In Öl investieren & Öl Aktien kaufen – Ölpreis 2020 & Öl Aktien mit hoher Dividende

Öl Investments – lohnen sich Öl Aktien und Ölpreis 2020?

Am 09. März 2020 brach der Ölpreis weltweit ein. Die Sorten WTI und Brent gerieten massiv unter Druck und notierten zeitweise bei knapp über 30 US-Dollar. Was an den Zapfsäulen der Tankstellen in Österreich und auch in anderen Ländern zur Freude führte, sorgte in anderen Bereichen der Wirtschaft für Kopfschütteln und für schlechte Stimmung. Niedrige Ölpreise können große Teile der Wirtschaft unter Druck setzen. Es ist möglich, dass jede Menge Probleme auftreten können, wenn der Ölpreis so niedrig ist.

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  • Gleichzeitig gibt es einen Rückgang des Ölpreises bedingt durch die niedrigere Nachfrage. Das liegt daran, dass das Corona Virus in China und in anderen Regionen der Welt die Wirtschaft deutlich einschränkt und viel weniger Verkehr und Handel getrieben wird.
  • Während die Nachfrage nach Öl also derzeit weltweit sinkt, kommen Russland und die OPEC auf die Idee, die Ölförderung zu steigern und dafür zu sorgen, dass noch mehr Öl auf dem Markt angeboten wird. Die logische Folge dessen ist ein gnadenloser Ölpreiskampf, der dazu führt, dass es im Endeffekt nicht nur einen Verlierer geben wird.

Warum ist ein bestimmter Ölpreis 2020 wichtig?

Russland sowie als auch einige Länder der OPEC sind auf den Vertrieb von Öl zu gewissen Mindestpreisen angewiesen. Das liegt daran, dass sie ihren Staatshaushalt aus dem Öl finanzieren. Sollte der Ölpreis unterhalb des Mindestniveaus liegen bedeutet dies, dass der Staatshaushalt anders gedeckt werden muss, oder die Verschuldung steigt. Somit ist theoretisch allen Staaten daran gelegen, einen gewissen Mindestpreis für Öl zu erzielen.

Auch die OPEC Länder, allen voran Saudi-Arabien, sind darauf angewiesen, dass ein gewisser Mindestölpreis erzielt wird. Nur so können sie die Kosten ihres Staatshaushaltes decken. Sollte der Ölpreis nicht erzielt werden, könnte dies langfristig auch dazu führen, dass zum Beispiel die Banken in den Ländern Probleme bekommen.

Welche Auswirkungen hat ein niedriger Ölpreis 2020 auf die Börse?

  • Der derzeit niedrige Ölpreis hat eine Menge an Auswirkungen auf die Börse.
  • Da an der Ölindustrie eine Menge an Unternehmen hängen und ihr Geld mit Öl verdienen, brechen den Firmen die Gewinne weg.

Aktienkurse von Unternehmen, die am Öl hängen haben derzeit deutlich an Wert verloren. Es könnten sich aus dem aktuellen Ölpreisfall günstige Chancen für einen Einstieg an der Börse ergeben. An dieser stelle sollte ein Hinweis ausgesprochen werden:

Hinweis: Wir führen keine Aktienkaufberatung durch! Wie publizieren unsere persönliche Meinung und sind dafür nicht haftbar bzw. niemand kann davon ausgehen, dass wir die Zukunft kennen und richtige Prognosen und Empfehlungen abgeben. Wir führen keine Finanzberatung durch. Jeder ist für sein Geld selbst verantwortlich!

Welche Öl Aktien haben im März und April 2020 ab Wert verloren?

  • Vorneweg sei gesagt, dass es quasi keine Ausnahmen gibt. So gut wie alle Ölwerte haben durch den niedrigen Ölpreis massiv an Wert verloren. Das bedeutet, dass die Aktien der Ölindustrie deutlich günstiger zu haben sind, als es zum Teil in den vergangenen 5 bis 10 Jahren der Fall gewesen ist.
  • In den USA sind es die Aktien der Energieriesen Chevron und Exxon Mobile, welche zu den größten Ölförderern des Landes gehören. Conoco Philips oder aber auch Occidental Petroleum zählen ebenfalls zu den Unternehmen, die in der Ölförderung aktiv sind.

Viele der kleineren Unternehmen in den USA sind auf Fracking Methoden ausgelegt und zahlen hier hohe Preise für die Förderung von Öl. Vielfach sind die Konzerne bedingt durch die niedrigen Zinsen hochverschuldet. Das bedeutet, dass die finanzielle Situation hier nicht so gut aussieht, wie es in anderen Regionen der Welt aussieht. Die Aktienkurse der Ölunternehmen sind deutlich gesunken.

Öl Unternehmen in den USA

In den USA ist der Preis von Chevron so tief, wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Bei Exxon Mobile rutschte der Aktienkurs erst auf 50 Euro je Aktie und später sogar auf unter 40 Euro je Aktie ab. Interessant ist dies, da die Dividende dadurch natürlich steigt, sofern diese weiterhin gezahlt werden kann.

  • Das Unternehmen Occidental Petroleum hat vor kurzem den Konkurrenten Anadarko übernommen.
  • Dafür wurde ein sehr hoher Preis gezahlt. Jetzt hat das Unternehmen das Problem, dass der Ölpreis im Keller ist und die Einnahmequelle Öl deutlich weniger rentabel geworden ist, als man es zuletzt gehofft hatte.

Hinzu kommt, dass man bei Occidental Petroleum eine hohe Dividende zahlt. Ob diese auch in der Zukunft auf dem aktuellen Niveau gezahlt werden kann, bleibt fraglich, auch wenn das Management zuversichtlich ist, die Dividende zu halten. Grundsätzlich sollte das Unternehmen genau betrachtet werden und wer hier investiert, sollte darüber nachdenken, warum der Kurs deutlich mehr abgerutscht ist, als es bei den Mitbewerbern der Fall ist.

Öl Unternehmen in Russland

In Russland sind es die Giganten Gazprom sowie als auch Lukoil, die von der Ölförderung zu einem großen Teil abhängig sind und die darüber ihr Geld verdienen. Anzumerken ist, dass auch der russische Staat an den Konzernen verdient, weshalb allen daran gelegten ist, dass der Ölpreis entsprechend hoch ausfällt.

  • Grundsätzlich sind die Aktien von Gazprom und Lukoil massiv eingebrochen. Die Aktie von Gazprom bewegte sich im Bereich von etwa 7 bis 8 Euro und notiert inzwischen nur noch bei rund 4 bis 5 Euro je Stück.
  • Bei Lukoil notiert die Aktie nicht mehr bei etwa 80 bis 90 Euro, sondern im Bereich von 50 bis 60 Euro. Beide Unternehmen sind dafür bekannt, dass sie hohe Dividenden zahlen. Die Ausschüttungspolitik wurde gerade erst gelockert.

Öl Unternehmen in Saudi-Arabien

In Saudi-Arabien ist es vor allem der Konzern Saudi Aramco, welcher für eine sehr große Menge der Ölproduktion zuständig ist. Das Unternehmen fördert zu besonders niedrigen Kosten Öl und ist vor kurzem an die Börse gegangen. Auch hier ist der Wert der Aktien stark eingebrochen, so dass es möglich sein könnte, die Papiere vergleichsweise günstig einkaufen zu können.

Fakt ist, dass man davon ausgehen kann, dass Saudi Aramco bald nicht nur in Riad, sondern auch an internationalen Börsen gehandelt werden kann, was noch einmal einen Einfluss auf die Werte haben kann.

Öl Unternehmen in Europa

  • In Europa sind es vor allem die beiden Unternehmen Royal Dutch Shell und British Petrol, welche in der Förderung von Öl und Gas tätig sind.
  • Beide Unternehmen haben einen Sitz in Großbritannien, Royal Dutch Shell darüber hinaus auch noch in Amsterdam in den Niederlanden.

Anzumerken ist, dass die Konzerne in Europa zu den größten Öl Playern zählen. Inzwischen arbeiten sie auch im Bereich der erneuerbaren Energien und sind hier aktiv. Fakt ist, dass beide Unternehmen interessante Dividenden auszahlen, die in der Zukunft noch weiter steigen können.

Öl Unternehmen in Österreich

In Österreich ist es vor allem das Unternehmen OMV, welches seinen Sitz in Wien hat und über 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. OMV ist im Upstream und Downstream Geschäft im Öl tätig und hat sogar eine eigene Tankstellenkette im Land.

Fakt ist, dass man bei OMV davon ausgehen kann, dass die Aktien derzeit auch deutlich günstiger zu haben sind. Im Zuge des allgemeinen Abwärtstrends der Ölindustrie wird dafür gesorgt, dass auch OMV Titel, die als dividendenstark gelten, deutlich abgewertet werden und günstiger zu haben sind.

Sollte der Ölpreis steigen könnte dies dazu führen, dass hier in jedem Fall hohe Renditen zu erzielen sind.

Welche Dividenden lassen sich bei Ölkonzernen derzeit erzielen?

Die Dividenden, die bei Ölkonzernen derzeit erzielt werden können, sind vergleichsweise hoch. Das bedeutet, dass man durch das Halten einer Aktie sehr hohe Renditen bekommen kann.
Anzumerken ist im Voraus jedoch, dass die Dividende eine freiwillige Leistung des Unternehmens ist.

Das bedeutet, dass Dividenden zu jeder Zeit gesenkt werden können, oder deutlich erhöht werden können. Es ist auch möglich, dass die Zahlung der Dividenden komplett ausgesetzt werden kann. Fakt ist, dass man als Aktionär in jedem Fall keine Garantie hat, dass eine Dividende gezahlt wird. Es handelt sich um eine Gewinnbeteiligung des Aktionärs am Konzern. Sofern der Gewinn deutlich sinkt kann dies dazu führen, dass natürlich weniger oder gar keine Dividende ausgezahlt werden kann.

  • Exxon Mobile: ca. 7 bis 9% Dividende p.a.
  • Chevron: ca. 5 bis 7% Dividende p.a.
  • Lukoil: ca. 6 bis 9% Dividende p.a.
  • Gazprom: ca. 6 bis 9% Dividende p.a.
  • Royal Dutch Shell: ca. 8 bis 11% Dividende p.a.
  • British Petrol: ca. 8 bis 11% Dividende p.a.
  • Occidental Petroleum: ca. 15 bis 25% Dividende p.a. (hohes Risiko!)
  • OMV: ca. 6 bis 8% Dividende p.a.

Die Höhe der Dividende ist davon abhängig, zu welchem Preis die Aktie gekauft worden ist. Die angegebenen Werte sind unter der Voraussetzung zu verstehen, dass die Dividende auf dem aktuellen Niveau gehalten wird und nicht weiter gesenkt wird oder in der Zukunft gesenkt wird. Zu beachten ist, dass man natürlich Dividendentitel günstig kaufen kann und langfristig betrachtet eine interessante Anlage genießen kann.

Das Unternehmen Exxon Mobile erhöht bereits seit über 35 Jahren die Dividende und zwar jedes Jahr. Anzumerken ist, dass nach dem Kursrutsch die aktuelle Dividendenrendite sehr hoch ist. Die Rendite ist deutlich höher, als es in den vergangenen Jahren üblich gewesen ist.

Somit kann man sich als Anleger darüber freuen, dass man theoretisch einen Wert kaufen kann, der langfristig betrachtet hervorragende Renditen erzielen lässt. Zu berücksichtigen ist dabei, dass es natürlich auch hier zu einer Anpassung bzw. Senkung der Dividende kommen kann. Viele Aktionäre denken jedoch auch, dass das Unternehmen darauf achtet, seine Dividendenhistorie intakt zu halten und weiter eine steigende Dividende zu präsentieren.

Der Konzern Chevron aus den USA zahlt ebenfalls seit vielen Jahrzehnten eine steigende Dividende aus. Was die Verschuldung und die Deckung der Dividende durch den Free Cashflow angeht ist das Unternehmen besser aufgestellt, als es bei Exxon Mobile der Fall ist. Zu erwähnen ist dabei jedoch, dass der Konzern derzeit eine niedrigere Rendite durch die Dividende anbietet. Generell könnte Chevron jedoch bei steigenden Ölpreisen auch stark profitieren und im Wert steigen.

Lukoil gilt als Dividenden Aristokrat aus Russland

  • Lukoil aus Russland gilt als echter Aristokrat aus Russland, wenn es darum geht, über viele Jahre hinweg die Dividende zu steigern. Das Unternehmen ist bestens aufgestellt und bietet hohe Renditen durch die Dividende.
  • Anzumerken ist, dass man bei Lukoil in jedem Fall davon profitieren kann, dass hohe Dividenden gezahlt werden und dass diese auch in der Zukunft gezahlt werden können. Die Dividendenpolitik wurde in den letzten Jahren zu Gunst der Aktionäre deutlich gelockert.

Die Dividende wird zwei Mal anteilig im Jahr ausgeschüttet. In den vergangenen Jahren ist die Dividende immer gestiegen. Zu beachten ist, dass natürlich auch die Stärke des russischen Rubels eine Rolle spielt, wenn die Dividende definiert wird. Ähnlich sieht es bei Gazprom aus, wo auch mit einer Erhöhung der Dividende zu rechnen ist.

Shell hat die Dividende seit 1945 nicht mehr gesenkt

  • Das Unternehmen Royal Dutch Shell ist bei den Anlegern, die viel Wert auf die Dividende legen besonders beliebt. Das liegt daran, dass der Konzern bereits seit langer Zeit eine Dividende ausschüttet und diese immer wieder erhöht. Anzumerken ist, dass bei Royal Dutch Shell die Dividende bereits seit 1945 nicht mehr gesenkt worden ist.
  • Das bedeutet, dass der Konzern bewiesen hat, dass er in der Lage ist, über viele Jahre hinweg eine Dividende konstant zu zahlen und diese auch immer wieder zu erhöhen. Das schafft eine Menge an Vertrauen bei den Investoren und sorgt dafür, dass Hashtags wie „never sell Shell“ im Internet kursieren.

Es ist davon auszugehen, dass die Dividende auch bei der aktuellen Ölpreiskrise beibehalten werden kann. Die Reserven des Konzerns reichen laut Meinung vieler Analysten dazu aus und darüber hinaus ist Shell nicht nur von Öl, sondern auch von Gas abhängig, was ebenfalls zum Geschäft gehört.

Die Rendite, die durch die Dividende erzielt werden kann, ist derzeit historisch betrachtet sehr hoch. Die Dividende wird wie bei vielen Ölkonzernen anteilig einmal im Quartal ausgezahlt, was sehr attraktiv ist und für einen stetigen Cash Flow bei den Investoren sorgt.

British Petrol hat die Dividende ebenfalls seit vielen Jahren nicht gesenkt, sondern stets erhöht. Anzumerken ist jedoch, dass es ca. 2010 bei einer Ölpest die durch den Konzern verursacht wurde über drei Quartale eine Aussetzung der Dividende gab, um Reparaturzahlungen zu leisten. Die Aktie stürzte darauf hin ab, jedoch wurde danach wieder eine Dividende gezahlt. Die Rendite ist ebenfalls attraktiv und der Konzern schüttet die Dividende anteilig einmal im Quartal an die Aktionäre aus. Somit ist auch BP ein interessantes Investment für alle Öl Investoren.

Occidental Petroleum ist mit hohen Risiken behaftet

Occidental Petroleum ist ein heißes Eisen auf dem Ölmarkt, was auch daran liegt, dass der Konzern stark verschuldet ist. Zwar wird die Dividende seit 17 Jahren erhöht, was jedoch nicht bedeutet, dass dies auch in der Zukunft fortgesetzt werden kann.

An anhaltend niedriger Ölpreis führt dazu, dass der Konzern deutlich weniger verdient und irgendwann Probleme hat, seine Schulden sowie die Dividende zu zahlen. Fakt ist, dass ein steigender Ölpreis den Konzern wieder in sicheres Fahrwasser manövrieren könnte. Dieses Investment erscheint vielen Anlegern derzeit mit einem deutlich höheren Risiko behaftet zu sein, als es bei anderen Konzernen der Fall ist.

Der Konzern OMV aus Österreich ist grundsolide und bietet eine nachhaltige Dividende. Anzumerken ist, dass das Unternehmen natürlich auch bei einem niedrigen Ölpreis massiv unter Druck geraten kann. Die Dividende wurde in der Vergangenheit bereits gesenkt, bzw. angepasst. Ob dies in der Zukunft weiterhin möglich ist, werden die Kurse der Ölpreise zeigen.

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