert man dann eher dazu, Dinge neu zu verwerten.

Haushaltsgeld und Haushaltsbuch – untrennbar miteinander verwoben?

Es liegt nahe, zusätzlich zum Kalkulieren mit einem eigenen Haushaltsbudget auch ein Haushaltsbuch zu führen. Doch zwanghaft notwendig ist es nicht, daher ist das eine ohne das andere durchaus daseinsberechtigt.

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Bevor man verzweifelt: Haushaltsbuch führen und aufs Budget achten!
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Vielmehr handelt es sich beim Haushaltsbuch eigentlich um eine alternative Methode, einen Überblick über das ausgegebene Budget zu behalten. Anstatt nämlich mit einem fixen Betrag zu kalkulieren, strenge Notiz über die gemachten Ausgaben gehalten.

Haushaltsbuch Vorlage & Download

Im Bereich der Haushaltsbuch/Haushaltsplan Vorlage und Anbieter gibt es sowohl kostenlose als auf kostenpflichtige Optionen.

Ein paar möchten wir hier auflisten:

Letzten Endes gilt es, den eigenen Mittelweg zu finden und die Methode zu wählen, die besser zur eigenen Persönlichkeit passen. Wer kein Vertrauen darauf hat, sich in Geldangelegenheiten zurückhaltend zu geben, sollte vielleicht zu Beginn beide Varianten gleichzeitig verwenden und sich nach einer Eingewöhnungsphase für eine davon entscheiden.

Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass man sich nach einer Zeit so sehr an das Führen eines eigenen Haushalts gewöhnt hat, dass keine der genannten Methoden mehr notwendig sein wird. Auch dieser Zeitraum ist allerdings abhängig von der eigenen Persönlichkeit.

So dauert es bei den einen nur wenige Monate, während andere selbst nach Jahren noch immer mit einem Budget arbeiten. Hilfreich ist in jedem Fall wohl, möglichst wenig mit der Bankomatkarte zu bezahlen.

Zwar bringt diese Zahlungsweise einen enormen Komfort mit sich, jedoch birgt sie auch die große Gefahr, am Ende den Überblick über die eigenen Ausgaben zu verlieren. Je nach Geschäft kann es schließlich ein paar Tage dauern, bis der Abbucher auch wirklich auf dem Bankkonto zu verzeichnen ist.

Übriggebliebenes Budget – für Sonderausgaben aufsparen oder prunkvoller einkaufen?

Wer sich viel an Sonderangeboten orientiert und auch vorausschauend einkauft, wird in der ein oder anderen Woche auch einmal deutlich unter Budget bleiben. Es ist wahrlich verlockend, das übrig gebliebene Geld sofort auszugeben und sich etwas davon zu kaufen, mit dem man schon lange liebäugelt.

Allerdings sollte an dieser Stelle auch im Hinterkopf behalten werden, dass es hin und wieder Wochen geben wird, in denen der Einkauf üppiger fallen wird. Preisregulationen können jeden treffen, so etwa wird das Gemüse in besonders harten Monaten wesentlich teurer werden.

Wer zu solchen Zeitpunkten nicht darauf verzichten möchte, sollte etwas zusätzliches Budget haben. Das gilt auch in jeder anderen Lebenslage. Ein Notgroschen verhindert Geldsorgen und macht das Leben vor allem dann leichter, wenn spontan ein wichtiges Gerät ausfällt und dieses ersetzt werden muss. Denn wie unangenehm wird der Arbeitsweg plötzlich, wenn das Auto ausfällt? Oder wie chaotisch wird der Alltag plötzlich, wenn die Waschmaschine den Geist aufgibt?

Wir die letzten Zeilen nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen hat, kann noch einen Kompromiss mit sich selbst schließen. Es hört sich bestimmt besser an, wenn man immer den Mittelweg sucht und nur jedes zweite übrig gebliebene Budget zur Seite spart, während jedes andere ausgegeben werden darf, nicht wahr?

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