Interview – Förderungen im Land Salzburg – Abteilung 1 – Wirtschaft, Tourismus und Gemeinden

FP: Guten Tag Herr Dr. Scharfetter – vielen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses Interview nehmen!

FP: Welches Angebot bietet das Land Salzburg und speziell ihre Abteilung den Unternehmen im Bereich Wirtschaftsförderungen an?

R.S.: Unser Förderangebot zielt vor allem auf Klein- und Mittelbetriebe ab, die das Rückgrat der Salzburger Wirtschaft bilden.

Wir unterstützen Maßnahmen, die Investitionen und Beschäftigung auslösen, und die dazu beitragen, dass die Betriebe innovativer und wettbewerbsfähiger werden und somit für die Zukunft gut gerüstet sind. Das Land Salzburg setzt dabei auf Investitionen, Innovationen, Forschung & Entwicklung und Digitalisierung.

FP: Welche Förderung wird aktuell besonders häufig angefragt?

R.S: Eine starke Nachfrage gibt es für die Förderung von Investitionen wie im Wachstumsprogramm für Kleinbetriebe.

Vor allem die Handwerksbranche und Unternehmen im Tourismus- und Freizeitbereich nützen die Förderaktion, um Neuanschaffung von speziellen Maschinen sowie Um- und Zubauten bei den Betriebsgebäuden zu finanzieren bzw. Qualitätsverbesserungen und bauliche Erweiterungen vorzunehmen.

FP: Forschung und Entwicklung sind heute wichtiger denn je. Wie sieht es in diesem Bereich mit Förderungen aus?

R.S: Als Beispiel ist hier die Innovationsförderung zu nennen, die darauf abzielt, betriebliche Innovationen anzustoßen, auszubauen und zu beschleunigen. Es werden Vorhaben zur Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen oder Produktionsverfahren gefördert.

Die Schwerpunktsetzung liegt dabei in den Bereichen Bauen und Sanieren, Holzprodukte und Holztechnologien, Kreativwirtschaft, Biowissenschaften, „Life Sciences“ sowie bei IKT und neue Medien.

Wir wollen damit regionalen Unternehmen bei der Umsetzung von betrieblichen Innovations- und Forschungsprojekten unterstützen und ihnen auch den Einstieg in F&E-Aktivitäten erleichtern. Gleichzeitig wollen wir damit auch die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und vor allem regionalen Forschungseinrichtungen forcieren.

FP: Nicht erst seit Verbreitung des Corona-Virus ist es angeraten, auf Digitalisierung zu setzen. Das Land Salzburg hat schon vorher eine Digitalisierungsoffensive gestartet u.a. mit der Förderung eines Digitalen Transferzentrums an den Standorten der Fachhochschule Salzburg und der Salzburg Research Forschungsgesellschaft. Wie profitieren davon die Betriebe?

R.S: Konkret wird im Digitalen Transferzentrum eine Brücke zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung geschaffen. Interessierte Betriebe treffen dort auf Experten, die ihnen neue Technologien vorstellen und zeigen, wie diese umgesetzt werden können.

Das Herzstück der Digitalisierungsoffensive ist zudem ein eigenes, maßgeschneidertes Förderprogramm – „Salzburg. Digital.“ – für klein- und mittelständische Unternehmen. Es unterstützt ganz konkret die Unternehmen bei der Umsetzung von betrieblichen Digitalisierungsprojekten.

FP: Welche weiteren Förderprogrammen können Salzburger Unternehmen nützen?

R.S: Mit der Photovoltaikförderung für Betriebe wollen wir Unternehmen motivieren, Photovoltaik-Anlagen zu errichten, um ihren Strombedarf zunehmend aus erneuerbarer Energie zu decken.

Und um in Salzburg die lokale Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs zu sichern und zu verbessern, bieten wir ein Förderprogramm für Lebensmittel-Nahversorger an.

Ziel ist, Salzburgs Lebensmittel-Nahversorgungsbetriebe zu erhalten und zu stärken sowie Neugründungen, Ansiedlungen und Betriebsübernahmen zu unter¬stützen. Dies sind nur zwei weitere Beispiele aus unserem breitgefächerten Förderportfolio.

FP: Stichwort Förderangebot und Förderanträge: Wer hilft mir bei offenen Fragen zu Details & Antrag weiter?

R.S: Unser komplettes Förderangebot ist auf der Homepage des Landes unter https://www.salzburg.gv.at/themen/wirtschaft/wirtschaftsfoerderung abrufbar. Anträge können online gestellt werden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten und geben gerne Hilfestellung.

FP: Vielen Dank Herr Dr. Scharfetter für das Interview!