Heilmasseur Ausbildung in Österreich – Kosten, Dauer und Voraussetzungen

Die Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme zu einem Heilmasseur/-masseurin ist eine absolvierte Ausbildung und die Berechtigung der Führung der Bezeichnung „Medizinischer Masseur“

Die Voraussetzungen für die Ausbildung zum Medizinischen Masseur in Österreich beinhaltet keine zusätzliche Ausbildung. Der Auszubildende oder die Auszubildende muss das 17. Lebensjahr vollendet haben, die 9. Schulstufe muss abgeschlossen sein und ein einwandfrei geführtes polizeiliches Führungszeugnis muss vorgelegt werden.

Als Heilmasseur oder Heilmasseurin darf die Person mit dieser Berufsbezeichnung ausschließlich kranke Personen aufgrund von einer ärztlichen Anordnung oder unter Aufsicht eines Arztes oder einer Fachperson, die dem physiotherapeutischen Dienst angehört, behandeln.

Dabei erfolgt dann die Ausübung des Berufes als Heilmasseur oder Heilmasseurin entweder freiberuflich oder durch die Wahrnehmung eines Dienstverhältnisses in einer Kuranstalt, Krankenanstalt oder andere unter einer ärztlichen Aufsicht stehenden Einrichtung.

Die Ausbildung wird beispielsweise in Österreich vom WIFI, der Vitalakademie Österreich, Drumbl Akademie, Dr. Bergler, Vodder Akademie und weiteren Anbietern angeboten. Um sich zur jeweiligen Heilmasseur Ausbildung und den Kosten zu informieren ist es sinnvoll beim jeweiligen Anbieter einen Infoabend zu besuchen.

 

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Heilmasseur – Ausbildung – Anspruchsvoller Beruf
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Nach der Ausbildungsabsolvierung und nach bestandener Prüfung sowie nach dem Erwerb eines Gewerbescheines (WKO) ist dann diese Person berechtigt, auch gesunde Personen auf einer freiberuflichen Basis zu behandeln. Wenn eine dreijährige nicht unterbrochene freiberufliche Tätigkeit bereit vorhanden und nachgewiesen ist, entfällt die Unternehmensprüfung.

Die Ausbildung zum Heilmasseur baut auf einzelne Stufen auf. Aus diesem Grund benötigt man den jeweiligen Abschluss der einzelnen Stufen, um dann an der nächsten Ausbildungsstufe teilzunehmen.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Heilmasseur-Ausbildung ist es, das der Auszubildende oder die Auszubildende Freude an der Tätigkeit mit Menschen hat.

Ein großer Teil der Auszubildenden für den „Medizinischen Masseur“ kommt hier direkt von der Schule.

Ein weiterer Teil hat bereits einen anderen Beruf erlernt und dort die Ausbildung abgeschlossen und war auch einige Berufsjahre in dem erlernten Beruf tätig und möchte jetzt eine zweite Ausbildung absolvieren, um dann den Traumberuf ausüben zu können. Wenn dann die Ausbildung „Medizinischer Masseur“ absolviert und bestanden ist, kann dann die Zusatzausbildung für den „Heilmasseur/masseurin“ begonnen werden.

Die Berufsperspektiven für den Heilmasseur-Beruf in Österreich

Der Markt für Wellness und Gesundheit wächst auch in Österreich seit Jahren. Dabei werden auf der einen Seite die Menschen immer älter und auf der anderen Seite achten immer mehr Menschen darauf, dass sie fit und gesund bleiben.

Ebenso sorgen die Belastungen im Arbeitsalltag oder auch die Folgen der boomenden Freizeit- und Sportaktivitäten dafür, dass die Massage-Praxen ständig neue Kunden erhalten.

Gerade der Stütz- und Muskelapparat der Menschen wird im heutigen Alltag über Gebühr in Anspruch genommen oder es erfolgt eine einseitige Belastung. Das führt häufig dann zu Muskelverhärtungen und Muskelverspannungen bis hin zu Schmerzen in den Gelenken.

Auch kann es hierbei zu Bewegungseinschränkungen sowie zu Nervenschmerzen kommen. Eine medizinische Heilmassage schafft dann bei solchen Problem wirksame Abhilfe und ist wohltuend. Durch den Einsatz der Heilmassage können dann die Schmerzen im Bereich der Sehnen, der Muskulatur, der Haut sowie der Gelenke eine wirksame Linderung erhalten.

Dabei findet man einen Heilmasseur nicht nur in der normalen Massagepraxis. In Spezial-Kliniken, Fitnessstudios Therapeutischen Einrichtungen, in Wellness-Hotel oder auch auf Kreuzfahrtschiffen ist der Beruf des Heilmasseurs sehr gefragt.

Auch besteht nach Abschluss einer solchen Ausbildung die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen. Mit der Absolvierung einer solchen Ausbildung erwirbt der Schüler oder die Schülerin die dafür nötige Qualifikation und hat dann danach die Möglichkeit, eine eigene Massagepraxis zu eröffnen (ebenfalls wird dann noch eine Gewerbeberechtigung benötigt).

Die Ausbildungsdauer und die Kosten

In der Regel erfolgt die Ausbildung in Österreich zu Heilmasseur in 2 Blöcken. Dabei ist der 1. Block ein Schulungsteil. Die Ausbildungslänge beträgt hier mehr als 800 Unterrichtsstunden an deren Ende dann eine theoretische Prüfung steht.

Bei dem 2. Block handelt es sich um ein Praktikum mit mehr als 850 Unterrichtsstunden.

Die Lerninhalte im 1. Block umfassen beispielsweise Anatomie und Physiologie, Hygiene, Umweltschutz, Pathologie, Erste Hilfe und Verbandstechnik, Sanitäts-, Sozial- und Arbeitsversicherungsrecht, Massagetechniken zu Heilzwecken, Ultraschalltherapie, Thermotherapie, Bindegewebsmassage, Akupunktur-Massage, Fußreflexzonenmassage, Grundlagen der Kommunikation, Einrichtungen und Berufe im Gesundheitswesen und vieles mehr.

Im 2. Block während der Praktikumsphase wird das theoretisch Erlernte vertieft. Dies erfolgt beispielsweise in den Gebieten Ultraschalltherapie, Packungsanwendungen (beispielsweise Fango), Thermotherapie sowie verschiedene Massagetechniken für die Heilung am Patienten im realen Berufsalltag.

Danach erhält dann die Auszubildende oder der Auszubildende einen Abschluss als staatlich anerkannter Heilmasseur.

Die Berufe sowie die Ausbildung zum medizinischen Masseur sowie zum Heilmasseur werden durch das Medizinische Masseur- und Heilmasseurgesetz (MMHmG, BGB 1/Nr. 169/2002) geregelt.

Dabei liegen dann die Kosten für die komplette Ausbildung bei ungefähr bei 4 – 5.000 Euro. Dabei gibt es dann auch die Möglichkeit, hier für die Auszubildenden eine entsprechende staatliche Förderung zu beantragen und zu bekommen(siehe nächster Abschnitt).

Die Förderungen in Österreich und in den einzelnen Bundesländern

Bundesweit bietet das Bundesministerium für Unterricht und Kultur auf seine Webseite unterschiedliche Förderungen für Aus-und Weiterbildung unter www.kursfoerderung.at an. Ebenfalls gibt es bei der Wirtschaftskammer Österreich auf deren Webseite (www.berufsinfo.at/bildungsfoerderung) eine Auflistung von diversen Förderungen für Aus- und Weiterbildung.

Vom Bundesland Tirol gibt es auch eine Förderung für die teilweise Übernahme von Kurskosten (das Portal www.mein-update.at oder unter www.tirol.gv.at/foerderungen).

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